Verwaltung

In diesem Kapitel werden verschiedene Vorgänge zur Verwaltung von Backup-Sets und Skripts beschrieben, wie z. B. das Anzeigen von Berichten und die Pflege von Skripts. Außerdem werden mehrere Strategien zur Durchführung von Backups vorgestellt. Dieses Kapitel enthält ferner Tipps zum Gebrauch von Retrospect, Techniken für effizientere Backups und Ratschläge zur Verwendung von Retrospect zusammen mit anderer Software.

Backup-Strategien

In diesem Abschnitt werden verschiedene Strategien zum Sichern Ihres Computers oder des gesamten Netzwerks vorgestellt. Prüfen Sie jede Strategie und entscheiden Sie, welche für Ihre Bedürfnisse am besten geeignet ist. Sie können eine Strategie auch leicht abwandeln, so dass sie Ihren Wünschen genau entspricht. Oder Sie erarbeiten eine eigene Strategie, die mit den hier vorgeschlagenen nichts gemeinsam hat. Die im Folgenden aufgeführten Strategien stellen nur eine kleine Auswahl dar. Mit Hilfe der Retrospect-Funktionen kann eine unbegrenzte Anzahl von unterschiedlichen Strategien erstellt werden. Achten Sie bei der Ausarbeitung einer eigenen Backup-Strategie darauf, dass Sie sich an die allgemeinen Backup-Regeln halten.

Die in Retrospect verfügbaren Backup-Arten dienen zur Entwicklung erfolgreicher Backup-Strategien und werden unter Arten von Backups erläutert.

Grundregeln für Backups

Trotz der großen Leistungsfähigkeit von Retrospect sollten Sie für einen effizienten Einsatz folgende Grundregeln für Backups beachten:

  • Erstellen Sie häufig Backups, denn Sie können nur das wiederherstellen, was Sie zuvor gesichert haben. Wenn Ihre Festplatte heute defekt wird, das letzte Backup aber eine Woche alt ist, sind alle Daten der letzten Woche verloren. Retrospect ist dann am effektivsten, wenn Sie alles und häufig sichern. Dies geschieht am einfachsten durch Automatisieren der Backups mit Hilfe von Skripts.
  • Bewahren Sie mehrere Backup-Kopien Ihrer Daten auf. Wechseln Sie zwischen Backup-Sets. Durch die Verwendung mehrerer Backup-Sets wird ein Datenverlust aufgrund beschädigter oder verlegter Medien unwahrscheinlicher.
  • Mustern Sie regelmäßig alte Medien aus. Führen Sie regelmäßig Backups in neue Backup-Sets durch. Wenn Sie alle Backups auf einem einzigen Mediensatz speichern, wächst die Gefahr von Datenverlusten. (Wenn auch nur ein Medium einer Gruppe beschädigt ist, verfügen Sie nicht mehr über ein vollständiges Backup.) Ein Vorteil neuer Medien besteht darin, dass Daten von wenigen Mediensegmenten schneller wiederhergestellt werden können als von einem Mediensatz, der aus vielen Segmenten und Backup-Läufen besteht.
  • Geben Sie Backup-Sets aussagekräftige Namen basierend auf ihrem Inhalt und ihrer Rotationsrate. Beschriften Sie Ihr Medium entsprechend.
  • Bewahren Sie immer mindestens ein Backup-Set außerhalb des Unternehmens auf, damit Ihre Daten gegen Brand, Diebstahl und andere Katastrophen geschützt sind.
  • Sichern Sie den Backup-Computer. Auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass die Retrospect-Konfiguration und Kataloge nicht verloren gehen.
  • Bewahren Sie Ihre Backup-Medien sachgemäß auf. Durch eine unsachgemäße Aufbewahrung können die Medien beschädigt werden. Medien können auch schon nach wenigen hundert Durchläufen verschleißen. Weitere Informationen finden Sie unter Haltbarkeit der Medien und Aufbewahrung.
  • Prüfen Sie Ihre Backups unbedingt entweder während des Backups mit den Optionen „Gründliche Überprüfung“ oder „Medienüberprüfung“ oder nach Beendigung des Backups mit Hilfe eines Überprüfungs-Skripts oder mit dem Befehl „Medien überprüfen“.
  • Sichern Sie Katalogdateien in einem separaten Backup-Set. Siehe Katalog-Backups.

Backup-Strategien: Für einen einzelnen Computer

Die folgenden Strategien sind zum Sichern eines einzelnen Computers sinnvoll. Wenn Sie von mehreren Computern ein Backup erstellen müssen, lesen Sie Backup-Strategien für ein Netzwerk.

Strategie 1 – Skript-Starter

Erstellen Sie ein manuell auszuführendes Skript und speichern Sie es als Skript-Starter. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Manuelle Skript-Ausführung. Legen Sie für die Backup-Art „Normal“ fest. Erstellen Sie einen zweiten Skript-Starter auf Basis desselben Skripts. Legen Sie für diesen die Backup-Art „Recycling-Backup“ fest.

Führen Sie den Skript-Starter für das normale Backup zu einem beliebigen Zeitpunkt aus, z. B. täglich, und den Skript-Starter für das Recycling-Backup alle paar Wochen. So vermeiden Sie, dass Ihre Backup-Sets zu groß und unübersichtlich werden.

Um neue Medien für den Wechsel mit anderen Sets oder für die Aufbewahrung außerhalb des Unternehmens einzuführen, konfigurieren Sie gelegentlich ein Backup-Set für die Verwendung von neuen Backup-Sets (siehe Register „Optionen“).

Strategie 2 – Geplantes Skript

Erstellen Sie ein Backup-Skript und planen Sie die automatische Ausführung. Fügen Sie einen Zeitplan für Wochentage hinzu, so dass jeden Freitag ein Recycling-Backup ausgeführt wird. Erstellen Sie für die Zeit von montags bis donnerstags einen Zeitplan für normale Backups.

Die beiden Zeitpläne sehen folgendermaßen aus:

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Um neue Medien für den Wechsel mit anderen Sets oder für die Aufbewahrung außerhalb des Unternehmens einzuführen, konfigurieren Sie gelegentlich ein Backup-Set für die Verwendung von neuen Backup-Sets (siehe Register „Optionen“).

Backup-Strategien für ein Netzwerk

Wenn Sie ein Netzwerk von Client-Computern sichern möchten, müssen Sie sich für eine Art von Backup-Skript entscheiden. Die Tabelle unten beschreibt Bedingungen für Proactive Backup-Skripts sowie für gewöhnliche Backup-Skripts.

Bedingungen für Proactive Backup

Bedingungen für Backup-Skripts

Sie verfügen über einen Backup-Computer, der ausschließlich für Netzwerk-Backups genutzt wird.

Ihr Backup-Computer hat noch andere Aufgaben.

Die Anzahl der Client-Computer und die zu sichernde Datenmenge sind zu groß, um sie während einer Nacht vollständig zu sichern.

Die geplanten Backups sind fertig, bevor die Client-Computer am Morgen wieder verwendet werden.

Sie kommen mit den Backups nicht nach und erstellen spezielle Skripts und manuelle Backups für bestimmte Client-Computer, die mit dem regulären Backup-Skript nicht vollständig gesichert werden.

Die geplanten Backups sind fertig, bevor die Client-Computer am Morgen wieder verwendet werden, und fehlgeschlagene Backups sind selten.

Es gibt mobile Client-Computer und tragbare Laufwerkvolumes, die in unregelmäßigen Zeitabständen an das Netzwerk angeschlossen werden.

Ihr Netzwerk besteht nur aus Desktop-Computern. Es werden keine Wechselmedien oder Notebooks verwendet.

Sie möchten, dass Retrospect auf jedes beliebige Medium im Backup-Gerät sichert.

Sie legen bei unbeaufsichtigten Backups vorher stets das richtige Medium ein.

Wenn Sie eine Strategie wählen, die Proactive Backup verwendet, lesen Sie weiter unter Netzwerk-Strategie 4 – Allgemeines Proactive Backup-Skript.

Netzwerk-Strategie 1 – Geplantes Skript

Erstellen Sie ein Backup-Skript. Ändern Sie das Skript-Ziel dahingehend, dass drei Backup-Sets verwendet werden. Fügen Sie einen Zeitplan für Wochentage hinzu, so dass das Skript alle drei Wochen täglich das erste dieser Backup-Sets verwendet. Fügen Sie einen zweiten Plan hinzu, so dass das Skript alle drei Wochen täglich das zweite Backup-Set verwendet. Starten Sie diesen Plan eine Woche nach dem ersten. Fügen Sie einen dritten Plan hinzu, so dass das Skript alle drei Wochen täglich das dritte Backup-Set verwendet. Starten Sie diesen Plan eine Woche nach dem zweiten.

Die drei Pläne sehen folgendermaßen aus:

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Diese Strategie enthält keine geplanten Recycling-Backups und Backups in neue Backup-Sets. Konfigurieren Sie daher die Backup-Sets für Recycling-Backups und Backups in neue Backup-Sets zu geeigneten Zeitpunkten manuell. Siehe Register „Optionen“.

Netzwerk-Strategie 2 – Geplantes Skript mit Recycling-Backups und Medienrotation

Erstellen Sie ein Backup-Skript. Ändern Sie das Skript-Ziel dahingehend, dass drei Backup-Sets verwendet werden. Fügen Sie einen Plan für Wochentage hinzu, um alle drei Wochen von Montag bis Donnerstag in das erste Backup-Set ein normales Backup durchzuführen. Fügen Sie einen Plan für Wochentage hinzu, um alle drei Wochen am Freitag ein Recycling-Backup in das erste Backup-Set durchzuführen. Definieren Sie für das zweite und dritte Backup-Set ähnliche Pläne, verschieben Sie die Startzeiten jedoch um eine bzw. zwei Wochen. Erstellen Sie einen Plan für ein sich wiederholendes Backup, um alle sechs Wochen ein Backup in ein neues Backup-Set in eines der Backup-Sets durchzuführen. (Lagern Sie die alten Backup-Set-Medien nach einem neuen Backup außerhalb des Unternehmens.)

Die Zeitpläne sehen folgendermaßen aus:

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Netzwerk-Strategie 3 – Geplantes Skript mit täglich wechselnden Backup-Sets

Definieren Sie ein Skript mit fünf Backup-Set-Zielen, die Sie mit den Wochentagen von Montag bis Freitag bezeichnen. Fügen Sie fünf Pläne für Wochentage hinzu, um in jedes Backup-Set ein Backup zu erstellen. Fügen Sie fünf Pläne für sich wiederholende Backups hinzu, um alle vier Wochen in jedes Backup-Set ein Recycling-Backup zu erstellen. Beginnen Sie in der ersten Woche mit Montag, in der zweiten mit Dienstag usw. Erstellen Sie am letzten Freitag im Monat in das Backup-Set „Freitag“ ein Backup in ein neues Backup-Set. (Lagern Sie die alten Backup-Set-Medien außerhalb des Unternehmens.)

Die Zeitpläne sehen folgendermaßen aus:

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Planen Sie das Backup in ein neues Backup-Set so, dass es mit dem normalen Backup freitags zusammenfällt. Retrospect führt dann nur das Backup in das neue Backup-Set aus. Wenn Sie die beiden Backups für unterschiedliche Zeiten planen, würden beide Backups ausgeführt werden.

Netzwerk-Strategie 4 – Allgemeines Proactive Backup-Skript

Erstellen Sie ein Proactive Backup-Skript, mit dem Sie alle Client-Quellen sichern können. Planen Sie es an Werktagen für die Zeit von 19:00 bis 7:00 Uhr und an Wochenenden, so dass die Benutzer nicht bei der Arbeit gestört werden. Richten Sie das Backup-Intervall so ein, dass Retrospect alle 12 Stunden sichert.

Netzwerk-Strategie 5 – Allgemeines Proactive Backup-Skript für mobile Computer

Duplizieren Sie das oben beschriebene, allgemeine Proactive Backup-Skript. Richten Sie nur mobile Client-Computer als Quellen ein. Entfernen Sie diese Volumes aus dem ursprünglichen Skript. Planen Sie das neue Skript für 24 Stunden täglich und setzen Sie das Backup-Intervall auf 18 Stunden.

Wenn Sie eine Strategie implementieren, die Proactive Backup verwendet, lesen Sie Tipps und Tricks zu Proactive Backup. Dort finden Sie Informationen, die Ihnen bei der Ausarbeitung einer wirksameren Strategie helfen.

Netzwerk-Strategie 6 – Proactive Backup auf Abruf

Erstellen Sie ein Proactive Backup-Skript, mit dem Sie alle Client-Quellen sichern können. Der Plan sollte immer aktiv sein, damit er 24 Stunden täglich funktioniert. Richten Sie das Backup-Intervall so ein, dass Retrospect alle 99 Tage sichert. Aktivieren Sie die Skriptoption, die vorzeitige Backups zulässt. Außer bei den ersten Backups bei der Implementierung dieser Strategie und jeweils 99 Tage später werden Client-Computer nicht gesichert, es sei denn, ein Backup wird angefordert. Diese Strategie macht es erforderlich, dass Sie den Benutzern ihre Verantwortung deutlich machen. Sie sollte idealerweise durch ein regelmäßiges Backup-Skript ergänzt werden.

Mehrstufige Backup-Strategien

Retrospect unterstützt mehrstufige Backups auf einem einzelnen Computer und in einem Computer-Netzwerk. Mehrstufige Backups umfassen das Sichern auf Platte und die anschließende Übertragung der Backups auf Band. Dadurch werden die Vorteile von Platte und Band genutzt.

Platten können Datenpakete aus dem Netzwerk schnell verarbeiten, wodurch Backups schneller erstellt werden können als beim direkten Sichern auf Band. Sind die Daten auf Platte gesichert, können sie problemlos auf Band übertragen werden. Die Übertragung von Platte auf Band ist deshalb effizienter, weil die Daten mit gleich bleibender Geschwindigkeit ankommen (keine Engpässe wie in Netzwerken), weshalb das Bandlaufwerk mit maximaler Geschwindigkeit arbeiten kann. Bänder können für mehr Sicherheit außerhalb des Büros aufbewahrt werden, während mit den Platten-Backups vor Ort schnell Daten wiederhergestellt werden können.

Retrospect bietet viele nützliche Funktionen für mehrstufige Backups. In diesem Abschnitt werden einige Kombinationen dieser Funktionen beschrieben. Darüber hinaus können Sie eine Vielzahl eigener mehrstufiger Backup-Strategien erstellen, indem Sie die folgenden Funktionen kombinieren:

Mehrstufige Backup-Strategie 1 - Ausdünnen und Backup-Set-Übertragung

Erstellen Sie zunächst ein Proactive Backup-Skript, mit dem Sie alle Client-Quellen sichern können. Planen Sie es an Werktagen für die Zeit von 19:00 bis 7:00 Uhr und an den Wochenenden rund um die Uhr. Richten Sie das Backup-Intervall so ein, dass Retrospect alle 12 Stunden sichert.

Wählen Sie als Ziel ein Platten-Backup-Set mit aktivierter Ausdünnungsfunktion. Richten Sie die Ausdünnungsfunktion so ein, dass Retrospect mindestens die letzten zehn Backups jeder Quelle beibehält. Auf diese Weise bleiben Ihnen immer die letzten zehn Tage der Client-Daten erhalten, die Sie so schnell lokal wiederherstellen können.

Welche Ausdünnungsrichtlinie Sie wählen, hängt von der Menge der zu sichernden Daten und der Größe der Zielplatte ab.

Erstellen Sie ein Skript für die wöchentliche Übertragung von Daten aus einem Platten-Backup-Sets in ein Band-Backup-Set. Diese Bänder können Sie dann für mehr Sicherheit außerhalb des Büros aufbewahren. Außerdem können Sie Daten, die aus dem Platten-Backup-Set gelöscht werden, wieder von diesen Bändern herstellen.

Bei der Übertragung des Backup-Sets auf ein Band wird eine vollständige, redundante Kopie des Platten-Backup-Sets erstellt. Dies umfasst alle im Platten-Backup-Set enthaltenen Snapshots. Dadurch können Sie Client-Computer jederzeit in einem Zustand wiederherstellen, für den es einen Snapshot gibt.

Mehrstufige Backup-Strategie 2 - Ausdünnen und Snapshot-Übertragung

Erstellen Sie zunächst ein Proactive Backup-Skript, mit dem Sie alle Client-Quellen sichern können. Planen Sie es an Werktagen für die Zeit von 19:00 bis 7:00 Uhr und an den Wochenenden rund um die Uhr. Richten Sie das Backup-Intervall so ein, dass Retrospect alle 12 Stunden sichert.

Wählen Sie als Ziel ein Platten-Backup-Set mit aktivierter Ausdünnungsfunktion. Richten Sie die Ausdünnungsfunktion so ein, dass Retrospect mindestens die letzten zehn Backups jeder Quelle beibehält. Auf diese Weise bleiben Ihnen immer die letzten zehn Tage der Client-Daten erhalten, die Sie so schnell lokal wiederherstellen können.

Welche Ausdünnungsrichtlinie Sie wählen, hängt von der Menge der zu sichernden Daten und der Größe der Zielplatte ab.

Erstellen Sie ein Snapshot-Übertragungsskript für die wöchentliche Übertragung von Daten aus dem Platten-Backup-Set in ein Band-Backup-Set. Wählen Sie im Fenster der Quell-Snapshots die Übertragungs-Option „Der neueste Snapshot für jede Quelle“ aus. Bei der ersten Übertragung wird ein so genanntes synthetisches vollständiges Backup erstellt. Synthetische vollständige Backups enthalten dieselben Dateien wie herkömmliche vollständige Backups. Sie sind jedoch wesentlich weniger zeitintensiv und belegen keine Netzwerk-Bandbreite. Jede folgende Übertragung kopiert nur die Snapshots und Dateien, die nicht bereits auf dem Zielvolume vorhanden sind.

Diese Bänder können Sie dann für mehr Sicherheit außerhalb des Büros aufbewahren. Außerdem können Sie Daten, die aus dem Platten-Backup-Set gelöscht werden, wieder von diesen Bändern herstellen.

Bei der Übertragung der aktuellsten Snapshots auf Band entsteht ein vollständiges Backup der Client-Quellen in dem Zustand, den sie jeweils am Ende der Woche haben (wenn das Übertragungsskript ausgeführt wird). Im Platten-Backup-Set enthaltene, zu anderen Zeitpunkten erstellte Snapshots werden nicht übertragen (bleiben aber im Platten-Backup-Set enthalten, bis dieses ausgedünnt wird).

Protokolle und Berichte

In Retrospect können Sie Meldungen zur Backup-Ausführung und Fehlermeldungen in Protokollen und Berichten einsehen. Mit Hilfe dieser Informationen können Sie herausfinden, warum ein Vorgang nicht funktioniert hat, und damit das Problem diagnostizieren. Zum Anzeigen des Übersichtsfensters für Protokolle und Berichte klicken Sie auf „Berichte“ in der Navigationsleiste.

  • Sie können Retrospect so einrichten, das beim Auftreten von Fehlern, bei Medien-Anforderungen usw. eine E-Mail-Benachrichtigung gesendet wird. Weitere Informationen zur Vorgehensweise finden Sie unter Voreinstellungen „E-Mail“.
  • Im Backup-Bericht werden genaue Angaben zu den Backup-Vorgängen für jedes lokale Volume und für jedes Netzwerk-Volume aufgeführt.
  • Im Protokoll wird ein Bericht jedes Retrospect-Vorgangs sowie aller aufgetretenen Fehler angezeigt.
  • Der Backup-Inhalt zeigt die Dateien an, die bei einem bestimmten Backup-Lauf gesichert wurden.
  • Die Datenbank-Backup-Historie listet alle Datenbank-Backups auf und enthält Informationen zum Backup-Typ und Backup-Set. Weitere Informationen hierzu finden Sie in SQL Server Agent und Exchange Server Agent.

Backup-Bericht anzeigen

Zum Anzeigen des Backup-Berichts klicken Sie auf „Berichte>Backup-Bericht“. Unten sehen Sie ein Beispiel für einen Backup-Bericht.

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Anders als das Protokoll, dem Retrospect ständig neue Informationen hinzufügt, wird der Backup-Bericht nach einem Backup vollständig aktualisiert. Dem Backup-Verwalter werden hier Volume für Volume alle Probleme angezeigt, die bei den letzten Backups aufgetreten sind.

Erklärungen zum Backup-Bericht

Der Backup-Bericht kann in zwei Formaten angezeigt werden: Standard und Leistungsdaten. Informationen zum Wechseln zwischen diesen Formaten finden Sie unter Backup-Bericht anpassen.

Beide Formate enthalten folgende Informationen:

Benutzer/Volume ist der Name des Quellvolumes. Die Namen von Client-Computern, die angemeldet sind, werden auch aufgeführt. Datum und Uhrzeit, wann das Volume zuletzt gesichert wurde, werden unterhalb des Volumes angezeigt.

Skript ist der Name des Skripts, das das letzte erfolgreiche Backup ausgeführt hat.

Sie können eine Zeile im Bericht markieren und mit „Skript bearbeiten“ das zugehörige Skript öffnen. Sie können eine Zeile im Bericht markieren und sie durch Klicken auf die Schaltfläche „Im Protokoll suchen“ im Retrospect-Protokoll suchen. Mit „Löschen“ im Menü „Bearbeiten“ oder der Entf-Taste können Sie jede Zeile im Bericht entfernen. Wenn Sie ein Skript löschen oder ein Backup-Set entfernen, werden diese Informationen aus dem Bericht gelöscht. Dadurch kann es so scheinen, als sei ein Volume noch nie gesichert worden.

Ein Standard-Backup-Bericht enthält neben Benutzer/Volume und Skript folgende Informationen:

Vergangene Tage ist die Anzahl der Tage seit dem letzten Backup.

Fehler und Warnungen zeigt alle Fehler an, die bei einem Backup aufgetreten sind. (Mit dem Befehl „Im Protokoll suchen“ können Sie im Protokoll nach einem Fehler oder einer Warnung suchen.)

Backup-Set ist der Name des Backup-Sets des letzten erfolgreichen Backups.

Ein Leistungsdaten-Backup-Bericht enthält neben Benutzer/Volume und Skript folgende Informationen:

Dauer zeigt die für das Backup benötigte Zeit in Stunden und Minuten an. Große Zahlen weisen möglicherweise darauf hin, dass eine Quelle häufiger gesichert werden muss.

MB ist die Datenmenge in Megabyte, die vom Volume gesichert wurde.

MB/Min ist die Geschwindigkeit des Backups der Quelle in Megabyte pro Minute. Eine unverhältnismäßig niedrige Geschwindigkeit deutet unter Umständen Probleme mit dem Netzwerk, Backup-Gerät oder anderer Hardware an.

Retrospect ermöglicht die Festlegung eines Mindestdurchsatzes, mit dem zu langsame Backups abgebrochen werden können. Siehe Optionskategorie „Client“

Backup-Bericht anpassen

Mit den Berichtoptionen können Sie u. a. zwischen dem Standard- und Leistungsdatenformat wechseln und die Ereignistypen bzw. Ereignisdaten festlegen, die im Bericht enthalten sein sollen. Klicken Sie auf „Berichtsoptionen“ in der Symbolleiste für den Backup-Bericht, um ein entsprechendes Dialogfeld zu öffnen.

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Ändern Sie die Optionen je nach Bedarf.

Mit dem Backup-Bericht arbeiten

Der Backup-Bericht ist eine Datenbank für Backup-Vorgänge. Nach jedem Backup fügt Retrospect ein neues Backup-Ereignis zur Datenbank hinzu. Es speichert für jede Quell-, Ziel- und Skriptkombination alle fehlgeschlagenen Backup-Versuche sowie das letzte erfolgreiche Backup.

Wenn Sie ein Skript, eine Quelle oder ein Backup-Set entfernen, löscht Retrospect die Backup-Ereignisse dieses Objekts aus der Datenbank des Backup-Berichts.

Ereignisse entfernen

Um Ereignisse aus dem Backup-Bericht zu entfernen, klicken Sie auf „Entfernen“ in der Symbolleiste. Es wird ein Dialogfeld geöffnet, in dem Sie folgende Ereignisse aus dem Bericht entfernen können:

  • alle außer dem letzten erfolgreichen Backup
  • alle erfolgreichen Backups
  • alle fehlgeschlagenen Versuche
  • Ereignisse, die älter als eine Woche sind
  • alle Ereignisse
  • alle Proactive Backup-Ereignisse
  • Nur „Alle Proactive Backup-Ereignisse“ wirkt sich auf Proactive Backup-Ereignisse aus.

Zum Entfernen eines bestimmten Ereignisses aus dem Backup-Bericht klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie „Löschen“.

Proactive Backup ermittelt anhand des Backup-Berichts, wann ein Volume zuletzt gesichert wurde. Wenn Sie ein Ereignis im Backup-Bericht löschen und das Volume als Quelle in einem aktiven Proactive Backup-Skript ausgewählt ist, weist Proactive Backup diesem Volume eine höhere Priorität zu und versucht, es früher zu sichern.

Ereignisse im Protokoll suchen

Wählen Sie eine Zeile im Backup-Bericht aus und klicken Sie auf die Schaltfläche „Im Protokoll suchen“, um das Protokoll nach weiteren Informationen zu diesem Ereignis zu durchsuchen.

Ereignis-Skript bearbeiten

Wählen Sie eine Zeile im Backup-Bericht aus und klicken Sie auf „Skript bearbeiten“, um das Überblicksfenster für das Skript zu öffnen, das das Ereignis ausgeführt und generiert hat.

Wenn Sie ein Volume mit einem manuellen Vorgang gesichert haben, erscheint ein entsprechender Hinweis in der Spalte „Skript“ des Backup-Berichts (z. B. „Manuelles Backup“).

Backup-Bericht drucken oder exportieren

Um den Backup-Bericht zu drucken, lassen Sie ihn anzeigen und wählen Sie „Drucken“ im Menü „Datei“. Wenn Sie nur einen Teil des Berichts ausgewählt haben, wird auch nur dieser Teil gedruckt. Haben Sie nichts ausgewählt, wird der gesamte Bericht ausgedruckt. Um den Backup-Bericht als Textdatei zu speichern, zeigen Sie es an und wählen Sie „Exportieren“ im Menü „Datei“.

Mit der unter Voreinstellungen „Protokoll“ beschriebenen Voreinstellungsoption können Sie Retrospect anweisen, den Backup-Bericht automatisch zu exportieren.

Protokoll anzeigen

Im Protokoll werden alle während eines Vorgangs, z. B. eines Backups oder einer Wiederherstellung, generierten Meldungen gespeichert. Mit Hilfe dieser Informationen können Sie herausfinden, warum ein Vorgang nicht funktioniert hat, und damit das Problem diagnostizieren.

Um das Protokoll anzuzeigen, klicken Sie auf „Berichte>Protokoll“ oder wählen Sie „Protokoll“ im Menü „Fenster“.

Das folgende Beispiel zeigt, wie Informationen im Protokoll angezeigt werden.

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Das Protokoll enthält für jeden erfolgreichen Vorgang folgende Informationen:

Erledigt gibt die Anzahl und Größe der kopierten Dateien an. Wenn Sie die Datenkomprimierung von Retrospect verwendet haben, zeigt das Protokoll auch die erreichte Komprimierung für diesen Lauf an.

Snapshot gespeichert gibt die Größe des im Backup-Set gespeicherten Volume-Snapshots an.

Leistung gibt an, wie viel Megabyte pro Minute übertragen werden. Wenn die Option „Überprüfung“ aktiviert ist, werden zum Vergleich zusätzliche Leistungsdaten aufgeführt.

Dauer zeigt die insgesamt für den Vorgang benötigte Zeit an. Wenn Sie während des Vorgangs auf „Pause“ geklickt hatten oder beim Einlegen der Medien Verzögerungen aufgetreten sind, wird die Wartezeit separat angezeigt. In der Wartezeit sind die Zeiten enthalten, die bei der Bandpositionierung und bei anderen notwendigen Funktionen anfallen.

Objekte im Protokoll suchen

Retrospect verfügt über Befehle zum Suchen von Objekten im Protokoll. Die Befehle sind im Protokollfenster und im Menü „Bearbeiten“ enthalten.

Rückwärts suchen: Nach Auswahl dieses Symbolleistenbefehls, werden Sie aufgefordert, den zu suchenden Text einzugeben. Wenn Sie auf „OK“ klicken, durchsucht Retrospect das Protokoll von der aktuellen Position ausgehend nach oben. Die neuesten Vorgänge werden stets am Ende des Protokolls eingefügt.

Rückwärts weitersuchen: Wenn Sie den Befehl „Suchen“ oder „Rückwärts suchen“ verwendet hatten, können Sie mit diesem Symbolleistenbefehl die Suche rückwärts fortsetzen.

Suchen: Nach Auswahl dieses Befehls im Menü „Bearbeiten“ werden Sie aufgefordert, den zu suchenden Text einzugeben. Wenn Sie auf „OK“ klicken, sucht Retrospect vorwärts nach dem Text, beginnend bei der aktuellen Position.

Weitersuchen: Wenn Sie den Befehl „Suchen“ oder „Rückwärts suchen“ verwendet haben, können Sie mit diesem Befehl aus dem Menü „Bearbeiten“ die Suche vorwärts fortsetzen, beginnend bei der aktuellen Position. Wenn das Ende des Protokolls erreicht ist, wird die Suche am Anfang fortgesetzt.

Vorheriges Suchen: Wenn Sie den Befehl „Suchen“ oder „Rückwärts suchen“ verwendet haben, können Sie mit diesem Befehl aus dem Menü „Bearbeiten“ die Suche rückwärts fortsetzen, beginnend bei der aktuellen Position. Wenn der Anfang des Protokolls erreicht ist, wird die Suche rückwärts vom Ende des Protokolls an fortgesetzt.

Protokoll löschen

Um den Inhalt des Protokolls zu löschen, zeigen Sie das Protokoll an und klicken Sie auf „Protokoll löschen“ in der Symbolleiste.

Sie müssen das Protokoll nicht löschen, da Retrospect alte Protokolleinträge automatisch löscht, sobald die Kapazität des Protokolls – gesteuert durch die Einstellung „Maximale Protokollgröße“ (siehe Voreinstellungen „Protokoll“) – erreicht ist.

Protokoll drucken oder exportieren

Um das Protokoll zu drucken, lassen Sie es anzeigen und wählen Sie „Drucken“ im Menü „Datei“. Wenn Sie nur einen Teil des Protokolls ausgewählt haben, wird auch nur dieser Teil gedruckt. Haben Sie nichts ausgewählt, wird das gesamte Protokoll ausgedruckt.

Um das Protokoll als Textdatei zu speichern, zeigen Sie ihn an und wählen Sie „Exportieren“ im Menü „Datei“.

Mit der unter Voreinstellungen „Protokoll“ beschriebenen Voreinstellungsoption können Sie Retrospect anweisen, das Protokoll automatisch zu exportieren.

Backup-Inhalt anzeigen

Retrospect kann eine Liste der Dateien anzeigen, die während eines bestimmten Backup- oder Archivierungslaufs in ein Backup-Set kopiert wurden.

Um den Inhalt eines Backup-Sets anzuzeigen, klicken Sie in der Navigationsleiste auf „Berichte“ und dann auf „Backup-Inhalt“.

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Wählen Sie im oberen Listenfeld das Backup-Set aus, zu dem Sie Informationen anzeigen möchten. (Klicken Sie auf „Andere“, um auf weitere Backup-Sets zuzugreifen.) Nachdem Sie ein Backup-Set ausgewählt haben, werden im unteren Listenfeld die Backup-Läufe dieses Backup-Sets angezeigt. Wählen Sie die gewünschten Backup-Läufe aus.

Anschließend können Sie „Exportieren“ im Menü „Datei“ wählen, um die Liste in eine Textdatei zu exportieren, oder auf „Durchsuchen“ klicken. Wenn Sie auf „Durchsuchen“ klicken, wird ein Betrachter-Fenster geöffnet, in dem die Dateien und Ordner aufgeführt sind, die während der angegebenen Läufe gesichert wurden.

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Sie können mit Hilfe der Symbolleiste des Betrachter-Fensters die Liste ausdrucken, in eine Textdatei exportieren, nach bestimmten Dateien suchen, die Eigenschaften von bestimmten Dateien abrufen, Dateien wiederherstellen und das Anzeigeformat ändern. Sie können auch Betrachter-Fenster für mehrere Läufe gleichzeitig anzeigen, indem Sie die oben genannten Schritte ausführen und mehrere Läufe auswählen. Beim Exportieren sortiert Retrospect die Felder unabhängig vom Anzeigeformat automatisch in der folgenden Reihenfolge: Dateiname, Größe, Erstellungsdatum, Erstellungszeit, Änderungsdatum, Änderungszeit, Backup-Datum, Backup-Zeit, Mac OS-Typ, Mac OS-Ersteller, Backup-Set sowie Pfad.

Weitere Informationen über Betrachter-Fenster und Menüs finden Sie unter Verwenden von Betrachtern.

Ausführungsoptionen

Retrospect enthält viele Optionen, mit denen Sie steuern können, wie Ihre Backup-, Duplizierungs-, Archivierungs-, Übertragungs- und Wiederherstellungsvorgänge (manuell und mit Skripts) ausgeführt werden. Beispielsweise können Sie ein Backup-Skript so einstellen, dass die Software-Komprimierung aktiviert ist und die Uhren der Client-Computer synchronisiert werden. Sie können Optionen während eines manuellen Vorgangs oder während der Bearbeitung eines Skripts einstellen. Die Ausführungsoptionen sind lokal und nicht global, d. h. sie gelten nur für den aktuellen Vorgang bzw. das aktuelle Skript und nicht für alle Vorgänge oder Skripts.

Es gibt in Retrospect aber auch globale Voreinstellungen, die die Ausführung beeinflussen. Weitere Informationen finden Sie unter Retrospect-Voreinstellungen.

Zum Festlegen der Optionen für einen manuellen Vorgang oder ein Skript klicken Sie im Überblicksfenster auf „Optionen“ und anschließend auf „Mehr Optionen“, um eine vollständige Liste der Optionskategorien anzuzeigen. Sie zeigen die Optionen einer Kategorie an, indem Sie auf den Kategorienamen in der Liste klicken.

Um eine Option zu aktivieren oder zu deaktivieren, klicken Sie auf ihr Kontrollkästchen bzw. Optionsfeld. Einige Optionen verwenden Optionsfelder für Zeit und Datum, bei anderen können Sie Zahlen oder Text eingeben. Wenn die Standardeinstellungen für Optionen in einer Kategorie geändert wurden, wird der Kategoriename in Fettdruck angezeigt. Wenn Sie auf „Standard“ klicken, werden alle sichtbaren Optionen auf die Standardeinstellung zurückgesetzt. Klicken Sie auf „Weniger Optionen“, um zum Fenster mit den Hauptoptionen zurückzukehren.

Optionskategorie „Proactive Backup – Intervall“

Diese Optionen sind nur für Proactive Backup-Skripts verfügbar. Eine Beschreibung dieser Skripts finden Sie im Abschnitt Proactive Backup-Skripts.

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Backup-Intervall: n Tage/Stunden: Dieses Zeitintervall (die Standardeinstellung ist 1 Tag) gibt die Mindestzeit zwischen zwei Backups an. Jede Quelle wird, wann immer möglich, gemäß ihrer Priorität gesichert, aber nicht öfters, als in diesem Intervall angegeben, es sei denn, ein Client-Benutzer fordert ein Backup an.

Vorzeitiges Backup zulassen: Wenn diese Option aktiviert ist (Standardeinstellung), können Client-Benutzer Backups von ihren Retrospect Client-Kontrollfeldern aus starten und damit das Backup-Intervall umgehen. Bei der Anforderung eines vorzeitigen Backups wird das Volume des Benutzers nicht sofort an den Anfang der Prioritätsliste gestellt. Bevor Proactive Backup den Client abfragt und die Anforderung eines vorzeitigen Backups erkennt, werden möglicherweise zunächst andere Quellen gesichert.

Optionskategorie „Proactive Backup – Countdown“

Diese Optionen sind nur für Proactive Backup-Skripts verfügbar.

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Countdown-Zeit: Retrospect benachrichtigt die Client-Benutzer von einem bevorstehenden Backup. Dabei verwendet es die hier angegebene Countdown-Zeit. Die Standardzeit ist zwanzig Sekunden. (Geben Sie eine Null ein, wenn Retrospect den Countdown überspringen soll.) Bevor Retrospect eine Quelle von einem Client-Computer sichert, wird auf diesem Computer ein Dialogfeld angezeigt. Es enthält die Countdown-Meldung (siehe unten) sowie Optionen, mit denen das Backup auf später verschoben oder sofort gestartet werden kann. Wenn der Client-Benutzer nichts angibt, wird das Backup ausgeführt, sobald der Countdown Null erreicht hat.

Countdown-Meldung: Der Text in diesem Feld wird vor dem Start eines Backups an den Client-Computern angezeigt. Retrospect ersetzt dabei „%%script%%“ durch den Namen des auszuführenden Skripts.

Optionskategorie „Proactive Backup – Abfragen“

Diese Optionen sind nur für Proactive Backup-Skripts verfügbar.

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Quelle suchen alle: n Sekunden/Minuten: Retrospect wartet dieses Zeitintervall ab (Standardeinstellung: 90 Sekunden), bevor es prüft, ob eine Quelle für ein Backup verfügbar ist. Retrospect sucht keine Quellen, während ein Backup ausgeführt wird.

Verbindung zum Client alle: n Sekunden/
Minuten
: Retrospect wartet dieses Zeitintervall ab (Standardeinstellung: 5 Minuten), bevor es auf einen Client-Computer zugreift, um zu prüfen, ob der Benutzer den Backup-Plan für diesen Client-Computer geändert oder ein vorzeitiges Backup angefordert hat. Retrospect stellt keine Verbindung zu Client-Computern her, während ein Backup ausgeführt wird.

Erneuter Versuch nach: n Minuten/Stunden: Retrospect wartet dieses Zeitintervall ab (Standardeinstellung: 30 Minuten), bevor es nach einem fehlgeschlagenen oder abgebrochenen Backup einen erneuten Versuch startet.

Optionskategorie „Backup“

Diese Optionen sind nur für Backup-Vorgänge und Proactive Backup-Skripts verfügbar.

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Normales Backup: Diese Option ist nur für manuelle Backups verfügbar. Sie bewirkt, dass Retrospect ein normales (inkrementelles) Backup ausführt, wie unter Normale Backups beschrieben.

Recycling-Backup: Diese Option ist nur für manuelle Backups verfügbar. Sie bewirkt, dass Retrospect ein Recycling-Backup ausführt, wie unter Recycling-Backups beschrieben.

Für Backups mit Skripts können Sie ein normales oder ein Recycling-Backup auswählen, wenn Sie das Skript planen. Weitere Informationen finden Sie unter Allgemeine Elemente eines Plans.

Überprüfung: Die Überprüfung erhöht zwar die benötigte Zeit für das Backup, stellt aber sicher, dass die Informationen fehlerlos in das Backup-Set geschrieben wurden. Retrospect bietet zwei Überprüfungsmethoden:

  • Gründliche Überprüfung stellt sicher, dass die Dateien fehlerlos kopiert wurden. Dazu werden nach dem Backup die Dateien im Ziel-Backup-Set mit den Originaldateien verglichen. Wenn das Backup-Set aus mehreren Bändern, CDs/DVDs oder Platten besteht, müssen Sie alle Segmente noch einmal einlegen, auf die Daten geschrieben wurden.
  • Medienüberprüfung vergleicht die Dateien im Ziel-Backup-Set mit den MD5-Prüfsummen, die während des Backups erzeugt wurden. Bei dieser Methode werden die Quelldateien nicht erneut gelesen. Dadurch bleiben Probleme, die mit der Option „Gründliche Überprüfung“ gefunden worden wären, möglicherweise unentdeckt. Die Medienüberprüfung hat aber auch ihre Vorteile. Sie ist schneller als die gründliche Überprüfung und beansprucht die Quellvolumes nicht zusätzlich, da Retrospect sie nach dem Backup nicht erneut durchsucht. Retrospect führt bereits während des Backup-Vorgangs Medienüberprüfungen aus. Daher müssen Sie bei Backups, die sich über mehrere Medien erstrecken, nicht alle Backup-Set-Medien erneut einlegen.
  • Die Option „Medienüberprüfung“ steht nicht zur Verfügung, wenn Sie die Retrospect-Voreinstellung „Während Backup-Vorgängen MD5-Prüfsummen generieren“ deaktivieren. Weitere Informationen finden Sie unter Voreinstellungen „Überprüfung“.

Sowohl die Überprüfungs-Skripts als auch der Befehl „Medien überprüfen“ nutzen, wenn möglich, die Medienüberprüfung zur Prüfung der Backup-Set-Medien. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Überprüfung mit Skripts und Backup-Set-Medien überprüfen.

  • Bei Verwendung von Überprüfungs-Skripts und der Option „Medien überprüfen“ müssen Sie jedoch bei der Prüfung von Backups, die sich über mehrere Medien erstrecken, die Medien erneut einlegen.

Datenkomprimierung (Software): Mit der Datenkomprimierung sparen Sie Platz im Backup-Set, da die Dateien vor dem Kopieren in das Backup-Set komprimiert werden. Bei der Wiederherstellung werden die Dateien automatisch wieder dekomprimiert. Die Einsparungen durch die Komprimierung werden im Statusfenster und im Protokoll angezeigt. Wie viel Platz beim Komprimieren eingespart wird, ist abhängig von der Art der komprimierten Dateien. Textdateien können gut komprimiert werden, Programm- und Systemdateien dagegen nicht. Backups mit Datenkomprimierung und Wiederherstellungen von komprimierten Backups benötigen mehr Zeit.

Wenn Ihr Bandgerät über eine eingebaute Hardware-Komprimierung verfügt, schaltet Retrospect beim Kopieren die Software-Komprimierung zugunsten der schnelleren Hardware-Komprimierung automatisch aus. Retrospect verwendet den integrierten Filter „Unkomprimierte Dateien“, um die Dateien auszuschließen, die bereits komprimiert sind (z. B. mit WinZip komprimierte Dateien). Diese Dateien werden nicht noch einmal mit der Software-Komprimierung komprimiert. Die Option „Datenkomprimierung“ ist standardmäßig deaktiviert.

Optionskategorie „Archivieren“

Diese Optionen sind nur für Archivierungsvorgänge verfügbar.

328

Zu den Archivierungsoptionen zählen die Optionen „Überprüfung“ und „Datenkomprimierung“, wie unter Optionskategorie „Backup“ beschrieben, sowie die Option „Dateien verschieben“. Eine Archivierung ist ähnlich wie ein Backup, solange Sie keine Dateien verschieben.

Dateien verschieben: Diese Option löscht Dateien nach dem Kopieren vom Quellvolume. Wenn die gründliche Überprüfung oder die Medienüberprüfung aktiviert ist und die Dateien nicht genau übereinstimmen, werden die Originale nicht gelöscht. Verwenden Sie die Option „Dateien verschieben“ immer zusammen mit der Option „Gründliche Überprüfung“. Außerdem sollten Sie mindestens eine zusätzliche, überprüfte Archivierung, Duplizierung oder ein überprüftes Backup erstellen, bevor die Dateien von der Quelle gelöscht werden. Retrospect kann Dateien nicht von einem Client-Computer löschen, wenn dessen Retrospect Client-Kontrollfeld auf „Nur Lesezugriff“ eingestellt ist. Diese Option ist standardmäßig deaktiviert.

Eine verwandte Option wird unter Optionskategorie „Dateien“ beschrieben.

Bevor Sie die Option „Dateien verschieben“ verwenden, archivieren Sie die Daten zunächst in ein anderes Backup-Set, indem Sie sie kopieren, ohne sie zu verschieben. Dies dient der zusätzlichen Sicherheit, falls ein Backup-Set beschädigt wird.

Weitere Informationen zur Archivierung finden Sie unter Tipps zur Archivierung.

Optionskategorie „Duplizieren“

Diese Optionen stehen nur für Duplizierungsvorgänge zur Verfügung.

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Gründliche Überprüfung: Diese Option wird unter Optionskategorie „Backup“ beschrieben. Da Duplizierungsvorgänge keine Backup-Set-Medien verwenden, wird die Option „Medienüberprüfung“ nicht angeboten.

Backup-Bericht aktualisieren: Wenn diese Option aktiviert ist, behandelt Retrospect den Duplizierungsvorgang wie ein Backup und ändert den Backup-Bericht.

Optionskategorie „Dateien“

Diese Optionen sind nur für Duplizierungs-, Archivierungs- und Wiederherstellungsvorgänge verfügbar.

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Dateien verschieben: Diese Option ist nur für Duplizierungsvorgänge verfügbar. Sie löscht Dateien nach dem Kopieren vom Quellvolume. Wenn „Gründliche Überprüfung“ aktiviert ist und die Dateien nicht genau übereinstimmen, werden die Originale nicht gelöscht. Verwenden Sie die Option „Dateien verschieben“ immer zusammen mit der Option „Gründliche Überprüfung“. Außerdem sollten Sie mindestens eine zusätzliche, überprüfte Archivierung, Duplizierung oder ein überprüftes Backup erstellen, bevor die Dateien von der Quelle gelöscht werden. Retrospect kann Dateien nicht von einem Client-Computer löschen, wenn dessen Retrospect Client-Kontrollfeld auf „Nur Lesezugriff“ eingestellt ist. Diese Option ist standardmäßig deaktiviert. Weitere Informationen finden Sie in den Hinweisen zur verwandten Option unten.

Die Option „Dateien verschieben“ ist auch für Archivierungsvorgänge verfügbar. Siehe Optionskategorie „Archivieren“.

Leere Ordner beim Verschieben nicht löschen: Diese Option ist nur für Archivierungs- und Duplizierungsvorgänge verfügbar. Dadurch bleiben Ordner erhalten, die durch das Verschieben leer werden. Sie werden also nicht automatisch gelöscht. Diese Option ist standardmäßig deaktiviert.

331

Änderungsdatum aktualisieren: Diese Option steht nur für Wiederherstellungsvorgänge zur Verfügung. Sie bewirkt, dass das Änderungsdatum und die Uhrzeit der wiederhergestellten Dateien aktualisiert werden. Diese Option ist standardmäßig deaktiviert.

Optionskategorie „Übertragung“

Diese Optionen sind nur für Backup-Set- und Snapshot-Übertragungen verfügbar, die über ein Skript oder das Menü „Werkzeuge“ in der Navigationsleiste gestartet wurden.

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Snapshots kopieren: Diese Option steht nur für Backup-Set-Übertragungen zur Verfügung. Sie transferiert alle Snapshots eines Backup-Sets zum Zielkatalog und -medium. Diese Option ist standardmäßig aktiviert. Wenn Sie diese Option deaktivieren, kopiert Retrospect alle Dateien der Snapshots eines Backup-Sets, aber nicht die Snapshots selbst.

Es wird empfohlen, die Standardeinstellung für diese Option beizubehalten. Wenn Sie „Snapshots kopieren“ deaktivieren, ist nur eine Wiederherstellung durch Suchen (nicht mit Hilfe von Snapshots) möglich. Außerdem können Sie in diesem Fall den Systemstatus oder die Sicherheitsinformationen nicht wiederherstellen.

Medienüberprüfung: Diese Option vergleicht die Dateien im Ziel-Backup-Set mit den MD5-Prüfsummen, die während der Übertragung erzeugt wurden. Da Übertragungsvorgänge nur mit Snapshots und Backup-Sets arbeiten, wird die Option „Gründliche Überprüfung“ nicht angeboten.

  • Die Option „Medienüberprüfung“ steht auch dann zur Verfügung, wenn die Voreinstellung „Während Backup-Vorgängen MD5-Prüfsummen generieren“ deaktiviert ist, da hier die während der Übertragung und nicht die während des Backups generierten Prüfsummen relevant sind.

Datenkomprimierung (in Software): Mit der Datenkomprimierung sparen Sie Platz im Ziel-Backup-Set, da die Dateien vor dem Kopieren komprimiert werden. Bei der Wiederherstellung werden die Dateien automatisch wieder dekomprimiert. Die Einsparungen durch die Komprimierung werden im Statusfenster und im Protokoll angezeigt. Wie viel Platz beim Komprimieren eingespart wird, ist abhängig von der Art der komprimierten Dateien. Textdateien können gut komprimiert werden, Programm- und Systemdateien dagegen nicht. Übertragungen mit Datenkomprimierung und Wiederherstellungen von komprimierten Backups benötigen mehr Zeit.

Retrospect verwendet den integrierten Filter „Unkomprimierte Dateien“, um die Dateien auszuschließen, die bereits komprimiert sind (z. B. mit WinZip komprimierte Dateien). Diese Dateien werden nicht noch einmal mit der Software-Komprimierung komprimiert.

Wenn Ihr Bandgerät über eine eingebaute Hardware-Komprimierung verfügt, schaltet Retrospect beim Kopieren die Software-Komprimierung zugunsten der schnelleren Hardware-Komprimierung automatisch aus. Die Option „Datenkomprimierung“ ist standardmäßig deaktiviert.

Recycling-Backup des Quell-Backup-Set nach erfolgreicher Übertragung durchführen: Wählen Sie diese Option, wenn nach einer erfolgreichen Übertragung ein Recycling-Backup in das Quell-Backup-Set durchgeführt werden soll. Dabei wird der Kataloginhalt des Backup-Sets gelöscht. Es scheint dann so, als wären noch keine Dateien gesichert worden. Wenn Sie das Recycling-Backup-Set das nächste Mal als Ziel angeben, sucht Retrospect nach dem ersten Segment des Backup-Sets, löscht es und kopiert dann Dateien in das Set. Da das Backup-Set keine Dateien enthält, werden alle ausgewählten Dateien kopiert.

Stellen Sie vor dem Recycling sicher, dass die Daten im Quell-Backup-Set nicht mehr benötigt werden.

Alle notwendigen Zwischen-Snapshots übertragen: Wählen Sie diese Option, wenn die Quelle einen Datenbank-Snapshot eines nicht vollständigen Backups (z. B. Log-Backup, inkrementelles Backup oder differentielles Backup) enthält. Auf diese Weise werden alle Backups übertragen, die erforderlich sind, um die Datenbank ausgehend vom Zeitpunkt des letzten Snapshots auf den neuesten Stand zu bringen. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, mehrere Snapshots manuell zu übertragen.

Optionskategorie „Datenbank wiederherstellen“

Diese Option ist nur bei der Wiederherstellung von SQL- oder Exchange-Datenbanken verfügbar.

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Alle notwendigen Zwischen-Snapshots wiederherstellen: Wenn Sie einen Datenbank-Snapshot von einem anderen Backup-Typ als einem vollständigen Backup wählen (z. B. von einem Log-, inkrementellen oder differentiellen Backup), stellt Retrospect das neueste vollständige Backup und alle benötigten Zwischen-Backups wieder her, bevor es den ausgewählten Snapshot wiederherstellt. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, mehrere Snapshots manuell wiederherzustellen.

Ist dies nicht erwünscht, deaktivieren Sie die Option. In der Regel sollten Sie die Standardeinstellung aber beibehalten.

Optionskategorie „Wiederherstellen“

Diese Optionen sind nur während einer manuellen Wiederherstellung verfügbar, wenn nach aktuellen oder alten Dateien gesucht wird.

334

Nur die neuesten Versionen: Retrospect zeigt nur die neuesten Versionen der Dateien an, die die Suchkriterien erfüllen. Ältere Dateien im Backup-Set werden ignoriert. Standardmäßig ist diese Option deaktiviert und Retrospect zeigt auch die Dateien von früheren Backup-Läufen an.

Minimale Ordnerstruktur: Stellt Dateien in ihren ursprünglichen Ordnern wieder her und verwendet dabei nur die mindestens benötigte Hierarchie. Leere Ordner werden nicht wiederhergestellt. Diese Option ist standardmäßig deaktiviert.

Optionskategorie „Katalogdatei“

Diese Option ist für alle Arten von Vorgängen außer für Duplizierungen, Wiederherstellungen und Übertragungen verfügbar.

335

Quell-Snapshots zur Wiederherstellung speichern: Diese Option weist Retrospect an, einen Volume-Snapshot im Katalog zu speichern, ihn bei jedem Backup des Volumes zu ersetzen und eine weitere Kopie auf dem Backup-Medium zu sichern. Diese Option ist standardmäßig aktiviert.

Snapshots sind eine wichtige und essentielle Funktion von Retrospect. Sie werden unter Snapshots detailliert beschrieben. Was Sie beachten müssen, wenn Sie diese Option deaktivieren, lesen Sie unter Was sind die Folgen, wenn ich keine Snapshots speichere, um Zeit und Speicherplatz zu sparen?.

Optionskategorie „Client“

Diese Optionen sind für alle Arten von Vorgängen außer für Wiederherstellungen und Übertragungen verfügbar. Die Optionen werden aber nur bei Backups von Retrospect-Clients angewendet.

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Dateivergleich Byte für Byte: Diese Option tritt anstelle des schnellen Client-Vergleichs von Retrospect. Die Dateien werden damit genauso wie bei lokalen Backups überprüft. Wenn diese Option deaktiviert ist, werden die kopierten Dateien mit einer schnelleren, prüfsummenbasierten Methode überprüft. Beide Methoden vergleichen die gesicherten Daten mit den Originaldateien. Diese Option ist standardmäßig deaktiviert und sollte es normalerweise auch bleiben.

Diese Option hat keine Auswirkungen, wenn die Überprüfung ausgeschaltet ist oder die Option „Medienüberprüfung“ ausgewählt ist.

Mindestgeschwindigkeit: Diese Option ist nur für Skripts verfügbar. Sie verhindert die Ausführung von Backups, die zu langsam wären. Die hier angegebene Zahl legt die niedrigste akzeptable Zugriffsrate für den Client-Computer fest. Wenn Retrospect beim Testen der Netzwerkverbindung mit dem Client feststellt, dass das Netzwerk oder der Client-Computer nicht schnell genug arbeitet, beendet es den Vorgang und protokolliert einen Fehler.

Mit dieser Option können Sie z. B. Proactive Backup daran hindern, ein Notebook-Volume zu sichern, wenn sein Benutzer eine Wählverbindung mit dem LAN herstellt.

Retrospect testet die Verbindungsgeschwindigkeit des Client-Computers nur einmal, nämlich zu Beginn eines Vorgangs. Die unten beschriebene Mindestdurchsatzoption bietet eine noch bessere Kontrolle.

Mindestdurchsatz: Diese Option ist nur für Skripts verfügbar. Sie stoppt die Ausführung von Backups, die zu langsam sind. Es können andere anstehende Backups oder Vorgänge ausgeführt werden, ohne dass Zeit für das Backup eines zu langsamen Clients verloren geht. Die hier angegebene Zahl legt den niedrigsten akzeptablen Datendurchsatz in Megabyte pro Minute für den Client-Computer fest. Retrospect misst den Datendurchsatz fortlaufend. Es kann vorkommen, dass ein Vorgang, der zunächst eine akzeptable Geschwindigkeit erzielt hat, zu einem späteren Zeitpunkt gestoppt wird, weil der Durchsatz unter den Schwellenwert gefallen ist. Beträgt der Schwellenwert Null (Standardeinstellung) wird der Datendurchsatz nicht gemessen und es werden keine Vorgänge aufgrund ihrer langsamen Ausführung gestoppt.

Uhr synchronisieren: Diese Option stellt die Uhren der Client-Computer auf das Datum und die Zeit des Backup-Computers ein. Dies ist nützlich, um das Datum und die Zeit abzugleichen, vor allem bei der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit und umgekehrt. Retrospect kann die Uhr eines Client-Computers nicht synchronisieren, wenn dessen Retrospect Client-Kontrollfeld auf „Nur Lesezugriff“ eingestellt ist. Die Synchronisier-Option ist standardmäßig deaktiviert.

Optionskategorie „Abgleichen“

Diese Optionen sind für alle Arten von Vorgängen außer für Duplizierungen und Wiederherstellungen verfügbar.

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Quellvolumes mit Katalogdatei abgleichen: Diese Option weist Retrospect an, während eines normalen Backups bereits gesicherte Dateien zu suchen. Retrospect vergleicht dazu die Dateien auf dem Quellvolume mit den Dateiinformationen im Katalog des Backup-Sets. Die Windows-Kriterien sind Name, Größe, Erstellungsdatum und Änderungsdatum. Die Mac OS-Kriterien sind Name, Größe, Typ, Ersteller, Erstellungsdatum und Änderungsdatum. Die Linux Kriterien sind Name, Größe und Änderungsdatum. Eine Datei gilt als bereits gesichert, wenn alle Kriterien erfüllt sind. Wenn Sie während des Einrichtens eines manuellen Backups den Vorschau-Betrachter anzeigen, werden bereits gesicherte Dateien mit einem Rauten-Symbol gekennzeichnet.

Bei Archivierungsvorgängen ist die Abgleichoption standardmäßig deaktiviert, so dass alle ausgewählten Dateien archiviert werden, unabhängig davon, ob sie sich bereits im Backup-Set befinden. Wenn Sie die Option „Dateien bewegen“ nicht aktivieren, ist der Abgleich der einzige Unterschied zwischen Archivierungs- und Backup-Skripts.

Bei Übertragungen heißt diese Option „Quell-Katalogdatei mit Ziel-Katalogdatei abgleichen“. Wenn Sie diese Option wählen, kopiert Retrospect nur die Dateien und Snapshots, die nicht bereits in der Ziel-Katalogdatei enthalten sind.

Duplikate nicht zum Backup-Set hinzufügen: Diese Option verhindert zusammen mit der Option „Quellvolumes mit Katalogdatei abgleichen“, dass bereits gesicherte Dateien noch einmal zum Backup-Set hinzugefügt werden. Aktivieren Sie beide Optionen, wenn Sie ein übliches inkrementelles Backup durchführen möchten, d. h. wenn nur neue oder geänderte Dateien ins Backup-Set kopiert werden sollen. Wenn diese Option nicht aktiviert ist, kopiert Retrospect bei einem normalen Backup alle Dateien ins Backup-Set, einschließlich der Dateien, die bereits gesichert wurden. Diese Option ist standardmäßig aktiviert (außer für Archivierungsvorgänge) und Sie sollten sie auch nur deaktivieren, wenn Sie dafür einen besonderen Grund haben.

Nur Dateien mit gleichen Ablageinfos sind identisch: Diese Option ist nur verfügbar, wenn die Option „Quellvolumes mit Katalog abgleichen“ aktiviert ist. Sie steuert, nach welchen Regeln Retrospect so genannte „identische“ Dateien auf einer Quelle und einem Ziel sucht. (Normalerweise sind Dateien identisch, wenn die unter „Quellvolumes mit Katalogdatei abgleichen“ beschriebenen Kriterien übereinstimmen.) Diese Option fügt ein weiteres Kriterium hinzu: Die Dateien müssen auf demselben Volume abgelegt sein.

Diese Option ist standardmäßig deaktiviert und Sie sollten sie auch nur aktivieren, wenn Sie dafür einen besonderen Grund haben.

Optionskategorie „Überprüfung“

Diese Optionen sind nur für Überprüfungs-Skripts verfügbar.

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Nur ungeprüfte Backups überprüfen: Da Retrospect protokolliert, welche Backups geprüft wurden und welche nicht, sollten Sie diese Standardoption häufig verwenden. In der Regel benötigen Überprüfungs-Skripts, für die diese Option ausgewählt ist, weniger Zeit als Überprüfungs-Skripts, bei denen die Option „Gesamtes Backup-Set überprüfen“ aktiviert ist.

Wenn noch keines der Backups des Backup-Sets geprüft wurde, hat diese Option dieselben Auswirkungen wie „Gesamtes Backup-Set überprüfen“.

Gesamtes Backup-Set überprüfen: Mit dieser Option wird das gesamte Backup-Set überprüft. Wenn das Backup-Set sich über mehrere Mediensegmente erstreckt, müssen Sie ggf. die Medien wie von Retrospect angefordert einlegen. Wählen Sie diese Option, wenn Grund zur Annahme besteht, dass bei älteren Backup-Set-Medien Probleme auftreten könnten. Mit dem Befehl „Medien überprüfen“ kann dasselbe Ziel auch ohne ein Skript erreicht werden. Weitere Informationen finden Sie unter Backup-Set-Medien überprüfen.

Optionskategorie „Planung“

Diese Option ist nur für Skripts verfügbar (außer Proactive Client Backup-Skripts).

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Klicken Sie auf „Plan“, um einen Zeitraum zu definieren, in dem das Skript ausgeführt werden kann. Der Standardplan entspricht den globalen Planeinstellungen, die unter Voreinstellungen „Planung“ beschrieben sind.

Optionskategorie „Freigabe“

Diese Optionskategorie ist für alle Arten von Vorgängen außer für Wiederherstellungen und Übertragungen verfügbar. Diese Option ist standardmäßig deaktiviert.

340

Volumes während des Backups sperren: Diese Option bewirkt, dass die Verbindungen der Benutzer zum Backup-Server über das Microsoft-Netzwerk getrennt werden und sie während des Backups nicht mehr auf freigegebene Volumes zugreifen können. Wenn Sie diese Option aktivieren, können Sie einen Warnhinweis eingeben, den die Benutzer sehen, bevor ihre Verbindungen getrennt werden. (Windows-Benutzer erhalten automatisch einen Warnhinweis.) Sie können auch angeben, wie viele Minuten vorher der Warnhinweis angezeigt werden soll. Mit dieser Option werden die Volumes nur gesperrt, wenn Retrospect auf dem Server selbst gestartet ist. Dies gilt nicht für Clients.

Die Sperroption verhält sich anders bei Services-für-Macintosh-Volumes auf Windows-Servern. Alle Services-für-Macintosh-Gemeinschaftsvolumes werden sofort gesperrt, auch wenn sie nicht alle gesichert werden. Wenn nur eines dieser Volumes gesichert wird, werden alle gesperrt, wenn die Sperroption aktiviert ist.

Diese Option ist standardmäßig deaktiviert.

Optionskategorie „Medium“

Diese Option ist für Backup-, Archivierungs- und Übertragungsvorgänge sowie für Überprüfungs-Skripts verfügbar. Diese Option ist nicht für Proactive Backup-, Wiederherstellungs- oder Duplizierungsvorgänge verfügbar.

341

Bänder und Discs nach Beenden des Skripts auswerfen Wenn ein Skript ausgeführt wurde, werden mit dieser Option alle verwendeten Bänder oder Discs ausgeworfen.

Windows-System-Optionen

Diese Optionen sind für alle Arten von Vorgängen außer für Übertragungen verfügbar. Die Optionen variieren je nach Vorgang. Keine der Optionen in dieser Kategorie wirkt sich auf Linux- oder Macintosh-Clients aus.

342

Windows-System-Optionen für Backup- oder Archivierungsvorgänge

343

Windows-System-Optionen für Duplizierungsvorgänge

344

Windows-System-Optionen für Wiederherstellungsvorgänge

Systemstatus: Bietet die Möglichkeit zum Kopieren von Windows-Registrierung, COM+, Active Directory und Zertifikatsdiensten, wenn der Windows-Ordner in den Dateiauswahlkriterien enthalten ist. Retrospect speichert die Informationen im Snapshot. Zum Wiederherstellen verwenden Sie das Wiederherstellungsverfahren für Snapshots.

Diese Option ist in der Standardeinstellung für Backup-, Duplizierungs- und Archivierungsvorgänge eingeschaltet. Sie ist auch dann standardmäßig eingeschaltet, wenn Sie ein gesamtes Volume wiederherstellen.

Wenn Sie ein Backup oder eine Duplizierung im Assistentenmodus ausführen und die Dateien des Betriebssystems und der Programme nicht für den Kopiervorgang auswählen, deaktiviert Retrospect automatisch die Optionen zum Backup bzw. Duplizieren des Systemstatus. Im erweiterten Modus ist die Option in der Standardeinstellung unabhängig von den ausgewählten Dateitypen immer aktiviert.

Um den Systemstatus wiederherstellen zu können, muss der Quell-Snapshot eine Systemstatus-Sicherung enthalten. Außerdem muss der Zielablageort ein System-Volume sein.

Um den Systemstatus duplizieren zu können, muss es sich sowohl bei der Quelle als auch bei dem Zielablageort um Systemvolumes handeln, d. h. beide müssen Informationen zum Systemstatus enthalten.

Sie müssen über Administrator- oder Sicherungs-Operator-Rechte verfügen, um Systemstatusinformationen unter Windows kopieren zu können.

Fehler bei der Überprüfung verschlüsselter Dateien ignorieren: (standardmäßig deaktiviert) bewirkt bei Duplizierungsvorgängen, dass Retrospect Überprüfungsfehler bei verschlüsselten Dateien auf NTFS-Volumes nicht meldet.

Sicherheitsinformationen wiederherstellen: Nur verfügbar für Wiederherstellungsvorgänge (mit Ausnahme von Wiederherstellungsvorgängen über die Option „Dateien suchen“). Wenn diese Option aktiviert ist, stellt Retrospect die NTFS-Sicherheitsinformationen für alle wiederhergestellten Ordner und die wiederhergestellten Dateien wieder her, die am Zielablageort noch nicht vorhanden waren.

Wenn im Quell-Snapshot und am Zielablageort eine Datei vorhanden ist, deren Versionen sich nur durch ihre Sicherheitsinformationen voneinander unterscheiden, behält die Datei am Zielablageort ihre Sicherheitsinformationen bei.

Sicherheitsinformationen können nur wiederhergestellt werden, wenn sie gesichert wurden. Siehe Windows-Sicherheitsoptionen.

Sicherheitsinformationen für identische Dateien wiederherstellen ist nur für Wiederherstellungsvorgänge verfügbar (mit Ausnahme von Wiederherstellungsvorgängen über die Option „Dateien suchen“). Bei Verwendung dieser Option zusammen mit der zuvor genannten Option stellt Retrospect die NTFS-Sicherheitsinformationen für alle wiederhergestellten Ordner und Dateien wieder her.

Wenn im Quell-Snapshot und am Zielablageort eine Datei vorhanden ist, deren Versionen sich nur durch ihre Sicherheitsinformationen voneinander unterscheiden, wird die Datei am Zielablageort durch die Datei des Snapshots ersetzt.

Sicherheitsinformationen können nur wiederhergestellt werden, wenn sie gesichert wurden. Siehe Windows-Sicherheitsoptionen.

Archivattribut setzen: Retrospect kann während Wiederherstellungsvorgängen (einschließlich Wiederherstellungsvorgänge mit der Option „Dateien suchen“) das Archivattribut setzen. Diese Option bewirkt, dass Retrospect das Archivattribut für wiederhergestellte Dateien setzt.

Durch das Setzen des Archivattributs wird sichergestellt, dass Retrospect bei der nächsten Sicherung die Dateisicherheitsinformationen der wiederhergestellten Dateien sichert (wenn Sie die Option zur Sicherung der Dateisicherheitsinformationen ausgewählt haben). Weitere Informationen finden Sie unter Windows-Sicherheitsoptionen.

Windows-Sicherheitsoptionen

Mit Hilfe dieser für Backup- (einschließlich Proactive Backup), Duplizierungs- und Archivierungsvorgänge verfügbaren Optionen können Sie die NTFS-Datei- und Ordnersicherheitsinformationen von Servern und Workstations kopieren. Die Optionen unterscheiden sich je nach Art des Vorgangs.

NTFS-Zugriffsrechte sind eine Funktion von Windows-Betriebssystemen, mit der Sie den Zugriff auf Ordner und Dateien basierend auf Benutzer- oder Gruppenmitgliedschaften verweigern oder erlauben können. Diese Zugriffsrechte sind nur auf NTFS-formatierten Platten verfügbar.

Es kann einige Zeit in Anspruch nehmen, bis Retrospect die Sicherheitsinformationen aller Dateien und Ordner auf einer Workstation oder einem Server kopiert hat. Sie können die Leistung verbessern, indem Sie festlegen, dass nur die wirklich benötigten Sicherheitsinformationen kopiert werden. Sie sollten jedoch beachten, dass bei der Wiederherstellung von Dateien und Ordnern, für die Sie keine Sicherheitsinformationen kopiert haben, jeder Benutzer auf diese Dateien und Ordner zugreifen kann, der Zugriff auf den entsprechenden Computer hat. Wenn Sie hinsichtlich des Kopierens von Sicherheitsinformationen nicht sicher sind, verwenden Sie die Standardeinstellungen von Retrospect.

Retrospect speichert NTFS-Sicherheitsinformationen in den Snapshots. Daher müssen Sie die Snapshots wiederherstellen, um die Sicherheitsinformationen wiederherzustellen. Wählen Sie zur Wiederherstellung von NTFS-Datei- und Ordnersicherheitsinformationen den Snapshot, von dem die Dateien wiederhergestellt werden sollen, und verwenden Sie dann die unter Windows-System-Optionen beschriebenen Optionen für die Wiederherstellung von Sicherheitsinformationen.

Sie müssen die Ordnersicherheitsinformationen sichern, um eine vollständige Wiederherstellung ausführen zu können.

345

Windows-Sicherheitsoptionen für Backup- und Archivierungsvorgänge

346

Windows-Sicherheitsoptionen für Duplizierungsvorgänge

Dateisicherheitsinformationen von Servern sichern: Diese Option ist in der Standardeinstellung aktiviert und bewirkt, dass Retrospect NTFS-Dateisicherheitsinformationen von Quellcomputern mit Server-Betriebssystemen sichert. Wenn diese Option aktiviert ist, kopiert Retrospect die Dateisicherheitsinformationen aller Dateien, die gesichert werden.

Darüber hinaus kopiert Retrospect die neuen Sicherheitsinformationen von Dateien, bei denen sich seit dem letzten Backup abgesehen von den Sicherheitsinformationen nichts verändert hat. Da Windows das Archivattribut setzt, wenn die Sicherheitsinformationen einer Datei geändert werden, identifiziert Retrospect diese Dateien anhand des Archivattributs.

Wenn das Archivattribut nach dem letzten Backup einer Datei von demselben Ablageort gesetzt wurde, kopiert Retrospect die Sicherheitsinformationen der Datei, auch wenn an der Datei sonst nichts verändert wurde.

Retrospect kann sogar die Änderungen der Archivattribute über mehrere Backup-Sets hinweg protokollieren. Wenn Backup-Set A also beispielsweise die Kopie einer Datei mit neuen Sicherheitsinformationen enthält und Backup-Set B nicht, wird die Datei (mit den Sicherheitsinformationen) während des nächsten Backups zu Backup-Set B kopiert.

Dateisicherheitsinformationen von Workstations sichern: Diese Option ist standardmäßig deaktiviert. Sofern diese Option aktiviert ist, kopiert Retrospect NTFS-Dateisicherheitsinformationen von Quellcomputern, auf denen kein Server-Betriebssystem installiert ist, sowie von Microsoft-Netzwerk-Volumes. Wenn diese Option aktiviert ist, kopiert Retrospect die Dateisicherheitsinformationen aller Dateien, die gesichert werden.

Wie auch bei der Option „Dateisicherheitsinformationen von Servern sichern“ identifiziert Retrospect diese Dateien mit neuen Sicherheitsinformationen anhand des Archivattributs.

Ordnersicherheitsinformationen von Servern sichern: Diese Option ist in der Standardeinstellung aktiviert und bewirkt, dass Retrospect NTFS-Ordnersicherheitsinformationen von Quellcomputern mit Server-Betriebssystemen kopiert. Wenn diese Option aktiviert ist, kopiert Retrospect die Ordnersicherheitsinformationen aller Ordner am Quell-Speicherort.

Ordnersicherheitsinformationen von Workstations sichern: Diese Option ist in der Standardeinstellung aktiviert und bewirkt, dass Retrospect NTFS-Ordnersicherheitsinformationen von Quellcomputern, auf denen kein Server-Betriebssystem installiert ist, sowie von Microsoft-Netzwerk-Volumes kopiert. Wenn diese Option aktiviert ist, kopiert Retrospect die Ordnersicherheitsinformationen aller Ordner am Quell-Speicherort.

Wenn Sie ein Backup im Assistentenmodus ausführen und die Dateien des Betriebssystems und der Programme nicht für den Kopiervorgang auswählen, deaktiviert Retrospect automatisch die Option „Ordnersicherheitsinformationen von Workstations sichern“. Im erweiterten Modus ist die Option in der Standardeinstellung unabhängig von den ausgewählten Dateitypen immer aktiviert.

Dateisicherheitsinformationen von Servern duplizieren: Diese Option ist in der Standardeinstellung aktiviert und bewirkt, dass Retrospect NTFS-Dateisicherheitsinformationen von Quellcomputern mit Server-Betriebssystemen kopiert. Wenn diese Option aktiviert ist, kopiert Retrospect die Dateisicherheitsinformationen aller Dateien am Quell-Speicherort.

Dateisicherheitsinformationen von Workstations duplizieren: Diese Option ist standardmäßig deaktiviert. Sofern diese Option aktiviert ist, kopiert Retrospect NTFS-Dateisicherheitsinformationen von Quellcomputern, auf denen kein Server-Betriebssystem installiert ist, sowie von Microsoft-Netzwerk-Volumes. Wenn diese Option aktiviert ist, kopiert Retrospect die Dateisicherheitsinformationen aller Dateien am Quell-Speicherort.

Ordnersicherheitsinformationen von Servern duplizieren: Diese Option ist in der Standardeinstellung aktiviert und bewirkt, dass Retrospect NTFS-Ordnersicherheitsinformationen von Quellcomputern mit Server-Betriebssystemen kopiert. Wenn diese Option aktiviert ist, kopiert Retrospect die Ordnersicherheitsinformationen aller Ordner am Quell-Speicherort.

Ordnersicherheitsinformationen von Workstations duplizieren: Diese Option ist in der Standardeinstellung aktiviert und bewirkt, dass Retrospect NTFS-Ordnersicherheitsinformationen von Quellcomputern, auf denen kein Server-Betriebssystem installiert ist, sowie von Microsoft-Netzwerk-Volumes kopiert. Wenn diese Option aktiviert ist, kopiert Retrospect die Ordnersicherheitsinformationen aller Ordner am Quell-Speicherort.

Wenn Sie eine Duplizierung im Assistentenmodus ausführen und die Dateien des Betriebssystems und der Programme nicht für den Kopiervorgang auswählen, deaktiviert Retrospect automatisch die Option „Ordnersicherheitsinformationen von Workstations duplizieren“. Im erweiterten Modus ist die Option in der Standardeinstellung unabhängig von den ausgewählten Dateitypen immer aktiviert.

Bei der Überprüfung Fehler im Sicherheits-Stream ignorieren: Diese Option ist nur für Duplizierungsvorgänge verfügbar und standardmäßig deaktiviert. Wenn diese Option aktiviert ist, ignoriert Retrospect bei der Überprüfung Fehler im Sicherheits-Stream auf NTFS-Volumes.

Optionen für offene Dateien (Windows)

Diese Optionen sind für alle Arten von Vorgängen außer für Wiederherstellungen und Übertragungen verfügbar.

Open File Backup ist ein Zusatzprodukt für Retrospect. Wenn auf dem Backup-Computer Retrospect Single Server (Disk-to-Disk), Single Server oder Multi Server installiert ist und Sie über einen Lizenzcode für Open File Backup verfügen, können Sie offene Dateien auf Windows-Computern sichern. Das Backup von offenen Dateien auf Windows-Computern ist nur möglich, wenn Sie über ein NTFS-Volume verfügen. Klicken Sie auf „Einstellung>Lizenzen“, um Ihre aktuellen Lizenzen anzuzeigen oder neue zu erwerben.

Offene Dateien können gesichert, archiviert und dupliziert werden. Wenn Sie das Zusatzprodukt „Open File Backup“ verwenden, ist diese Option standardmäßig aktiviert.

Zum Wiederherstellen von Dateien, die mit Open File Backup gesichert wurden, müssen Sie die Anwendung, die die geöffneten Dateien verwendet, auf dem Zielvolume schließen oder anhalten.

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Backup/Duplizieren von offenen Dateien ermöglicht Retrospect das Kopieren von Dateien, die gerade verwendet werden und die Retrospect andernfalls nicht kopieren würde. Diese Option ist standardmäßig aktiviert.

Schützen von Multi-Volume-Datasets sichert und archiviert Anwendungen, die Dateien auf mehr als einem Volume speichern.

Stoppen, wenn offene Dateien nicht gesichert/dupliziert werden können bewirkt, dass Retrospect den Vorgang stoppt, wenn das Wiederholungszeitlimit erreicht wird oder die Systemkonfiguration das Backup von offenen Dateien nicht unterstützt. Wenn die Option nicht aktiviert ist, sichert bzw. dupliziert Retrospect alle anderen Dateien (d. h. Dateien, die nicht geöffnet sind).

Schwellenwert für Platteninaktivität ist die Zeit in Sekunden, die Retrospect auf Platteninaktivität auf dem Quellvolume wartet, um Open File Backup fortzusetzen. Wenn der Schwellenwert erreicht ist, wartet Retrospect erneut, bis das Wiederholungszeitlimit erreicht ist. Der Standardschwellenwert ist 5000 Millisekunden.

Wiederholungszeitlimit ist die Gesamtzeit in Minuten, in der Retrospect die Platteninaktivität überwacht, um eine Gelegenheit zum Kopieren von offenen Dateien zu erhalten. Nach Überschreiten des Zeitlimits stoppt Retrospect den Vorgang sofort oder fährt ohne Open File Backup fort, je nachdem, wie die oben beschriebene Stopp-Option eingestellt ist. Die Standardzeit ist 10 Minuten.

Optionskategorie „Windows Outlook“

Diese Optionen sind für alle Arten von Vorgängen außer für Wiederherstellungen und Übertragungen verfügbar.

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Backup von Microsoft Outlook-Daten erzwingen bewirkt, dass Retrospect Microsoft Outlook schließt, um die Outlook-Datendateien zu sichern. Nachdem Retrospect die Dateien kopiert hat, müssen Sie Outlook manuell neu starten.

Optionskategorie „Windows-SQL-Server“

Retrospect enthält einige SQL-Server-Optionen, die nur für Backup-Vorgänge verfügbar sind.

349

Backup-Typ legt die Art des Backups fest, mit dem die SQL-Datenbank gesichert wird. Standardmäßig führt Retrospect ein vollständiges Backup durch.

Die anderen SQL-Server-Optionen sind nur bei der Wiederherstellung von SQL-Datenbanken verfügbar.

350

Neuen Datenbanknamen für Wiederherstellung verwenden ermöglicht die Eingabe eines neuen Namens für die wiederhergestellte Datenbank.

Angepassten Pfad für die Wiederherstellung von Logdateien verwenden ermöglicht die Eingabe eines Zielpfads für die wiederhergestellten Dateien.

Nur Datensätze vor einem bestimmten Zeitpunkt wiederherstellen ermöglicht die Eingabe eines Datums und einer Uhrzeit für die Wiederherstellung von Transaktionslogs. Retrospect stellt nur Datensätze wieder her, die vor dem angegebenen Zeitpunkt erstellt wurden.

SQL-Datenbank betriebsbereit machen veranlasst den SQL-Server, die Datenbank nach dem Wiederherstellen betriebsbereit zu machen. Deaktivieren Sie diese Option nur, falls Sie noch weitere differentielle oder Transaktions-Snapshots der Datenbank wiederherstellen müssen.

Optionskategorie „Windows-Exchange-Server“

Retrospect enthält einige Exchange-Server-Optionen, die nur für Backup-Vorgänge verfügbar sind.

351

Backup-Typ legt die Art des Backups fest, mit dem die Exchange-Datenbank gesichert wird. Standardmäßig führt Retrospect ein vollständiges Backup durch.

Die anderen Exchange-Server-Optionen sind nur bei der Wiederherstellung von Exchange-Datenbanken verfügbar.

352

Angepassten Pfad für die Wiederherstellung von Datenbankdaten und Logdateien verwenden ermöglicht die Eingabe eines Zielpfads für die wiederhergestellten Dateien.

Exchange-Datenbank betriebsbereit lassen veranlasst den Exchange-Server, die Datenbank nach dem Wiederherstellen betriebsbereit zu machen. Deaktivieren Sie diese Option nur, falls Sie noch weitere differentielle oder Transaktions-Snapshots der Datenbank wiederherstellen müssen.

Datenbank nach dem Wiederherstellen laden ermöglicht es den Benutzern, sich bei der Datenbank anzumelden, nachdem sie wiederhergestellt wurde. Deaktivieren Sie diese Option nur, falls Sie noch weitere differentielle oder Transaktions-Snapshots der Datenbank wiederherstellen müssen.

Optionskategorie „Macintosh-Client“

Diese Optionen sind für alle Arten von Vorgängen außer für Übertragungen verfügbar. Die Optionen variieren je nach Vorgang. Keine der Optionen in dieser Kategorie wirkt sich auf Windows- oder Linux-Clients aus.

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Macintosh Client-Optionen für Backup- und Archivierungsvorgänge

354

Macintosh-Client-Optionen für Duplizierungsvorgänge.

355

Macintosh-Client-Optionen für Wiederherstellungsvorgänge.

Attribut-Änderungsdatum beim Abgleichen verwenden: Diese Option ist für Backup-, Archivierungs-, Duplizierungs- und Wiederherstellungsvorgänge verfügbar. Sie ist in der Standardeinstellung für alle Vorgänge mit Ausnahme der Archivierung (in der Dateien nur dann miteinander abgeglichen werden, wenn Sie dies einstellen) aktiviert. Wenn diese Option aktiviert ist, identifiziert Retrospect die Dateien anhand des Attribut-Änderungsdatums und kopiert die Dateien, die sich nur durch die erweiterten Attribute oder ACLs voneinander unterscheiden. Wenn Sie beispielsweise eine bereits zuvor gesicherte Datei sichern und die ACLs der Datei geändert, jedoch keine anderen Änderungen vorgenommen haben, erkennt Retrospect nur anhand des Attribut-Änderungsdatums, dass die Datei geändert wurde (und daher erneut gesichert werden muss).

Erweiterte Attribute und ACLs werden nur von Mac OS X 10.4 und höher unterstützt.

Backup-Zeit für Quellvolume/-ordner/-dateien setzen: Diese Optionen sind für Duplizierungsvorgänge nicht verfügbar. Sie halten die Backup-Zeit für jedes Quellvolume, jeden Quellordner und jede Quelldatei fest. (Das Macintosh-Betriebssystem zeichnet das Erstellungsdatum, das Änderungsdatum und das Backup-Datum für jede Datei, jeden Ordner und jedes Volume auf.) Dadurch können Sie auf der Backup-Zeit basierende Selektoren erstellen. Als Backup-Zeit wird der Zeitpunkt bezeichnet, zu dem die Ausführung beginnt. Retrospect kann die Backup-Zeit für eine Quelle auf einem Client-Computer nicht setzen, wenn dessen Retrospect Client-Kontrollfeld auf „Nur Lesezugriff“ eingestellt ist. Standardmäßig ist die Option für Quellvolumes aktiviert und die Optionen für Quellordner und Quelldateien sind deaktiviert.

Beim Abgleichen von Dateien verwendet Retrospect die Backup-Zeitangabe nicht. Es verwendet ausgefeiltere und flexiblere Kriterien, die unter Das Konzept von Retrospect beschrieben werden.

Nicht ausschalten/Nach Backup ausschalten: Diese Option legt fest, wie Retrospect das Ausschalten durch den Finder auf einem Macintosh-Client steuert, nachdem Retrospect ein Backup abgeschlossen hat.

  • Die gewünschte Aktion wird nur dann ausgeführt, wenn der Macintosh-Client, wie unter Voreinstellungen „Ausführung“ beschrieben, auf das Backup wartet.
  • Mit „Nach Backup ausschalten“ wird der Client-Computer nur dann ausgeschaltet, wenn für ihn kein weiterer Vorgang innerhalb der Vorschauzeit geplant ist (siehe Voreinstellungen „Planung“).
  • „Nicht ausschalten“ verhindert, dass bei diesem Vorgang der Client ausgeschaltet wird.

Standardmäßig ist „Nach Backup ausschalten“ aktiviert.

Positionen der Symbole neu berechnen: Diese Option steht nur für Wiederherstellungsvorgänge zur Verfügung. Sie platziert die Symbole von Dateien und Ordnern, die auf ein Mac OS-Ziel kopiert werden so, dass sie einander nicht überlappen. Diese Option ist standardmäßig deaktiviert.

Zugriffssteuerungslisten (ACLs) wiederherstellen/Zugriffssteuerungslisten (ACLs) duplizieren: Diese Option ist für Wiederherstellungs- und Duplizierungsvorgänge verfügbar. Sie ist in der Standardeinstellung für die Wiederherstellung eines gesamten Volumes aktiviert und für die Wiederherstellung von Dateien und Ordnern deaktiviert.

ACLs werden nur von Mac OS X 10.4 und höher unterstützt.

Optionskategorie „UNIX-Client“

Diese Option ist nur für Backup-, Duplizierungs- und Wiederherstellungsvorgänge verfügbar. Sie wirkt sich nicht auf Windows- oder Mac OS-Clients aus.

356

Status-Änderungsdatum beim Abgleichen verwenden Diese Option ist in der Standardeinstellung für das Backup, die Duplizierung und die Wiederherstellung von gesamten Volumes aktiviert. Für Wiederherstellungsvorgänge über die Option „Dateien suchen“ und die Wiederherstellung von Dateien und Ordnern ist sie deaktiviert. Wenn diese Option aktiviert ist, identifiziert Retrospect die Dateien anhand des Status-Änderungsdatums und kopiert die Dateien, die sich nur durch die erweiterten Attribute voneinander unterscheiden. Wenn Sie beispielsweise eine bereits zuvor gesicherte Datei sichern und die erweiterten Attribute der Datei ändern (aber keine anderen Änderungen vornehmen), erkennt Retrospect nur anhand des Status-Änderungsdatums, dass die Datei geändert wurde (und daher erneut gesichert werden muss).

Diese Option ist nur für Dateisysteme und Kernels verfügbar, die erweiterte Attribute unterstützen.

Verwalten von Backup-Sets

Retrospect bietet verschiedene Werkzeuge für die effiziente Verwaltung von Backup-Sets. Klicken Sie in der Navigationsleiste auf „Einstellung>Backup-Sets“, um eine Liste der aktuellen Backup-Sets anzuzeigen, die Backup-Set-Liste zu verwalten, Backup-Sets zu konfigurieren, zu erstellen und zu löschen sowie neue Segmente zu Backup-Sets hinzuzufügen.

Backup-Set-Liste anzeigen

Um die Backup-Sets aufzulisten, die Retrospect zurzeit verwendet, klicken Sie auf „Einstellung>Backup-Sets“. Das Fenster „Backup-Sets“ wird angezeigt.

357

In dieser Liste können Sie:

Neue Backup-Sets erstellen

Klicken Sie auf „Neu erstellen“, um ein neues Backup-Set zu erstellen. Die Erstellung von Backup-Sets wird unter Backup-Sets erstellen beschrieben.

Alte Backup-Sets neu aufbauen

Wenn das gewünschte Backup-Set nicht aufgeführt ist, können Sie es mit Hilfe der Katalogdatei zur Liste hinzufügen. Klicken Sie zuerst auf „Andere“. Das Fenster „Auf weitere Backup-Sets zugreifen“ wird angezeigt.

358

In diesem Fenster haben Sie folgende Möglichkeiten:

  • Eine vorhandene Katalogdatei öffnen: Wenn Sie wissen, wo die Katalogdatei des Backup-Sets abgelegt ist, klicken Sie auf „Öffnen“. Wechseln Sie zum Ablageort, wählen Sie die Katalogdatei und klicken Sie auf „Öffnen“.
  • Die Katalogdatei von den Speichermedien neu aufbauen: Klicken Sie auf „Neu aufbauen“. Folgen Sie den Anweisungen im Abschnitt Katalog neu aufbauen.

Nachdem Sie die Katalogdatei geöffnet oder neu aufgebaut haben, wird das dazugehörige Backup-Set in der Liste angezeigt.

Backup-Sets entfernen

Sie können ein Backup-Set aus der Liste entfernen, indem Sie es auswählen und auf „Entfernen“ klicken. Bestätigen Sie die Abfrage mit „OK“. Das Entfernen eines Backup-Sets beeinflusst nicht den Inhalt des Backup-Sets und löscht auch nicht seine Katalogdatei. Es entfernt jedoch das Backup-Set aus allen Skripts, die es verwenden.

Solange Sie nicht die Katalogdatei entfernen und das Backup-Set auf den Medien löschen, können Sie das Backup-Set jederzeit wieder zur Liste hinzufügen. Die Vorgehensweise wird unter Alte Backup-Sets neu aufbauen beschrieben.

Backup-Set-Liste verwalten

Wenn Sie viele Backup-Sets verwalten müssen, können Sie sie mit Hilfe von Ordnern strukturieren. So können Sie beispielsweise Ordner für nicht mehr verwendete Backup-Sets erstellen, die Sie z. B. in einem Safe oder außerhalb des Unternehmens aufbewahren.

Die im Fenster „Backup-Sets“ erstellten Ordner dienen lediglich Verwaltungszwecken und existieren nicht außerhalb von Retrospect.

So erstellen und füllen Sie einen Ordner:

  1. Klicken Sie im Fenster „Backup-Sets“ auf „Neuer Ordner“ in der Symbolleiste.
  2. Geben Sie einen Namen für den Ordner ein und klicken Sie auf „Erstellen“.
  3. Ziehen Sie die gewünschten Backup-Sets in den Ordner.
  4. Sie können auch mit der rechten Maustaste auf die zu verschiebenden Backup-Sets klicken und „Ausschneiden“ wählen. Klicken Sie anschließend mit der rechten Maustaste auf den Ordner und wählen Sie „Einfügen“.

Backup-Sets erstellen

Sie können neue Backup-Sets im Fenster „Backup-Sets“ (Einstellung>Backup-Sets) oder im Fenster „Backup-Set auswählen“ erstellen, das beim Einrichten von manuellen Vorgängen oder Skripts angezeigt wird (beispielsweise bei der Angabe des Ziels für ein Backup im erweiterten Modus).

Klicken Sie auf „Neu“, um ein neues Backup-Set zu erstellen. Der Assistent für das Erstellen eines Backup-Sets wird gestartet.

Begrüßungsfenster

Lesen Sie die Informationen im Einführungsbildschirm und klicken Sie anschließend auf „Weiter“, um fortzufahren.

359

Wenn dieses Fenster beim Erstellen neuer Backup-Sets nicht mehr angezeigt werden soll, aktivieren Sie das Kontrollkästchen, bevor Sie auf „Weiter“ klicken.

Backup-Set-Typ auswählen

Wählen Sie das gewünschte Backup-Medium für das Backup-Set aus und klicken Sie auf „Weiter“.

360

Band-Backup-Sets benennen

Geben Sie einen eindeutigen, beschreibenden Namen in das Namensfeld ein. Retrospect nutzt diesen Namen zur Identifizierung der Katalogdatei und der Backup-Set-Medien.

Es ist wichtig, dass Sie dem Backup-Set einen Namen geben, bevor Sie weitere Anweisungen ausführen.

Benannte Band-Backup-Sets können später nicht umbenannt werden.

Wählen Sie die gewünschte Datenkomprimierungsoption. Ist „Hardware-Datenkomprimierung zulassen“ aktiviert, verwendet Retrospect beim Backup in dieses Backup-Set die Hardware-Datenkomprimierung, sofern folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Das Bandlaufwerk unterstützt Datenkomprimierung.
  • Die Backup-Set-Daten sind nicht verschlüsselt.
  • Benötigen Sie sowohl Verschlüsselung als auch Komprimierung, geben Sie im Dialogfeld „Sicherheit“ eine Verschlüsselungsoption an und verwenden Sie die Option für die Software-Komprimierung von Retrospect. Weitere Informationen finden Sie unter Optionskategorie „Backup“.

Stellen Sie die WORM-Option ein. Wählen Sie „WORM-Backup-Set“, wenn Sie ein WORM-Band-Backup-Set erstellen möchten. Weitere Informationen finden Sie unter Unterstützung von WORM-Bändern.

Wenn Sie mehrere Band-Backup-Sets erstellen möchten, aktivieren Sie „Weitere Band-Backup-Sets definieren“ und klicken Sie auf „Weiter“.

Mehrere Band-Backup-Sets definieren

Sie können bis zu fünf Band-Backup-Sets gleichzeitig erstellen.

361

Geben Sie einen Namen für jedes zu erstellende Backup-Set ein und klicken Sie auf „Weiter“.

Für alle in diesem Fenster definierten Backup-Sets gelten dieselben Optionen (Hardware-Komprimierung, WORM, Sicherheit und Ablageort der Katalogdatei).

Platten-Backup-Sets benennen

Geben Sie einen eindeutigen, beschreibenden Namen in das Namensfeld ein. Retrospect nutzt diesen Namen zur Identifizierung der Katalogdatei und der Backup-Set-Medien.

Es ist wichtig, dass Sie dem Backup-Set einen Namen geben, bevor Sie weitere Anweisungen ausführen.

Benannte Platten-Backup-Sets können später nicht umbenannt werden.

So geben Sie eine Platte an:

  1. Klicken Sie auf „Auswählen“.
  2. Wählen Sie eine Festplatte oder ein Wechselmedium aus, auf dem das Backup gespeichert werden soll.

    362

    Sie können lokale Platten und Netzwerk-Volumes durchsuchen oder auf „Erweitert“ klicken und einen UNC-Pfad zum gewünschten Volume angeben.

  3. Wechselmedien werden nur angezeigt, wenn sich ein Medium im Laufwerk befindet.
  4. Klicken Sie auf „OK“.
  5. Geben Sie den Speicherplatz an, den die Backup-Set-Daten maximal belegen dürfen.
  6. Diese Angabe gilt nur für Festplatten. Bei Verwendung von Wechselmedien verwendet Retrospect das gesamte Medium.
  7. Klicken Sie auf „Weiter“.

CD/DVD-Backup-Sets benennen

Geben Sie einen eindeutigen, beschreibenden Namen in das Namensfeld ein. Retrospect nutzt diesen Namen zur Identifizierung der Katalogdatei und der Backup-Set-Medien.

Benannte CD/DVD-Backup-Sets können später nicht umbenannt werden.

Datei-Backup-Sets benennen

Geben Sie einen eindeutigen, beschreibenden Namen in das Namensfeld ein. Retrospect nutzt diesen Namen zur Identifizierung der Katalogdatei und der Backup-Set-Medien.

Es ist wichtig, dass Sie dem Backup-Set einen Namen geben, bevor Sie weitere Anweisungen ausführen.

  • Datei-Backup-Sets können im Windows Explorer umbenannt werden.

Wenn Sie den vorgegebenen Speicherort für das Datei-Backup-Set ändern möchten, klicken Sie auf „Durchsuchen“, wählen Sie den Ablageort aus und klicken Sie anschließend auf „Speichern“.

Backup-Set-Sicherheitsoptionen festlegen

In diesem Bildschirm können Sie den Zugriff auf das Backup-Set durch ein Kennwort einschränken und die Datenverschlüsselung wählen.

Die Datenverschlüsselung erhöht die Backup-Dauer.

363

Wählen Sie eine Option im Listenfeld „Backup-Set-Sicherheit“:

  • Keine bietet keinen Kennwortschutz und verschlüsselt Backup-Set-Daten nicht.
  • Nur Kennwort bietet Kennwortschutz für das Backup-Set. Gespeicherte Daten werden nicht verschlüsselt.
  • SimpleCrypt bietet Kennwortschutz und verschlüsselt Backup-Set-Daten im Retrospect-eigenen Verschlüsselungsformat.
  • DES bietet Kennwortschutz und verschlüsselt Backup-Set-Daten gemäß der DES-Spezifikation (Data Encryption Standard).
  • AES-128 bietet Kennwortschutz und verschlüsselt Backup-Set-Daten gemäß der AES-Spezifikation (Advanced Encryption Standard, 128 Bit).
  • AES-256 bietet Kennwortschutz und verschlüsselt Backup-Set-Daten gemäß der AES-Spezifikation (Advanced Encryption Standard, 256 Bit).
  • Wenn Sie Ihr Kennwort vergessen, können Sie nicht mehr auf das Backup-Set zugreifen. Es gibt keinen „Zauberschlüssel“ und keine „Hintertür“, um die Verschlüsselung zu umgehen. Auch die Mitarbeiter des Technischen Supports von Retrospect können Ihnen dann nicht helfen.

Wenn Sie ein Kennwort eingegeben haben und Retrospect sich das Kennwort für bestimmte Zugriffe merken soll, wählen Sie die gewünschte Option im Listenfeld aus.

  • Kennwort für jeden Zugriff merken speichert das Kennwort für die Verwendung bei allen manuellen und automatisierten Vorgängen.
  • Kennwort für Skript-Zugriff merken (Standard) speichert das Kennwort nur für die Verwendung bei automatisierten Vorgängen. Wenn das Backup-Set beispielsweise als Ziel für über Nacht ausgeführte Backups-Skripts verwendet wird, muss das Kennwort nicht manuell eingegeben werden.
  • Kennwort nicht merken erfordert die Eingabe des Kennworts für jede Art von Zugriff auf das Backup-Set. Beispielsweise ist das Sichern von Daten in dieses Backup-Set oder die Anzeige seiner Eigenschaften nur möglich, wenn das Kennwort eingegeben wird. Sie müssen das Kennwort nur einmal eingeben. Es bleibt so lange gültig, bis Sie Retrospect beenden.
  • Auf Platten-Backup-Sets, die mit der Kennwortoption „Kennwort nicht merken“ erstellt werden, kann nicht über die Webseite für die Benutzer-initiierten Wiederherstellung zugegriffen werden.
  • Sie können die Einstellungen später ändern. Dazu müssen Sie die Eigenschaften des Backup-Sets ändern. Weitere Informationen finden Sie unter Backup-Sets konfigurieren.

Ausdünnungsoptionen für Platten-Backup-Sets

Diese Optionen sind nur für Platten-Backup-Sets verfügbar. Mit Hilfe dieser Optionen können Sie festlegen, wie Retrospect vorgehen soll, wenn auf eine Festplatte nicht mehr gesichert werden kann, weil sie voll ist oder den gesamten von Ihnen zugewiesenen Speicherplatz nutzt.

Sie können die Ausdünnungsoptionen für ein Platten-Backup-Set jederzeit ändern oder deaktivieren. Weitere Informationen finden Sie unter Register „Optionen“.

364

  • Nach einem neuen Datenträger fragen: Wenn der Backup-Datenträger voll ist, fragt Retrospect nach einem neuen Datenträger für die Sicherung. Alle Backups auf der Festplatte bleiben erhalten.
  • Nur die jüngsten n Backups behalten: Geben Sie die Anzahl der Backups an, die pro Quelle beibehalten werden soll, wenn der Backup-Datenträger voll ist. Retrospect dünnt den Datenträger dann aus, d. h. es löscht die alten Dateien, um Speicherplatz für neue Daten freizugeben.
  • Backups gemäß den Richtlinien von Retrospect aufbewahren: Wenn der Backup-Datenträger voll ist, löscht Retrospect alte Backups gemäß seiner eigenen Richtlinien. Es werden mindestens zwei Backups pro Quelle beibehalten. Dabei handelt es sich um die letzten Backups der jeweils beiden letzten Tage, an denen eine Quelle gesichert wurde. Wenn auf dem Datenträger ausreichend Platz vorhanden ist, speichert Retrospect pro Quelle jeweils ein Backup für die letzten sieben Tage, ein Backup für jede Woche des letzten Monats und ein Backup für den vorangegangenen Monat.
  • Beim Ausdünnen werden Dateien und Ordner gelöscht. Diese Dateien und Ordner können nicht wiederhergestellt werden. Stellen Sie daher vor dem Aktivieren der Ausdünnungsfunktion sicher, dass wichtige Dateien und Ordner gesichert sind.

Katalogdatei speichern

Geben Sie einen Speicherort für die Katalogdatei an, die den Inhalt des Backup-Sets protokolliert, oder verwenden Sie den Standardablageort.

Bei Datei-Backup-Sets werden die Katalogdatei und das Backup-Set am zuvor ausgewählten Ort abgelegt.

365

Speichern Sie den Katalog nicht auf einem Wechselmedium, das auch als Backup-Ziel verwendet wird. Retrospect benötigt den Katalog auf einem leicht zugänglichen Volume, vorzugsweise auf der lokalen Festplatte.

Abschluss der Backup-Set-Erstellung

In diesem Fenster finden Sie die Informationen zum erstellten Backup-Set. Lesen Sie diese Informationen und klicken Sie auf „Fertig“, um den Assistenten zu schließen.

Bei Band-Backup-Sets können Sie das Kontrollkästchen aktivieren und auf „Fertig“ klicken, um Bänder im Bandlaufwerk als Segmente zum Backup-Set hinzuzufügen. Weitere Informationen finden Sie unter Band zu Backup-Set hinzufügen.

Diese Option ist nicht verfügbar, wenn Sie mehrere Band-Backup-Sets gleichzeitig erstellt haben.

Backup-Sets konfigurieren

Sie können die Eigenschaften eines Backup-Sets jederzeit anzeigen und ändern. Klicken Sie auf „Einstellung>Backup-Sets“, um Ihre aktuellen Backup-Sets aufzulisten. Wählen Sie das zu konfigurierende Backup-Set aus und klicken Sie auf „Eigenschaften“.

Das Backup-Set-Eigenschaftenfenster wird angezeigt.

366

Das Fenster enthält bis zu sechs Register:

Register „Übersicht“

Im Register „Übersicht“ werden allgemeine Informationen zum Backup-Set angezeigt:

  • Belegt gibt an, wie viel Speicherplatz auf dem aktuellen Backup-Set-Segment belegt ist und wie viele Dateien es enthält.
  • Verfügbar gibt den freien Speicherplatz auf dem aktuellen Segment an.
  • Gespeichert gibt die Anzahl der Mediensegmente und Läufe im Backup-Set und der Snapshots in der Katalogdatei an.
  • Katalogdatei gibt den Pfad zum Backup-Set-Katalog an.

Register „Optionen“

Das Register „Optionen“ enthält Optionen für die Katalogdatei, die Medienaktion und den Kennwortschutz.

Die Option zur Katalogkomprimierung ermöglicht Ihnen, die Katalogdatei zu komprimieren, um den Speicherbedarf zu reduzieren.

Wenn die Option für den schnellen Katalogdatei-Neuaufbau aktiviert ist, legt Retrospect auf jedem Segment des neuen Mediensatzes eine Kopie des Katalogs ab. Dadurch wird der Neuaufbau einer verlorenen oder beschädigten Katalogdatei in erheblichem Maße beschleunigt.

Mit den Kennwortoptionen können Sie die Stufe des Kennwortschutzes für geschützte Backup-Sets auswählen. Wenn Sie bei der Erstellung des Backup-Sets keine Verschlüsselung oder keinen Kennwortschutz angegeben haben, sind keine Kennwortoptionen verfügbar.

  • Manuelle Eingabe für jede Backup-Set-Operation: Diese Option erfordert die Eingabe des Kennworts für jede Art von Zugriff auf das Backup-Set. Das Sichern von Daten in diesem Backup-Set, die Anzeige der Eigenschaften usw. ist nur möglich, wenn das Kennwort eingegeben wird. Sie müssen das Kennwort nur einmal eingeben. Es bleibt so lange gültig, bis Sie Retrospect beenden.
  • Auf Platten-Backup-Sets, die mit der Kennwortoption „Bei jedem Zugriff fragen“ erstellt werden, kann nicht von der Webseite „Benutzer-initiierte Wiederherstellung“ aus zugegriffen werden.
  • Für Zugriff über Skripts sichern (Standard): Diese Option speichert das Kennwort nur für unbeaufsichtigt ausgeführte Skripts. Wenn das Backup-Set beispielsweise als Ziel für über Nacht ausgeführte Backups mit Skripts verwendet wird, muss das Kennwort nicht manuell eingegeben werden.
  • Für jeden Zugriff sichern: Diese Option speichert das Kennwort für alle Vorgangsarten: manuelle, automatische, beaufsichtigte und unbeaufsichtigte Vorgänge. Das Kennwort muss nie eingegeben werden.
  • Änderungen an der Option für den kennwortgeschützten Zugriff werden erst wirksam, wenn Sie Retrospect beenden und neu starten.

Mit der Schaltfläche „Aktion“ können Sie festlegen, welche Aktionen beim nächsten Backup in dieses Backup-Set mit dem Medium durchgeführt werden. Weitere Informationen zu Backup-Tätigkeiten finden Sie auf Arten von Backups.

  • Mit „Normal“ werden Daten an das aktuelle Backup-Set und das aktuelle Medium angehängt.
  • Mit „Recycling“ wird das Medium gelöscht und kann neu verwendet werden. Außerdem wird der Katalog gelöscht. Dies wird auch als Zurücksetzen des Backup-Sets bezeichnet.
  • Mit „Neues Backup-Set“ wird ein neues Backup-Set erstellt und ein neues Medium angefordert.
  • „Neues Segment“ fordert ein neues Segment an, das dem aktuellen Backup-Set hinzugefügt werden soll. Diese Option ist dann nützlich, wenn das aktuelle Segment (CD/DVD, Band oder Platte) fast voll ist und Sie das Backup unbeaufsichtigt und vollständig ausführen möchten, ohne Medien wechseln zu müssen.
  • „Ausdünnen“ initiiert einen Ausdünnungsvorgang, bei dem Dateien und Ordner eines Platten-Backup-Sets entfernt werden, die gemäß der für das Backup-Set festgelegten Ausdünnungsrichtlinie nicht mehr benötigt werden. Mit Hilfe dieser Option oder eines Ausdünnungs-Skripts können Sie ältere Dateien und Ordner löschen, bevor Retrospect mehr Speicherplatz benötigt, beispielsweise während eines Backups. Weitere Informationen finden Sie unter Ausdünnen mit Skripts.

Mit der Schaltfläche „Kapazität“, die nur für Band-Backup-Sets verfügbar ist, können Sie die von Retrospect geschätzte Band- oder CD/DVD-Kapazität ändern. Die Kapazitätsschätzungen gelten lediglich für die Anzeige. Sie besagen nichts darüber, wie viele Daten Retrospect auf ein Medium kopiert, da so viel Speicherplatz wie möglich genutzt wird. Verwenden Sie die Standardeinstellung (Automatisch), so dass Retrospect die Kapazität ermittelt, es sei denn, der von Retrospect ermittelte Wert liegt immer unter dem tatsächlichen Wert. Zum Anzeigen der tatsächlichen Kapazität klicken Sie auf das Register „Segmente“. Wiederholen Sie diesen Vorgang für einige Ihrer Backup-Sets, deren Bänder voll sind, um einen Eindruck von der Kapazität Ihrer Medien zu bekommen.

Die Ausdünnungsoptionen sind nur für Platten-Backup-Sets verfügbar. Sie können Platten-Backup-Sets so einrichten, dass alte Daten automatisch gelöscht (ausgedünnt) werden, wenn eine Platte voll ist oder den zugewiesenen Speicherplatz nutzt, damit Platz für neue Daten frei wird. Geben Sie die Anzahl von Snapshots an, die pro Quelle mindestens beibehalten werden soll, oder verwenden Sie die Ausdünnungsrichtlinie von Retrospect. Es werden mindestens zwei Snapshots pro Quelle beibehalten. Dabei handelt es sich um die letzten Snapshots der jeweils beiden letzten Tage, an denen eine Quelle gesichert wurde. Wenn auf dem Datenträger ausreichend Platz vorhanden ist, speichert Retrospect pro Quelle jeweils einen Snapshot für die letzten sieben Tage, einen Snapshot für jede Woche des letzten Monats und einen Snapshot für den vorangegangenen Monat. Weitere Informationen finden Sie unter Platten-Backup-Sets ausdünnen.

Beim Ausdünnen werden Dateien und Ordner gelöscht. Diese Dateien und Ordner können nicht wiederhergestellt werden. Stellen Sie daher vor dem Aktivieren der Ausdünnungsfunktion sicher, dass wichtige Dateien und Ordner gesichert sind.

Weitere Informationen zum Festlegen von Ausdünnungsoptionen im Assistenten zum Erstellen eines Backup-Sets finden Sie unter Ausdünnungsoptionen für Platten-Backup-Sets.

Register „Snapshots“

Das Register „Snapshots“ zeigt die aktiven Snapshots in der Backup-Set-Katalogdatei an und enthält allgemeine Informationen zu jedem Snapshot.

  • Wählen Sie einen Snapshot und klicken Sie auf „Eigenschaften“, um das Backup-Set des Snapshots, den Typ, den Namen des Benutzers, das Erstellungsdatum und die -zeit, das Betriebs- und das Dateisystem anzuzeigen.
  • Klicken Sie auf „Hinzufügen“, um ältere Snapshots von den Speichermedien zu laden. Wählen Sie im Fenster „Snapshot laden“ einen Lauf aus und klicken Sie auf „Laden“.
  • Wählen Sie einen Snapshot aus und klicken Sie auf „Entfernen“, um den Snapshot aus der Katalogdatei zu löschen. (Der Snapshot verbleibt auf dem Backup-Medium und kann später geladen werden). Wenn Sie einen Snapshot aus einem Platten-Backup-Set entfernen und die Ausdünnungsfunktion aktiviert ist, löscht Retrospect den ausgewählten Snapshot und die zugehörigen Dateien. (Der Snapshot kann später nicht geladen und die Dateien können nicht mehr wiederhergestellt werden).
  • Wählen Sie einen Snapshot und klicken Sie auf „Durchsuchen“, um die Dateien und Ordner im Backup-Set aufzulisten.

Bei Platten-Backup-Sets mit aktivierter Ausdünnungsoption können Sie einzelne Snapshots manuell löschen und so Plattenplatz zur Verfügung stellen.

Wenn Sie einen Snapshot manuell löschen, werden gemäß der ausgewählten Ausdünnungsrichtlinie auch andere Snapshots im Backup-Set gelöscht. Weitere Informationen zu Ausdünnungsrichtlinien finden Sie unter Register „Optionen“.

So löschen Sie Snapshots manuell:

  1. Klicken Sie in der Retrospect-Navigationsleiste auf „Einstellung>Backup-Sets“.
  2. Wählen Sie ein Platten-Backup-Set mit aktivierter Ausdünnungsfunktion aus.
  3. Im Register „Optionen“ des Backup-Set-Eigenschaftenfensters können Sie prüfen, ob „Ausdünnen“ ausgewählt ist.

  4. Klicken Sie auf das Register „Snapshots“.

    Wenn der zu löschende Snapshot nicht in der entsprechenden Liste angezeigt wird, klicken Sie auf „Hinzufügen“ und laden Sie ihn von der Platte.

  5. Wählen Sie den zu löschenden Snapshot aus und klicken Sie auf „Entfernen“.
  6. Snapshots mit einem Sperrsymbol 368 sind geschützt und können nur dann per Ausdünnung gelöscht werden, wenn die Sperre aufgehoben wird. Gesperrte Snapshots können entfernt werden.

  7. Klicken Sie auf „Entfernen“, um den ausgewählten Snapshot aus der Katalogdatei des Backup-Sets zu entfernen.
  8. Wenn Sie auf „Entfernen“ geklickt haben, löscht Retrospect den Snapshot und die zugehörigen Dateien per Ausdünnung. Klicken Sie auf „Abbrechen“, wenn der Snapshot nicht gelöscht werden soll.

  9. Schließen Sie das Eigenschaftenfenster des Backup-Sets.

    Das Fenster mit den Ausdünnungsoptionen wird angezeigt.

  10. Wenn der ausgewählte Snapshot gesperrt ist, wird das Ausdünnungsfenster nicht angezeigt.

  11. Klicken Sie auf „Jetzt“, um das Backup-Set sofort auszudünnen.

    Wenn Sie das Backup-Set später ausdünnen möchten, klicken Sie auf „Später“. Retrospect dünnt das Backup-Set bei der nächsten Ausdünnungssitzung automatisch aus, die in der für das Backup-Set definierten Ausdünnungsrichtlinie vorgesehen ist.

    Sie können die Sperre für Snapshots aufheben, die in Retrospect vor dem Ausdünnen geschützt werden.

So heben Sie die Sperre für Snapshots auf:

  1. Klicken Sie in der Retrospect-Navigationsleiste auf „Einstellung>Backup-Sets“.
  2. Wählen Sie ein Platten-Backup-Set mit aktivierter Ausdünnungsfunktion aus.
  3. Klicken Sie auf das Register „Snapshots“.
  4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen gesperrten Snapshot 369 und wählen Sie „Entsperren“.
  5. Der ausgewählte Snapshot wird jetzt nicht mehr geschützt und kann per Ausdünnen aus dem Backup-Set gelöscht werden.

    Sie können wichtige Backups auch schützen, indem Sie einzelne Snapshots sperren, so dass sie nicht gelöscht werden können.

So sperren Sie Snapshots:

  1. Klicken Sie in der Retrospect-Navigationsleiste auf „Einstellung>Backup-Sets“.
  2. Wählen Sie ein Platten-Backup-Set mit aktivierter Ausdünnungsfunktion aus.
  3. Klicken Sie auf das Register „Snapshots“.
  4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen Snapshot und wählen Sie „Sperren“.

Der ausgewählte Snapshot ist jetzt gesperrt. Neben seinem Namen wird das Sperrsymbol 370 angezeigt. Dieser Snapshot ist vor dem Ausdünnen geschützt.

Register „Läufe“

Das Register „Läufe“ listet die Archivierungs- und Backup-Läufe des Backup-Sets auf. Zum Anzeigen der während eines Laufes gesicherten Dateien wählen Sie den gewünschten Lauf aus und klicken Sie auf „Durchsuchen“.

Register „Segmente“

Das Register „Segmente“ gibt die Mediensegmente eines Backup-Sets an und ermöglicht die Verwaltung der dazugehörigen Medien.

Dieses Register ist nicht verfügbar für Datei-Backup-Sets.

Wenn ein Segment nicht mehr verfügbar ist (z .B. wenn es verloren gegangen oder beschädigt ist), können Sie es entsprechend kennzeichnen. Retrospect weiß dann, dass die auf diesem Segment gesicherten Dateien nicht mehr verfügbar sind.

  • Wählen Sie bei Band- oder CD/DVD-Backup-Sets das fehlende oder beschädigte Segment aus und klicken Sie auf „Fehlt“.
  • Wählen Sie bei Platten-Backup-Sets das Segment aus, klicken Sie auf „Eigenschaften“ und aktivieren Sie „Dieses Segment ist beschädigt oder fehlt“.

Retrospect kopiert die fehlenden Dateien während des nächsten Backup- oder Archivierungsvorgangs auf ein neues Backup-Set-Segment, um sie zu sichern.

Für Band- und Platten-Backup-Sets enthält das Register „Segmente“ die Schaltfläche „Hinzufügen“, mit der Sie neue Backup-Set-Segmente konfigurieren können. Weitere Informationen finden Sie unter Segmente zu Backup-Sets hinzufügen.

Bei Verwendung eines Platten-Backup-Sets können Sie ein beliebiges Segment auswählen und angeben, dass es übergangen werden soll. In diese Fall sucht Retrospect automatisch nach dem nächsten Segment (bzw. nach einem neuen Segment).

So übergehen Sie ein Segment eines Platten-Backup-Sets:

  1. Wählen Sie das zu übergehende Segment aus und klicken Sie auf „Eigenschaften“.
  2. Aktivieren Sie „Dieses Segment übergehen“.

370

Ist kein Speicherplatz mehr verfügbar (oder treten beim Sichern auf eine Platte Probleme auf), aktiviert Retrospect automatisch dieses Kontrollkästchen. Wenn Sie mehr Speicherplatz auf der Platte bereitstellen (sofern verfügbar) und die Option deaktivieren, versucht Retrospect, das Segment wieder zu verwenden.

Register „Bindung“

Das Register „Bindung“ ist nur für Band-Backup-Sets verfügbar, falls Sie über einen Lizenzcode für Advanced Tape Support verfügen.

Bei Verwendung mehrerer Bandlaufwerke besteht die Möglichkeit, ein Backup-Set an ein bestimmtes Laufwerk zu binden. Wenn Sie beispielsweise ein schnelles und ein langsames Laufwerk haben, können Sie das Backup-Set für Ihre Client-Computer an das langsame und das Backup-Set für den lokalen Server an das schnelle Laufwerk binden. Auf diese Weise sind die Netzwerkgeschwindigkeit und die Laufwerksgeschwindigkeit aufeinander abgestimmt und die Bandgeräte verbringen weniger Zeit mit der Neupositionierung der Köpfe.

Standardmäßig verwendet Retrospect jedes verfügbare Bandlaufwerk.

So binden Sie ein Backup-Set an ein Bandlaufwerk:

  1. Klicken Sie auf „Ausgewählte Bandlaufwerke“.
  2. Wählen Sie ein oder mehrere Bandgeräte.
  3. Um die Bindung aufzuheben, wählen Sie „Jedes Bandlaufwerk“.
  4. Schließen Sie das Eigenschaftenfenster.

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Band-Backup-Sets an Bandlaufwerke binden.

Segmente zu Backup-Sets hinzufügen

Um Zeit zu sparen und zu verhindern, dass unbeaufsichtigte Backups wegen voller Medien angehalten werden, können Sie im Voraus Backup-Set-Segmente für Band- und Platten-Backup-Sets definieren.

Die Vorgehensweise variiert je nach Backup-Set-Typ ein wenig:

Platte zu Backup-Set hinzufügen

Sie können Platten für die Verwendung vorbereiten, indem Sie sie zu einem Backup-Set hinzufügen. Wenn Retrospect ein Skript unbeaufsichtigt ausführt und mehr Speicherplatz benötigt, verwendet es automatisch eine Platte, die zuvor zum Backup-Set hinzugefügt wurde.

So fügen Sie Platten zum Backup-Set hinzu:

  1. Klicken Sie auf „Einstellung>Backup-Sets“.
  2. Wählen Sie ein Platten-Backup-Set aus und klicken Sie auf „Eigenschaften“.
  3. Klicken Sie auf das Register „Segmente“.
  4. Klicken Sie auf „Hinzufügen“.

    371

  5. Suchen die gewünschte Platte aus und klicken Sie auf „OK“.

    372

    Bei Festplatten wird ein Fenster mit Informationen über die hinzuzufügende Festplatte angezeigt, in dem Sie angeben können, wie viel Speicherplatz für das Backup-Set reserviert werden soll.

  6. Klicken Sie auf „Erweitert“, um zusätzliche Optionen festzulegen.
    • Den Ablageort des Ordners für Backup-Daten. Wenn Sie keinen Ablageort angeben, wird der Ordner automatisch im Hauptverzeichnis der Festplatte angelegt.
    • Sie können ein Kennwort für ein Netzwerk-Volume angeben, damit Retrospect sich bei unbeaufsichtigten Backups automatisch anmelden kann.
    • Bei lokalen Volumes, die keine Systemvolumes sind, können Sie Retrospect anweisen, die Platte zu löschen und umzubenennen.
  7. Klicken Sie auf „OK“, um die Platte hinzuzufügen.

Band zu Backup-Set hinzufügen

Sie sollten Bänder vorbereiten, indem Sie sie zu einem Backup-Set hinzufügen. Wenn Retrospect ein Skript unbeaufsichtigt ausführt und mehr Speicherplatz benötigt, verwendet es automatisch ein Band, das zuvor zum Backup-Set hinzugefügt wurde.

So fügen Sie Bänder zum Backup-Set hinzu:

  1. Klicken Sie auf „Einstellung>Backup-Sets“.
  2. Wählen Sie ein Band-Backup-Set aus und klicken Sie auf „Eigenschaften“.
  3. Klicken Sie auf das Register „Segmente“.
  4. Klicken Sie auf „Hinzufügen“.

    373

  5. Wählen Sie das Band aus, das zum Backup-Set hinzugefügt werden soll, und klicken Sie auf „Hinzufügen“.

    Sie können auch in einer Bandbibliothek mehrere Bänder gleichzeitig auswählen.

  6. Retrospect fügt keine Bänder hinzu, die bereits in einem vorhandenen Backup-Set enthalten sind. Es fügt leere und gelöschte Bänder sowie Bänder mit nicht erkanntem Inhalt hinzu.

  7. Klicken Sie auf „Fertig“ und schließen Sie das Eigenschaftenfenster, wenn Sie keine weiteren Segmente hinzufügen möchten.
  8. Sie können Segmente auch im Fenster „Speichergeräte“ zu einem Band-Backup-Set hinzufügen. Siehe Vorbereitung von Bändern.

Verwalten von Skripts

In diesem Abschnitt finden Sie Anweisungen zum Verwalten der von Ihnen erstellten Skripts. Zu den Verwaltungsaufgaben gehören:

Skripts testen

Bevor Sie Retrospect ein Skript unbeaufsichtigt ausführen lassen, sollten Sie testen, ob das Skript funktioniert. Achten Sie außerdem darauf, dass sich das richtige Medium im Backup-Gerät befindet.

So testen Sie ein Skript:

  1. Klicken Sie in der Navigationsleiste auf „Automatisch>Skripts validieren“.

Das Fenster „Skript auswählen“ listet die verfügbaren Skripts auf.

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  1. Wählen Sie das zu prüfende Skript aus und klicken Sie auf „OK“.

    Retrospect überprüft die Skriptdefinition, um sicherzustellen, dass Quelle und Ziel richtig festgelegt sind. Wenn notwendige Informationen für das Skript fehlen, werden Sie darüber informiert. Klicken Sie auf „Bearbeiten“, um das Skript zu ändern.

    Ist das Skript vollständig, wird eine entsprechende Meldung angezeigt.

    375

  2. Die in diesem Fenster aufgeführten Informationen unterscheiden sich je nach Backup-Set-Typ und den im Backup-Gerät befindlichen Medien.
  3. Klicken Sie auf „OK“, um das Fenster zu schließen, oder auf „Medien überprüfen“, damit Retrospect überprüft, ob das gewünschte Backup-Set-Segment verfügbar ist.
  4. Beim Beenden fordert Retrospect Sie automatisch auf, die Medien für das nächste geplante Skript zu prüfen.

Skripteinstellungen ändern

Alle Einstellungen, die Sie beim Erstellen eines Skripts vorgenommen haben, können jederzeit geändert werden. Sie können andere Quellvolumes oder Ziel-Backup-Sets auswählen sowie die Kriterien für die Dateiauswahl, die Optionen und den Zeitplan ändern. Nehmen Sie die Änderungen im Skript-Überblicksfenster vor.

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So ändern Sie die Skripteinstellungen:

  1. Klicken Sie in der Navigationsleiste auf „Automatisch>Skripts verwalten“.
  2. Wählen Sie das zu ändernde Skript aus und klicken Sie auf „Bearbeiten“.
  3. Das Ändern von Skripteinstellungen geschieht auf die gleiche Weise wie das Definieren. Siehe Automatisierte Vorgänge.
  4. Klicken Sie auf das Symbol „Speichern“ in der Symbolleiste, um das Skript zu speichern.

Skript duplizieren, umbenennen oder löschen

Wenn Sie für ein neues Skript ein bereits vorhandenes als Grundlage nehmen möchten, duplizieren Sie das vorhandene Skript und ändern Sie dann die Einstellungen des Duplikats. Sie können Skripts außerdem umbenennen oder löschen.

So duplizieren Sie ein Skript, benennen es um oder löschen es:

  1. Klicken Sie in der Navigationsleiste auf „Automatisch“ und anschließend auf „Skripts verwalten“, um eine Liste der verfügbaren Skripts anzuzeigen.
  2. Wählen Sie das Skript, das Sie duplizieren, umbenennen oder löschen möchten.
  3. Zum Duplizieren des Skripts klicken Sie auf „Duplizieren“ in der Symbolleiste.

    Geben Sie einen neuen Namen für das Skript ein und klicken Sie auf „Neu“.

  4. Zum Umbenennen des Skripts klicken Sie auf „Umbenennen“ in der Symbolleiste.

    Geben Sie einen neuen Namen für das Skript ein und klicken Sie auf „OK“.

  5. Zum Löschen des Skripts klicken Sie auf „Löschen“ in der Symbolleiste.

Klicken Sie zur Bestätigung des Löschvorgangs auf „OK“. Das Skript wird aus der Liste entfernt. Geplante Ausführungstermine werden gelöscht.

Wenn Sie beim Duplizieren oder Löschen von Skripts keine Bestätigungsmeldung erhalten möchten, halten Sie beim Wählen dieser Befehle die Umschalttaste gedrückt.

Geplante Skripts anzeigen

Retrospect zeigt die geplanten Skripts in einer Liste an. So können Sie sehen, welche Skripts geplant sind und wann sie ausgeführt werden sollen. Sie können den Zeitplan für die Ausführung auch ändern, indem Sie geplante Ausführungen löschen oder das Skript bearbeiten und seinen Zeitplan ändern.

Klicken Sie auf „Aktivitätsmonitor > Geplant“, um den Zeitplan für alle geplanten Skripts anzuzeigen.

Zum Anzeigen der geplanten Proactive-Skripts, klicken Sie auf das Register „Proactive“ des Aktivitätsmonitors.

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Im Register „Geplant“ werden das Datum, die Uhrzeit und der Wochentag für die Skript-Ausführung angezeigt. Außerdem werden der Skriptname, die Backup-Aktion und das Ziel angegeben.

Geplanten Ausführungstermin löschen

Um einen geplanten Ausführungstermin sowie alle vorhergehenden Termine dieses Skripts zu löschen, markieren Sie den gewünschten Termin und klicken Sie auf „Löschen“. Klicken Sie zur Bestätigung des Löschvorgangs auf „OK“. Der geplante und alle vorhergehenden Ausführungstermine dieses Skripts werden gelöscht.

Geplante Skripts bearbeiten

Um ein Skript zu bearbeiten, das zu einem in diesem Fenster aufgelisteten Ausführungstermin gehört, wählen Sie den Termin aus und klicken Sie auf „Skript bearbeiten“. Das Skript-Überblicksfenster wird geöffnet und Sie können zum Ändern des Plans auf „Plan“ klicken.

Angaben zum Ändern von Plänen finden Sie unter Skripts planen.

Skript-Ausführung verschieben

Wenn Sie ein Skript für einen bestimmten Zeitraum nicht ausführen möchten, können Sie die geplante Ausführung deaktivieren und angeben, wann sie wieder aktiviert werden soll. Dies ist dann nützlich, wenn Ihr Büro z. B. am Jahresende eine Woche schließt und die Medien im Backup-Gerät nicht gewechselt werden können.

So verschieben Sie die Skript-Ausführung:

  1. Klicken Sie auf „Automatisch>Skripts verwalten“, um die Liste der Skripts anzuzeigen.
  2. Wählen Sie das gewünschte Skript aus und klicken Sie auf „Bearbeiten“.

    Das Skript-Überblicksfenster wird angezeigt.

  3. Klicken Sie auf „Plan“.

    Retrospect führt die zurzeit geplanten Ausführungstermine des Skripts auf.

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  4. Klicken Sie auf das Kontrollkästchen „Geplante Ausführungen verschieben“ unten im Fenster.

    Ein Datums- und ein Zeitfeld werden angezeigt.

    379

  5. Geben Sie das Datum und die Zeit ein, zu der das Skript wieder ausgeführt werden soll. Klicken Sie dann auf „OK“.

    Retrospect ignoriert alle Ausführungstermine, die vor dem Datum liegen.

  6. Wenn im Zeitplanfenster mehrere Zeitpläne angezeigt werden, wird mit dieser Funktion nicht nur der ausgewählte Zeitplan verschoben. Stattdessen werden alle geplanten Ausführungstermine dieses Skripts verschoben.

Retrospect-Voreinstellungen

Ändern Sie die Voreinstellungen, um Retrospect an Ihre Anforderungen anzupassen. Da es sich um globale Einstellungen handelt, wirken sie sich auf alle von Retrospect durchgeführten Vorgänge aus.

Klicken Sie auf „Einstellung“ in der Navigationsleiste und anschließend auf „Voreinstellungen“. Das Voreinstellungsfenster wird angezeigt.

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Im Listenfeld links werden die Kategorien aufgeführt. Die Optionen für die ausgewählte Kategorie erscheinen rechts. Wählen Sie die gewünschten Optionen und klicken Sie auf „OK“, um Ihre Auswahl zu speichern.

Wenn Sie die Standardeinstellung für eine Option ändern, erscheint der Kategoriename in der Auswahlliste in Fettschrift. Um die Optionen auf die Standardeinstellung zurückzusetzen, wählen Sie die gewünschte Kategorie aus und klicken Sie auf „Standard“.

Voreinstellungen „Ausführung“

Mit den Voreinstellungen für die Ausführung werden u. a. die Ausführungseinheiten gesteuert, die Vorschauzeit festgelegt und der Kennwortschutz definiert.

Die Voreinstellungen für die Ausführung sind in vier Kategorien unterteilt:

Allgemeine Voreinstellungen

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Je nachdem, welche Retrospect-Edition und Lizenzen für Zusatzprodukte Sie haben, können Sie: Konfigurationseinstellungen während der Ausführung ändern, mehrere Vorgänge parallel ausführen, Ressourcenkonflikte beheben (einschließlich sequentieller Ausführung bei Konflikten), mehrere Ausführungen über das Proactive Backup-System starten und mehrere Laufwerke einer Bandbibliothek gleichzeitig verwenden. Weitere Informationen finden Sie unter Parallele Ausführung.

Retrospect Desktop unterstützt nicht die gleichzeitige Ausführung mehrerer Vorgänge.

Ausführungseinheiten definiert die maximale Anzahl der Vorgänge, die Retrospect gleichzeitig ausführen kann. Wenn Ihre Retrospect-Edition mehrere Ausführungseinheiten unterstützt, ist diese Option automatisch auf den optimalen Wert eingestellt. Er richtet sich nach dem Arbeitsspeicher des Backup-Computers.

Sofern der Computer über ausreichend Arbeitsspeicher und Backup-Geräte verfügt, unterstützt die Software acht parallele Ausführungen.

Maximale Größe der Ausführungshistorie gibt die maximale Anzahl der Vorgänge an, die im Register „Historie“ des Aktivitätsmonitors gespeichert werden sollen. Um die maximale Größe nicht zu überschreiten, wird jeweils der älteste Eintrag in der Ausführungshistorie gelöscht. Weitere Informationen finden Sie unter Register „Historie“.

Maximale Größe der Ausführungsereignisse gibt die maximale Anzahl der Ereignisse an, die im Register „Ereignisse“ des Aktivitätsmonitors gespeichert werden sollen. Um die maximale Größe nicht zu überschreiten, wird jeweils das älteste Ausführungsereignis gelöscht. Weitere Informationen finden Sie unter Register „Ereignisse“.

Voreinstellungen „Planung“

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Vorschauzeit: n Stunden definiert, wie viele Stunden im Voraus Retrospect nach geplanten Skript-Ausführungen sucht. Hierdurch wird das Ausschalten des Backup-Computers oder eines Macintosh-Clients sowie die Vorgehensweise von Retrospect nach einem unbeaufsichtigten Vorgang beeinflusst. Die Standardeinstellung ist 12 Stunden.

Weitere Informationen finden Sie unter Voreinstellungen „Warnmeldungen“, Optionskategorie „Macintosh-Client“ und Start-Einstellungen.

Plan definiert den Zeitraum, in dem Skripts ausgeführt werden können. Diese Voreinstellung wirkt sich auf alle Skripts außer Proactive Client Backup-Skripts aus. Sie kann aber auch für einzelne Skripts geändert werden. Der Standardzeitraum für die Skriptausführung ist auf 24 Stunden täglich, 7 Tage die Woche festgelegt.

So passen Sie den Zeitplan an:

  1. Klicken Sie auf „Plan“.

    Das Fenster „Wochenplan“ wird angezeigt.

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  2. Um einen Wochentag auszuwählen, klicken Sie darauf. Klicken und ziehen Sie, um aufeinander folgende Wochentage auszuwählen. Verwenden Sie die Umschalt- oder Strg-Taste und klicken oder ziehen Sie, um Tage auszuwählen, ohne die vorherige Auswahl rückgängig zu machen.

    Um die Uhrzeit zu ändern, klicken Sie darauf und geben Sie sie ein oder verwenden Sie den Regler.

  3. Start ist der früheste Zeitpunkt, zu dem geplante Ausführungen beginnen können.
  4. Abschluss ist der Zeitraum (in Stunden und Minuten) vor der Stoppzeit, in dem Retrospect den aktuellen Vorgang abschließen und keinen neuen beginnen soll.
  5. Stopp ist der Zeitpunkt, zu dem Retrospect die Ausführung von Skripts bis zur nächsten Startzeit unbedingt anhalten muss.
  6. Sie können Zeiten auch festlegen, indem Sie die Symbole auf der Stundenleiste ziehen. Versuchen Sie es jedoch zuerst durch Eingeben der Zeiten, damit Sie sehen, wie diese Regler funktionieren.

    Wenn eine Uhrzeit geändert wird, ändert sich die Stundenleiste entsprechend, um die Start-, Abschluss- und Stoppzeit grafisch darzustellen.

    384

    Jeder markierte Tag verfügt über eine verkleinerte Stundenleiste, jedoch nicht über Regler.

    385

    Mit den Schaltflächen „Immer“ und „Nie“ werden die täglichen Ausführungszeiten auf 24 Stunden festgelegt bzw. vollständig deaktiviert.

  7. Klicken Sie anschließend auf „OK“.

Voreinstellungen „Sicherheit“

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Kennwort ermöglicht die Eingabe eines Kennworts, das beim manuellen Starten von Retrospect eingegeben werden muss. Die automatische Skript-Ausführung ist hiervon nicht betroffen. Wenn ein Benutzer das Kennwort dreimal falsch eingibt, wird im Protokoll ein Fehler aufgezeichnet. Standardmäßig ist der Kennwortschutz deaktiviert.

Wenn ein Kennwortschutz hinzugefügt wird, aktiviert Retrospect den Menübefehl „Programm schützen“ im Menü „Datei“. Wählen Sie diesen Menübefehl, damit Retrospect im geschützten, unbeaufsichtigten Modus läuft, so dass die Vorgänge von keinem Benutzer unterbrochen werden können. Klicken Sie mit der Maus oder drücken Sie eine Taste, um das Kennwort einzugeben und damit das Programm zu entsichern.

Mit der Option Retrospect nach 15 Minuten ohne Benutzereingabe sperren können Sie festlegen, dass Retrospect automatisch nach 15 Minuten gesperrt werden soll. Wenn Retrospect gesperrt ist, können Sie es durch die Eingabe des Kennworts wieder entsperren. Sie können diese Einstellung nur dann auswählen, wenn Retrospect durch ein Kennwort geschützt ist.

Kennwort aufheben: Mit dieser Option können Sie das Kennwort eingeben und den Kennwortschutz für Retrospect aufheben. „Kennwort aufheben“ erscheint nur, wenn Retrospect bereits ein Kennwort verwendet.

Retrospect unter ... ausführen legt fest, unter welchem Benutzerkonto Retrospect ausgeführt wird.

Retrospect unter dem angemeldeten Benutzer ausführen legt fest, dass ein Benutzer nur auf die Ressourcen zugreifen kann, für die er Berechtigungen hat. Wenn Sie diese Option aktivieren und Retrospect automatisch zur Ausführung eines Skripts gestartet wird, läuft es unter dem lokalen Systemkonto und hat nur auf die für dieses Konto definierten Ressourcen Zugriff.

Wenn Sie also festlegen, dass Retrospect unter dem angemeldeten Benutzer ausgeführt werden soll, haben Sie möglicherweise keinen Zugriff auf SQL- oder Exchange-Server und Netzwerk-Volumes.

Retrospect immer unter dem angegebenen Benutzer ausführen ermöglicht die Angabe eines Benutzerkontos, unter dem Retrospect sowohl bei einem manuellen als auch bei einem automatischen Start ausgeführt werden soll.

Wenn Sie SQL- oder Exchange-Server sichern möchten oder Zugriff auf Netzwerk-Volumes benötigen, sollten Sie ein Konto mit Administratorrechten auf alle Ressourcen einrichten und dieses hier angeben.

Stellen Sie im Fall von SQL- und Exchange-Servern sicher, dass das Konto über Zugriffsrechte für alle zu sichernden Datenbankserver verfügt. Weitere Informationen hierzu finden Sie in SQL Server Agent und Exchange Server Agent.

Stellen Sie sicher, dass das Konto die erforderlichen Zugriffsrechte für alle Netzwerk-Volumes hat, die Sie als Quelle, Ziel oder Ablageort für Katalogdateien verwenden möchten.

Geben Sie in das Feld „Anmelden bei“ den Namen der Domäne bzw. des lokalen Computers ein.

Retrospect in Terminaldienstesitzung ausführen ermöglicht die Ausführung von Retrospect in einer Terminaldienstesitzung (sofern verfügbar), wenn das Programm automatisch gestartet wird. Siehe Terminaldienste und Remotedesktop.

Start-Einstellungen

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Retrospect Launcher aktivieren registriert die Launcher-Anwendung als Dienst, damit sie stets aktiv ist. Diese Option ermöglicht die Verwendung der unten beschriebenen Voreinstellung für das automatische Starten von Retrospect sowie der unter Voreinstellungen „Warnmeldungen“ und Voreinstellungen „Berichte“ beschriebenen Voreinstellungen.

Retrospect automatisch starten startet Retrospect zur Startzeit des nächsten geplanten Skripts automatisch. Diese Einstellung ist standardmäßig aktiviert.

Wenn „Alle Ausführungen stoppen“ in der Symbolleiste von Retrospect aktiviert ist, ist diese Einstellung deaktiviert. Sie wird wieder aktiviert, wenn die Stoppschaltfläche deaktiviert wird. Weitere Informationen finden Sie unter Stoppschaltfläche.

In Retrospect bleiben, Beenden, Abmelden, Neustart und Herunterfahren legen fest, was geschieht, wenn ein Skript abgeschlossen ist und für die geplante Vorschauzeit keine weiteren Skripts geplant sind. (Siehe Voreinstellungen „Planung“.) Standardmäßig ist für diese Einstellung „Beenden“ ausgewählt.

Symbol in der Taskleiste anzeigen legt fest, ob das Retrospect-Symbol in der Windows-Taskleiste angezeigt werden soll. Diese Option ist standardmäßig aktiviert. Weitere Informationen finden Sie unter Das Taskleistensymbol.

Voreinstellungen für Clients

Die Voreinstellungen für Clients steuern die Erstellung von privaten und öffentlichen Schlüsseln, das automatische Hinzufügen von Clients und die Benutzer-initiierte Wiederherstellung.

Diese Einstellungen sind in Retrospect Desktop nicht verfügbar.

Die Voreinstellungen für Clients sind in zwei Kategorien unterteilt:

Voreinstellungen für das Hinzufügen

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Schlüssel erstellen erstellt private (privkey.dat) und öffentliche Schlüsselzertifikate (pubkey.dat) unter C:\ProgramData\Retrospect\. Mit Hilfe dieser Schlüssel können mehrere Retrospect Clients für Windows gleichzeitig zur Datenbank für Backup-Clients in Retrospect hinzugefügt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Clients hinzufügen.

Clients automatisch hinzufügen bewirkt, dass Retrospect automatisch Retrospect Clients für Windows, die mit dem öffentlichen Zertifikatschlüssel installiert wurden, erkennt und sie zur Datenbank für Backup-Clients hinzufügt. Wählen Sie das Kontrollkästchen aus und legen Sie anschließend fest, in welchen Intervallen (in Tagen oder Stunden) Retrospect nach neuen Clients suchen soll. Wenn Sie Ihre Auswahl mit „OK“ akzeptieren, sucht Retrospect sofort nach neuen Clients und führt dann die nächste Prüfung nach dem angegebenen Zeitraum durch.

Standardmäßig fügt Retrospect die gefundenen Clients zum Ordner „Automatisch hinzugefügte Clients“ im Container für Backup-Clients hinzu. Wenn Sie diese Voreinstellung aktivieren und den Ordner „Automatisch hinzugefügte Clients“ als Quelle für ein Backup mit Skript auswählen, fügt Retrospect neue Clients automatisch zu dem Ordner hinzu und sichert sie, ohne dass der Backup-Administrator eingreifen muss.

Mit dieser Voreinstellung werden nur Clients hinzugefügt, die Retrospect anhand der Multicast- oder Teilnetz-Rundsendungsmethoden erkennt. Weitere Informationen zu diesen Methoden finden Sie unter Zugriffsmethoden.

Voreinstellungen „Medium“

Die Voreinstellungen für Medien legen fest, wie Retrospect mit Speichermedien arbeitet. Dazu gehört u. a. das Anfordern und Löschen von Medien und das Straffen von Bändern.

Die Voreinstellungen für Medien sind in vier Kategorien unterteilt:

Voreinstellung „Löschung“

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Diese Optionen gelten nur für Medien, die Daten enthalten.

Benannte Medien automatisch wiederverwenden bewirkt, dass Retrospect Zielmedien mit demselben Namen automatisch löscht, wenn diese bereits Daten enthalten. Diese Option ist standardmäßig aktiviert.

Wenn Sie beispielsweise ein Recycling-Backup in ein Backup-Set-Segment mit dem Namen „1-Backup-Set A“ durchführen und sich ein Segment dieses Namens im Bandlaufwerk befindet, löscht Retrospect das Band und verwendet es für das Backup (sofern die Voreinstellung aktiviert ist). Retrospect fordert Sie in diesem Fall nicht auf, die Löschung zu bestätigen.

Minimale Bestätigungen vor dem Löschen übergeht die Meldung zur Bestätigung, die normalerweise angezeigt wird, wenn Sie einen Backup-Vorgang ausführen und Retrospect das Medium löschen muss. Diese Einstellung ist standardmäßig deaktiviert.

Beispiel: Sie führen ein normales Backup in ein Backup-Set-Segment mit dem Namen „1-Backup-Set A“ durch und das im Bandlaufwerk befindliche Segment hat einen anderen Namen. Retrospect zeigt das Fenster zur Medien-Anforderung an, in dem Sie das im Bandlaufwerk befindliche Band auswählen können. Wenn „Minimale Bestätigungen vor dem Löschen“ aktiviert ist und Sie das Band wählen und anschließend auf „Weiter“ klicken, löscht Retrospect das Band und verwendet es für das Backup. Ist die Option deaktiviert, fragt Retrospect, ob das Band wirklich gelöscht werden soll.

Voreinstellungen „Behandlung“

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Bänder straffen spult das Band vor und zurück, um die Bandspannung und -ausrichtung auszugleichen. (Dieses Verfahren findet nur bei einigen Laufwerken Anwendung.) Diese Einstellung ist standardmäßig deaktiviert.

Wechselmedien nicht auswerfen verhindert, dass Retrospect Wechselmedien auswirft, wenn andere Medien benötigt werden. Diese Einstellung ist standardmäßig deaktiviert.

Bänder und Discs nach Beenden auswerfen wirft Bandkassetten und CD/DVD-Discs aus, wenn das Programm beendet wird. Diese Einstellung ist standardmäßig deaktiviert.

Wechselmedienverwaltung stoppen bewirkt, dass Retrospect den Wechselmediendienst von Windows beim Prüfen des Kommunikationsbusses auf Geräte automatisch stoppt. Wenn dieser Dienst gestoppt ist (Standardeinstellung), können Sie die Wechselmedienverwaltung nicht für Bandbibliotheken und andere Speichergeräte in Verbindung mit der Backup-Funktion des Betriebssystems verwenden.

Wenn Sie mit Hilfe der Wechselmedienverwaltung andere Geräte als die von Retrospect verwendeten verwalten möchten, deaktivieren Sie diese Voreinstellung und konfigurieren Sie Retrospect und die Wechselmedienverwaltung so, dass Sie beide verwenden können. Siehe Verwendung von Retrospect und der Wechselmedienverwaltung.

Wenn Sie diese Voreinstellung deaktivieren und die Wechselmedienverwaltung nicht konfigurieren, kann es zu Problemen kommen.

Nach fehlerhaftem Schreibvorgang autom. neues Medium verwenden ermöglicht es Retrospect, mit der Sicherung, Archivierung oder Übertragung auf eine Bandbibliothek oder einen Autoloader auch dann fortzufahren, wenn ein Mediumfehler aufgetreten ist. Wenn diese Option aktiviert ist und Retrospect einen Mediumfehler erkennt, sucht es das nächste verfügbare Band und verwendet dieses.

Das Band, das den Fehler verursacht hat, wird im Fenster „Speichergeräte“ von Retrospect mit einem roten Symbol angezeigt.

Voreinstellungen „Anforderung“

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Maximale Wartezeit auf Medien gibt Retrospect an, wie lange es während der Ausführung eines Vorgangs auf Medien warten soll. Wenn die Wartezeit abgelaufen ist, wird die Ausführung angehalten und Retrospect fährt mit dem nächsten geplanten Vorgang fort. Diese Einstellung ist standardmäßig deaktiviert, d. h. die Wartezeit ist unbegrenzt lange.

Immer leeres Medium verwenden ermöglicht Retrospect, jedes leere Band oder jede leere Platte oder CD/DVD zu verwenden, wenn das aktuelle Segment des Backup-Sets nicht verwendet werden kann. Dies gilt auch, wenn dieses Segment nicht voll ist. Retrospect führt ein normales Backup auf das leere Medium durch, d. h. es sichert nur neue und seit dem letzten Backup geänderte Dateien. Das Medium wird als Segment des Ziel-Backup-Sets hinzugefügt.

Standardmäßig ist diese Option deaktiviert und Retrospect zeigt immer eine Medien-Anforderung an, wenn das aktuelle Segment des Backup-Sets nicht verfügbar ist. Weitere Informationen zu einer verwandten Backup-Aktion finden Sie unter Backup auf neues Segment.

Diese Option sollte bei Verwendung von WORM-Bändern nicht aktiviert werden. Da WORM-Bänder nicht gelöscht oder wiederverwendet werden können, sollten Sie sicherstellen, dass jedes Band voll ist, bevor Sie ein neues Band verwenden.

Voreinstellungen „Überprüfung“

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Während Backup-Vorgängen MD5-Prüfsummen generieren ermöglicht die Medienüberprüfung für Backup- und Archivierungsvorgänge und die Offline-Überprüfung von Medien. Weitere Informationen finden Sie unter Überprüfung mit Skripts, Optionskategorie „Backup“ und unter Backup-Set-Medien überprüfen.

  • Deaktivieren Sie diese Voreinstellung nur, wenn Sie während des Backups mit signifikanten Durchsatzproblemen rechnen.

Voreinstellungen „Benachrichtigen“

Die Voreinstellungen für die Benachrichtigung betreffen die Anzeige von Warnmeldungen, die Größe des Protokolls und E-Mail-Benachrichtigungen.

Die Voreinstellungen für die Benachrichtigung sind in drei Kategorien unterteilt:

Voreinstellungen „Warnmeldungen“

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Gültigkeit des nächsten Skripts überprüfen überprüft die Gültigkeit des nächsten Skripts, wenn Sie Retrospect beenden. Informationen zum nächsten geplanten Skript werden automatisch getestet und angezeigt. Diese Einstellung ist standardmäßig aktiviert.

Bei Fehlern und fehlenden Medien benachrichtigen zeigt eine Warnung an, wenn während der automatischen Ausführung eines Skripts Fehler auftreten. Außerdem wird eine Meldung angezeigt, wenn Medien benötigt werden. Diese Einstellung ist standardmäßig aktiviert. Diese Option ist nur dann verfügbar, wenn die Voreinstellung „Retrospect Launcher aktivieren“ (siehe Start-Einstellungen) aktiviert ist.

HP Compaq S.M.A.R.T.-Festplattenfehler melden startet Retrospect und den Backup-Assistenten, wenn ein Fehler mit einer HP Compaq S.M.A.R.T.-Festplatte auftritt. Diese Einstellung ist standardmäßig aktiviert.

Voreinstellungen „Protokoll“

395

Maximale Protokollgröße (MB) legt die Größe des Retrospect-Protokolls auf den Wert fest, den Sie in das entsprechende Feld eingeben. Sie können einen Wert zwischen 1 MB und 100 MB eingeben. Wenn das Protokoll die Grenze erreicht hat, wird der älteste Eintrag im Protokoll gelöscht, damit die Protokollgröße unter der Grenze bleibt. Die Standardgröße ist 10 MB.

Backup-Bericht und Protokoll exportieren erstellt oder aktualisiert eine Backup-Berichtdatei (Backup-Bericht.utx) und eine Protokolldatei (Protokoll.utx) nach jeder Ausführung. Die Dateien werden an dem von Ihnen mit Hilfe der Schaltfläche „Ablageort“ angegebenen Ablageort gespeichert.

Weitere Informationen darüber, wie Sie diese Dateien manuell exportieren, finden Sie unter Backup-Bericht drucken oder exportieren und Protokoll drucken oder exportieren.

Voreinstellungen „E-Mail“

Email win preferences

Fehlermeldungen und Medien-Anforderungen als E-Mails senden ermöglicht Retrospect, nach fehlgeschlagenen Aktionen oder Medien-Anforderungen eine E-Mail an einen oder mehrere Empfänger zu senden.

E-Mails zu erfolgreichen Ereignissen senden ermöglicht Retrospect das Senden einer E-Mail an einen oder mehreren Empfänger nach erfolgreichen Aktionen.

Diese Option ist nur verfügbar, wenn „Fehlermeldungen und Medien-Anforderungen als E-Mails senden“ aktiviert ist.

Wenn E-Mail-Benachrichtigungen aktiviert sind, gibt Retrospect automatisch den Host-Computernamen in das Feld für den Backup-Servernamen ein. Geben Sie bei Bedarf einen anderen Namen ein. Diese Angabe wird im Betreff der E-Mail-Benachrichtigungen verwendet.

Geben Sie die Absenderadresse und die (durch Semikola getrennten) Empfängeradresse(n) in die entsprechenden Felder ein. Geben Sie den DNS-Namen des Mail-Servers (z. B. mail.retrospect.com) in das Feld „Ausgangs-Mail-Server“ ein.

Wenn Ihr Mail-Server SMTP-Authentifizierung erfordert, aktivieren Sie das Kontrollkästchen und geben Sie den Benutzernamen und das Kennwort ein.

Proactive gegenüber anderen Skripts – Während das Proactive Backup intelligent die Prioritäten von Backup-Quellen anpasst, wir ein E-Mail-Bericht pro Backup-Quelle gesendet. Für andere Skripts wird eine einzige E-Mail gesendet, wenn alle Quellen eines Skripts abgeschlossen sind. Macht ein Ereignis jedoch Maßnahmen erforderlich, wie zum Beispiel eine Anforderung von Backup-Medien, wird die E-Mail sofort versandt anstatt am Ende der Ausführung des Skripts.

Verbesserte E-Mail-Berichte – Verbesserte Email-Berichte liefern eine Fülle von Informationen zu jedem Backup. Das Protokoll ist jetzt im E-Mail-Bericht enthalten, um vollständigen Einblick in jedes Backup zu bieten. Mit diesen detaillierten Protokollen können Sie Backups von jedem beliebigen Gerät aus überwachen und E-Mails nach Fehlern oder Warnungen filtern, um Probleme ausfindig zu machen, während sie auftreten. Um die Filterung bei der Nutzung verschiedener E-Mail-Clients zu vereinfachen, ist das Protokoll als Teil des Textkörpers der E-Mail enthalten anstatt als Anhang. Das Format und die Inhalte des Protokolls stimmen mit den in der Benutzeroberfläche von Retrospect angezeigten überein.

Email summaries

Voreinstellungen „Berichte“

397

Benachrichtigung für externe Programme aktivieren: Programme wie EMC Legato NetWorker Management Console (NMC) können eine Verbindung zu Retrospect aufbauen und Retrospect-Ereignisse anzeigen. Dadurch kann ein Backup-Administrator die NetWorker- und Retrospect-Backup-Server von einer einzelnen Konsole aus überwachen.

Retrospect kann externe Programme nur über Ereignisse benachrichtigen, wenn der Retrospect-Launcher-Service aktiviert ist. Siehe Start-Einstellungen.

Weitere Informationen zu Ereignissen finden Sie unter Register „Ereignisse“. Weitere Informationen über die Überwachung und die Verwaltung von Retrospect-Backup-Servern über die NetWorker Management Console finden Sie in der NMC-Dokumentation.

Diese Voreinstellung ist in Retrospect Desktop nicht verfügbar.

Voreinstellungen „Updates“

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In der Standardeinstellung ist die Option Automatisch nach verfügbaren Updates suchen ausgewählt. Wenn diese Option ausgewählt ist, prüft Retrospect in regelmäßigen Abständen, ob kostenlose Updates für Ihre Version von Retrospect verfügbar sind. Wenn Retrospect Updates für Ihre Version der Anwendung findet, wird eine Liste mit den verfügbaren Updates angezeigt. Retrospect-Updates können kostenlos heruntergeladen werden. Sie bieten Unterstützung weiterer Geräte oder beheben Probleme Ihrer aktuellen Retrospect-Version. Unabhängig davon, ob diese Voreinstellung aktiviert ist oder nicht, können Sie auch jederzeit manuell nach Updates suchen, indem Sie im Hilfemenü die Option „Retrospect-Updates“ auswählen. Weitere Informationen finden Sie unter Manuell nach Retrospect-Updates suchen.

Retrospect kann nur dann nach Updates suchen, wenn der Backup-Computer mit dem Internet verbunden ist.

Unter Proxy-Server für die Verbindung zum Internet verwenden können Sie Angaben zum Proxy-Server festlegen. Ein Proxy-Server ist eine Schnittstelle zwischen dem internen Netzwerk und dem Internet. Fragen Sie Ihren Netzwerk-Administrator, wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie einen Proxy-Server verwenden. Wenn Sie einen Proxy-Server für die Verbindung zum Internet verwenden, wählen Sie das Kontrollkästchen aus und geben Sie die Proxy-Server-Informationen und die Portnummer ein, z. B. cache.satchmo.com, Port 8080.

Akustische Signale

Nach der Installation von Retrospect enthält die Windows-Systemsteuerung für akustische Signale auf dem Backup-Computer die Retrospect-Ereignisse „Ton bei Hinweis“ und „Ton bei Vorgangsende“. Sie können den Ereignissen die gewünschten Töne zuweisen.

Verschieben von RetroSpect

Wenn Sie einen anderen Backup-Computer verwenden möchten, müssen Sie nicht nur Retrospect und das Backup-Gerät installieren, sondern auch noch einige Dateien übertragen, damit die Voreinstellungen, Kataloge, Skripts und Pläne intakt bleiben.

So verschieben Sie Retrospect auf einen neuen Backup-Computer:

  1. Installieren Sie Retrospect auf dem neuen Computer.
  2. Kopieren Sie die Katalogdateien (mit den Namenserweiterungen .rbc und .rbf ) von dem alten Backup-Computer auf den neuen.
  3. Das Standardverzeichnis ist ..\Eigene Dateien\Retrospect-Katalogdateien.
  4. Kopieren Sie die Konfigurationsdatei (Config77.dat) von dem alten Backup-Computer auf den neuen.
  5. Die Konfigurationsdatei befindet sich entweder im selben Ordner wie Retrospect oder unter „..\Dokumente und Einstellungen\All Users\Anwendungsdaten\Retrospect“.
  6. Als Nächstes müssen Sie Retrospect (auf dem neuen Backup-Computer) veranlassen, die Katalogdateien zu erkennen.

    Am einfachsten ist es, wenn Sie alle Kataloge im Windows Explorer auswählen und sie auf das Programmsymbol von Retrospect ziehen. Retrospect öffnet für jeden Katalog ein Fenster zur Backup-Set-Konfiguration, wodurch es die Kataloge erkennt.

  7. Wenn Sie den alten und/oder den neuen Backup-Computer sichern möchten, sind zusätzliche Schritte erforderlich:
    • Wenn Sie den neuen Backup-Computer bisher als Client gesichert haben, ist dies nicht mehr nötig, da seine Volumes nun lokal sind. Entfernen Sie den Client-Computer. Fügen Sie den Quellen in jedem Retrospect-Skript, das Client-Volumes vom neuen Computer verwendet hat, die Volumes hinzu, die nun lokal sind.
    • Wenn Sie den alten Backup-Computer weiterhin sichern möchten, müssen Sie auf diesem Computer die Retrospect Client-Software installieren, um mit Hilfe von Retrospect vom neuen Backup-Computer aus auf diese Volumes zuzugreifen. Fügen Sie nach der Installation und der Konfiguration des Client-Computers dessen Volumes zu den Skripts hinzu. Klicken Sie auf „Einstellung>Volumes“ und entfernen Sie die zuvor lokalen Volumes mit „Entfernen“. Beim Entfernen von Volumes werden diese aus der Volume-Datenbank sowie aus allen Skripts gelöscht, die diese Volumes verwenden.

Backup der Kataloge und der Konfigurationsdatei

Zu Ihrer Backup-Strategie sollte auch das Sichern des Backup-Computers gehören. Dies können Sie am einfachsten dadurch erreichen, dass Sie den Computer in Ihre Backup-Skripts aufnehmen. Die wichtigsten Dateien, die gesichert werden sollten, sind die Backup-Konfigurationsdatei von Retrospect (Config77.bak) und die Katalogdateien (.rbc-Dateien).

Zum Sichern dieser Dateien können Sie den Windows Explorer oder Retrospect verwenden. Diese Dateien sollten regelmäßig auf ein anderes Volume, z. B. ein Wechselmedium oder einen Datei-Server, kopiert werden, um die Wiederherstellung im Katastrophenfall zu vereinfachen. Sie können auch in Retrospect ein Skript für die Duplizierung erstellen, das die Dateien automatisch in einen Ordner auf einem anderen Volume kopiert. Wählen Sie die Dateien mit Hilfe des Selektors „Retrospect-Dateien“ aus und erstellen Sie einen Zeitplan, nach dem das Skript täglich nach Abschluss der anderen Backup-Vorgänge ausgeführt wird.

Wenn Sie Ihren Backup-Computer in mehrere Backup-Sets sichern, sind Ihre Kataloge und Ihre Konfiguration für den Katastrophenfall abgesichert. Jedes Backup-Set enthält Backups der Kataloge in allen anderen Backup-Sets. Falls Sie mehrere große Kataloge haben, empfiehlt es sich, sie in einem eigenen Backup-Set zu sichern, damit Sie sie bei Bedarf schneller wiederherstellen können.

Katalog-Backups

Katalogdateien sind eine wichtige Ergänzung zu Backup-Sets. Sie sind derselben Gefahr ausgesetzt wie Ihre Dateien, da sie sich häufig auf derselben Festplatte befinden. Wenn die Katalogdateien beschädigt sind, kann Retrospect so lange keine Dateien wiederherstellen, bis die Kataloge neu aufgebaut wurden. Dies kann ein langwieriger Prozess sein. Sichern Sie aus diesem Grund sowohl Ihre normalen Dateien als auch die Katalogdateien.

Das Standardverzeichnis ist ..\Eigene Dateien\Retrospect-Katalogdateien.

Erstellen Sie ein eigenes Backup-Set für Katalogdateien und sichern Sie sie in regelmäßigen Abständen. Auf diese Weise können Dateien schneller wiederhergestellt werden.

Konfigurations-Backups

Die Retrospect-Konfigurationsdatei enthält die Client-Datenbank, Skripts, Zeitpläne, Voreinstellungen, benutzerdefinierte Selektoren und andere wichtige Informationen. Retrospect verwendet die Konfigurationsdatei Config77.dat in dem Ordner, in dem sich das Retrospect-Programm befindet, oder unter dem Pfad:

..\Dokumente und Einstellungen\All Users\
Anwendungsdaten\Retrospect\

Bei jedem Beenden des Programms speichert Retrospect automatisch eine Sicherungskopie der Datei Config77.dat mit dem Namen Config77.bak. Erstellen Sie regelmäßig ein Backup dieser Datei. Falls Ihre aktive Konfigurationsdatei (Config77.dat) verloren geht oder beschädigt wird, löschen Sie sie gegebenenfalls und starten Sie Retrospect neu. Dabei wird eine neue Config77.dat-Datei anhand der Config77.bak erstellt.

Arbeiten mit Datei-Servern

Retrospect ist kompatibel mit Microsoft Windows Server und Mac OS X-Server. Retrospect kann Dateien von allen Servern sichern, auf die der Backup-Computer via Windows Explorer zugreifen kann.

Retrospect bietet keine Unterstützung für Cluster oder gemeinsame Objekte.

Server sichern zum Verschieben des Inhalts

Wenn Sie einen Server sichern möchten, um den Inhalt beispielsweise auf einen leistungsstärkeren Computer zu verschieben, sollten Sie zwei getrennte überprüfte Backups durchführen. Mit der Option „Gründliche Überprüfung“ (standardmäßig aktiviert) wird die Integrität der Daten gewährleistet. Mit zwei Backups haben Sie noch mehr Sicherheit, falls ein Backup aus irgendeinem Grund nicht funktioniert.

DHCP-Server und WINS-Server-Informationen sichern

Retrospect sichert bestimmte aktive DHCP- und WINS-Serverdateien nicht. Das Betriebssystem kann jedoch eigene Backups erstellen, die Sie wiederum mit Retrospect sichern können.

Der DHCP-Server kopiert seine Dateien stündlich in den Backup-Ordner des DHCP-Ordners. Der WINS-Server erstellt standardmäßig keine Kopien der von ihm benötigten Dateien. Sie können diese Standardeinstellung jedoch ändern.

Wenn Sie einen Windows-Server, auf dem WINS läuft, sichern möchten, führen Sie die folgenden Schritte aus, damit die Dateien in Retrospect-Backups gespeichert werden.

Backup der Konfiguration

Stellen Sie sicher, dass Ihre Backups die Pfade für die DHCP/WINS-Backup-Datenbanken (Backup- und configbk-Ordner) einschließen.

Die Selektoren „Alle Dateien“ und „Systemordner“ stellen sicher, dass die Dateien bei den Backups berücksichtigt werden.

DHCP- und WINS-Datenbanken wiederherstellen

Um die DHCP- und WINS-Datenbanken wiederherzustellen, befolgen Sie die Anweisungen unter Wiederherstellung von einem vollständigen Backup. Nach Abschluss der dort beschriebenen Vorgänge sind die Daten des DHCP- oder WINS-Servers wiederhergestellt.

Microsoft Exchange Server

Retrospect Exchange Server Agent bietet spezielle Unterstützung für das zuverlässige Backup von Microsoft Exchange Servern und -Postfächern. Es handelt sich hierbei um ein Zusatzprodukt, das separat erworben werden muss und für das ein Lizenzcode erforderlich ist.

Der Exchange Server Agent verwendet Microsoft APIs für das einfache und automatische Backup von Microsoft Exchange-Servern, die rund um die Uhr laufen und nicht für Backups angehalten werden können.

Weitere Informationen finden Sie unter Exchange Server Agent.

Microsoft SQL Server

Der Retrospect SQL Server Agent bietet spezielle Unterstützung für das zuverlässige Backup von Microsoft SQL-Servern. Es handelt sich hierbei um ein Zusatzprodukt, das separat erworben werden muss und für das ein Lizenzcode erforderlich ist.

Der Retrospect SQL Server Agent verwendet Microsoft APIs für das einfache und automatische Backup von Microsoft SQL-Servern, die rund um die Uhr laufen und nicht für Backups angehalten werden können.

Weitere Informationen finden Sie unter SQL Server Agent.

Backup von Mac OS File Servern

In diesem Abschnitt wird der Gebrauch von Retrospect zum Sichern von Volumes beschrieben, die mit File Sharing unter Mac OS gemeinsam genutzt werden. Hierbei sind besondere Vorgehensweisen nötig, damit die Zugriffsberechtigungen auch nach der Wiederherstellung eines Volumes weiterhin gültig sind.

Informationen zum Wiederherstellen von Servern finden Sie unter Mac OS File Server wiederherstellen.

Auf Gemeinschaftsvolumes werden Zugriffsberechtigungen verwaltet, die festgelegen, welche Benutzer und Benutzergruppen Dateien und Ordner anzeigen und ändern dürfen. Diese Zugriffsrechte sind nur dann aktiv, wenn der Server läuft und das Volume gemeinsam genutzt wird.

Um die Zugriffsberechtigungen für einen Server beizubehalten, muss während des Backups File Sharing aktiviert sein. Bei einer nachfolgenden Wiederherstellung ordnet Retrospect den Benutzern und Benutzergruppen, die während des Backups aktiv waren, dieselben Zugriffsrechte zu. Ansonsten gehen alle Zugriffsrechte für die wiederhergestellten Ordner auf den Volume-Eigentümer oder Server-Verwalter über.

Mit offenen Dateien arbeiten

Mit Open File Backup können Sie Dateien sichern, duplizieren und archivieren, selbst wenn sie gerade verwendet werden. Open File Backup kann Multi-Volume-Datasets schützen. Es ermöglicht das Kopieren offener Dateien über mehrere Volumes hinweg.

Voraussetzungen für Open File Backup

  • Retrospect Single Server (Disk-to-Disk), Single Server oder Multi Server
  • Lizenzcode für Open File Backup. Open File Backup muss separat erworben werden. Klicken Sie auf „Einstellung>Lizenzen“, um Ihre aktuellen Lizenzen anzuzeigen oder neue zu erwerben.
  • Das Backup von offenen Dateien auf Windows-Computern ist nur möglich, wenn Sie über ein NTFS-Volume verfügen.
  • Wenn das zu sichernde Volume ein Client ist, muss es Retrospect Client 6.0 oder höher verwenden.
  • Bei Verwendung von Retrospect Desktop ist auch Open File Backup verfügbar, sofern Sie einen Backup-Computer mit Windows XP und einem NTFS-Volume einsetzen. In diesem Fall benötigen Sie keinen Lizenzcode für Open File Backup.

Optionen

Retrospect enthält eine Reihe von spezifischen Optionen für Open File Backup. Weitere Informationen finden Sie unter Optionen für offene Dateien (Windows).

Backup von SQL- und Exchange-Servern

Zwar können SQL- und Exchange-Server auch mit Open File Backup gesichert werden, Retrospect SQL Server Agent und Retrospect Exchange Server Agent wurden jedoch speziell für das zuverlässige Backup dieser Server entwickelt. Retrospect, Inc. empfiehlt daher die Verwendung dieser Agenten für das Backup von SQL- und Exchange-Servern.

Weitere Informationen hierzu finden Sie in SQL Server Agent und Exchange Server Agent.

Tipps für Open File Backup

Wenn Sie Open File Backup verwenden möchten, sollten Sie unbedingt die folgenden Tipps beachten.

Testen Sie Open File Backup ausgiebig, bevor Sie es auf einem Produktionssystem einsetzen. Jede Umgebung ist einzigartig und es muss sichergestellt werden, dass die Daten vollständig und korrekt gesichert werden. Führen Sie ein vollständiges Backup und eine Wiederherstellung von Volumes mit offenen Dateien durch. Prüfen Sie die Datenintegrität und Funktionalität der Anwendungen auf dem wiederhergestellten Volume.

Optimieren Sie Ihre Umgebung, den Backup-Plan und die Optionen für offene Dateien, um die Platteninaktivität zu maximieren. Damit Open File Backup offene Dateien korrekt kopieren kann, muss der Datenträger des Quellvolumes eine Zeit lang inaktiv sein (Schwellenwert für die Platteninaktivität).

So vermeiden Sie Fehlermeldungen:

  • Planen Sie Skripts, die Open File Backup verwenden, außerhalb der Hauptgeschäftszeiten.
  • Testen Sie verschiedene Einstellungen für den Schwellenwert der Platteninaktivität und das Wiederholungszeitlimit, um die optimalen Werte zu ermitteln. Ein geringer Schwellenwert für die Platteninaktivität wird schneller erreicht, erhöht aber gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit von Dateninkonsistenzen. Ein höherer Schwellenwert wird nicht so schnell erreicht und reduziert dafür die Wahrscheinlichkeit von Dateninkonsistenzen.
  • Während Open File Backup läuft, deaktivieren oder beenden Sie Anwendungen auf der Festplatte des Quellvolumes, die die Datenträgeraktivität erhöhen könnten, wie z. B. Antivirus-Software, Defragmentierungssoftware usw.
  • Wenn der Open File Backup-Vorgang mehrere Volumes umfasst, sich aber keine der offenen Dateien über mehrere Volumes erstreckt, stellen Sie sicher, dass die Option „Schützen von Multi-Volume-Datasets“ deaktiviert ist.
  • Bei Verwendung anderer Anwendungen, die das Backup offener Dateien unterstützen, können Probleme mit Open File Backup von Retrospect auftreten.

Wie Sie am besten vorgehen

Retrospect empfiehlt, dass Sie vor dem ersten Backup mit Open File Backup alle Anwendungen schließen und anschließend alle Unternehmensserver sichern. Dies ist eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme, die Sie vor dem ersten Backup durchführen sollten, obwohl Open File Backup auch aktive Server sichern kann. Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie nachfolgende Backups von Unternehmensservern so planen, dass sie außerhalb der Hauptgeschäftszeiten durchgeführt werden.

Verzögerungen vor dem Kopiervorgang

Bei Verwendung von Open File Backup kann es zu Verzögerungen zwischen der Anforderung eines Backups und dem Beginn des Kopiervorgangs kommen. Während dieser Zeit wartet Retrospect darauf, dass die zu sichernde Platte den Inaktivitätsschwellenwert erreicht. Die Wartezeit für die Platteninaktivität beginnt mit der Anforderung eines Open File Backup und endet mit Ablauf des Wiederholungszeitlimits. Die Verzögerung bis zum Start des Kopiervorgangs entspricht somit maximal dem Wert für das Wiederholungszeitlimit (standardmäßig 10 Minuten). Weitere Informationen zur Angabe des Schwellenwerts für die Platteninaktivität und des Wiederholungszeitlimits finden Sie im Retrospect-Benutzerhandbuch.

Mehrere Volumes

Wenn der Open File Backup-Vorgang mehrere Volumes umfasst, sich aber keine der offenen Dateien über mehrere Volumes erstreckt, stellen Sie sicher, dass die Option 'Schützen von Multi-Volume-Datasets' deaktiviert ist, um optimale Leistung zu gewährleisten.

Administratorrechte

Wenn Sie am Backup-Computer angemeldet sind und Retrospect manuell starten oder Retrospect mit Retrospect Launcher für unbeaufsichtigte Backups automatisch gestartet wird, müssen Sie mit Administratorrechten angemeldet sein, um Open File Backup für das Backup des lokalen Computers verwenden zu können.

Windows-Fehlermeldungen

Open File Backup benötigt freien Speicherplatz auf der zu sichernden Platte. Ist nicht genug Speicherplatz vorhanden, zeigt Windows Fehlermeldungen an, wie z. B. "Die Dateisystemstruktur auf dem Datenträger ist beschädigt und unbrauchbar" oder "Datenverlust beim Schreiben". Enthält die Fehlermeldung das Wort "Snapshot", konnte Open File Backup das gewünschte Volume nicht sichern.

In diesen Fällen sind weder Daten verloren gegangen noch ist die Platte beschädigt, sondern das Open File Backup konnte nicht beendet werden. Schaffen Sie mehr Speicherplatz auf der zu sichernden Platte und starten Sie den Computer neu, um das Problem zu beheben. Ohne Neustart können nachfolgende Open File Backups ebenfalls fehlschlagen.

Antiviren-Software

Retrospect empfiehlt, dass Sie während der Ausführung von Open File Backup keine Virenprüfungen durchführen. Sie können Antiviren-Software installieren und aktivieren. Nur während des Backups sollten keine Prüfungen gestartet werden.

Fehler beim Sichern offener verschlüsselter Dateien

Beim Versuch, geöffnete verschlüsselte Dateien mit Hilfe von Open File Backup auf einem Windows-Computer zu sichern, tritt unter Umständen der Fehler -1102 auf. Schließen Sie die Dateien und sichern Sie erneut.

Terminaldienste und Remotedesktop

Mit den Terminaldiensten von Microsoft können Benutzer eine Anwendung auf einem Remote-Server steuern, indem sie nur
Tastatur-, Maus- oder Anzeigedaten über das Netzwerk senden. Jeder Terminaldienstebenutzer stellt eine Verbindung zum Server her, d. h. jeder Benutzer arbeitet in einer eigenen Sitzung, die unabhängig von anderen Benutzersitzungen vom Server verwaltet wird. Im Folgenden ist beschrieben, wie Sie Retrospect mit Terminaldiensten verwalten können, wenn es auf einem Remote-Server ausgeführt wird.

Verbindung zum Server herstellen und Server konfigurieren

Der Windows-Server muss richtig konfiguriert sein, damit Retrospect unter dem richtigen Benutzer ausgeführt werden kann.

So stellen Sie über Remotedesktop (den Terminaldienste-Client) eine Verbindung zu einem Windows-Server her:

  1. Klicken Sie auf „Start“, wählen Sie „Programme“, „Zubehör“, „Kommunikation“ und klicken Sie dann auf „Remotedesktopverbindung“.
  2. Geben Sie die IP-Adresse des Servers ein und klicken Sie auf „Verbinden“.

So stellen Sie über einen Web-Browser eine Verbindung zu einem auf Windows Storage Server 2003 basierten Server her:

  1. Starten Sie Internet Explorer.
  2. Geben Sie die IP-Adresse des Servers mit der Erweiterung „:8098“ ein, um eine Verbindung zu diesem Server herzustellen.

    Beispiel: https://192.168.1.1:8098

  3. Klicken Sie auf das Register „Wartung“.
  4. Klicken Sie auf das Remotedesktopsymbol.

Benutzerkonto für Retrospect erstellen oder ändern

Sie können ein separates Backup-Administratorkonto auf dem Server einrichten und diesem Administratorrechte zuweisen.

So erstellen Sie ein Backup-Administratorkonto mit Administratorrechten:

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf „Arbeitsplatz“ und wählen Sie „Verwalten“.
  2. Erweitern Sie unter „Computerverwaltung“ den Knoten „Lokale Benutzer und Gruppen“ und wählen Sie „Benutzer“.
  3. Wählen Sie im Menü „Aktion“ die Option „Neuer Benutzer“.
  4. Nehmen Sie unter „Benutzername“ und „Vollständiger Name“ den Eintrag „Backup-Verwalter“ vor.
  5. Legen Sie ein sicheres Kennwort fest.
  6. Deaktivieren Sie „Benutzer muss Kennwort bei der nächsten Anmeldung ändern“.
  7. Aktivieren Sie „Kennwort läuft nie ab“.
  8. Klicken Sie auf „Erstellen“.
  9. Doppelklicken Sie auf den neu erstellten Benutzer, um seine Eigenschaften anzuzeigen.
  10. Klicken Sie auf „Mitgliedschaft“.
  11. Klicken Sie auf „Hinzufügen“.
  12. Geben Sie in das Feld „Geben Sie die zu verwendenden Objektnamen ein“ „Administratoren“ ein und klicken Sie auf „Namen überprüfen“.
  13. Klicken Sie auf „Sitzungen“.
  14. Stellen Sie sicher, dass für „Getrennte Sitzung beenden“ die Option „Nie“ ausgewählt ist.
  15. Klicken Sie im Fenster „Eigenschaften“ auf „Übernehmen“ und anschließend auf „OK“.
  16. Wenn Sie für Backups Ihr Administratorkonto verwenden möchten, müssen Sie die oben beschriebenen Einstellungen für das Konto vornehmen.

Schließen Sie nach der Erstellung des Backup-Administratorkontos das Remote-Fenster, um die aktuelle Sitzung zu trennen, oder melden Sie sich beim aktuellen Konto ab. Melden Sie sich dann beim Backup-Administratorkonto an, um die Eigenschaften für Terminaldienste-Verbindungen festzulegen.

So richten Sie die Eigenschaften für Terminaldienste-Verbindungen ein:

  1. Öffnen Sie in der Systemsteuerung den Ordner „Verwaltung“.
  2. Wählen Sie „Terminaldienstekonfiguration“ in der Systemsteuerung.
  3. Markieren Sie „Verbindungen“ in der Navigationsleiste, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf „RDP-TCP“ und wählen Sie „Eigenschaften“.
  4. Klicken Sie auf „Sitzungen“.
  5. Stellen Sie sicher, dass die Option „Benutzereinstellungen überschreiben“ deaktiviert ist.
  6. Klicken Sie auf „Übernehmen“ und anschließend auf „OK“.

Retrospect auf dem Remote-Server installieren und konfigurieren

Führen Sie zur Installation und Konfiguration von Retrospect für die Remote-Nutzung über die Terminaldienste die nachfolgend beschriebenen Schritte aus. Retrospect muss immer unter demselben Konto (in der Regel das oben beschriebene Backup-Administratorkonto) ausgeführt werden, damit Sie remote darauf zugreifen können. Damit Retrospect immer unter diesem Konto gestartet wird, müssen Sie die Sicherheitseinstellungen von Retrospect ändern.

So installieren Sie Retrospect:

  1. Stellen Sie mit den Terminaldiensten oder mit Remotedesktop eine Verbindung zum Server her.
  2. Kopieren Sie das Retrospect-Installationsprogramm auf den Server.
  3. Installieren Sie Retrospect.

So richten Sie Retrospect ein:

  1. Stellen Sie mit den Terminaldiensten oder mit Remotedesktop eine Verbindung zum Server her.
  2. Melden Sie sich bei dem Konto an, unter dem Retrospect ausgeführt werden soll.
  3. Starten Sie Retrospect.

    Beim ersten Starten von Retrospect wird der Einführungsassistent angezeigt.

  4. Aktivieren Sie im Benutzerkonto-Fenster die Option „Retrospect immer unter dem angegebenen Benutzer ausführen“ und geben Sie den Benutzer, ein Kennwort und die Domäne an.
  5. Ein Benutzer muss über Administratorrechte für alle Netzwerkressourcen und SQL/Exchange-Server verfügen, auf die er zugreifen möchte.
  6. Klicken Sie auf „OK“.
  7. Klicken Sie auf „Ja“, um Retrospect in einer Terminaldienstesitzung auszuführen.
  8. Schließen Sie den Einführungsassistenten.
  9. Klicken Sie auf „Jetzt neu starten“. Retrospect wird geschlossen und neu gestartet.
  10. Sie können die Anmelde- und Terminaldiensteeinstellungen für Retrospect später ändern. Dazu müssen Sie in der Navigationsleiste von Retrospect auf „Einstellung>Voreinstellungen“ und anschließend auf „Sicherheit“ klicken. Siehe Voreinstellungen „Sicherheit“.

Beenden von Retrospect verhindern

Wenn Sie sich bei einer Terminaldienstesitzung abmelden, werden alle laufenden Anwendungen einschließlich Retrospect geschlossen. Um zu verhindern, dass Retrospect beendet wird, verwenden Sie zum Abmelden von den Terminaldiensten nicht die Abmeldeoption im Startmenü. Schließen Sie stattdessen das Terminaldienstefenster.

Auf diese Weise wird die Terminaldienstesitzung getrennt, bleibt aber aktiv. Retrospect wird nicht beendet. Wenn Sie das nächste Mal über die Terminaldienste eine Verbindung zum Remote-Server herstellen, wird Retrospect also noch ausgeführt.