Arbeiten mit Clients, Servern und Netzwerkfreigaben

Dieses Kapitel enthält Anweisungen zur Konfiguration und Verwaltung der Retrospect Client-Software, mit der Sie vom Backup-Server auf Retrospect-Client-Computer im Netzwerk zugreifen können. Außerdem werden die für Retrospect-Clients verfügbaren Optionen und Steuerelemente beschrieben. Darüber hinaus erfahren Sie, wie Sie in Retrospect weitere vernetzte Ressourcen wie Server und Netzwerkfreigaben zu Backup-Zwecken hinzufügen. Im letzten Teil schließlich finden Sie Tipps zur optimalen Einrichtung von Netzwerk-Backups.

Übersicht über Netzwerk-Backups

In Retrospect können Sie einen oder mehrere Retrospect-Server-Computer mit angeschlossenen Speichergeräten zur Sicherung vernetzter, mit Retrospect Client-Software ausgestatteter Macintosh-, Windows- und Linux-Computer verwenden. Darüber hinaus gibt es zwei Möglichkeiten zur Sicherung vernetzter Server, z. B. Computer mit Mac OS X Server, Windows Server oder NAS-Geräte, auf die später in diesem Kapitel näher eingegangen wird. Wenn Sie über mehrere Retrospect-Server verfügen, können Sie sämtliche Server bequem von einer einzelnen Installation der Retrospect-Konsole aus verwalten.

Zum Erstellen von Client-Backups müssen Sie zuerst die Retrospect Client-Software auf sämtlichen Client-Computern installieren. Anschließend fügen Sie diese Clients mit der Retrospect-Konsole der Liste der Quellen für den Retrospect-Server hinzu. Nach der Konfiguration der Clients können Sie Skripte erstellen und planen und dabei Client-Volumes als Quellen verwenden, als wären diese Volumes direkt mit dem Retrospect-Server verbunden.

Client-Lizenzen

Die Anzahl der Clients, mit der Retrospect arbeiten kann, richtet sich nach der Anzahl der von Ihnen erworbenen Lizenzen. Zur Unterstützung weiterer Clients können Sie weitere Lizenzen hinzufügen.

Im License Manager von Retrospect können Sie alle Client-Lizenzen mithilfe der von Ihnen eingegeben Lizenzcodes verfolgen. Client-Lizenzcodes liegen den meisten Retrospect-Produkten für Macintosh bei und sind auch separat in Retrospect Client Packs erhältlich.

Wählen Sie zum Anzeigen der aktuellen Lizenzen Retrospect > Einstellungen, und klicken Sie auf die Registerkarte Lizenzen. Enthält die Liste auf der linken Seite mehrere Server, klicken Sie auf den Server, dessen Lizenzen Sie anzeigen möchten. In der Liste auf der rechten Seite werden die von Ihnen hinzugefügten Lizenzen aufgeführt, einschließlich der Client-Lizenzen. In der Spalte Verwendet wird angegeben, wie viele Lizenzen in Gebrauch sind.

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Tipp: Lizenzen gelten jeweils für einen bestimmten Retrospect-Server. Wenn Sie mehrere Server haben, werden auf jedem Server unterschiedliche Lizenzsätze ausgeführt. Wenn beispielsweise nur einer der Retrospect-Server mit einer Bandbibliothek verbunden ist, benötigen Sie nur für diesen Server die Lizenz Advanced Tape Support.

Zum Hinzufügen einer Client-Lizenz klicken Sie unter der Lizenzliste auf die Schaltfläche mit dem Plussymbol (+) und geben in dem daraufhin angezeigten Dialogfeld den neuen Lizenzcode ein. Wenn Sie weitere Client-Lizenzen erwerben möchten, klicken Sie unter der Liste auf die Schaltfläche Kaufen.

Arbeiten mit Retrospect-Clients

Installieren von Retrospect-Clients

Informationen zur Installation der Retrospect Client-Software auf einem Macintosh-, Windows- oder Linux-Computer erhalten Sie in Kapitel 1. Bitte schlagen Sie dort nach.

Arbeiten mit Firewalls

Für Backups von Netzwerk-Clients ist in Retrospect ein gewisser Netzwerkzugriff erforderlich, der bei den meisten Firewalls nicht standardmäßig aktiviert ist.

In Retrospect wird sowohl für die TCP- als auch für die UDP-Kommunikation Port 497 verwendet. Damit die Retrospect-Clients gefunden werden und der Zugriff darauf möglich ist, muss die Firewall auf allen Retrospect-Clients und auf dem Retrospect-Backup-Server so konfiguriert sein, dass die Kommunikation sowohl bei TCP als auch bei UDP über Port 497 erfolgen kann.

Auf einem Macintosh werden die Firewall-Einstellungen für Mac OS X mit Systemeinstellungen > Sicherheit > Firewall festgelegt.

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Die Standardeinstellung für die Firewall ist „Alle eingehenden Verbindungen erlauben“. Wenn diese Einstellung bei der Installation des Retrospect-Clients aktiviert ist, ist die Kommunikation zwischen Retrospect und dem Client jederzeit möglich.

Warnung: Wenn die Firewall bei der Installation der Retrospect-Client-Software auf die Option Nur notwendige Dienste erlauben eingestellt ist bzw. darauf eingestellt wird, nachdem der Client installiert und den Retrospect-Quellen hinzugefügt wurde, ist keine Kommunikation zwischen Retrospect und dem Client möglich.

Bei der Einstellung Zugriff für bestimmte Dienste und Programme festlegen werden die erforderlichen Ports vom Installationsprogramm der Retrospect Client-Software und von der Firewall gemeinsam geöffnet, um die Kommunikation zwischen Retrospect und dem Client zu ermöglichen.

Bei Verwendung der Firewall für Windows XP SP2 (oder höher, einschließlich Windows Vista und Windows 7) unter Windows werden diese Ports automatisch von Retrospect geöffnet, sofern die Firewall bei der Installation von Retrospect aktiviert ist. Anderenfalls müssen Sie die Ports manuell öffnen. Weitere Informationen zur Aktivierung von Firewall-Ausnahmen erhalten Sie in der Windows-Dokumentation.

Client-Sicherheit

Mit Retrospect können Sie für Retrospect-Clients stark verschlüsselte Zertifikatsdateien für den privaten und öffentlichen Schlüssel erstellen. Diese Zertifikate können dann zur automatischen Anmeldung der Clients beim Server verwendet werden. Dies ist die empfohlene Methode. Sie können aber auch für jeden Retrospect-Client ein individuelles Kennwort eingeben. Wenn Sie sich für individuelle Kennwörter entscheiden, werden Sie bei der Installation der Retrospect Client-Software zur Eingabe dieser Kennwörter aufgefordert.

Einsetzen einer Authentifizierung mit öffentlichem/privatem Schlüssel bei Retrospect-Clients

Über öffentliche/private Schlüssel – also anhand von zueinander passenden Verschlüsselungspaaren – können Retrospect-Clients, auf denen Mac OS X 10.4 oder höher ausgeführt wird, automatisch bei einem Retrospect-Server angemeldet werden. Führen Sie zur Verwendung dieser Funktion die unten aufgeführten Schritte aus.

  1. Starten Sie die Retrospect-Anwendung, und wählen Sie Retrospect > Einstellungen > Clients.
  2. Klicken Sie auf Schlüssel erstellen..., geben Sie ein Kennwort mit mindestens acht Zeichen ein, und klicken Sie dann auf Erstellen. Je nach Leistungsfähigkeit des Computers kann es eine Minute oder länger dauern, die Schlüssel in Retrospect zu generieren.
  3. Wenn Clients mit dem passenden öffentlichen Schlüssel automatisch bei Retrospect angemeldet werden sollen, aktivieren Sie die Option Clients automatisch hinzufügen. Dies wird empfohlen. Der Retrospect-Server überprüft dann regelmäßig das Netzwerk auf neue Clients mit dem passenden öffentlichen Schlüssel und fügt diese automatisch der Liste Quellen von Retrospect hinzu. Derartige Clients werden mit einem entsprechenden Tag als automatisch hinzugefügte Clients markiert. Dies bietet einerseits die Möglichkeit, automatisch hinzugefügte Clients in Retrospect leicht zu ermitteln, und ermöglicht andererseits die Erstellung eines Skripts für automatische Backups derart markierter Clients. (Weitere Informationen zu Tags erhalten Sie in Kapitel 3.)
  4. Öffnen Sie im Festplatten-Image oder auf der CD mit dem Retrospect-Installationsprogramm den Ordner mit den Client-Installationsprogrammen, und kopieren Sie den Ordner mit dem Installationsprogramm für den Mac-Client auf die Festplatte.
  5. Suchen Sie über den Finder die Datei „pubkey.dat“ im Ordner /Library/Application Support/Retrospect/, und kopieren Sie diese Datei in den Ordner „public_key“. Dieser befindet sich im Ordner mit dem Installationsprogramm für den Mac-Client auf der Festplatte.
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  7. Verteilen bzw. kopieren Sie den Ordner „public_key“, der die Datei „pubkey.dat“ enthält, zusammen mit dem Installationsprogramm für Retrospect Client. Wenn sich der Ordner „public_key“ zum Zeitpunkt der Ausführung des Client-Installationsprogramms auf derselben Ebene befindet wie das Installationsprogramm, werden die relevanten Verschlüsselungsschlüssel (pubkey.dat, pubkey1.dat, pubkey2.dat, ..., pubkey9.dat) auf jedem Client installiert.
  8. Nach der Installation der Retrospect Client-Software auf jedem Computer ist die Anmeldung beim Retrospect-Server möglich (bei Aktivierung der entsprechenden Option ggf. automatisch).

Netzwerkschnittstellen

Wenn der Backup-Computer mehrere Netzwerkschnittstellen hat, wechseln die Retrospect-Anwendung und die Retrospect Client-Software automatisch zur nächsten verfügbaren Schnittstelle, falls die primäre Schnittstelle nicht verfügbar ist.

In Mac OS X können Sie mit der Systemeinstellung „Netzwerk“ angeben, in welcher Reihenfolge die verschiedenen Netzwerkschnittstellen beim Herstellen der Verbindung mit einem Netzwerk ausprobiert werden sollen.

Weitere Informationen zum Konfigurieren von Netzwerkschnittstellen erhalten Sie im Abschnitt „Erweiterte Netzwerkfunktionen“ weiter unten in diesem Kapitel.

Hinzufügen von Retrospect-Clients zu Quellen

Nachdem Sie die Retrospect Client-Software auf den Computern im Netzwerk installiert haben, die durch Backups gesichert werden sollen, müssen Sie diese Clients den Quellen in Retrospect hinzufügen. Clients können Mac-, Windows- oder Linux-Computer sein.

Zum Hinzufügen von Netzwerk-Clients fügen Sie die folgenden Schritte aus:

  1. Klicken Sie in der Seitenleiste der Retrospect-Konsole auf Quellen. Wenn Sie zum ersten Mal Clients hinzufügen, werden in der Liste Quellen nur die lokalen Festplatten auf dem Retrospect-Server angezeigt. Diese lokalen Festplatten sind häufig das Endziel für Backups.
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  3. Klicken Sie in der Listenansicht-Symbolleiste auf die Schaltfläche Hinzufügen. Das Dialogfeld Quelle wird angezeigt.
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  5. Falls es mehrere Netzwerkschnittstellen gibt, wählen Sie im Einblendmenü Quellen von der Schnittstelle die gewünschte Schnittstelle aus. Retrospect durchsucht das Netzwerk nach aktiven Clients; die gefundenen Clients werden in der Liste Quellen angezeigt. Wenn die Authentifizierung mit öffentlichem/privatem Schlüssel für Retrospect und die Retrospect-Client-Computer aktiviert ist und Clients automatisch hinzugefügt werden, werden die entsprechenden Schritte von Retrospect ausgeführt, ohne dass Sie zu einer Kennworteingabe aufgefordert werden. Gehen Sie zu Schritt 6.
  6. Wählen Sie in der Liste einen Client durch Klicken aus. Wenn Sie mehrere Clients auswählen möchten, denen Sie dasselbe Kennwort zugewiesen haben, können Sie bei gedrückter Befehlstaste auf die einzelnen Clients in der Liste klicken oder zum Auswählen einer zusammenhängenden Gruppe zunächst auf einen Client klicken und dann bei gedrückter Umschalttaste auf einen anderen.
  7. Klicken Sie auf Hinzufügen. Wenn Sie die Authentifizierung mit öffentlichem/privatem Schlüssel nicht verwenden, werden Sie von Retrospect zur Eingabe des Kennworts für den Client aufgefordert. Geben Sie das Kennwort ein, und klicken Sie auf OK. Falls Sie weitere Clients hinzufügen möchten, wiederholen Sie den Vorgang für jeden Client. Die Clients werden von Retrospect hinter dem Dialogfeld Quelle in die Liste Quellen eingefügt. Klicken Sie, nachdem Sie alle gewünschten Clients hinzugefügt haben, auf Fertig, um das Dialogfeld Quelle auszublenden.
  8. (Optional) Mitunter werden verfügbare Clients nicht automatisch im Dialogfeld Quelle angezeigt. Der Grund dafür ist möglicherweise, dass sich diese Clients außerhalb des lokalen Subnetzes befinden. Durch Klicken auf die Schaltfläche Quelle direkt hinzufügen unten im Dialogfeld Quelle können Sie diese Clients manuell hinzufügen. In Retrospect wird ein Dialogfeld eingeblendet, in das Sie die IP-Adresse (bzw. die DNS-Adresse oder den Computernamen) und das Kennwort für den Client eingeben müssen. Geben Sie die erforderlichen Daten ein, und klicken Sie dann auf die Schaltfläche Hinzufügen im Dialogfeld. Wenn die Verbindung von Retrospect zum Client erfolgreich aufgebaut wurde, sehen Sie ein grünes Symbol, und der Client wird in die Liste Quellen eingefügt. Klicken Sie auf Fertig, um das Dialogfeld Quelle direkt hinzufügen auszublenden, und klicken Sie dann erneut auf Fertig, um das Dialogfeld Quelle zu schließen.
  9. Nachdem Sie Clients hinzugefügt haben, werden diese – anfangs als Symbole mit den Namen der Client-Computer – in der Liste Quellen angezeigt. Durch Klicken auf das Dreieck neben einem Computernamen können Sie alle mit diesem Computer verbundenen Laufwerks-Volumes einblenden.
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Testen der Client-Konnektivität

Für das Backup eines Retrospect-Client-Computers muss Retrospect eine Verbindung zwischen dem Retrospect-Server und dem Client aufrechterhalten. In Retrospect stehen drei Möglichkeiten zum Testen und zur Aufrechterhaltung dieser Verbindung zur Auswahl: Aktualisieren, Suchen, Adresse testen.

Aktualisieren

Zunächst können Sie mit der Funktion Aktualisieren die Erreichbarkeit eines Computers testen, auf dem die Retrospect Client-Software installiert ist und der kürzlich den Retrospect-Quellen hinzugefügt wurde. Führen Sie die folgenden Schritte aus:

  1. Klicken Sie in der Seitenleiste auf Quellen.
  2. Klicken Sie in der Liste Quellen auf einen Retrospect-Client-Computer. Durch Klicken auf die Schaltfläche Client in der Bereichsleiste werden in der Liste Quellen nur Retrospect-Clients aufgeführt. Dies erleichtert die Suche nach dem gewünschten Client-Computer. Achten Sie darauf, auf das Symbol des Computers zu klicken und nicht auf die Volumes oder Favoriten-Ordner des Computers.
  3. Klicken Sie auf Aktualisieren. Der Client-Computer wird von Retrospect gesucht. Ist die Suche erfolgreich, werden die Informationen über den Client-Computer in der Detailansicht auf der Registerkarte Übersicht aktualisiert. Falls sich die Volumes des Clients geändert haben, werden diese ebenfalls in der Liste Quellen auf den aktuellen Stand gebracht. Kann ein Client nicht im Netzwerk gefunden werden, wird in Retrospect ein Dialogfeld mit einem entsprechenden Hinweis angezeigt.

Suchen

In sehr seltenen Fällen treten bei der Suche nach einem Client Probleme auf. Wenn Sie beispielsweise einen Client mit einer bestimmten IP-Adresse hinzufügen und sich diese IP-Adresse ändert, wird der Client von Retrospect möglicherweise nicht gefunden. Verwenden Sie in diesem Fall die Funktion Suchen. Führen Sie die folgenden Schritte aus:

  1. Klicken Sie in der Seitenleiste auf Quellen.
  2. Klicken Sie in der Liste Quellen auf den gesuchten Retrospect-Client-Computer.
  3. Klicken Sie auf Suchen. Das angezeigte Dialogfeld ähnelt dem Dialogfeld zum Hinzufügen eines Clients. Suchen Sie den Client, und klicken Sie auf Suchen.

Adresse testen

Sie können überprüfen, ob ein antwortender Client unter einer bekannten IP-Adresse, einem bekannten DNS-Namen oder einem bekannten lokalen Hostnamen vorhanden ist (siehe Systemeinstellungsbereich Freigabe; der Name hat das Format Computername.local). Führen Sie die folgenden Schritte aus:

  1. Klicken Sie in der Seitenleiste auf Quellen.
  2. Klicken Sie in der Symbolleiste auf die Schaltfläche Hinzufügen. Das Dialogfeld Quelle hinzufügen wird angezeigt.
  3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Adresse testen. Geben Sie in dem daraufhin angezeigten Dialogfeld eine IP-Adresse, einen DNS-Namen oder einen lokalen Hostnamen ein. Klicken Sie dann auf Testen. Wenn die Retrospect Client-Software unter der angegebenen Adresse gefunden wird, werden der Name, die Adresse und die Softwareversion des Clients von Retrospect angezeigt. Wird unter der angegebenen Adresse ein Computer gefunden, auf dem keine Retrospect Client-Software ausgeführt wird, oder wird kein Computer gefunden, so wird von Retrospect in einem Dialogfeld ein Fehler angezeigt.

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Entfernen eines Clients

Unter Umständen wird ein angemeldeter Client nicht mehr in der Liste Quellen benötigt (z. B. wenn der Client-Computer aus dem Netzwerk entfernt wird). In diesem Fall können Sie Retrospect anweisen, den Client zu entfernen.

Wählen Sie den Client in der Liste Quellen aus, und wählen Sie dann in der Symbolleiste die Option Entfernen.

Sie werden von Retrospect zur Bestätigung des Vorgangs aufgefordert. Wenn Sie auf OK klicken, werden die Client-Volumes aus Skripten und anderen Listen in Retrospect entfernt. Dies wirkt sich auf Retrospect nur auf dem zu diesem Zeitpunkt verwendeten Retrospect-Server aus. Andere Kopien des Retrospect-Servers auf anderen Computern im Netzwerk sind hiervon nicht betroffen und sind weiterhin beim Client angemeldet. Das Entfernen eines Clients hat keine Auswirkungen auf vorhandene Backups dieses Clients.

Durch das Entfernen eines Clients wird in den Einstellungen von Retrospect im Bereich Lizenzen eine weitere Client-Lizenz verfügbar.

Abrufen von Informationen zu einem Client

In der Retrospect-Konsole können Sie den Status und andere Informationen über einen in der Liste Quellen aufgeführten Client anzeigen. Diese Informationen werden in der Detailansicht unter der Liste Quellen angezeigt.

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Der Abschnitt Überblick der Registerkarte Übersicht enthält die folgenden Informationen:

Client-Name: Dies ist der Name des Clients. Der Name stammt vom Client-Computer, es sei denn, der Client wurde mithilfe der Schaltfläche Umbenennen der Symbolleiste Quellen umbenannt.

Typ: Hier steht entweder Desktop oder Server.

Dateisystem: Diese Angabe ist nur aktiv, wenn ein Client-Volume ausgewählt wurde. Hier wird das von diesem Volume verwendete Dateisystem angegeben (z. B. Mac OS Extended oder NTFS).

Pfad: Diese Angabe ist nur aktiv, wenn ein Client-Volume oder ein Favoriten-Ordner ausgewählt wurde. Hier wird der Verzeichnispfad zum ausgewählten Element angegeben.

Letztes Backup-Datum: Hier wird angegeben, wann das gewählte Element von Retrospect zuletzt gesichert wurde.

Nächstes Backup-Datum: Hier wird angegeben, wann das nächste planmäßige Backup des gewählten Elements ansteht.

Status: Hier wird die Verfügbarkeit des Clients für Backups und andere Vorgänge angegeben.

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Gesichert: Diese Angabe bedeutet, dass der Client nach einer Planung in Retrospect gesichert wurde.

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Ausgelastet: Diese Angabe bedeutet, dass zurzeit von Retrospect auf den Client zugegriffen wird.

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Gesperrt: Diese Angabe bedeutet, dass der Benutzer dieser Client-Workstation im Client-Kontrollfeld die Einstellung Nur Lesezugriff aktiviert hat. (Der Client kann zwar gesichert werden, aber es ist nicht möglich, auf ihm Daten wiederherzustellen oder Dateien zu löschen.)

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Offline: Diese Angabe bedeutet, dass der Client für Retrospect unsichtbar ist. Er wurde entweder heruntergefahren oder aus dem Netzwerk entfernt, oder die Client-Software wird nicht ausgeführt.

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Bereit: Diese Angabe bedeutet, dass der Client zwar in einem Skript als Quelle angegeben ist, aber noch nicht von Retrospect gesichert wurde.

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Ungeschützt: Diese Angabe bedeutet, dass das gewählte Element noch nie von Retrospect gesichert wurde.

Version: Dies ist die Versionsnummer der auf dem Client-Computer installierten Client-Software.

Der Abschnitt Details der Registerkarte Übersicht enthält die folgenden Informationen:

Gesamtspeicherplatz: Falls Sie ein Client-Volume ausgewählt haben, wird hier die Gesamtgröße des Volumes angegeben.

Verwendeter Speicherplatz: Hier wird angegeben, wie viel Speicherplatz auf dem Volume belegt ist, sofern Sie ein Client-Volume ausgewählt haben.

Freier Speicherplatz: Hier wird angegeben, wie viel Speicherplatz auf dem Volume verfügbar ist, sofern Sie ein Client-Volume ausgewählt haben.

Sicherheit: Hier werden die vom Client verwendeten Sicherheitsvorkehrungen angegeben, d. h. entweder Keine, Kennwort oder Öffentlicher/Privater Schlüssel. Es wird ferner angegeben, ob auf dem Client die Option Netzwerkverbindung verschlüsseln (Registerkarte Optionen) aktiviert ist.

Schnittstelle: Hier wird die dem Client zugeordnete Netzwerkschnittstelle angegeben.

Adresse: Hier wird die IP-Adresse des Clients angegeben.

Geschwindigkeit: Hier wird die Übertragungsrate der Netzwerkverbindung zwischen dem Backup-Computer und dem Client-Computer angegeben.

Echo-Zeit: Hier wird die Zeitverzögerung (in Millisekunden) bei der Kommunikation mit diesem Client angegeben. Der Wert liegt in der Regel unter 200 ms. Falls das Netzwerk oder der Client ausgelastet ist oder Router verwendet werden, ist der Wert gegebenenfalls etwas höher, was jedoch kein Problem darstellt.

Zeitdifferenz: Hier wird die Abweichung der internen Uhr des Client-Computers von der Uhr des Retrospect-Servers angegeben.

Aktualisieren von Clients

Sobald aktualisierte Client-Software verfügbar ist, werden die neuen Versionen auf der Retrospect-Website zum Herunterladen bereitgestellt. Sie können dann Clients entweder vom Retrospect-Server oder von den einzelnen Clients aus aktualisieren.

Aktualisieren von Clients vom Retrospect-Server

Zur Aktualisierung eines Clients vom Retrospect-Server führen Sie die folgenden Schritte aus:

  1. Klicken Sie in der Seitenleiste auf Quellen.
  2. Klicken Sie in der Liste Quellen auf den zu aktualisierenden Retrospect-Client-Computer. Zur Aktualisierung mehrerer Clients klicken Sie bei gedrückter Befehlstaste auf die gewünschten Clients in der Liste. Zum Auswählen einer zusammenhängenden Gruppe klicken Sie zunächst auf den ersten Client der Gruppe und dann bei gedrückter Umschalttaste auf den letzten.
  3. Klicken Sie in der Symbolleiste auf die Schaltfläche Update. Sie werden von Retrospect zur Angabe des Speicherorts der Retrospect Client-Aktualisierungsdatei (.rcu) aufgefordert. Es gibt jeweils spezifische Client-Aktualisierungsdateien für die Betriebssysteme: Mac OS X, Windows und Linux. Die verschiedenen Client-Aktualisierungsdateien stehen möglicherweise an unterschiedlichen Orten zur Verfügung, z. B. auf der Retrospect-CD und auf der Retrospect-Website.
  4. Wählen Sie die zutreffende Client-Aktualisierungsdatei aus, und klicken Sie auf Update. Nachdem Sie den Vorgang bestätigt haben, beginnt die Aktualisierung der Client-Software auf den Client-Computern. Wenn Ihnen verschiedene Client-Typen vorliegen, müssen Sie diese Schritte für jeden Typ wiederholen.

Nach Abschluss der Aktualisierung werden die Ergebnisse im Vorgangsprotokoll von Retrospect verzeichnet.

Aktualisieren von Clients vom Client-Computer

Wenn Sie Clients nicht wie beschrieben vom Retrospect-Server aktualisieren möchten, können Sie die Aktualisierung auch direkt von den einzelnen Client-Computern ausführen. Dazu verwenden Sie das Client-Installationsprogramm (Mac OS X), die Setup-Anwendung (Windows) bzw. tar (Linux), die auch zur Aktualisierung von Clients eingesetzt werden können.

Befolgen Sie die Installationsanweisungen für das Betriebssystem des Computers (siehe Kapitel 1). Falls Sie Verschlüsselungspaare (öffentliche/private Schlüssel) verwenden, müssen Sie vor der Ausführung des Client-Installationsprogramms die richtige „pubkey-dat“-Datei im Ordner „public_key“ des Retrospect Client-Installationsprogramms ablegen.

Deinstallieren eines Clients und der zugehörigen Software

Falls Sie die Client-Software von einem Computer entfernen möchten, ignorieren Sie die Anweisungen in „Entfernen eines Clients“ in diesem Kapitel. Lesen Sie stattdessen die folgenden Abschnitte für die verschiedenen Client-Typen:

  • Mac OS X
  • Windows
  • Linux

Mac OS X

  1. Suchen Sie das Festplatten-Image oder die CD für Retrospect, und wechseln Sie zum Verzeichnis
    /Client Installers/Mac Client/.
  2. Kopieren Sie das Mac Client-Deinstallationsprogramm auf den Macintosh, auf dem Sie die Retrospect Client-Software deinstallieren möchten.
  3. Öffnen Sie das Mac Client-Deinstallationsprogramm, und befolgen Sie die Anweisungen zur Deinstallation der Retrospect Client-Software.

Windows

  1. Wählen Sie im Startmenü Einstellungen > Systemsteuerung (Windows XP) bzw. Systemsteuerung (Windows Vista und Windows 7).
  2. Doppelklicken Sie auf Software (Windows XP) bzw. Programme und Funktionen (Windows Vista und Windows 7).
  3. Wählen Sie im daraufhin angezeigten Fenster die Retrospect Client-Software aus, und klicken Sie auf Ändern/Entfernen (Windows XP) bzw. Deinstallieren (Windows Vista und Windows 7).

Linux

Das Verfahren zur Deinstallation eines Linux-Clients hängt davon ab, wie die Client-Software installiert wurde.

Falls tar verwendet wurde, müssen Sie die von tar installierten Client-Softwaredateien manuell entfernen.

Arbeiten mit Servern und Network-Attached Storage

In allen Versionen von Retrospect (mit Ausnahme von Desktop) sind Backups von Mac OS X Server- oder Windows Server-Computern möglich. Außerdem können alle Versionen NAS-Geräte (Network Attached Storage, Netzwerkspeicher) als Quelle verwenden. Wenn Sie die Netzwerkfreigabe der Liste Quellen von Retrospect hinzufügen möchten, geben Sie den Namen oder die IP-Adresse des Servers sowie gültige Anmeldedaten ein.

Hinzufügen eines Servers oder NAS-Geräts als Quelle

Zum Einfügen einer Netzwerkfreigabe oder eines NAS-Geräts in die Liste Quellen führen Sie die folgenden Schritte aus:

  1. Klicken Sie in der Seitenleiste auf Quellen. In der Liste Quellen werden die lokalen Festplatten auf dem Retrospect-Server angezeigt, außerdem die Clients, die Sie zuvor hinzugefügt haben.
  2. Klicken Sie in der Listenansicht-Symbolleiste auf die Schaltfläche Hinzufügen. Das Dialogfeld Quelle hinzufügen wird angezeigt.
  3. Klicken Sie unten im Dialogfeld Quelle auf Freigabe hinzufügen. Sie werden aufgefordert, die Anmeldedaten für den Server in ein eingeblendetes Dialogfeld einzutragen. Sie müssen eine URL für die Netzwerkfreigabe eingeben, beginnend mit der Abkürzung für das Dateifreigabeprotokoll der Freigabe. Geben Sie afp:// ein, wenn bei der Freigabe das Apple Filing Protocol verwendet wird; geben Sie smb:// ein, wenn bei der Freigabe das Server Message Block-Protokoll verwendet wird, das häufig bei Windows-Computern zum Einsatz kommt (auch Mac OS X-Systeme können mit SMB-Netzwerken verbunden werden). Geben Sie nach der Abkürzung für das Protokoll vorzugsweise den Namen ein, alternativ die IP-Adresse der Freigabe. Darauf folgend müssen Sie einen Schrägstrich und danach den Verzeichnisnamen des freigegebenen Volumes eingeben. Wenn der Name des Computers, zu dem Sie die Verbindung herstellen, nicht von einem DNS-Server zugewiesen wird, müssen Sie die Domäne „.local“ hinzufügen, z. B.
    afp://Servername.local/Freigabename.
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  5. Geben Sie einen Benutzernamen und ein Kennwort für die Netzwerkfreigabe ein, und klicken Sie dann auf Hinzufügen. Wenn die eingegebenen Informationen korrekt sind, wird in Retrospect neben der Schaltfläche Hinzufügen ein grünes Symbol angezeigt. Die Netzwerkfreigabe wird außerdem hinter dem Dialogfeld in die Liste Quellen eingefügt. Wenn die Informationen nicht korrekt sind, ist das Symbol rot. Prüfen Sie in diesem Fall die Angaben, und geben Sie die Daten erneut ein.
  6. Klicken Sie auf Fertig, um das Dialogfeld mit den Anmeldedaten auszublenden, und klicken Sie dann erneut auf Fertig, um das Dialogfeld Quelle zu schließen. Die Netzwerkfreigabe wurde damit in die Liste Quellen aufgenommen.

Hinzufügen von Netzwerkfreigaben

Netzwerkfreigaben können gesichert oder als Sicherungsverzeichnisse verwendet werden. Retrospect unterstützt AFP, SMB und WebDAV-Freigaben. Das Erkennen von Freigaben und Hinzufügen zu Ihren Projekten ist leichter als je zuvor.

Eine Freigabe als Quelle hinzufügen:

  • Klicken Sie auf Quellen > Hinzufügen > Freigeben. Geben Sie die Adresse der Freigabe sowie die erforderlichen Zugangsdaten ein.

Eine Freigabe als Sicherungsverzeichnis hinzufügen:

  • Klicken Sie auf Mediensets > Hinzufügen > Freigabe. Geben Sie die Adresse der Freigabe sowie die erforderlichen Zugangsdaten ein.
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Neue Retrospect Client-Software

Die Retrospect Client-Software ermöglicht einzelnen Benutzern die Überwachung der auf ihren Computern ausgeführten einzelnen Backup- und Wiederherstellungsvorgänge. Die Client-Software wurde für Windows und Mac OS überarbeitet. Zu den wesentlichen Änderungen zählen:

  • Eine aktualisierte Benutzeroberfläche mit integrierter Windows-Taskleiste bzw. Mac-Menüleiste
  • Benutzer-initiierte Backup- und Wiederherstellungsvorgänge
  • Optimierte Einstellungsfenster mit erweiterten Optionen
  • Verschlüsselung der Netzwerkverbindung folgt dem strikten AES-256-Standard

Hinweis: Der Retrospect-Systemadministrator verfügt über das Recht, den Zugriff auf einige dieser Funktionen einzuschränken. Weitere Informationen finden Sie unter Sperren der Client-Funktionen und -Einstellungen.

Benutzer-initiierte Backup- und Wiederherstellungsvorgänge

Benutzer können nun Dateien wiederherstellen und Backups direkt von ihrem Desktop aus anfordern. Nach Installation der Retrospect Client-Software wird ein Retrospect-Symbol der Windows-Taskleiste und der Mac OS-Menüleiste hinzugefügt. Um einen Backup- oder Wiederherstellungsvorgang einzuleiten, klicken Sie auf das Symbol, und öffnen Sie das entsprechende Menü.

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Benutzer-initiierte Backups

Dieses Backup-Verfahren eignet sich hervorragend zum Schutz einer bestimmten Datei oder eines bestimmten Ordners. Es ersetzt nicht die regelmäßigen Backups und kann nicht zur vollständigen Systemsicherung Ihres Computers verwendet werden.

Ausführen eines Benutzer-initiierten Backups:

  1. Klicken Sie in der Windows-Taskleiste oder der Mac OS-Menüleiste auf das Retrospect-Symbol.
  2. Wählen Sie Jetzt sichern aus.
  3. Verwenden Sie das Dialogfeld „Dateien und Ordner sichern“, um die zu sichernden Elemente auszuwählen.
  4. Klicken Sie auf Sichern.

Anmerkungen zu Benutzer-initiierten Backups:

  • Die Menüelemente „Jetzt sichern“ und „Dateien wiederherstellen“ sind erst aktiv, wenn der Client-Computer an einen Retrospect-Server angemeldet wird, bei dem diese Optionen aktiviert sind.
  • Mac: Standardmäßig werden die gesicherten Dateien und Ordner im Medienset gespeichert, das der Systemadministrator in den Retrospect Client-Einstellungen auswählt. Die Auswahl des Mediensets erfolgt über die Popup-Liste Bei Bedarf Backup nach.
  • Windows: Gesicherte Dateien und Ordner werden standardmäßig auf einem vom Systemadministrator ausgewählten Backup-Set gespeichert. Die Auswahl erfolgt in den Einstellungen des Retrospect Client. Das Backup-Set wählen Sie über die Popup-Liste Bei Bedarf Backup nach aus.

Benutzer-initiierte Wiederherstellungen

Wiederherstellungen können über die Menüleiste vom Client-Computer gestartet werden oder aber durch Anklicken der Schaltfläche Wiederherstellen auf der Registerkarte Verlauf im Fenster Retrospect Client-Einstellungen.

Ausführen einer Benutzer-initiierten Wiederherstellung:

  1. Klicken Sie auf der Task- oder Menüleiste des Client-Computers auf das Retrospect-Symbol.
  2. Wählen Sie Dateien wiederherstellen aus.
  3. Wählen Sie aus dem Menü, welches die wiederherzustellenden Dateien enthält, im Fenster „Dateien und Ordner wiederherstellen“ ein Backup aus.
  4. Retrospect wird anschließend eine Liste der im ausgewählten Backup enthaltenen Dateien laden. Dies kann einen Moment dauern.

  5. Wählen Sie die wiederherzustellende Dateien aus.
  6. Klicken Sie auf Wiederherstellen.
  7. Wenn Sie Dateien in ein bereits bestehendes Verzeichnis sichern, wird ein Bestätigungsdialogfeld angezeigt.

  8. Klicken Sie auf Durchsuchen, um ein anderes Verzeichnis auszuwählen. Klicken Sie auf Wiederherstellen, um fortzufahren.

Verbesserte Client-Einstellungen

Öffnen des Dialogfelds „Retrospect Client-Einstellungen“ unter Mac:

  • Klicken Sie auf der Menüleiste auf das Retrospect-Menü-Symbol. Wählen Sie Retrospect Client- Einstellungen öffnen aus.
  • Klicken Sie im Dock auf Systemeinstellungen. Klicken Sie auf das Retrospect Client-Symbol.
  • Wählen Sie aus dem Apple-Menü Systemeinstellungen aus. Klicken Sie auf das Retrospect Client- Symbol.

So öffnen Sie das Retrospect Client-Kontrollfeld unter Windows:

  • Klicken Sie auf Start > Programme (oder Alle Programme) > Retrospect > Retrospect Client.
  • Klicken Sie in der Windows-Taskleiste auf das Retrospect Client-Symbol und wählen Sie Retrospect Client-Einstellungen öffnen.

Festlegen der Client-Einstellungen

Die Einstellungen sind in folgende Kategorien eingeteilt: Status, Verlauf, Benachrichtigungen, Datenschutz und Planung. Um auf die Einstellungen zuzugreifen, klicken Sie auf eine der Kategorien-Schaltflächen.

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Status-Einstellungen

  • Geschützt von Retrospect-Server : Verwenden Sie diese Option, um den Zugriff auf den Client durch den Backup-Computer zu deaktivieren.
  • Client-Name : Der von Retrospect belegte Client-Name sowie die Client-IP-Adresse werden hier angezeigt.
  • Statusbereich : Informationen über vorherige und zukünftige Backups werden angezeigt. Während des Backups wird eine Statusleiste angezeigt.

Verlaufseinstellungen

  • Verlaufsbereich : Ihre festplattenbasierten Backups werden hier angezeigt. Informationen zu dem Backup sowie die Schaltfläche Wiederherstellen finden Sie in jeder Zeile. Ein grünes Symbol zeigt an, dass der Backup erfolgreich beendet wurde. Ein gelbes Symbol zeigt an, dass bei einer oder mehreren Dateien während des Backups ein Problem aufgetreten ist. Ein rotes Symbol zeigt an, dass der Backup fehlgeschlagen ist. Um einen Wiederherstellungsvorgang unter Verwendung eines dieser Backups auszuführen, klicken Sie auf die entsprechende Schaltfläche Wiederherstellen .

Benachrichtigungseinstellungen

  • Hinweis nach dem Backup : Nach Beenden eines Backups oder eines anderen Vorgangs wird eine Meldung angezeigt.
  • Benachrichtigen, falls kein Backup nach N Tagen : Wenn der Client innerhalb des im Eingabefeld festgelegten Zeitraums kein Backup durchgeführt hat, wird eine Meldung angezeigt.
  • Melden von SMART-Fehlern : Fordert unmittelbar ein Proaktives Backup (sofern vorhanden) an, wenn Retrospect aus vorangegangenen Fehlern auf den SMART-Festplatten-Volumes des Client lernt. Diese Einstellung ist standardmäßig deaktiviert.

Datenschutzeinstellungen

  • Datenschutzbereich : In diesem Bereich werden alle privaten Dateien und Ordner angezeigt. Private Dateien sind für den Retrospect-Server nicht sichtbar und werden nicht gesichert. Ziehen Sie Volumes, Dateien oder Ordner in dieses Fenster, um ihnen den Status „Privat“ zu verleihen.
  • Hinzufügen-/Entfernen-Schaltflächen : Um Dateien oder Ordner Ihrer Datenschutz-Liste hinzuzufügen, navigieren Sie zu den Dateien und Ordnern, die Sie hinzufügen möchten, und klicken Sie auf die Schaltfläche Hinzufügen . Um ein Element aus Ihrer Liste zu entfernen, wählen Sie es im Bereich „Ausschließen“ aus, und klicken Sie auf die Schaltfläche Entfernen .
  • Retrospect das Ändern von Dateien auf meinem System erlauben (für Wiederherstellung erforderlich): Wenn diese Option nicht aktiviert ist, kann der Client gesichert, die sich auf dem Client befindenden Dateien durch den Backup-Computer jedoch nicht wiederhergestellt, geändert oder gelöscht werden. Diese Einstellung ist standardmäßig aktiviert.

Planungseinstellungen

  • Proaktive Sicherungen bis nach [Datum & Zeit] verschieben : Verhindert, dass der Backup-Computer den Client-Computer bereits vor dem festgelegten Termin sichert, bis zu eine Woche vom aktuellen Zeitpunkt aus. (Klicken Sie auf die Zeit oder das Datum oder klicken Sie auf die Pfeile, um Änderungen vorzunehmen.)

Sperren der Client-Funktionen und -Einstellungen

Der Retrospect-Systemadministrator kann Benutzer daran hindern, an bestimmten Client-Einstellungen Änderungen vorzunehmen. Möglicherweise möchten Sie nicht, dass Benutzer ihre Computer von Backups ausschließen.

Für einen Systemadministrator ist der Arbeitsablauf am effizientesten, wenn er zunächst einen Satz an Einstellungen standardmäßig sperrt und anschließend eine Reihe Client-basierter Anpassungen vornimmt. Näheres hierzu erfahren Sie in den folgenden Schritten.

Festlegen der standardmäßig gesperrten Einstellungen:

  1. Die Steuerungen zum Sperren befinden sich in der Retrospect-Konsole. Mac: Wählen Sie Retrospect > Voreinstellungen und klicken Sie auf die Registerkarte Clients. Windows: Wählen Sie in der Seitenleiste der Retrospect-Konsole Einstellungen > Voreinstellungen > Clients berechtigen.
  2. Im Bereich Clients berechtigen können Sie eine oder mehrere der folgenden Einstellungen ändern:
    • Deaktivieren der Retrospect Client-Software : Durch Aktivieren dieser Einstellung können Benutzer ihren Client vom Retrospect-Server ausblenden. Die Kommunikation zwischen Server und Client wird abgeschnitten. Sämtliche Backups, die für den Zeitraum geplant waren, in dem der Client ausgeschaltet ist, werden übersprungen.
    • Laufende Sicherungen beenden : Wenn diese Einstellung aktiviert ist, sind die Client-Benutzer dazu berechtigt, laufende Vorgänge zu beenden.
    • Elemente von Sicherungen ausschließen : Wenn diese Einstellung aktiviert ist, sind Benutzer dazu berechtigt, Dateien, Ordnern und Volumes den Status „privat“ zu verleihen und diese für Retrospect nicht sichtbar zu machen.
    • Den Nur-Lese-Zugriff einstellen : Wenn diese Einstellung aktiviert ist, können Clients Retrospect daran hindern, Dateien auf ihrem Computer zu beschreiben oder zu löschen.
    • Bei Bedarf Sicherung nach : Wenn diese Einstellung aktiviert ist, sind Clients dazu berechtigt, bei Bedarf Backups auf dem ausgewählten Backup-Set zu starten. Klicken Sie auf Backup-Set auswählen... , um ein Backup-Set auszuwählen.
    • Bei Bedarf wiederherstellen : Wenn diese Einstellung aktiviert ist, sind Clients dazu berechtigt, bei Bedarf Wiederherstellungsvorgänge von den verfügbaren Backup-Sets zu starten.

So passen Sie diese Standardeinstellungen für einen einzelnen Client an:

  1. Mac: Wählen Sie in der Seitenleiste der Retrospect-Konsole Quellen. Windows: Wählen Sie in der Retrospect-Seitenleiste Einstellungen > Clients.
  2. Wählen Sie einen Client aus der Liste.
  3. Klicken Sie auf Eigenschaften.
  4. Ändern Sie wie gewünscht die Einstellungen für diesen Client.

Erweiterte Netzwerkfunktionen

Normalerweise werden die mit dem lokalen Netzwerksegment oder lokalen Subnetz direkt verbundenen Backup-Clients von Retrospect anhand der Multicast-Zugriffsmethode gesucht und im Fenster Quelle hinzufügen angezeigt. Wenn im Netzwerk Router zwischen Backup-Computer und zugehörigen Clients geschaltet sind oder wenn der Backup-Computer über mehrere, an unterschiedliche physische Netzwerke angeschlossene Netzwerkkarten verfügt, sind für den Zugriff auf Clients die etwas anspruchsvolleren Techniken von Retrospect erforderlich.

In Retrospect stehen Ihnen für den Zugriff auf Clients mehrere unterschiedliche Methoden zur Verfügung. Sie können außerdem die Verwendung der Adapterkarten im Backup-Computer steuern.

Zugriffsmethoden

In Retrospect können entweder die standardmäßigen DNS- und WINS-Verzeichnisdienste oder die eigenen, auf TCP/IP basierenden Piton-Namensdienst verwendet werden.

Beim Hinzufügen eines Clients zu den Quellen werden von Retrospect auch die zugehörigen Zugriffsinformationen zur späteren Verwendung gespeichert. Wenn in Retrospect versucht wird, zu Backup-Zwecken eine Verbindung mit dem Client herzustellen, werden die Zugriffsinformationen anhand der ursprünglichen Zugriffsmethode in die aktuelle IP-Adresse aufgelöst.

Die Retrospect Client-Software wartet auf jedem Client-Computer auf Abfragen von Retrospect auf dem Retrospect-Server. Wie in Retrospect im Einzelnen Kontakt mit den Clients aufgenommen wird, hängt von der in Retrospect verwendeten Zugriffsmethode ab.

Im Dialogfeld Quellen hinzufügen sind drei Methoden verfügbar:

  • Multicast
  • Teilnetz-Broadcast
  • Direktes Hinzufügen der Quelle

Multicast

Wenn Sie das Dialogfeld Quellen hinzufügen zum ersten Mal öffnen, wird im Einblendmenü standardmäßig die Zugriffsmethode Multicast verwenden angezeigt. Bei dieser Methode wird eine Multicast-Anforderung mit der Aufforderung an die abhörenden Computer gesendet, eine Antwort zurückzusenden und dabei ihre Identität anzugeben. Wenn Sie mit dieser Methode einen Client hinzugefügt haben und bei einem späteren Versuch von Retrospect, für ein Backup eine Verbindung mit dem Client herzustellen, festgestellt wird, dass sich die IP-Adresse geändert hat, wird in Retrospect automatisch eine weitere Anforderung gesendet, damit die Client-Datenbank aktualisiert und eine Verbindung mit dem richtigen Client hergestellt werden kann.

Falls Sie die mit der Multicast-Methode gesendeten Pakete mit einer Netzwerkanalysefunktion überwachen, werden Sie feststellen, dass von Retrospect für die Kommunikation Port 497 benutzt wird. Das Paketformat entspricht dem Retrospect-eigenen Protokoll Piton (PIpelined TransactiONs), auf dem ein Großteil der Netzwerkgeschwindigkeit und Zuverlässigkeit von Retrospect beruht. Der Multicast-Piton-Namensdienst verwendet die zugewiesene Adresse 224.1.0.38. Damit kann Piton seine Abfragen nur an die Computer senden, auf denen die Retrospect Client-Software ausgeführt wird.

Der Multicast-Zugriff ist einfach und muss nicht konfiguriert werden. Allerdings funktioniert er nicht bei Routern, sondern nur im lokalen Subnetz.

Teilnetz-Broadcast

Bei dieser Zugriffsmethode ist der Zugriff auf Clients über fast jede Netzwerktopologie möglich, einschließlich des Internets.

Gemäß den TCP/IP-Standards hat jedes Subnetz sowohl eine Netzwerkadresse als auch eine Teilnetzmaske, z. B. 192.168.1.0 und 255.255.255.0. Anhand dieser Details identifizieren Router das physische Netzwerk, mit dem Computer verbunden sind. Router unterstützen auch Abfragen an alle Computer auf einem bestimmten Subnetz. Diese Fähigkeit wird in Retrospect für die Teilnetz-Broadcast-Zugriffsmethode genutzt. Dabei wird das gleiche Piton-Protokoll wie für den Multicast-Zugriff verwendet.

Bei der Teilnetz-Zugriffsmethode müssen Sie die Adresse und Maske aller zu verwendenden Subnetze definieren und diese Konfigurationen bei einer Änderung des Netzwerks aktualisieren. Weitere Informationen zum Definieren von Subnetzen erhalten Sie unter „Konfigurieren von Netzwerkschnittstellen und Subnetzen“ weiter unten in diesem Kapitel.

Direktes Hinzufügen der Quelle

Mit der Client-Zugriffsmethode Quelle direkt hinzufügen können Sie den Quellen von Retrospect einen bestimmten Backup-Client hinzufügen. Bei dieser Methode muss Ihnen die IP-Adresse bzw. der DNS- oder WINS-Name der einzelnen Backup-Clients bekannt sein. Verwenden Sie für Computer mit dynamischen IP-Adressen von einem DHCP-Server keine numerischen IP-Adressen, da in Retrospect keine Möglichkeit zur Verfolgung von Adressänderungen besteht.

Diese Methode ist bei einer geringen Anzahl von Clients sinnvoll. Bei einer größeren Anzahl hingegen ist sie zu zeitaufwändig; hier wäre eine der anderen Methoden wahrscheinlich besser geeignet.

Zum direkten Hinzufügen eines Clients zu einer Quelle führen Sie die folgenden Schritte aus:

  1. Klicken Sie in der Seitenleiste der Retrospect-Konsole auf Quellen.
  2. Klicken Sie in der Listenansicht-Symbolleiste auf die Schaltfläche Hinzufügen. Das Dialogfeld Quellen hinzufügen wird angezeigt.
  3. Klicken Sie unten im Dialogfeld Quellen hinzufügen auf Quelle direkt hinzufügen. Geben Sie im daraufhin angezeigten Dialogfeld die IP-Adresse (bzw. DNS- oder WINS-Name) und das Kennwort des Clients ein. Klicken Sie dann auf Hinzufügen. Wenn unter der angegebenen IP-Adresse ein Client gefunden wird, wird im Dialogfeld ein grünes Symbol angezeigt. Falls Sie weitere Clients direkt hinzufügen möchten, wiederholen Sie für den Vorgang für jeden Client. Die Clients werden von Retrospect hinter dem Dialogfeld Quelle in die Liste Quellen eingefügt. Klicken Sie, nachdem Sie alle gewünschten Clients hinzugefügt haben, auf Fertig, um das Dialogfeld Quelle auszublenden.

Konfigurieren von Netzwerkschnittstellen und Subnetzen

Mit der Schnittstellenfunktion von Retrospect können Sie zwischen verschiedenen Adapterkarten wählen und die Netzwerkoptionen für Backup-Client-Gruppen steuern. So können Sie beispielsweise Clients über eine benutzerdefinierte Schnittstelle in unterschiedlichen Subnetzen sichern, ohne dass Backup-Daten über Router übertragen werden müssen. Hierdurch wird die erforderliche Netzwerkbandbreite reduziert.

In den Retrospect-Einstellungen lassen sich unterschiedliche Netzwerkschnittstellen benennen und bestimmten Netzwerkadressen zuweisen, wobei die Adressen der Reihenfolge nach verwendet werden. Führen Sie hierzu die folgenden Schritte aus:

  1. Wählen Sie Retrospect > Einstellungen > Netzwerk. Falls die Spalte Server mehrere Retrospect-Server enthält, wählen Sie den zu steuernden Server aus. Auf der rechten Seite des Fensters wird in der Verbindungsliste die standardmäßige Netzwerkverbindung des Macs angezeigt.
  2. Klicken Sie zum Hinzufügen einer weiteren Netzwerkschnittstelle unter der Verbindungsliste auf die Schaltfläche mit dem Plussymbol (+). Wählen Sie im daraufhin angezeigten Dialogfeld im Einblendmenü Verbindung die IP-Adresse der gewünschten Netzwerkschnittstelle aus. Geben Sie dann für die Verbindung einen Namen ein und klicken Sie auf Hinzufügen.
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  4. Die neue Verbindung wird in der Verbindungsliste angezeigt. Sie können auch das von Retrospect für die Suche nach Clients und Netzwerkfreigaben verwendete Subnetz beschränken. Wählen Sie dazu in der Verbindungsliste eine der Verbindungen aus, und klicken Sie unter dem Feld Details auf die Schaltfläche mit dem Plussymbol (+). Geben Sie im daraufhin angezeigten Dialogfeld die Teilnetzadresse und die Teilnetzmaske ein, und klicken Sie auf Hinzufügen. Die Subnetzbeschränkung wird nun im Feld Details angezeigt.
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Erweiterte Einstellungen

Fortgeschrittene Benutzer benötigen möglicherweise weitere Möglichkeiten zur Steuerung des Verhaltens von Retrospect im Netzwerk. Wenn Sie im Bereich der Netzwerkeinstellungen auf die Schaltfläche Erweitert klicken, wird ein Dialogfeld mit verschiedenen Optionen angezeigt:

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Warnverzögerung Netzwerkwiederholung: Wenn ein Client nicht innerhalb des festgelegten Zeitraums antwortet, wird in Retrospect das Dialogfeld zur Netzwerkwiederholung angezeigt.

Zeitüberschreitung für Verbindung: Dieser Wert gibt an, wie lange in Retrospect maximal auf die Fortsetzung der Kommunikation durch einen Client gewartet wird. Nach Ablauf dieses Zeitraums wird ein –519-Fehler (Fehler bei Netzwerkkommunikation) im Protokoll verzeichnet und mit der nächsten Aktivität fortgefahren.

Abrufintervall für Suche: Dieser Wert gibt an, in welchen Zeitabständen Abfragen gesendet werden, wenn ein Client unter der zuletzt bekannten Adresse nicht verfügbar ist.

Zeitüberschreitung für Suche: Wenn die Suche nach einem Client innerhalb des angegebenen Zeitraums erfolglos bleibt, wird sie von Retrospect abgebrochen.

Live-Abrufintervall: Bei der Abfrage von Clients im Live-Network-Fenster gibt dieser Wert an, in welchen Zeitabständen die Abfragen gesendet werden. Wenn Sie für die Schnittstelle mehrere Subnetze konfiguriert haben, wird das Abrufintervall von Retrospect auf die Anzahl der definierten Subnetze aufgeteilt.

Zähler löschen: Ein Client wird aus dem Live-Network-Fenster entfernt, wenn er nicht auf die festgelegte Anzahl aufeinander folgender Abrufe reagiert. Dies hat keine Auswirkungen auf die der Backup-Clients-Datenbank bereits hinzugefügten Clients.

Multicast-Gültigkeitsdauer: Der hier angegebene Wert für die Gültigkeitsdauer wird Multicast-UDP-Paketen zugewiesen. Der Wert gibt an, nach wie vielen Router-Hops ein Paket verworfen wird. Bei einer höheren Gültigkeitsdauer kann Retrospect die Suche nach Clients auf weitere, über IGMP-fähige Router verbundene Subnetze ausweiten. Wenn Router keine Unterstützung für IGMP bieten, leiten sie die Multicast-UDP-Pakete nicht weiter.

Geben Sie neben den gewünschten Einstellungen einen Wert ein, und klicken Sie auf Fertig. Bei Bedarf können Sie die von Ihnen eingegebenen Werte durch Klicken auf Standardeinstellungen verwenden rückgängig machen. Klicken Sie dann auf Fertig.

Warnung: In diesem Dialogfeld sollten Änderungen ausschließlich von fachkundigen Benutzern oder auf Anweisung des technischen Retrospect-Supports vorgenommen werden. Unter gewissen Umständen können Änderungen in diesem Dialogfeld die Performance von Retrospect beeinträchtigen. Gehen Sie mit Bedacht vor!

Richtlinien für Netzwerk-Backups

Dieser Abschnitt enthält Informationen und Tipps zur Einrichtung eines Arbeitsgruppen-Backups mit Retrospect.

Die für lokale Backups geltenden Prinzipien treffen generell auch auf Netzwerk-Backups von Client-Computern zu. Der Hauptunterschied zwischen einem lokalen Backup und einem Netzwerk-Backup ist die Datenmenge. Daraus ergeben sich möglicherweise Probleme hinsichtlich des verfügbaren Speicherplatzes. Wegen der umfangreichen Datenmenge und der häufig geringeren Geschwindigkeit von Netzwerk-Backups können sich auch zeitliche Probleme ergeben. Falls es nicht möglich ist, das gesamte Netzwerk über Nacht zu sichern, sollten Sie in Erwägung ziehen, das Backup auf mehrere Nächte zu verteilen, es auf Dokumente zu beschränken oder proaktive Backup-Skripte zu verwenden.

Bei den im Folgenden vorgestellten Beispielen wird von einer einfachen Ethernet-Netzwerkinstallation ausgegangen; die Informationen in diesem Abschnitt lassen sich jedoch auf jedes LAN (Local Area Network) übertragen. Die meisten Berechnungen treffen weiterhin zu, wenn das Netzwerk Internetwork-Geräte (wie Router oder Gateways) enthält, es sei denn, ein oder mehrere Mitglieder der Backup-Arbeitsgruppe sind von den anderen Mitgliedern durch ein Internetwork-Gerät getrennt. Ein Backup dauert länger, wenn es über Router oder Gateways ausgeführt wird.

Auswahl des Backup-Geräts

Der wichtigste Aspekt bei automatischen, unbeaufsichtigten Arbeitsgruppen-Backups ist in der Regel die Kapazität des Backup-Geräts. Bei Netzwerk-Backups ist eine möglichst hohe Kapazität wünschenswert. Eine höhere Kapazität bedeutet fast immer, dass mehr Dateien von mehr Volumes und Client-Computern gesichert und die Auswahlkriterien für die zu sichernden Dateien breiter definiert werden können. Darüber hinaus müssen Medien weniger häufig ausgetauscht werden, und es sind mehr Backup-Sitzungen pro Medium möglich.

Ist die Kapazität Ihres Backup-Geräts unzureichend, können keine automatischen, unbeaufsichtigten Backups ausgeführt werden, da die Medien ausgewechselt werden müssen, bevor das Backup abgeschlossen ist. Je nach den Anforderungen hinsichtlich Kapazität und Geschwindigkeit ist das richtige Backup-Gerät für Ihr Unternehmen möglicherweise eine Festplatte (bzw. mehrere Festplatten) mit hoher Kapazität, ein Festplatten-Array, eine Bandbibliothek oder ein Storage Area Network.

Wählen des Retrospect-Servers

In diesem Abschnitt finden Sie einige Tipps zur Auswahl des richtigen Retrospect-Server-Computers für die geplanten Netzwerk-Backups.

Bei dem Backup-Computer muss es sich nicht unbedingt um einen Dateiserver handeln. Nachfolgend werden die Vorteile eines Desktop-Computers und eines Servers als Backup-Computer aufgeführt.

Vorteile eines Desktop-Computers

  • Sie können den Ihnen am nächsten gelegenen Computer einsetzen und so bequem auf die Backup-Geräte zugreifen.
  • Die Anschaffung eines dedizierten Servers ist nicht nötig.
  • Sie können den hinsichtlich Speicher und Geschwindigkeit am besten geeigneten Computer wählen. Retrospect kann über Nacht oder an den Wochenenden ausgeführt werden, d. h. der Computer steht während der Arbeitszeit für die reguläre Nutzung zur Verfügung.
  • Während der Ausführung des Backups kann der Zugriff auf den Server mit unverminderter, voller Geschwindigkeit erfolgen. Hierbei wird davon ausgegangen, dass Sie nicht über einen dedizierten Backup-Server verfügen.

Vorteile eines Servers

  • Optimiert die Backup-Geschwindigkeit, da es sich bei Server-Computern häufig um Modelle mit hoher Performance handelt.
  • Nutzt die Inaktivität des Servers während der Nacht und an den Wochenenden.
  • Steigert die Sicherheit der Mediensets, sofern der Server sich an einem sicheren Ort befindet.
  • Sichert große Serverfestplatten mit schnelleren lokalen Übertragungsraten anstatt mit den langsameren Netzwerkübertragungsraten.

Die Performance des Backup-Computers ist häufig für die Performance des gesamten Systems ausschlaggebend. Generell können mit einem leistungsstärkeren Computer Netzwerk-Backups für größere Datenmengen und eine größere Anzahl von Client-Computern ausgeführt werden.

Die CPU-Nutzung wird durch Softwarekomprimierung und -verschlüsselung erheblich gesteigert. Falls Sie eine dieser Funktionen in Erwägung ziehen, wählen Sie ein Modell mit einer leistungsstärkeren CPU.

Achten Sie darauf, dass der Backup-Computer über genügend RAM für das Netzwerk-Volume mit den meisten Dateien verfügt. Wenn Sie den Retrospect-Server mit mehr RAM ausstatten, können von Retrospect zusätzliche Ausführungs-Threads verwendet und die Backups somit schneller abgewickelt werden.

Falls der Retrospect-Server die Backups nicht in der dafür vorgesehenen Zeit ausführt oder falls die Volumes häufiger als bisher gesichert werden sollen, benötigen Sie einen schnelleren Backup-Computer und/oder ein schnelleres Backup-Gerät.

Verschlüsselung und Komprimierung

Retrospect bietet eine Verschlüsselungsfunktion zum Schutz Ihrer Daten vor dem Zugriff Unbefugter während Backups sowie eine Komprimierungsfunktion zur Einsparung von Speicherplatz auf dem Backup-Gerät durch die Komprimierung gespeicherter Daten. Die Entscheidung für eine oder beide der Funktionen kann sich auf die Wahl des Backup-Gerätetyps auswirken. Beachten Sie, dass Verschlüsselung und Komprimierung den Backup-Vorgang verlangsamen; dies gilt insbesondere bei einem Computer mit einer langsamen CPU. Ein Bandlaufwerk mit Komprimierungsfunktionalität kann die Komprimierung selbst ausführen. Da dabei dedizierte Komprimierungshardware verwendet wird, kann der Vorgang schneller abgewickelt werden als in Retrospect. Entscheiden Sie anhand der folgenden Informationen, ob die Komprimierung und Verschlüsselung sinnvoll sind und ob ein Bandlaufwerk mit Komprimierungsfunktionalität als Backup-Gerät geeignet ist.

Funktion: Komprimierung

Beschreibung : Ermöglicht es dem Backup-Gerät, mehr Dateien auf seinen Medien zu speichern.

Vorgehensweise: Durchsucht die Daten nach Mustern. Je mehr Muster gefunden werden, desto stärker ist die Komprimierung.

Implementierung: Wenn Sie über ein Bandlaufwerk mit Komprimierungsfunktionalität verfügen, überlässt Retrospect die Komprimierung der Hardware, da diese den Vorgang schneller als Retrospect abwickeln kann.

Funktion: Verschlüsselungs-

Beschreibung : Steigert die Sicherheit von Backups.

Vorgehensweise: Das Erscheinungsbild der Daten wird zur Verhinderung des Zugriffs Unbefugter nach dem Zufallsprinzip gestaltet.

Implementierung: Die Verschlüsselung wird grundsätzlich von Retrospect verwaltet.

Funktion: Komprimierung mit Verschlüsselung

Beschreibung : Ermöglicht es dem Backup-Gerät, mehr Dateien auf seinen Medien zu speichern und steigert die Sicherheit von Backups.

Vorgehensweise: Die Komprimierung muss vor der Verschlüsselung erfolgen.

Implementierung: Beide Funktionen müssen von Retrospect ausgeführt werden. Falls Ihnen ein Komprimierungslaufwerk vorliegt, müssen Sie sich entweder für die Verschlüsselung oder für die Hardwarekomprimierung entscheiden. Sie können nicht beides verwenden. (Wenn Sie die Verschlüsselung verwenden, wird die Hardwarekomprimierung von Retrospect automatisch deaktiviert.)