Notfall-Wiederherstellung

Um eine erfolgreiche Wiederherstellung auf einem nicht mehr startfähigen Computer durchzuführen, ist zunächst ein vollständiges Retrospect-Backup des Start-Volumes des entsprechenden Computers erforderlich. Außerdem werden Backups aller anderen Datenträger benötigt, die wiederhergestellt werden sollen. Darüber hinaus benötigen Sie Zugriff auf das Backup-Set-Speichermedium, auf dem sich der Backup befindet, sowie auf die Katalogdatei, die mit dem Backup-Set übereinstimmt. Zu einer umfassenden Backup-Strategie gehört das Anfertigen von Kopien der Katalogdateien von Retrospect auf separaten Medien, beispielsweise auf einem Netzlaufwerk oder einem anderen Computer.

Es gibt zwei Methoden, um einen nicht bootfähigen Computer wiederherzustellen:

  • Starten Sie den Computer von einer Retrospect-Notfall-Wiederherstellungs-CD und führen Sie eine komplette Wiederherstellung durch (am schnellsten).

Please note that with modern Windows operating system versions, live restores are not a valid restore option for full system recovery.

For information about disaster recovery with Retrospect Solo, see Disaster Recovery with Retrospect Solo.

Retrospect für Windows beinhaltet einen verbesserten Desaster-Recovery-Workflow für vollständige Kompabilität mit Windows XP® bis Windows 8.1® und Windows Server 2012 R2® und volle Unterstützung für 64-Bit-Maschinen und Treiber. Darüber hinaus beinhaltet Retrospect’s Dissimilar Hardware Restore für Windows auch vollständige Unterstützung für Windows 8.1® und Windows 2012 R2® und 64-Bit Betriebssysteme und Treiber.

Erstellen einer Retrospect-Notfall-Wiederherstellungs-CD

Mithilfe des Assistenten zur Notfall-Wiederherstellung können Sie ein ISO-Image erstellen, das auf eine CD gebrannt und zum Starten Ihres Computers verwendet werden kann, um ihn im Notfall – z. B. bei Versagen der Festplatte – wieder auf einen früheren Zustand zurückzusetzen. Um Ihr System mit den entsprechenden Programmen und Daten vollständig zu schützen, wird dringend empfohlen, dass Sie die unten aufgeführten Schritte befolgen, um schnellstmöglich eine bootfähige CD zu erstellen.

Stellen Sie vor Erstellung eines ISO-Image sicher, dass Sie über folgende Objekte verfügen:

  • Das Microsoft Windows Assessment and Deployment Kit (Windows ADK) muss auf dem Computer installiert sein, auf dem der Assistent zur Notfall-Wiederherstellung ausgeführt wird. Retrospect ermöglicht Ihnen, das Windows ADK während des Vorgangs herunterzuladen.
  • Alle Treiber oder Paketdateien (z. B. package.cab), die Sie dem ISO-Image hinzufügen möchten, sollten sich im folgenden Verzeichnis befinden, bevor Sie das ISO-Image erstellen.
  • <Retrospect-Anwendung>/drsupp/drivers
  • Ein leerer optischer Datenträger

So erstellen Sie eine bootfähige CD:

  1. Gehen Sie in der Retrospect-Navigationsleiste zu Backup > Notfall-Wiederherstellung.
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  3. Klicken Sie auf Weiter.
  4. Sie werden anschließend nach der Windows ADK-Software gefragt. Retrospect verwendet das ADK, um eine Notfall-Wiederherstellungs-CD zu erstellen.

  5. Klicken Sie auf den Link Laden Sie das Microsoft Windows ADK-Image herunter oder klicken Sie auf Durchsuchen, wenn Sie die Software bereits heruntergeladen und installiert haben.
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  7. Um nach der installierten Windows ADK-Software zu suchen, gehen Sie zu dem entsprechenden Ordner und klicken Sie auf Öffnen.
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    Sie werden anschließend aufgefordert, den Standort der Image-Datei der Notfall-Wiederherstellungs-CD-R zu bestätigen.

  9. Bestätigen Sie den Standardspeicherort durch Klicken auf Weiter oder klicken Sie auf Durchsuchen, um einen anderen Standort anzugeben.
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    Die Vorbereitung der Notfall-Wiederherstellung sollte jetzt abgeschlossen sein.

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  11. Brennen Sie die ISO-Image-Datei auf einen optischen Datenträger und bewahren Sie diesen an einem sicheren Ort auf.

Hinweis: Wenn Sie bei Erstellung des Notfall-Wiederherstellungs-Image eine Fehlermeldung erhalten haben (z. B. nicht ausreichend Speicherplatz für das Image), klicken Sie auf Protokoll öffnen, um sich die Retrospect-Protokolldatei anzusehen.

Verwenden der Notfall-Wiederherstellungs-CD von Retrospect

Nach dem Starten eines Windows-Computers von der Retrospect-Notfall-Wiederherstellungs-CD aus können die Festplatten des Computers partitioniert und formatiert werden. Die Wiederherstellung kann entweder lokal mit der Retrospect-Anwendung erfolgen, wenn Speichermedien mit dem Backup angeschlossen sind, oder sie kann über einen Retrospect-Server im Netzwerk mit der Retrospect-Client-Software durchgeführt werden.

Hinweis: Die Notfall-Wiederherstellungs-CD von Retrospect und der Wiederherstellungsprozess mit Retrospect sind für die Wiederherstellung auf Hardware vorgesehen, die der Hardware ähnlich ist, von der die Backup-Daten ursprünglich stammen. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn eine Festplatte ersetzt wurde, nicht jedoch, wenn sich der Zielcomputer vollständig vom Quellcomputer unterscheidet.

Das Retrospect-Add-on zur Wiederherstellung auf abweichender Hardware ermöglicht es, eine komplette Wiederherstellung auf anderer Hardware durchzuführen, beispielsweise beim Austausch eines defekten Computers durch einen Computer eines anderen Herstellers. Weitere Informationen finden Sie unter System auf abweichender Hardware startfähig machen.

Vorbereitende Planung

Um eine erfolgreiche Wiederherstellung auf einem nicht mehr startfähigen Computer durchzuführen, ist zunächst ein vollständiges Retrospect-Backup des Start-Volumes des entsprechenden Computers erforderlich. Außerdem werden Backups aller anderen Datenträger benötigt, die wiederhergestellt werden sollen. Darüber hinaus benötigen Sie Zugriff auf das Backup-Set-Speichermedium, auf dem sich der Backup befindet, sowie auf die Katalogdatei, die mit dem Backup-Set übereinstimmt. Zu einer umfassenden Backup-Strategie gehört das Anfertigen von Kopien der Katalogdateien von Retrospect auf separaten Medien, beispielsweise auf einem Netzlaufwerk oder einem anderen Computer.

Hinweis: Wenn Sie keine Kopie der Katalogdatei des Backup-Sets haben, kann diese aus den Medien neu erstellt werden. Dies erhöht jedoch den Zeitaufwand für die Wiederherstellung.

Hinweis: Bei der Wiederherstellung auf einer Festplatte, auf der Windows Vista, 7, 8, Server 2008 oder Server 2008 R2 oder Server 2012 installiert war, muss das physische Ziel-Festplattenlaufwerk mindestens so groß sein wie das zu ersetzende physische Laufwerk. Dies ist erforderlich, um eine korrekte Wiederherstellung von versteckten Partitionen (beispielsweise einer Recovery-Partition) zu ermöglichen, die auf dem Quelldatenträger ggf. vorhanden waren.

Erste Schritte

Wenn der Computer, den Sie aus einem nicht startfähigen Zustand wiederherstellen, derselbe Computer ist, auf dem Retrospect ausgeführt wird, führen Sie eine lokale Wiederherstellung mit der Retrospect-Anwendung durch. Wenn der wiederherzustellende Computer normalerweise als Client auf einem Netzwerkcomputer gesichert wird, auf dem die Retrospect-Anwendung ausgeführt wird, führen Sie die Wiederherstellung unter Verwendung der Retrospect Client-Methode durch.

Legen Sie die Retrospect Notfall-Wiederherstellungs-CD in das optische Laufwerk des wiederherzustellenden Computers ein, schalten Sie ihn ein, und starten Sie ihn von der CD aus.

Hinweis: Möglicherweise müssen Sie die Startreihenfolge in den BIOS-Einstellungen des Computer ändern, um ihn von der CD aus starten zu können. Anweisungen zum Ändern der BIOS-Einstellungen während des Startvorgangs finden Sie in der Dokumentation des entsprechenden Computermodells.

Nachdem Sie den Computer über die Retrospect-Notfall-Wiederherstellungs-CD gestartet haben und den rechtlichen Bestimmungen zugestimmt haben, wird der Startbildschirm des Assistenten zur Notfall-Wiederherstellung angezeigt.

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Von diesem Bildschirm aus erhalten Sie Zugriff auf alle Tools, die für die Wiederherstellung des Computers erforderlich sind. Sie können die Festplatte partitionieren und formatieren, Treiber für Komponenten installieren, die auf das Netzwerk oder auf Speichergeräte zugreifen müssen, und ein Netzlaufwerk verbinden. Nachdem Sie die Umgebung mit diesen Tools konfiguriert haben, können Sie wählen, ob Sie die Wiederherstellung lokal mit der Retrospect-Anwendung oder als Client von einem Retrospect-Server im Netzwerk aus durchführen möchten.

Einrichten der Festplatte für die Wiederherstellung

In einigen Fällen muss die Festplatte im Computer möglicherweise partitioniert oder formatiert werden, bevor der Notfall-Wiederherstellungsvorgang durchgeführt werden kann. Das kommt häufig vor, insbesondere wenn Sie eine kleinere Festplatte durch eine größere ersetzen.

Retrospect Disaster Recovery ist für Windows-basierte Computer vorgesehen und beschränkt sich auf Betriebssysteme und Dateisysteme, die von Windows ADK unterstützt werden. In der folgenden Tabelle sehen Sie weitere Beispiele dessen, was unterstützt wird:

Aktion

In dieser Version unterstützt?

Wiederherstellen von RAID-Dateisystemen

Nein

Grundlegende Partitionierung

Ja

Dynamische Partitionierung

Nein

Erstellen von GUID-Partitionen

Nein

Erstellen und Löschen von Partitionen

Ja

Ändern der Größe von Partitionen

Nein

So partitionieren und formatieren Sie ein Festplattenlaufwerk:

  1. Klicken Sie im Startbildschirm des Assistenten zur Notfall-Wiederherstellung auf Festplatte vor Wiederherstellung konfigurieren.
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    Hinweis: Ein Laufwerk muss mindestens eine aktive Partition enthalten, bevor die Wiederherstellung stattfinden kann.

    Der Bildschirm zur Einrichtung der Hauptfestplatte wird angezeigt.

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  3. Wählen Sie in der Liste links vom Dialogfeld eine Festplatte oder Partition aus und treffen Sie Ihre Auswahl aus den Optionen auf der rechten Seite.
  4. Die Optionen rechts ändern sich je nach Festplatte oder Partition, die Sie auf der linken Seite des Dialogfelds ausgewählt haben.

Warnung: Beim Partitionieren oder Formatieren einer Festplatte gehen die gespeicherten Daten verloren. Fahren Sie nur fort, wenn Sie sicher sind, dass die Daten auf dem Datenträger ordnungsgemäß gesichert wurden.

Warnung: Wenn das wiederherzustellende Laufwerk eine versteckte Recovery-Partition enthielt, wird durch den Retrospect Emergency Recovery-Vorgang genau dasselbe Partitionierungsschema wiederhergestellt, das vorhanden war, als der wiederherzustellende Backup ursprünglich erstellt wurde. Dabei gehen alle im Laufwerk gespeicherten Daten verloren.

Laden von Treibern

Wenn der wiederherzustellende Computer einen Netzwerkadapter oder Storage-Host-Bus-Adapter enthält, der vom Retrospect Emergency Recovery-System nicht erkannt wird, jedoch für die Wiederherstellung benötigt wird, muss möglicherweise ein Windows-Treiber für den Adapter geladen werden.

So installieren Sie einen Treiber:

  1. Stellen Sie sicher, dass der Treiber auf einem Medium gespeichert ist, auf das dieser Computer zugreifen kann.
  2. Hinweis: Der Treiber sollte sich entweder im Netzwerk, auf einem optischen Datenträger (die Retrospect-Notfall-Wiederherstellungs-CD wird in den Arbeitsspeicher geladen und kann entfernt werden, ohne die Wiederherstellung zu beeinträchtigen) oder auf einem USB-Stick befinden.

  3. Klicken Sie im Startbildschirm des Assistenten zur Notfall-Wiederherstellung auf Treiber für Netzwerk- oder Speicheradapter laden.
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    Ein Windows-Dialogfeld zum Durchsuchen von Dateien wird angezeigt.

  5. Rufen Sie das Verzeichnis mit der .inf-Datei auf installieren Sie diese anschließend.

Zuordnen eines Netzlaufwerks

Wenn Sie Zugriff auf eine Netzwerkfreigabe benötigen, um die Wiederherstellung durchzuführen, können Sie mithilfe eines Assistenten einen Pfad und Laufwerksbuchstaben hinzufügen, um das Volume zuzuordnen.

So ordnen Sie ein Netzlaufwerk zu:

  1. Klicken Sie im Startbildschirm des Assistenten zur Notfall-Wiederherstellung auf Netzwerklaufwerk zuordnen.
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    Der Assistent zum Zuordnen eines Netzlaufwerks wird angezeigt.

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  3. Geben Sie den UNC-Pfad zur Freigabe ein, weisen Sie einen Laufwerksbuchstaben zu und geben Sie die Anmeldedaten in die entsprechenden Felder ein.

Lokales Wiederherstellen

Wenn es sich bei dem wiederherzustellenden Computer um den Retrospect-Backup-Computer handelt, verwenden Sie die Retrospect-Anwendung auf diesem Computer, um eine Wiederherstellung von einem Backup-Set durchzuführen, das entweder auf einem lokal angeschlossenen Gerät (beispielsweise einem USB-Festplattenlaufwerk oder SCSI-Bandlaufwerk) oder auf einem Netzwerkdatenträger gespeichert ist.

So führen Sie eine lokale Wiederherstellung durch:

  1. Klicken Sie im Startbildschirm des Assistenten zur Notfall-Wiederherstellung auf Lokal wiederherstellen und führen Sie die Wiederherstellung des Computers mit Retrospect durch. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt „Wiederherstellen“ von Kapitel 4, „Manuelle Vorgänge“, im Retrospect-Benutzerhandbuch.
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Hinweis: Wählen Sie bei der Wiederherstellung des Start-Volumes unbedingt eine Wiederherstellungsoption aus, in der die Registrierung sowie Systemstatusinformationen enthalten sind. Anderenfalls kann der Computer möglicherweise nicht gestartet werden und der Retrospect Emergency Recovery-Vorgang muss wiederholt werden.

Wiederherstellen als Client

Wenn der wiederherzustellende Computer als Client auf einem Retrospect-Server im Netzwerk gesichert wurde, führen Sie eine Wiederherstellung als Client durch.

So führen Sie eine Wiederherstellung als Client durch:

  1. Klicken Sie im Startbildschirm des Assistenten zur Notfall-Wiederherstellung auf Als Client wiederherstellen, um den Retrospect Client-Modus zu starten.
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    Auf dem daraufhin angezeigten Bildschirm wird die IP-Adresse angezeigt, die verwendet werden muss, um diesen Computer beim Retrospect-Server anzumelden. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt „Arbeiten mit Clients“ von Kapitel 7, „Netzwerk-Clients“, im Retrospect-Benutzerhandbuch.

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  3. Nachdem Sie sich mit diesem Computer als Client beim Retrospect-Server angemeldet haben, stellen Sie den Computer wieder her (siehe Abschnitt „Wiederherstellen“ von Kapitel 4, „Manuelle Vorgänge“, im Retrospect-Benutzerhandbuch), indem Sie die Volumes des Clients als Ziel für die Wiederherstellung auswählen.

Hinweis: Wählen Sie bei der Wiederherstellung des Start-Volumes unbedingt eine Wiederherstellungsoption aus, in der die Registrierung sowie Systemstatusinformationen enthalten sind. Anderenfalls kann der Computer möglicherweise nicht gestartet werden und der Retrospect Emergency Recovery-Vorgang muss wiederholt werden.

Abschließende Schritte

Hinweis: Wenn Sie Ihre Retrospect-Wiederherstellungs-CD mit einer Retrospect-Anwendung erstellt haben, die für das Add-on „Dissimilar Hardware Restore“ lizenziert war, können Sie das aufgezeichnete System jetzt so anpassen, dass die neue Hardware unterstützt wird. Beenden Sie den Assistenten zur Notfall-Wiederherstellung nicht . Befolgen Sie stattdessen die Schritte im Abschnitt System auf abweichender Hardware startfähig machen.

Wenn Sie eine lokale Wiederherstellung durchführen und der Vorgang abgeschlossen ist, beenden Sie Retrospect, entfernen Sie die Retrospect-Notfall-Wiederherstellungs-CD aus dem Laufwerk und klicken Sie im Retrospect-Assistenten zur Notfall-Wiederherstellung auf Fertig stellen , um den Computer neu zu starten. In einigen Fällen muss der Computer möglicherweise zweimal neu gestartet werden.

Wenn auf dem wiederherzustellenden Computer Windows 7, 8, Windows Server 2008 oder Server 2012 ausgeführt wurde und beim vorangehenden Backup eine versteckte Recovery-Partition vorhanden war, wird der Startdatenträger im Rahmen des Retrospect Emergency Recovery-Vorgangs automatisch so partitioniert, dass er mit der ursprünglichen Partitionierung übereinstimmt. Dieser Schritt ist erforderlich, damit der Computer im Anschluss an die Wiederherstellung korrekt gestartet werden kann.

Wenn eine versteckte Recovery-Partition vorhanden war und von Retrospect wiederhergestellt wurde, müssen Sie möglicherweise die Größe der einzelnen Festplattenpartitionen anpassen, nachdem der Computer wieder normal gestartet werden kann. Dieser Schritt muss beispielsweise dann durchgeführt werden, wenn eine volle oder fehlerhafte Festplatte durch eine Festplatte höherer Speicherkapazität ersetzt wird. Da Retrospect auf dem neuen Laufwerk dasselbe Partitionierungsschema erstellen muss, steht die zusätzliche Kapazität der neuen Festplatte erst zur Verfügung, nachdem Sie eine vorhandene Partition erweitert oder eine neue Partition erstellt haben. Beide Aufgaben können mit dem Disk-Management-Tool von Windows 7/8 oder Windows Server 2008/2012 durchgeführt werden.

System auf abweichender Hardware startfähig machen

Nach der Notfall-Wiederherstellung können Sie Ihr System auf abweichender Hardware mithilfe des Retrospect-Assistenten zur Anpassung des BS startfähig machen.

Hinweis: Diese Option ist nur verfügbar, wenn die Retrospect-Notfall-Wiederherstellungs-CD mit einer Version von Retrospect erstellt wurde, die für das Add-on zur Wiederherstellung auf abweichender Hardware lizenziert war.

Stellen Sie vor Beginn Folgendes sicher:

  • Die Treiber für die neue Hardware sind einsatzbereit und sind nicht gezippt oder befinden sich in .exe-Dateien.
  • Ihr BS befindet sich auf dem neuen, nicht in einem Backup-Image.

So machen Sie ein Windows-System auf abweichender Hardware startfähig:

Hinweis: Wenn Sie die komplette Wiederherstellung lokal mit der Retrospect-Anwendung durchgeführt, beenden Sie Retrospect jetzt. Wenn Sie die Wiederherstellung mit dem Retrospect-Client durchgeführt haben, klicken Sie auf die Schaltfläche Zurück. Wenn Sie den Retrospect-Assistenten zur Notfall-Wiederherstellung bereits beendet haben, starten Sie den Computer neu, indem Sie ihn von der Retrospect-Notfall-Wiederherstellungs-CD starten.

  1. Klicken Sie auf Treiber zur Unterstützung neuer Hardware anpassen, um den Retrospect-Assistenten zum Anpassen des BS zu starten.
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  3. Klicken Sie auf der Willkommensseite des Assistenten auf die Schaltfläche Weiter.
  4. Wählen Sie aus der Liste aller gefundenen Windows-Systeme (wenn es mehr als eins gibt) dasjenige aus, das der neuen Hardware angepasst werden muss.
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    Wenn Sie alle anpassen möchten, starten Sie diesen Assistenten für jedes Windows-System neu.

  6. Wählen Sie Betriebssystem für neue Hardware automatisch anpassen, wenn Sie die Parameter für die Anpassung des Betriebssystems nicht manuell anpassen möchten.
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    Wenn Sie die Parameter manuell einrichten, finden Sie die Anweisungen zur Verwendung des erweiterten Modus unter "Erweiterte Szenarioeigenschaften".

    Wenn Sie Betriebssystem für neue Hardware automatisch anpassen wählen, startet der Assistent die Anpassung automatisch und eine Statusleiste wird angezeigt.

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    Hinweis: Kann der Assistent keinen weiteren Treiber-Repository finden, werden Sie unter Umständen aufgefordert, einen Pfad zu den Treibern anzugeben, die für einige erforderliche Starttreiber im integrierten Windows-Repository benötigt werden.

    Hardware-Treiber für unterschiedliche Betriebssysteme befinden sich in der Regel auf dem Wechselmedium (CD oder DVD), das dem Hardware-Paket beilag. Sammeln Sie alle Treiber in einem Ordner, sodass der Assistent die für Ihr BS erforderlichen Treiber automatisch auswählen und installieren kann.

  8. Wählen Sie Ordner angeben, in welchem nach Treibern gesucht werden soll.
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  10. Klicken Sie unten im Dialogfeld auf den Link Für welche Geräte ist kein Treiber vorhanden?, um zu sehen, ob Ihr erforderliches Startgerät überhaupt über einen Treiber verfügt.
  11. Der Assistent benennt alle Geräte gemäß ihrer Modellbeschreibung.

    Vorsicht: Es wird dringend empfohlen, dass Sie die Option Ja, für diese Geräte ohne Einbindung von Treibern mit der Anpassung fortfahren auswählen. Wenn Sie diese Option auswählen, kann Windows auf der neuen Hardware wahrscheinlich nicht starten.

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    Retrospect Assistent zum Anpassen des BS muss anschließend nach den zusätzlichen Treiber(n) suchen. Sollten sich die Treiber in einer Netzwerkfreigabe befinden, müssen Sie das Laufwerk wie im Beispiel unten zuordnen.

  12. Klicken Sie auf die Schaltfläche Ordner hinzufügen, um einen zusätzlichen Pfad zu den fehlenden Treibern anzugeben.
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  14. Befinden sich die Treiber in einer Netzwerkfreigabe, ordnen Sie das Netzlaufwerk zu, indem Sie die entsprechenden Informationen eingeben.
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  16. Geben Sie Ihre Anmeldedaten in die entsprechenden Felder ein.
  17. Wählen Sie das Verzeichnis des Treibers bzw. der Treiber.
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    Mit dem Assistenten können Sie verschiedene Treiber-Repositorys angeben. Wenn der Assistent alle fehlenden Treiber gefunden hat, werden Sie aufgefordert, den Vorgang zu bestätigen.

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  19. Wählen Sie Ja, Änderungen physisch ausführen, um den Vorgang abzuschließen.
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    Wenn der Vorgang abgeschlossen ist, ist das System auf der neuen Hardware startfähig. Nach Starten des Systems initiiert Windows die Neukonfiguration aller Plug-and-Play-Geräte.

Erweiterte Szenarioeigenschaften

Sie können einen erweiterten Modus verwenden, um die Parameter für die BS-Anpassung bei Aufforderung manuell vorzunehmen.

So legen Sie manuell die Parameter für die BS-Anpassung fest:

  1. Starten Sie Ihren Computer von der Retrospect-Notfall-Wiederherstellungs-CD.
  2. Starten Sie den Retrospect-Assistenten zum Anpassen des BS.
  3. Klicken Sie auf der Willkommensseite des Assistenten auf die Schaltfläche Weiter.
  4. Wählen Sie aus der Liste aller gefundenen Windows-Systeme (wenn es mehr als eins gibt) dasjenige aus, das der neuen Hardware angepasst werden muss.
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    Wenn Sie alle anpassen möchten, starten Sie diesen Assistenten für jedes Windows-System neu.

  6. Wählen Sie Betriebssystem für neue Hardware manuell anpassen.
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  8. Geben Sie einen zusätzlichen Pfad zu den fehlenden Treibern an, indem Sie zum Standort navigieren.
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    Sie können auch unten im Dialogfeld eine der folgenden Optionen auszuwählen:

    • Alle benötigten Treiber vom angegebenen Treiberverzeichnis verwenden und einbinden – Aktivieren Sie diese Option, um das Einfügen aller Treiber für Ihre Geräte aus dem angegebenen Treiber-Repository zu erzwingen, auch wenn bereits installierte Treiber für bestimmte Hardware vorhanden sind. Verwenden Sie diese Option, wenn Sie annehmen, dass einige der installierten Treiber nicht zu Ihrer Hardware passen.
    • Neueste Treiberversion beibehalten und verwenden – Aktivieren Sie diese Option, wenn Sie die neuste Version der Treiber während der erzwungenen Neu-Einfügung behalten möchten. Diese Option ist nur verfügbar, wenn die o. g. Option Alle benötigten Treiber vom angegebenen Treiberverzeichnis verwenden und einbinden aktiviert ist.
  10. Zeigen Sie alle gefundenen Hardwaregeräte und den entsprechenden Treiberstatus an, indem Sie auf die Schaltfläche Hardware-Status klicken.
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    Der Assistent zum Anpassen des BS benennt alle Geräte gemäß ihrer Modellbeschreibung.

  12. Vergleichen Sie die aufgeführten Geräte mit der entsprechenden Hardware, um sicherzustellen, dass der Assistent Ihr System richtig analysiert hat.
  13. Filtern Sie die Geräte ohne Treiber, indem Sie auf die Schaltfläche Selektor klicken.
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    Sie können diese Option verwenden, um Treiber für Netzwerkkarten anzuzeigen und einzufügen, im Gegensatz zum automatisierten Modus, bei dem nur erforderliche Startgeräte (z. B. Speichercontroller) ohne Treiber aufgeführt werden.

  15. Fügen Sie für jedes Gerät, das nicht über einen Treiber verfügt, einen Treiber hinzu, indem Sie auf das Gerät klicken und anschließend nach dem erforderlichen Standort suchen.
  16. Der Retrospect-Assistent zum Anpassen des BS wird das Gerät anschließend mit den Treibern am Standort abgleichen und den richtigen auswählen.

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  17. Wenn der Gerätetreiber gefunden wurde, klicken Sie auf OK, um ihn zu installieren.
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  19. Sie können einen Treiber für ein Gerät, das nicht vom Assistenten zum Anpassen des BS gefunden wurde, manuell hinzufügen, indem Sie auf die Schaltfläche Manueller Treiber klicken.
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  21. Geben Sie die erforderliche .INF-Datei an, indem Sie zum richtigen Standort navigieren, die .INF-Datei auswählen und anschließend die entsprechende Hardware aus der Liste auswählen.
  22. Klicken Sie auf die Schaltfläche INF auswählen.
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    Hinweis: Verwenden Sie die Option Nur Hardware anzeigen, welche auf diesem Computer gefunden wurde, um Treibereinträge für Hardware anzuzeigen/auszublenden.

  24. Sie können einen Treiber für ein Gerät, das nicht auf Ihrem System gefunden wurde, entfernen, indem Sie ihn in der Geräteliste auswählen und anschließend auf die Schaltfläche Entfernen klicken.
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