Um eine erfolgreiche Wiederherstellung auf einem nicht mehr startfähigen Computer durchzuführen, ist zunächst ein vollständiges Retrospect-Backup des Start-Volumes des entsprechenden Computers erforderlich. Außerdem werden Backups aller anderen Datenträger benötigt, die wiederhergestellt werden sollen. Darüber hinaus benötigen Sie Zugriff auf das Backup-Set-Speichermedium, auf dem sich der Backup befindet, sowie auf die Katalogdatei, die mit dem Backup-Set übereinstimmt. Zu einer umfassenden Backup-Strategie gehört das Anfertigen von Kopien der Katalogdateien von Retrospect auf separaten Medien, beispielsweise auf einem Netzlaufwerk oder einem anderen Computer.
Wenn Ihr System nicht startet, müssen Sie den Computer von einer Retrospect-Notfall-Wiederherstellungs-CD starten und eine vollständige Wiederherstellung durchführen.
Bitte beachten Sie, dass bei modernen Windows-Betriebssystemversionen Live-Wiederherstellungen keine gültige Option für eine vollständige Systemwiederherstellung sind.
Weitere Informationen zur Notfall-Wiederherstellung mit Retrospect Solo finden Sie unter Notfall-Wiederherstellung mit Retrospect Solo.
Mithilfe des Assistenten zur Notfall-Wiederherstellung können Sie ein ISO-Image erstellen, das auf eine CD gebrannt und zum Starten Ihres Computers verwendet werden kann, um ihn im Notfall – z. B. bei Versagen der Festplatte – wieder auf einen früheren Zustand zurückzusetzen. Um Ihr System mit den entsprechenden Programmen und Daten vollständig zu schützen, wird dringend empfohlen, dass Sie die unten aufgeführten Schritte befolgen, um schnellstmöglich eine bootfähige CD zu erstellen.
Das Microsoft Windows Assessment and Deployment Kit (Windows ADK) muss auf dem Computer installiert sein, auf dem der Assistent zur Notfall-Wiederherstellung ausgeführt wird. Retrospect ermöglicht Ihnen, das Windows ADK während des Vorgangs herunterzuladen.
Alle Treiber oder Paketdateien (z. B. package.cab), die Sie dem ISO-Image hinzufügen möchten, sollten sich im folgenden Verzeichnis befinden, bevor Sie das ISO-Image erstellen.
Ein leerer optischer Datenträger
1. Gehen Sie in der Retrospect-Navigationsleiste zu Backup > Notfall-Wiederherstellung.
2. Klicken Sie auf Weiter.
3. Klicken Sie auf den Link Laden Sie das Microsoft Windows ADK-Image herunter oder klicken Sie auf Durchsuchen, wenn Sie die Software bereits heruntergeladen und installiert haben.
4. Um nach der installierten Windows ADK-Software zu suchen, gehen Sie zu dem entsprechenden Ordner und klicken Sie auf Öffnen.
5. Bestätigen Sie den Standardspeicherort durch Klicken auf Weiter oder klicken Sie auf Durchsuchen, um einen anderen Standort anzugeben.
6. Brennen Sie die ISO-Image-Datei auf einen optischen Datenträger und bewahren Sie diesen an einem sicheren Ort auf.
Hinweis: Wenn Sie bei Erstellung des Notfall-Wiederherstellungs-Image eine Fehlermeldung erhalten haben (z. B. nicht ausreichend Speicherplatz für das Image), klicken Sie auf Protokoll öffnen, um sich die Retrospect-Protokolldatei anzusehen.
Nach dem Starten eines Windows-Computers von der Retrospect-Notfall-Wiederherstellungs-CD aus können die Festplatten des Computers partitioniert und formatiert werden. Die Wiederherstellung kann entweder lokal mit der Retrospect-Anwendung erfolgen, wenn Speichermedien mit dem Backup angeschlossen sind, oder sie kann über einen Retrospect-Server im Netzwerk mit der Retrospect-Client-Software durchgeführt werden.
Hinweis: Die Notfall-Wiederherstellungs-CD von Retrospect und der Wiederherstellungsprozess mit Retrospect sind für die Wiederherstellung auf Hardware vorgesehen, die der Hardware ähnlich ist, von der die Backup-Daten ursprünglich stammen. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn eine Festplatte ersetzt wurde, nicht jedoch, wenn sich der Zielcomputer vollständig vom Quellcomputer unterscheidet.
Um eine erfolgreiche Wiederherstellung auf einem nicht mehr startfähigen Computer durchzuführen, ist zunächst ein vollständiges Retrospect-Backup des Start-Volumes des entsprechenden Computers erforderlich. Außerdem werden Backups aller anderen Datenträger benötigt, die wiederhergestellt werden sollen. Darüber hinaus benötigen Sie Zugriff auf das Backup-Set-Speichermedium, auf dem sich der Backup befindet, sowie auf die Katalogdatei, die mit dem Backup-Set übereinstimmt. Zu einer umfassenden Backup-Strategie gehört das Anfertigen von Kopien der Katalogdateien von Retrospect auf separaten Medien, beispielsweise auf einem Netzlaufwerk oder einem anderen Computer.
Hinweis: Wenn Sie keine Kopie der Katalogdatei des Backup-Sets haben, kann diese aus den Medien neu erstellt werden. Dies erhöht jedoch den Zeitaufwand für die Wiederherstellung.
Hinweis: Bei der Wiederherstellung auf einer Festplatte, auf der Windows Vista, 7, 8, Server 2008 oder Server 2008 R2 oder Server 2012 installiert war, muss das physische Ziel-Festplattenlaufwerk mindestens so groß sein wie das zu ersetzende physische Laufwerk. Dies ist erforderlich, um eine korrekte Wiederherstellung von versteckten Partitionen (beispielsweise einer Recovery-Partition) zu ermöglichen, die auf dem Quelldatenträger ggf. vorhanden waren.
Wenn der Computer, den Sie aus einem nicht startfähigen Zustand wiederherstellen, derselbe Computer ist, auf dem Retrospect ausgeführt wird, führen Sie eine lokale Wiederherstellung mit der Retrospect-Anwendung durch. Wenn der wiederherzustellende Computer normalerweise als Client auf einem Netzwerkcomputer gesichert wird, auf dem die Retrospect-Anwendung ausgeführt wird, führen Sie die Wiederherstellung unter Verwendung der Retrospect Client-Methode durch.
Legen Sie die Retrospect Notfall-Wiederherstellungs-CD in das optische Laufwerk des wiederherzustellenden Computers ein, schalten Sie ihn ein, und starten Sie ihn von der CD aus.
Hinweis: Möglicherweise müssen Sie die Startreihenfolge in den BIOS-Einstellungen des Computer ändern, um ihn von der CD aus starten zu können. Anweisungen zum Ändern der BIOS-Einstellungen während des Startvorgangs finden Sie in der Dokumentation des entsprechenden Computermodells.
Nachdem Sie den Computer über die Retrospect-Notfall-Wiederherstellungs-CD gestartet haben und den rechtlichen Bestimmungen zugestimmt haben, wird der Startbildschirm des Assistenten zur Notfall-Wiederherstellung angezeigt.

Von diesem Bildschirm aus erhalten Sie Zugriff auf alle Tools, die für die Wiederherstellung des Computers erforderlich sind. Sie können die Festplatte partitionieren und formatieren, Treiber für Komponenten installieren, die auf das Netzwerk oder auf Speichergeräte zugreifen müssen, und ein Netzlaufwerk verbinden. Nachdem Sie die Umgebung mit diesen Tools konfiguriert haben, können Sie wählen, ob Sie die Wiederherstellung lokal mit der Retrospect-Anwendung oder als Client von einem Retrospect-Server im Netzwerk aus durchführen möchten.
In einigen Fällen muss die Festplatte im Computer möglicherweise partitioniert oder formatiert werden, bevor der Notfall-Wiederherstellungsvorgang durchgeführt werden kann. Das kommt häufig vor, insbesondere wenn Sie eine kleinere Festplatte durch eine größere ersetzen.
Retrospect Disaster Recovery ist für Windows-basierte Computer vorgesehen und beschränkt sich auf Betriebssysteme und Dateisysteme, die von Windows ADK unterstützt werden. In der folgenden Tabelle sehen Sie weitere Beispiele dessen, was unterstützt wird:
| Aktion | In dieser Version unterstützt? |
|---|---|
Wiederherstellen von RAID-Dateisystemen |
Nein |
Grundlegende Partitionierung |
Ja |
Dynamische Partitionierung |
Nein |
Erstellen von GUID-Partitionen |
Nein |
Erstellen und Löschen von Partitionen |
Ja |
Ändern der Größe von Partitionen |
Nein |
1. Klicken Sie im Startbildschirm des Assistenten zur Notfall-Wiederherstellung auf Festplatte vor Wiederherstellung konfigurieren.
2. Wählen Sie in der Liste links vom Dialogfeld eine Festplatte oder Partition aus und treffen Sie Ihre Auswahl aus den Optionen auf der rechten Seite.
Warnung: Beim Partitionieren oder Formatieren einer Festplatte gehen die gespeicherten Daten verloren. Fahren Sie nur fort, wenn Sie sicher sind, dass die Daten auf dem Datenträger ordnungsgemäß gesichert wurden.
Warnung: Wenn das wiederherzustellende Laufwerk eine versteckte Recovery-Partition enthielt, wird durch den Retrospect Emergency Recovery-Vorgang genau dasselbe Partitionierungsschema wiederhergestellt, das vorhanden war, als der wiederherzustellende Backup ursprünglich erstellt wurde. Dabei gehen alle im Laufwerk gespeicherten Daten verloren.
Wenn der wiederherzustellende Computer einen Netzwerkadapter oder Storage-Host-Bus-Adapter enthält, der vom Retrospect Emergency Recovery-System nicht erkannt wird, jedoch für die Wiederherstellung benötigt wird, muss möglicherweise ein Windows-Treiber für den Adapter geladen werden.
1. Stellen Sie sicher, dass der Treiber auf einem Medium gespeichert ist, auf das dieser Computer zugreifen kann.
2. Klicken Sie im Startbildschirm des Assistenten zur Notfall-Wiederherstellung auf Treiber für Netzwerk- oder Speicheradapter laden.
3. Rufen Sie das Verzeichnis mit der .inf-Datei auf installieren Sie diese anschließend.
Wenn Sie Zugriff auf eine Netzwerkfreigabe benötigen, um die Wiederherstellung durchzuführen, können Sie mithilfe eines Assistenten einen Pfad und Laufwerksbuchstaben hinzufügen, um das Volume zuzuordnen.
1. Klicken Sie im Startbildschirm des Assistenten zur Notfall-Wiederherstellung auf Netzwerklaufwerk zuordnen.
2. Geben Sie den UNC-Pfad zur Freigabe ein, weisen Sie einen Laufwerksbuchstaben zu und geben Sie die Anmeldedaten in die entsprechenden Felder ein.
Wenn es sich bei dem wiederherzustellenden Computer um den Retrospect-Backup-Computer handelt, verwenden Sie die Retrospect-Anwendung auf diesem Computer, um eine Wiederherstellung von einem Backup-Set durchzuführen, das entweder auf einem lokal angeschlossenen Gerät (beispielsweise einem USB-Festplattenlaufwerk oder SCSI-Bandlaufwerk) oder auf einem Netzwerkdatenträger gespeichert ist.
1. Klicken Sie im Startbildschirm des Assistenten zur Notfall-Wiederherstellung auf Lokal wiederherstellen und führen Sie die Wiederherstellung des Computers mit Retrospect durch. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt „Wiederherstellen“ von Kapitel 4, „Manuelle Vorgänge“, im Retrospect-Benutzerhandbuch.
Hinweis: Wählen Sie bei der Wiederherstellung des Start-Volumes unbedingt eine Wiederherstellungsoption aus, in der die Registrierung sowie Systemstatusinformationen enthalten sind. Anderenfalls kann der Computer möglicherweise nicht gestartet werden und der Retrospect Emergency Recovery-Vorgang muss wiederholt werden.
Wenn der wiederherzustellende Computer als Client auf einem Retrospect-Server im Netzwerk gesichert wurde, führen Sie eine Wiederherstellung als Client durch.
1. Klicken Sie im Startbildschirm des Assistenten zur Notfall-Wiederherstellung auf Als Client wiederherstellen, um den Retrospect Client-Modus zu starten.
2. Nachdem Sie sich mit diesem Computer als Client beim Retrospect-Server angemeldet haben, stellen Sie den Computer wieder her (siehe Abschnitt „Wiederherstellen“ von Kapitel 4, „Manuelle Vorgänge“, im Retrospect-Benutzerhandbuch), indem Sie die Volumes des Clients als Ziel für die Wiederherstellung auswählen.
Hinweis: Wählen Sie bei der Wiederherstellung des Start-Volumes unbedingt eine Wiederherstellungsoption aus, in der die Registrierung sowie Systemstatusinformationen enthalten sind. Anderenfalls kann der Computer möglicherweise nicht gestartet werden und der Retrospect Emergency Recovery-Vorgang muss wiederholt werden.
Wenn Sie eine lokale Wiederherstellung durchführen und der Vorgang abgeschlossen ist, beenden Sie Retrospect, entfernen Sie die Retrospect-Notfall-Wiederherstellungs-CD aus dem Laufwerk und klicken Sie im Retrospect-Assistenten zur Notfall-Wiederherstellung auf Fertig stellen , um den Computer neu zu starten. In einigen Fällen muss der Computer möglicherweise zweimal neu gestartet werden.
Wenn auf dem wiederherzustellenden Computer Windows 7, 8, Windows Server 2008 oder Server 2012 ausgeführt wurde und beim vorangehenden Backup eine versteckte Recovery-Partition vorhanden war, wird der Startdatenträger im Rahmen des Retrospect Emergency Recovery-Vorgangs automatisch so partitioniert, dass er mit der ursprünglichen Partitionierung übereinstimmt. Dieser Schritt ist erforderlich, damit der Computer im Anschluss an die Wiederherstellung korrekt gestartet werden kann.
Wenn eine versteckte Recovery-Partition vorhanden war und von Retrospect wiederhergestellt wurde, müssen Sie möglicherweise die Größe der einzelnen Festplattenpartitionen anpassen, nachdem der Computer wieder normal gestartet werden kann. Dieser Schritt muss beispielsweise dann durchgeführt werden, wenn eine volle oder fehlerhafte Festplatte durch eine Festplatte höherer Speicherkapazität ersetzt wird. Da Retrospect auf dem neuen Laufwerk dasselbe Partitionierungsschema erstellen muss, steht die zusätzliche Kapazität der neuen Festplatte erst zur Verfügung, nachdem Sie eine vorhandene Partition erweitert oder eine neue Partition erstellt haben. Beide Aufgaben können mit dem Disk-Management-Tool von Windows 7/8 oder Windows Server 2008/2012 durchgeführt werden.
Aktuelle Versionen von Retrospect erfordern oder bieten das Add-on zur Wiederherstellung auf abweichender Hardware nicht mehr. Windows 10, Windows Server 2016 und neuere Versionen enthalten in der Regel die Hardwareerkennung und Treiberunterstützung, die nach einer vollständigen Bare-Metal-Wiederherstellung auf abweichender Hardware für den Start erforderlich sind.
Stellen Sie sicher, dass der Zielcomputer eine von Retrospect unterstützte Windows-Version verwendet.
Beschaffen Sie aktuelle Treiber für Speichercontroller, Chipsatz, Netzwerk und andere startkritische Komponenten der Zielhardware.
Prüfen Sie, ob die Backup-Quelle BIOS- oder UEFI-Start verwendet hat und ob das Ziel den erforderlichen Startmodus unterstützt.
Notieren Sie Wiederherstellungsschlüssel für die Festplattenverschlüsselung und ggf. Informationen zur Anwendungsaktivierung.
Stellen Sie sicher, dass die Zielfestplatte ausreichend Kapazität für das wiederhergestellte Partitionslayout hat.
1. Starten Sie von den Retrospect-Notfall-Wiederherstellungsmedien.
2. Laden Sie ggf. einen Speicher- oder Netzwerktreiber, der für den Zugriff auf die Zielfestplatte oder die Backup-Daten erforderlich ist.
3. Stellen Sie das vollständige Startvolume und alle erforderlichen Partitionen wieder her.
4. Behalten Sie das Partitionslayout der Quelle bei, sofern Ihr Wiederherstellungsplan kein anderes Layout vorsieht.
1. Entfernen Sie die Wiederherstellungsmedien und starten Sie den wiederhergestellten Computer.
2. Lassen Sie Windows die neue Hardware erkennen und verfügbare Treiber konfigurieren.
3. Starten Sie Windows neu, wenn Sie dazu aufgefordert werden.
4. Installieren Sie aktuelle Herstellertreiber für Geräte, die Windows nicht automatisch konfiguriert.
5. Überprüfen Sie Speicher-, Netzwerk-, Anzeige-, Sicherheits- und Zeiteinstellungen.
6. Bestätigen Sie, dass erforderliche Dienste und Anwendungen korrekt starten.
Stellen Sie sicher, dass der BIOS- oder UEFI-Startmodus mit der Backup-Quelle übereinstimmt.
Stellen Sie sicher, dass die richtige Systemfestplatte und der richtige Starteintrag ausgewählt sind.
Laden Sie den entsprechenden Speichercontrollertreiber.
Verwenden Sie bei Bedarf die Windows-Wiederherstellungsumgebung, um die Startkonfiguration zu reparieren.
Prüfen Sie, ob Festplattenverschlüsselung oder Secure Boot den Start blockieren.