Vorgänge steuern

Sie haben bereits das Einrichten und Starten von manuellen und automatischen Backups, Archivierungen, Wiederherstellungen, Duplizierungen und Übertragungen gelernt. Dieser Abschnitt beschreibt, wie Sie geplante und laufende Vorgänge mit dem Aktivitätsmonitor überwachen und steuern. Außerdem erfahren Sie, wie Sie mit Retrospect mehrere Vorgänge gleichzeitig ausführen können.

Überblick über Überwachungsfunktionen

Mit dem Aktivitätsmonitor von Retrospect können Sie sowohl laufende Vorgänge als auch geplante und wartende Vorgänge überwachen. Außerdem bietet der Aktivitätsmonitor Informationen über bereits abgeschlossene Abläufe. Weitere Informationen zum Aktivitätsmonitor finden Sie unter Aktivitätsmonitor.

Sind die für die Ausführung eines Vorgangs erforderlichen Medien nicht verfügbar, zeigt Retrospect das Fenster zur Medien-Anforderung an (gilt nicht für Proactive Backup-Skripts). Weitere Informationen über dieses Fenster finden Sie unter Fenster für die Medien-Anforderung.

Sofern der Backup-Computer und die Backup-Geräte dieses Funktionalität unterstützten, können Sie mit Retrospect mehrere Vorgänge gleichzeitig ausführen. Weitere Informationen über die parallele Ausführung finden Sie unter Ausführung mehrerer Vorgänge gleichzeitig.

Ist der Kennwortschutz in den Sicherheitseinstellungen von Retrospect aktiviert, können Sie mit „Programm schützen“ im Menü „Datei“ verhindern, dass andere Benutzer Vorgänge stoppen, ohne das Kennwort einzugeben. Weitere Informationen finden Sie unter Voreinstellungen „Sicherheit“.

Stoppschaltfläche

Die Retrospect-Symbolleiste enthält die Schaltfläche „Stopp“, mit der alle laufenden Vorgänge gestoppt werden können.

Wenn für Retrospect mehrere Skripts (einschließlich Proactive Backup-Skripts) eingerichtet sind, die 24 Stunden am Tag ausgeführt werden, kann sich das Verwalten von Skripts und Backup-Sets schwierig gestalten, weil Retrospect die Skripts kurz nach dem Programmstart ausführt.

Wenn Retrospect gestartet wurde und ein Skript ausgeführt werden soll, wird ein Countdown-Fenster angezeigt.

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Klicken Sie auf „Stopp“ und bestätigen Sie, dass alle Ausführungen gestoppt werden sollen. Wenn der Countdown bereits beendet ist, können Sie dazu auf „Alle Ausführungen stoppen“ in der Retrospect-Symbolleiste klicken.

Proactive Backup wird gestoppt und Skripts werden erst dann ausgeführt, wenn Sie erneut auf die Schaltfläche in der Retrospect-Symbolleiste klicken. Wenn Sie auf die Schaltfläche klicken, wird Proactive Backup gestartet und Retrospect führt geplante und wartende Skripts aus.

Wenn Sie auf „Stopp“ klicken, wird die Einstellung „Retrospect automatisch starten“ ebenfalls deaktiviert, bis Sie erneut auf die Schaltfläche klicken. Weitere Informationen finden Sie unter Start-Einstellungen.

Wenn Sie auf die Stoppschaltfläche klicken, bleibt sie aktiviert, auch wenn Sie Retrospect beenden und erneut starten. Wenn alle Ausführungen gestoppt sind, blinkt das Retrospect-Symbol im Infobereich der Windows-Taskleiste so lange, bis Sie in der Symbolleiste auf die Schaltfläche „Alle Ausführungen stoppen“ klicken.

Aktivitätsmonitor

Der Aktivitätsmonitor ermöglicht es Ihnen, manuell bzw. mit Skript ausgeführte Vorgänge vor, während und nach ihrer Ausführung anzuzeigen und zu steuern. Wenn ein Vorgang ausgeführt wird, erscheint automatisch das Register „Ausführen“ des Aktivitätsmonitors. Er kann aber auch jederzeit mit der Schaltfläche „Aktivitätsmonitor“ in der Retrospect-Symbolleiste aufgerufen werden.

Der Aktivitätsmonitor enthält die folgenden Register:

Jedes Register enthält spezifische Befehle und Informationen zu Retrospect-Aktivitäten. Die Option „Start geplanter und wartender Ausführungen nicht zulassen“ ist auf allen Registern verfügbar. Aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen, wenn geplante, wartende oder Proactive-Vorgänge nicht gestartet werden sollen.

Register „Proactive“

Klicken Sie auf „Aktivitätsmonitor>Proactive“ in der Retrospect-Navigationsleiste, um Ihre Proactive Backup-Skripts zu überwachen.

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Im Register „Proactive“ können Sie alle Proactive-Backups starten und stoppen, die Ausführung bestimmter Skripts anhalten und fortsetzen sowie Skript-Pläne ändern.

Weitere Informationen zur Steuerung von Proactive Backup und Proactive Backup-Skripts finden Sie unter Proactive Backup einstellen.

Sobald ein Proactive Backup-Skript gestartet wurde, können Sie den Fortschritt des Vorgangs im Register „Ausführen“ verfolgen. Im Gegensatz zu anderen Vorgangsarten wird das Proactive Backup-Skript nicht in das Register „Warten“ verschoben und keine Medien-Anforderung angezeigt, wenn die erforderlichen Medien oder die Ausführungseinheit nicht verfügbar sind. Proactive Backup wartet, bis alle erforderlichen Ressourcen verfügbar sind, bevor es den Vorgang startet.

Sind die erforderlichen Medien nicht verfügbar, erscheint „Medien“ im Register „Proactive“ in der Spalte „Status“ (die sichtbar ist, wenn „Quellen“ oder „Backup-Sets“ im Listenfeld ausgewählt ist). Das Skript wird automatisch ausgeführt, sobald die erforderlichen Medien verfügbar sind.

Ist die erforderliche Ausführungseinheit nicht verfügbar, wartet das Proactive Backup-Skript so lange, bis sie wieder zur Verfügung steht.

Weitere Informationen zu Ausführungseinheiten finden Sie unter Allgemeine Voreinstellungen.

Proactive Backup-Status

Für die Anzeige von Proactive Backup-Skriptinformationen gibt es drei verschiedene Optionen. Wählen Sie eine der folgenden Optionen im Listenfeld:

  • Quellen zeigt die Quellvolumes aller laufenden Skripts, den Status der einzelnen Quellen und wann das nächste Backup stattfindet. In dieser Ansicht können Sie einen Backup-Plan für eine beliebige Quelle des Skripts festlegen.
  • Backup-Sets zeigt die Backup-Sets aller laufenden Skripts und den Status des Vorgangs an.
  • Skripts listet alle Proactive Backup-Skripts nach Name auf und zeigt ihren Status an. In dieser Ansicht können Sie Skripts deaktivieren.

In der Spalte „Status“ führt Retrospect den Status des jeweiligen Elements auf.

Ist kein Eintrag vorhanden, muss Proactive Backup erst noch eine Verbindung zu dem jeweiligen Element herstellen.

Aktiv bedeutet, dass das Skript ausgeführt wird.

Baldmöglichst bedeutet, dass die Quelle so bald wie möglich gesichert wird. Das Backup wird ausgeführt, wenn der Client-Benutzer ein Backup anfordert oder das letzte Backup des Client-Computers älter als das im Skript festgelegt Backup-Intervall ist.

Gesichert bedeutet, dass das Quellvolume innerhalb des angegebenen Zeitraums gesichert wurde.

In Gebrauch bedeutet, dass Proactive Backup auf eine Ressource wartet, die derzeit in Gebrauch ist.

Verschoben bedeutet, dass der Client-Benutzer das Backup unterbrochen und verschoben hat. Wenn Benutzer Backups verschieben, wird dies im Retrospect-Protokoll vermerkt.

Gerät bedeutet, dass Proactive Backup das Bandgerät nicht finden kann, an das das erforderliche Backup-Set gebunden ist. Weitere Informationen finden Sie unter Register „Bindung“.

Inaktiv bedeutet, dass das Skript deaktiviert wurde oder dass sein Plan eine momentane Ausführung ausschließt.

Medien bedeutet, dass Proactive Backup für das Backup-Set des Elements kein geeignetes Medium finden kann.

Kennwort bedeutet, dass ein von Proactive Backup angefordertes Backup-Set durch ein Kennwort geschützt ist und das Kennwort für jeden Zugriff benötigt. Um auf das Backup-Set zugreifen zu können, wählen Sie „Einstellung>Backup-Sets“, wählen Sie das Backup-Set aus und klicken Sie auf „Eigenschaften“. Wenn Sie das Kennwort eingegeben haben, können Sie auf das Backup-Set zugreifen, bis Sie Retrospect neu starten.

Bereit bedeutet, dass eine Quelle derzeit oder demnächst gesichert wird. Es bedeutet auch, dass ein Backup-Set als Backup-Ziel bereit ist.

Wiederholen bedeutet, dass Proactive Backup die Quelle nicht gesichert hat und es noch einmal versucht.

Geplant bedeutet, dass die Quelle noch nicht gesichert wurde, der Verwalter aber ein Backup geplant hat.

Quelle bedeutet, dass Proactive Backup das Quellvolume nicht finden kann.

Abschluss bedeutet, dass sich ein Proactive Backup-Skript in der Abschlussphase befindet.

Klicken Sie auf eine Quelle, ein Backup-Set oder ein Skript, um im unteren Teil des Fensters zusätzliche Statusinformationen anzuzeigen.

Proactive Backup-Befehle

Das Register „Proactive“ enthält folgende Befehle:

  • Klicken Sie auf Planung, um den Zeitplan für Proactive Backup-Skripts zu ändern. Wenn im Listenfeld „Quellen“ ausgewählt ist, geben Sie ein Datum und eine Uhrzeit in das Dialogfeld ein und klicken Sie auf „OK“. Ist „Skripts“ ausgewählt, legen Sie durch Auswahl eines Optionsfelds fest, wann das Skript aktiv sein soll, und klicken Sie auf „OK“.
  • Klicken Sie auf Pause, um alle ausstehenden Proactive Backup-Skripts anzuhalten.
  • Klicken Sie auf Fortsetzen, um die Ausführung aller ausstehenden Proactive Backup-Skripts fortzusetzen.
  • Klicken Sie auf Start, um Proactive Backup zu starten. Wenn Sie Proactive Backup-Skripts erstellt haben und Proactive Backup nicht deaktiviert wurde, wird es nach zehn Minuten automatisch gestartet.
  • Klicken Sie auf Stopp, um Proactive Backup zu beenden. Es werden so lange keine Proactive Backup-Skripts ausgeführt, bis Sie wieder auf „Start“ klicken. Wenn Sie Proactive Backup nicht deaktivieren, wird es nach zehn Minuten automatisch wieder gestartet. Wenn Sie Proactive Backup beenden, gehen alle Änderungen des Zeitplans verloren, die Sie während der Ausführung von Proactive Backup vorgenommen haben.
  • Wählen Sie einen Eintrag im Listenfeld Quellen, um die Anzeige zu ändern. Mit „Quellen“ werden die Proactive Backup-Skripts anhand ihrer Quelle, mit „Backup-Sets“ anhand ihres Ziels und mit „Skripts“ anhand ihres Skriptnamens angezeigt.
  • Aktivieren Sie „Start geplanter und wartender Ausführungen nicht zulassen“, um zu verhindern, dass geplante, wartende oder Proactive-Vorgänge gestartet werden.

Proactive Backup-Skripts deaktivieren

Mit Retrospect können Sie ein Proactive Backup-Skript zeitweise deaktivieren, damit dessen Quellvolumes nicht gesichert werden.

Wenn Proactive Backup gestoppt und später gestartet wird, ist das Skript aktiv.

Um zu verhindern, dass ein bestimmtes Proactive Backup-Skript ausgeführt wird, klicken Sie zunächst auf das Register „Skripts“. Wählen Sie dann das Skript in der Liste aus und klicken Sie auf „Plan“ in der Symbolleiste. Wählen Sie „Nie aktiv“ im angezeigten Dialogfeld und klicken Sie auf „OK“.

Skript neu aktivieren: Damit ein deaktiviertes Proactive Backup-Skript ausgeführt und dessen Quellvolumes in die Routinevorgänge von Proactive Backup einbezogen werden können, befolgen Sie die oben genannten Schritte und wählen Sie an Stelle von „Nie aktiv“ die Option „Immer aktiv“.

Backup einer Quelle planen

Mit Retrospect können Sie von einem laufenden Proactive Backup-Skript aus das Backup einer Quelle planen. Sie müssen dann nicht darauf warten, dass Proactive Backup von einer Quelle ein Backup erstellt, sondern können eine bestimmte Zeit festlegen, zu der es das Quellvolume sichert. Das ist beispielsweise nützlich, wenn der Backup-Verwalter weiß, dass ein Vertriebsmitarbeiter in nächster Zeit das Büro mit ihrem Notebook verlassen wird. Der Verwalter kann für diesen Client-Computer sofort ein Backup ansetzen.

Um das Backup einer Quelle zu planen, klicken Sie zunächst auf das Register „Quellen“ im Proactive Backup-Statusfenster. Wählen Sie dann die Quelle in der Liste aus und klicken Sie auf „Plan“ in der Symbolleiste (oder doppelklicken Sie auf die Quelle).

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Stellen Sie mit den Pfeilen das Datum und die Uhrzeit für das Backup der Quelle ein und klicken Sie auf „OK“. Retrospect ändert anhand der von Ihnen angegebenen geplanten Zeit die Position der Quelle in der Warteschlange.

Falls Proactive Backup vor der geplanten Zeit gestoppt wird, wird diese Änderung der Warteschlange nicht gespeichert.

Register „Geplant“

Klicken Sie auf „Aktivitätsmonitor>Geplant“ in der Retrospect-Navigationsleiste, um die geplanten Skripts (außer Proactive Backup-Skripts) anzuzeigen.

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In diesem Fenster können Sie einzelne Skripts bearbeiten und löschen bzw. alle geplanten Ausführungen verhindern.

Das Register „Geplant“ enthält folgende Befehle:

  • Klicken Sie auf Skript bearbeiten, um das Skript-Überblicksfenster aufzurufen. In diesem Fenster können Sie die Quellen, Ziele, ausgewählte Dateien, Optionen und den Zeitplan des Skripts ändern. Nehmen Sie die gewünschten Änderungen vor und klicken Sie auf „OK“.
  • Klicken Sie auf Löschen, um die Skript-Ausführung für das ausgewählte Datum und die Uhrzeit sowie alle Ausführungen vor diesem Zeitpunkt zu löschen. Sie werden aufgefordert, den Vorgang zu bestätigen.
  • Aktivieren Sie Start geplanter und wartender Ausführungen nicht zulassen, um zu verhindern, dass geplante, wartende oder Proactive-Vorgänge gestartet werden.

Zur Startzeit wird das geplante Skript aus dem Register „Geplant“ in das Register „Ausführen“ verschoben (bzw. in das Register „Warten“, wenn die erforderlichen Ressourcen nicht verfügbar sind).

Register „Warten“

Klicken Sie in der Retrospect-Navigationsleiste auf „Aktivitätsmonitor>Warten“, um die Vorgänge anzuzeigen, die auf Ressourcen (Backup-Sets, Quellen oder Ausführungseinheiten) warten.

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Wenn ein Vorgang beispielsweise eine bestimmte Ausführungseinheit benötigt, die bereits verwendet wird, oder wenn alle Ausführungseinheiten gerade im Einsatz sind, wird er in die Warteschlange gestellt. Weitere Informationen über Ausführungseinheiten und die parallele Ausführung finden Sie unter Ausführung mehrerer Vorgänge gleichzeitig.

Das Register „Warten“ enthält folgende Befehle:

  • Klicken Sie auf Unterbrechen, um den ausgewählten Vorgang anzuhalten. Er wird erst dann fortgesetzt, wenn Sie „Fortsetzen“ wählen (dies gilt auch dann, wenn die erforderlichen Ressourcen verfügbar werden).
  • Klicken Sie auf Fortsetzen, um mit der Ausführung des ausgewählten Vorgangs fortzufahren. Der Vorgang wird fortgesetzt, sobald die Ressourcen verfügbar sind.
  • Klicken Sie auf Löschen und anschließend auf „OK“, um den ausgewählten Vorgang zu löschen.
  • Klicken Sie auf Verschieben, um die Ausführung bis zum angegebenen Zeitpunkt (Datum und Uhrzeit) zu verschieben. Zum angegebenen Zeitpunkt versucht Retrospect (sofern Sie es nicht in der Zwischenzeit beendet haben), den Vorgang auszuführen. Falls die Ressourcen verfügbar sind, wird der Vorgang fortgesetzt. Andernfalls wird er in die Warteschlange gestellt.
  • Aktivieren Sie „Start geplanter und wartender Ausführungen nicht zulassen“, um zu verhindern, dass geplante, wartende oder Proactive-Vorgänge gestartet werden.

Sobald ein Vorgang gestartet wurde, können Sie dessen Fortschritt im Register „Ausführen“ verfolgen.

Register „Ausführen“

Klicken Sie auf „Aktivitätsmonitor>Ausführen“ in der Retrospect-Navigationsleiste, um die laufenden Vorgänge anzuzeigen.

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Mit Beginn der Ausführung wird automatisch das Register „Ausführen“ des Aktivitätsmonitors angezeigt.

In diesem Register können Sie die laufenden Vorgänge überwachen, vorübergehend anhalten oder endgültig stoppen und das Protokoll für die einzelnen Vorgänge anzeigen. Sind die für einen Vorgang erforderlichen Medien nicht verfügbar, wird das Fenster zur Medien-Anforderung während der Ausführung angezeigt.

Was Retrospect nach der Ausführung tut, hängt davon ab, ob es sich um einen manuell oder mit Skript ausgeführten Vorgang handelt und welche Voreinstellungen Sie gewählt haben. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Start-Einstellungen und Voreinstellungen „Planung“.

Während der Ausführung stehen folgende Befehle zur Auswahl:

  • Klicken Sie auf Pause und anschließend auf „Ja“, um den ausgewählten Vorgang vorübergehend anzuhalten. Wenn Sie alle Ausführungen anhalten und/oder das Starten der geplanten bzw. wartenden Ausführungen verhindern möchten, wählen Sie die entsprechenden Kontrollkästchen und klicken Sie auf „Ja“.
  • Klicken Sie auf Weiter und anschließend auf „Ja“, um den ausgewählten Vorgang fortzusetzen. Wenn Sie alle Ausführungen fortsetzen und/oder das Starten der geplanten bzw. wartenden Ausführungen zulassen möchten, wählen Sie die entsprechenden Kontrollkästchen und klicken Sie auf „Ja“.
  • Klicken Sie auf Stopp und anschließend auf „Ja“, um den ausgewählten Vorgang zu stoppen und nicht zu Ende zu führen. Wenn Sie alle Ausführungen stoppen und/oder das Starten der geplanten bzw. wartenden Ausführungen verhindern möchten, wählen Sie die entsprechenden Kontrollkästchen und klicken Sie auf „Ja“.
  • Mit der Schaltfläche Protokoll werden die Protokollinformationen für den ausgewählten Vorgang angezeigt.

Sind die für die Ausführung des ausgewählten Vorgangs erforderlichen Medien nicht verfügbar, zeigt Retrospect das Fenster zur Medien-Anforderung an. Weitere Informationen finden Sie unter Fenster für die Medien-Anforderung.

Nach Abschluss wird der Vorgang aus dem Register „Ausführen“ des Aktivitätsmonitors entfernt. Klicken Sie auf das Register „Historie“, um Details zum Vorgang anzuzeigen.

Register „Historie“

Klicken Sie auf „Aktivitätsmonitor>Historie“ in der Retrospect-Navigationsleiste, um die Vorgänge anzuzeigen, die (erfolgreich oder nicht erfolgreich) abgeschossen wurden.

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Das Register „Historie“ liefert Zeitangaben (Datum und Uhrzeit) und Leistungsdaten zu den zuletzt ausgeführten Vorgängen und stellt folgende Befehle zur Auswahl:

  • Klicken Sie auf Alle löschen und anschließend auf „OK“, um die Informationen für alle aufgelisteten Vorgänge zu löschen. Sie müssen die Historie nicht löschen. Retrospect entfernt regelmäßig die ältesten Einträge. Legen Sie mit der Option „Maximale Größe der Ausführungshistorie“ die maximale Anzahl der Vorgänge fest, die im Register „Historie“ angezeigt werden sollen. Weitere Informationen finden Sie unter Allgemeine Voreinstellungen.
  • Klicken Sie auf Löschen und anschließend auf „OK“, um die Informationen für den ausgewählten Vorgang zu löschen.
  • Klicken Sie auf Fehler, um eine Liste der Dateien anzuzeigen, die den Fehler verursacht haben. Diese Schaltfläche ist nur verfügbar, wenn ein Fehler im Zusammenhang mit Dateien aufgetreten ist. Andere Fehler werden im Protokoll erläutert.
  • Klicken Sie auf die Schaltfläche Protokoll, um die Protokollinformationen für den ausgewählten Vorgang anzuzeigen.

Register „Ereignisse“

Klicken Sie auf „Aktivitätsmonitor>Ereignisse“ in der Retrospect-Navigationsleiste, um Retrospect-Meldungen zu ausgeführten und aktuellen Vorgängen anzuzeigen.

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Retrospect zeigt für jedes Ereignis den Typ, das Datum und die Uhrzeit, die Kategorie und eine kurze Beschreibung des Ereignisses an. Sie sollten das Register „Ereignisse“ regelmäßig im Rahmen Ihrer routinemäßigen Überwachung des Backup-Computers von Retrospect überprüfen.

Zu den Ereignistypen gehören „Information“, „Warnung“ und „Fehler“. Ereignisse vom Typ „Information“ werden für Vorgänge angezeigt, die erfolgreich abgeschlossen oder vor der Beendigung gestoppt wurden. Ereignisse vom Typ „Warnung“ können schwerwiegender sein. Wenn ein Backup beispielsweise mit Fehlern erstellt wird, zeigt Retrospect ein Ereignis vom Typ „Warnung“ an. Ereignisse vom Typ „Fehler“ sind am schwerwiegendsten. Retrospect zeigt ein Ereignis vom Typ „Fehler“ an, wenn ein Vorgang nicht durchgeführt werden konnte, wenn beispielsweise ein Skript fehlschlägt oder auf ein Gerät nicht zugegriffen werden kann.

Jedes von Retrospect angezeigte Ereignis gehört einer der folgenden Kategorien an: Volume, Client, Gerät, SCSI, Backup-Set, Engine oder Skript.

Mit den folgenden Befehlen können Sie ausgewählte bzw. alle Ereignisse löschen:

  • Klicken Sie auf Alle löschen und anschließend auf „OK“, um alle Ereignisse zu löschen. Sie müssen die Ereignisse nicht löschen. Retrospect entfernt automatisch die alten Ereignisse und zeigt Informationen zu neueren Ereignissen an. Legen Sie mit der Option „Maximale Größe der Ausführungsereignisse“ die maximale Anzahl der Ereignisse fest, die im Register „Ereignisse“ angezeigt werden sollen. Weitere Informationen finden Sie unter Allgemeine Voreinstellungen.
  • Klicken Sie auf Löschen und anschließend auf „OK“, um das ausgewählte Ereignis zu löschen.
  • Alle Retrospect-Ereignisse werden außerdem im Windows-Ereignisprotokoll aufgezeichnet. Weitere Informationen zum Abrufen des Ereignisprotokolls finden Sie in der Windows-Dokumentation. Wenn Sie in Retrospect die Voreinstellung „Benachrichtigung für externe Programme aktivieren“ festlegen, können bestimmte Anwendungen wie z. B. EMC Legato Networker Management Console auch Retrospect-Ereignisse anzeigen. Weitere Informationen finden Sie unter Voreinstellungen „Berichte“.

Fenster für die Medien-Anforderung

Wenn ein Vorgang in das Register „Ausführen“ des Aktivitätsmonitors verschoben wird und die erforderlichen Medien nicht verfügbar sind, fordert Retrospect Sie im Fenster zur Medien-Anforderung auf, die Medien mit dem richtigen Namen bzw. leere oder gelöschte Medien einzulegen.

Die Medien-Anforderung können Sie umgehen, wenn Sie das korrekte Medium einlegen, bevor der Vorgang ausgeführt wird. Damit Ihre wertvollen Daten nicht versehentlich überschrieben werden, ist Retrospect bei Bändern, Discs und Wechselmedien sehr genau – sie müssen leer oder gelöscht sein oder die Namen müssen genau mit den angeforderten Namen übereinstimmen, wenn Retrospect fortfahren soll, ohne eine Medien-Anforderung anzuzeigen. Bei Backups auf neue Medien und Recycling-Backups sollten Sie Wechselmedien vorher löschen oder Festplatten hinzufügen, um sicherzustellen, dass Retrospect den Vorgang ohne Medien-Anforderung ausführt.

Das Fenster zur Medien-Anforderung variiert, je nachdem, ob es sich beim Ziel um ein Band/CD/DVD-Backup-Set oder um ein Platten-Backup-Set handelt.

Band/CD/DVD-Medienanforderung

Beim Sichern auf Band oder CDs/DVDs ähnelt das Fenster zur Medien-Anforderung sehr dem Fenster „Speichergeräte“.

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Klicken Sie auf „Stopp“, um den aktuellen Vorgang zu stoppen. Wenn Retrospect nach neuen Medien sucht, legen Sie ein leeres oder gelöschtes Medium ein und klicken Sie auf „Weiter“, damit der aktuelle Vorgang fortgeführt wird. Wenn Retrospect nach einem bestimmten Segment eines Backup-Sets sucht, legen Sie es ein und klicken Sie auf „Weiter“. Wenn das Segment nicht verfügbar ist, klicken Sie auf „Auswahl“ (siehe Medium nicht verfügbar).

Die Symbolleiste des Fensters enthält dieselben Befehle wie das Fenster „Speichergeräte“. Siehe:

Die nützlichsten Befehle für eine Medien-Anforderung sind:

Auswerfen: Wirft das ausgewählte Medium aus dem Laufwerk aus, so dass Sie das richtige Medium oder ein leeres bzw. gelöschtes Band, eine CD oder DVD einlegen können.

Löschen: Löscht den Inhalt des ausgewählten Bands oder der CD/DVD und verwendet das Medium für den aktuellen Vorgang.

Medium nicht verfügbar

Wenn das angeforderte Medium nicht verfügbar ist, klicken Sie auf „Auswahl“. Das Dialogfeld für die Medienauswahl wird angezeigt. Wählen Sie eine der folgenden Optionen:

Fehlt: weist Retrospect an, das angeforderte Segment als dauerhaft nicht verfügbar zu kennzeichnen. Retrospect fordert ein neues Segment an und kopiert wenn möglich die fehlenden Daten während des nächsten Backup- oder Archivierungsvorgangs darauf.

Wählen Sie „Fehlt“ nur dann, wenn das angeforderte Segment wirklich verloren oder beschädigt ist. Für andere Situationen ist diese Auswahl nicht geeignet.

Übergehen: Weist Retrospect an, das angeforderte Segment zu überspringen und nach einem neuen Segment zu fragen. Die Daten auf dem angeforderten Medium bleiben intakt. Im Grunde genommen sagen Sie damit: „Kopiere nicht weiter auf dieses Segment, sondern kopiere jetzt auf ein neues Medium“. Dies ist nützlich, wenn ein Segment fast voll ist und Sie befürchten, dass es nicht mehr genug Platz für ein komplettes unbeaufsichtigtes Backup hat.

Wählen Sie „Übergehen“ nicht, wenn das angeforderte Medium verloren oder beschädigt ist, da Sie sonst Ihre Daten verlieren würden. Wählen Sie stattdessen „Fehlt“.

Medien-Anforderung beim Sichern auf Platte

Beim Sichern auf eine Platte gleicht das Fenster zur Medien-Anforderung dem Fenster zum Hinzufügen einer Platte zu einem neuen Platten-Backup-Set. Das Fenster wird angezeigt, wenn die Platte voll ist oder Retrospect nicht darauf zugreifen kann.

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Klicken Sie auf „Abbrechen“, um den aktuellen Vorgang zu stoppen.

Klicken Sie auf „Segmente zeigen“, um alle Segmente des Backup-Sets und die zugehörigen Details über die Option „Eigenschaften“ anzeigen zu können. Wenn eines der Segmente über weiteren Speicherplatz verfügt, können Sie diesen Speicherplatz im Eigenschaftenfenster zum Backup-Set hinzufügen. Wenn ausreichend Speicherplatz bereitgestellt wird, setzt Retrospect den Vorgang fort.

Suchen Sie eine Platte mit ausreichend Speicherplatz und klicken Sie auf „Weiter“, um sie als Segment zum Backup-Set hinzuzufügen. Retrospect öffnet ein Fenster mit Informationen über die hinzuzufügende Festplatte, in dem Sie angeben können, wie viel Speicherplatz für das Backup-Set reserviert werden soll.

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Klicken Sie auf „Erweitert“, um zusätzliche Optionen festzulegen.

  • Den Ablageort des Ordners für Backup-Daten. Wenn Sie keinen Ablageort angeben, wird der Ordner automatisch im Hauptverzeichnis der Festplatte angelegt.
  • Sie können ein Kennwort für ein Netzwerk-Volume angeben, damit Retrospect sich bei unbeaufsichtigten Backups automatisch anmelden kann.
  • Bei lokalen Volumes, die keine Systemvolumes sind, können Sie Retrospect anweisen, die Platte zu löschen und umzubenennen.

Klicken Sie auf „OK“, damit die Platte hinzugefügt und der aktuelle Vorgang fortgeführt wird.

Bei Platten-Backup-Sets mit aktivierter Ausdünnungsfunktion zeigt Retrospect das Fenster zur Medien-Anforderung nur an, wenn es während der Ausdünnung des Sets feststellt, dass weiterer Plattenplatz erforderlich ist. Wenn die Ausdünnung des Backup-Sets gemäß der in Retrospect definierten Richtlinie erfolgt, müssen Sie eine weitere Platte hinzufügen oder auf der verwendeten Platte Speicherplatz freigeben, damit der Vorgang fortgeführt werden kann.

Wenn in der Ausdünnungsrichtlinie die Anzahl der zu speichernden Backups genannt ist, können Sie diese Anzahl durch Klicken auf „Ausdünnen“ verringern und nicht mehr benötigte Snapshots sowie die zugehörigen Dateien löschen, um im aktuellen Backup-Set-Segment Speicherplatz freizugeben. Auf diese Weise wird Platz für den aktuellen Vorgang frei. Beachten Sie dabei, dass die gelöschten Daten nicht wiederhergestellt werden können.

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Klicken Sie auf „Ausdünnen“, verringern Sie die Anzahl der zu erhaltenden Backups und klicken Sie auf „OK“. Retrospect dünnt das Backup-Set aus und setzt den Vorgang fort, wenn ausreichend Plattenplatz zur Verfügung steht.

Ausführung mehrerer Vorgänge gleichzeitig

In Retrospect können Sie: Konfigurationseinstellungen während der Ausführung eines Vorgangs ändern, mehrere Vorgänge parallel ausführen, Ressourcenkonflikte beheben (einschließlich sequentieller Ausführung bei Konflikten), mehrere Ausführungen über das Proactive Backup-System starten und mehrere Laufwerke einer Bandbibliothek gleichzeitig verwenden.

Retrospect bietet integrierte Funktionalität für die Unterstützung paralleler Ausführungen und erweiterte Funktionalität mit dem Zusatzprodukt „Advanced Tape Support“ (für die gleichzeitige Verwendung mehrerer Bandlaufwerke).

Retrospect Desktop unterstützt nicht die gleichzeitige Ausführung mehrerer Vorgänge.

Parallele Ausführung

Retrospect ist für die Verwendung mehrerer Ausführungseinheiten vorkonfiguriert. Die Anzahl der unterstützten Einheiten richtet sich nach dem Arbeitsspeicher des Backup-Computers.

Sofern der Computer über ausreichend Arbeitsspeicher und Backup-Geräte verfügt, unterstützt die Software acht parallele Ausführungen.

Wenn Sie mehrere Ausführungseinheiten verwenden, können Sie mehrere Vorgänge gleichzeitig ausführen. Überschreitet die Anzahl der gestarteten Vorgänge die Anzahl der verfügbaren Ausführungseinheiten, werden die überzähligen Vorgänge in die Warteschlange gestellt, bis eine Ausführungseinheit verfügbar ist. Siehe Register „Warten“.

Proactive Backup-Skripts werden nicht in die Warteschlange gestellt. Sie werden nur gestartet, wenn eine Ausführungseinheit und andere erforderliche Ressourcen verfügbar sind.

In der Regel setzt die gleichzeitige Ausführung voraus, dass die Vorgänge unterschiedliche, d. h. jeweils eigene Quellen und Ziele verwenden. Die Besonderheit von Platten-Backup-Sets besteht darin, dass ein Backup-Set gleichzeitig sowohl als Ziel eines Vorgangs als auch als Quelle für einen oder mehrere zusätzliche Vorgänge verwendet werden kann. Die Funktion wird unter Platten-Backup-Sets und parallele Ausführungen beschrieben.

Subvolumes und ihr übergeordnetes Volume bzw. Postfächer und ihr übergeordneter Container werden nicht unterschieden. Daher ist es nicht möglich, ein Volume und ein dazugehöriges Subvolume (bzw. einen Container für Exchange-Postfächer und ein dazugehöriges Postfach) zur selben Zeit zu sichern oder wiederherzustellen. Retrospect führt die Vorgänge in diesem Fall nacheinander aus.

Wenn mehrere Platten-Backup-Sets auf derselben Platte gespeichert sind, empfiehlt Retrospect, Inc., diese nicht für gleichzeitige Vorgänge einzusetzen.

Platten-Backup-Sets und parallele Ausführungen

Die Besonderheit von Retrospect Server-Editionen besteht darin, dass für ein Backup-Set gleichzeitig ein einzelner Schreibvorgang und mehrere Lesevorgänge unterstützt werden.

Zu den Schreibvorgängen gehören folgende Vorgänge:

  • In ein Backup-Set sichern
  • In ein Backup-Set übertragen
  • In ein Backup-Set archivieren

Zu den Lesevorgängen gehören folgende Vorgänge:

  • Vom Backup-Set wiederherstellen
  • Vom Backup-Set übertragen
  • Vorbereitungen für die Notfall-Wiederherstellung
  • Backup-Set-Eigenschaften anzeigen
  • Snapshots oder Läufe eines Backup-Sets durchsuchen

Solange ausreichende Ausführungseinheiten verfügbar sind, können gleichzeitig ein Schreibvorgang und ein oder mehrere Lesevorgänge ausgeführt werden. Sie können auch mehrere Lesevorgänge gleichzeitig ausführen.

Sie können beispielsweise in ein Backup-Set sichern und gleichzeitig aus demselben Backup-Set einen Retrospect-Client wiederherstellen. Zusätzlich haben Sie folgende Möglichkeiten:

  • Parallele Wiederherstellungen von einem einzelnen Backup-Set
  • Snapshots aus einem Backup-Set übertragen, während in dieses Backup-Set gesichert wird

Abgesehen von den Ausführungseinheiten gibt es folgende Beschränkungen für gleichzeitig ausgeführte Vorgänge: sie können nicht auf dasselbe Volume, dieselbe Datenbank, dasselbe Postfach oder dasselbe Nicht-Platten-Backup-Set zugreifen.

Für bestimmte Vorgänge ist der exklusive Zugriff auf das Backup-Set erforderlich (beispielsweise bei der Aktualisierung einer Katalogdatei, beim Ausdünnen, beim Recycling und dem Überprüfen von Medien). Wenn einer dieser Vorgänge ein Platten-Backup-Set verwendet, kann dieses Backup-Set nicht zur gleichen Zeit von anderen Vorgängen verwendet werden.

Um diese speziellen Möglichkeiten eines Platten-Backup-Sets nutzen zu können, vergewissern Sie sich, dass in Ihren Skripts die Option „Jede Ausführungseinheit“ aktiviert ist. Weitere Informationen finden Sie unter Ausführungseinheiten zuweisen.

Darüber hinaus müssen Sie nichts beachten. Skripts, die aufgrund von Ressourcenkonflikten nicht gleichzeitig ausgeführt werden können, werden in die Warteschlange gestellt und ausgeführt, sobald die erforderlichen Ressourcen verfügbar werden. Bei manuellen Vorgängen und bei der Verwaltung von Backup-Sets fragt Retrospect entweder, ob gewartet werden soll, bis die erforderliche Ressource verfügbar ist, oder zeigt den Fehler 843 an (Ressource wird von einem anderen Vorgang verwendet). Versuchen Sie es in diesem Fall zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal.

Retrospect Desktop unterstützt nur eine Ausführungseinheit und kann daher nicht die Funktionen des Platten-Backup-Sets für die parallele Ausführung von einem Schreib- und mehreren Lesevorgängen nutzen.

Voreinstellungen für die gleichzeitige Ausführung festlegen

Für die gleichzeitige Ausführung mehrerer Vorgänge benötigen Sie mindestens zwei Ausführungseinheiten.

Wie Sie die Anzahl der Ausführungseinheiten angeben, lesen Sie unter Allgemeine Voreinstellungen.

Retrospect stellt die Anzahl der Ausführungseinheiten automatisch auf den optimalen Wert ein. Er richtet sich nach dem Arbeitsspeicher des Backup-Computers. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie diese Einstellung ändern.

Ausführungseinheiten zuweisen

Sie können festlegen, ob ein Vorgang eine bestimmte oder die erste verfügbare Ausführungseinheit („Jede Ausführungseinheit“) verwenden soll. Wenn Sie mindestens zwei Ausführungseinheiten haben und ein Skript erstellen bzw. einen manuellen Vorgang einrichten, enthält das Überblicksfenster das Listenfeld „Ausführungseinheit“ .

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Wählen Sie „Jede Ausführungseinheit“, um die gleichzeitige Ausführung zu nutzen. In bestimmten Fällen sollen die Ausführungen nacheinander stattfinden. Sie möchten beispielsweise erst ein Volume auf die Festplatte sichern und dann die Katalogdatei auf CD. Weisen Sie in diesem Fall beiden Vorgängen dieselbe Ausführungseinheit zu und legen Sie fest, dass das Backup des Volumes vor dem Backup der Katalogdatei ausgeführt wird. Dies gewährleistet, dass der zweite Vorgang erst gestartet wird, wenn der erste abgeschlossen ist.

Mehrere Laufwerke

Für den gleichzeitigen Einsatz mehrerer Bandlaufwerke ist das Zusatzprodukt „Advanced Tape Support“ von Retrospect erforderlich. Die parallele Ausführung ist sowohl auf mehreren eigenständigen Bandgeräten als auch auf Bandbibliotheken mit mehreren Laufwerken möglich.

Advanced Tape Support ist für Retrospect Desktop und Retrospect Single Server (Disk-to-Disk) nicht verfügbar.

Band-Backup-Sets an Bandlaufwerke binden

Bei Verwendung mehrerer Bandlaufwerke besteht die Möglichkeit, ein Backup-Set an ein bestimmtes Laufwerk zu binden. Wenn Sie beispielsweise ein schnelles und ein langsames Laufwerk haben, können Sie das Backup-Set für Ihre Client-Computer an das langsame und das Backup-Set für den lokalen Server an das schnelle Laufwerk binden. Auf diese Weise sind die Netzwerkgeschwindigkeit und die Laufwerksgeschwindigkeit aufeinander abgestimmt und die Bandgeräte verbringen weniger Zeit mit der Neupositionierung der Köpfe.

Standardmäßig verwendet Retrospect ein beliebiges verfügbares Bandlaufwerk. Sie können diese Einstellung auf zwei verschiedene Arten ändern:

  • Verwenden Sie zum Festlegen und Ändern der Bindung eines Band-Backup-Sets das Eigenschaftenfenster des Backup-Sets. Wechseln Sie zu „Einstellung>Backup-Sets“, wählen Sie das Band-Backup-Set und klicken Sie auf „Eigenschaften“. Klicken Sie im Eigenschaftenfenster auf das Register „Bindung“. Klicken Sie auf „Ausgewählte Bandlaufwerke“ und wählen Sie ein oder mehrere Bandgeräte. Um die Bindung aufzuheben, wählen Sie „Jedes Bandlaufwerk“.
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  • Sie können auch das Fenster „Speichergeräte“ verwenden, um die Bindung eines Band-Backup-Sets einzustellen und zu ändern. Klicken Sie auf „Einstellung>Geräte“. Klicken Sie im Fenster „Speichergeräte“ auf das Register „Bindung“. Wählen Sie ein Backup-Set aus, klicken Sie auf „Ausgewählte Bandlaufwerke“ und wählen Sie ein oder mehrere Laufwerke. Um die Bindung aufzuheben, wählen Sie „Jedes Bandlaufwerk“.
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Backup-Strategien für die Verwendung mehrerer Bandlaufwerke

Mit dem Zusatzprodukt „Advanced Tape Support“ (ATS) kann Retrospect auf mehrere Bandlaufwerke gleichzeitig schreiben und/oder Daten von mehreren Bandlaufwerken gleichzeitig lesen. Auf diese Weise können in einem bestimmten Backup-Zeitfenster mehr Daten gesichert werden.

Um ATS optimal zu nutzen und die Anforderungen an das Backup-Zeitfenster zu erfüllen, sollten Sie Ihre Skripts so einrichten, dass Daten von einer eindeutigen Quelle auf ein eindeutiges Ziel geschrieben werden. Nur so ist die gleichzeitige Ausführung mehrere Vorgänge möglich.

Eine bestimmte Quelle oder ein Ziel, die bzw. das bereits von einem Vorgang verwendet wird, kann nicht gleichzeitig für einen anderen Vorgang genutzt werden.

Die folgenden Szenarien beschreiben, wie Sie Ihre Skripts und Backup-Sets organisieren müssen, um ATS optimal zu nutzen:

Ohne Advanced Tape Support würden Sie wahrscheinlich ein Skript erstellen, das alle Server in ein einzelnes Backup-Set sichert. Dies ist eine gute Alternative, da Sie ohne ATS keine Backups auf zwei Bandlaufwerke gleichzeitig erstellen können.

Mit Advanced Tape Support können Sie zwei Skripts erstellen, wobei jedes Skript zwei Server in ein unterschiedliches Backup-Set sichert. Planen Sie die gleichzeitige Ausführung der Skripts, um alle Volumes in kürzerer Zeit zu sichern.

Skripts

Skript 1

Skript 2

Quellen

Skript 1: Server A und Server B

Skript 2: Server C und Server D

Ziele

Skript 1: Backup-Set 1

Skript 2: Backup-Set 2

In diesem Beispiel sollen die Server jede Nacht um 22:00 Uhr und die Notebooks immer dann gesichert werden, wenn sie an das Netzwerk angeschlossen werden.

Erstellen Sie zwei Skripts: ein normales Skript für die Server und ein Proactive Backup-Skript für die Notebooks.

Skripts

Server-Backup

Notebook-Backup (Proactive Backup-Skript)

Quellen

Server-Backup: SQL, Exchange, Datei-Server

Notebook-Backup: Notebooks

Ziele

Server-Backup: Backup-Set 1

Notebook-Backup: Backup-Set 2

Plan

Server-Backup: 22:00 Uhr, jede Nacht

Notebook-Backup: Immer aktiv

Dank dieser Konfiguration kann Retrospect die Server und die Notebooks gleichzeitig auf unterschiedliche Bandlaufwerke sichern (sofern die Ressourcen verfügbar sind).

Teilen Sie die Clients in vier logische Gruppen ähnlicher Größe, erstellen Sie (in der Volume-Datenbank) für jede Gruppe eine Quellgruppe und fügen Sie die Clients hinzu.

Erstellen Sie für jede Quellgruppe ein Backup-Set und ein Proactive Backup-Skript und starten Sie Proactive Backup.