Exchange Server Agent

Der Retrospect Exchange Server Agent ermöglicht das Backup und die Wiederherstellung von Microsoft Exchange-Servern (2003, 2007, 2010, 2013, 2016). Ohne dieses Zusatzprodukt kann Retrospect Datenbanken und Postfächer in Exchange-Speichern nicht sichern.

Exchange-Server können lokal durch Installation von Retrospect auf dem Server oder als Retrospect-Client von einem anderen Computer gesichert werden, auf dem Retrospect läuft.

Was ist neu

Exchange Server 2010-Datenbank

Retrospect zeigt Exchange 2010-Datenbanken unter dem Exchange Server-Container in "Einstellung > Volumes" an, ähnlich wie bei zu Exchange 2003 bzw. 2007 gehörenden Speichergruppen.

Exchange Server 2010 DAGs

Retrospect erfordert eine separate Exchange Server 2003-2010 Agent-Lizenz für jeden Exchange-Server in einer zu sichernden bzw. wiederherzustellenden DAG.

Erforderliche Komponenten

Exchange 2007 von Microsoft installiert nicht die Messaging API (MAPI)-Client-Bibliotheken oder Collaboration Data Objects (CDO) 1.2.1 als Teil der Standardproduktinstallation. Retrospect erfordert, dass diese Bibliotheken auf dem Exchange-Server installiert werden, damit Exchange 2007 und 2010 gesichert wird. Weitere Informationen über die MAPI- und CDO-Installation finden Sie auf der Microsoft-Website.

Die Komponenten von Microsoft Visual C++ 2010 Redistributable Package (x64) müssen außerdem für Retrospect auf Computern installiert sein, um Exchange Server 2007 oder 2010 für die Sicherung des Servers ausführen zu können. Für die Installation dieser Komponenten klicken Sie auf Exchange Server 2007/2010-Support installieren im Retrospect-Installer. Weitere Informationen finden Sie auf der Microsoft-Website.

Cluster-Unterstützung von Exchange 2003 und 2007

Retrospect unterstützt das Sichern und Wiederherstellen eines Exchange-Servers in einer Cluster-Umgebung mit folgenden Einschränkungen:

  • Der Cluster darf nur aus zwei Knoten bestehen.
  • Sie können nur eine Exchange-Ressourcengruppe sichern, die von beiden Knoten genutzt wird.
  • Ein Knoten muss als Retrospect Client gesichert oder wiederhergestellt werden. Der Retrospect Backup-Computer selbst darf nicht einer der Cluster-Knoten sein.
  • Exchange-Daten können Sie nur auf dem Knoten sichern, dem die Exchange-Ressourcengruppe gehört. Ebenso können Sie Exchange-Daten auch nur auf dem Knoten wiederherstellen, dem die Exchange-Ressourcengruppe gehört.
  • Cluster-Konfigurationsdaten werden von Retrospect weder gesichert noch wiederhergestellt. Im Fall einer Notfallwiederherstellung müssen Sie vor der Wiederherstellung der Exchange-Daten mit Retrospect den Cluster wieder aufbauen.
  • Wenn Sie sicherstellen möchten, dass Exchange-Daten unabhängig davon gesichert werden, welcher Knoten Eigner der Exchange-Ressourcengruppe ist, benötigen Sie eine eigene Exchange-Lizenz sowie eine Client-Lizenz für jeden Knoten. Wenn Sie Ihre Exchange-Daten nur dann sichern möchten, wenn ein bestimmter Knoten Eigner der Exchange-Ressourcengruppe ist, benötigen Sie nur für diesen Knoten eine Exchange- und eine Client-Lizenz.

Es werden keine Exchange-Postfächer angezeigt

Wenn keine Exchange-Postfächer angezeigt werden, prüfen Sie, ob der Benutzer, unter dem Sie Retrospect ausführen, über Zugriffsrechte auf Postfächer verfügt. In den meisten Fällen genügen dazu nicht lokale Administratorrechte, vielmehr benötigen Sie die Zugriffsrechte des Domänenadministrators. Weitere Informationen finden Sie im Benutzerhandbuch und in der Online-Hilfe von Retrospect.

Wenn keine Postfächer angezeigt werden und Sie die Retrospect-Fehlermeldung -3401 und die Windows-Fehlermeldung 0x81002746 erhalten, können Sie Retrospect nicht als "Administrator" ausführen. Erstellen Sie ein Benutzerkonto mit den notwendigen Zugriffsrechten und geben Sie ihm einen anderen Namen als "Administrator".

Wenn keine Postfächer angezeigt werden und Sie die Retrospect-Fehlermeldung -3401 oder -3402 und die Windows-Fehlermeldung 0x80040115 erhalten, wählen Sie den Exchange-Container in der Volume-Datenbank aus und klicken Sie auf "Anmelden als". Falls keine Anmeldeinformationen vorhanden sind, geben Sie sie jetzt ein und versuchen Sie es später erneut. Sind jedoch Anmeldeinformationen vorhanden, deutet dies auf Probleme mit dem entsprechenden Benutzerkonto hin. Prüfen Sie in diesem Fall, ob das Benutzerkonto deaktiviert wurde oder ob notwendige Zugriffsrechte fehlen. Sie können aber auch ein neues Benutzerkonto erstellen und sich darunter anmelden.

Disaster Recovery

Das Knowledgebase enthält ausführliche Artikel über die Exchange-Disaster Recovery.

.NET 4.0

Retrospect 8 für Windows erfordert Microsoft .NET 4.0 oder neuer zum Zugriff auf Exchange und Exchange-Posteingänge. In manchen Fällen können sie nicht einmal Retrospect öffnen, wenn nicht .NET 4 auf Ihrem Exchange-Server installiert ist. .NET 4 finden Sie unter http://www.microsoft.com/en-us/download/details.aspx?id=24872.

PowerShell 3.0-Probleme

Einzelne Benutzer mit Exchange 2010 haben von Authentifizierungsproblemen beim Verbinden mit Exchange berichtet, falls PowerShell 3.0 installiert ist. Wir empfehlen, die Version 3.0 zu deinstallieren und stattdessen 2.0 zu installieren.

Sicherheit

Zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen verhindern, dass ein unbefugter Benutzer Retrospect auf dem Backup-Computer starten und einen Exchange-Server sichern kann. Da Exchange nur von einem Domänenadministrator gesichert und wiederhergestellt werden kann, müssen Sie in Retrospect die entsprechenden Sicherheitseinstellungen festlegen. Die Retrospect-Voreinstellungen müssen so definiert werden, dass Retrospect bzw. die Retrospect Client-Software unter einem Benutzerkonto mit den erforderlichen Zugriffsrechten für den Exchange-Server ausgeführt wird.

Unabhängig davon, ob Sie Retrospect bereits installiert oder ausgeführt und bestimmte Sicherheitseinstellungen festgelegt haben, beachten Sie folgende Anweisungen für die Unterstützung von Exchange.

Benutzerkonten erstellen und verwalten

Sie müssen ein spezielles Anmeldekonto für Retrospect erstellen und Retrospect-Benutzer zur Gruppe der Sicherungs-Operatoren hinzufügen. Die hierfür erforderlichen Schritte, bei denen Active Directory-Benutzer und -Computer, werden weiter unten beschrieben.

Retrospect-Backup-Benutzerkonto erstellen

Erstellen Sie in der Exchange-Server-Domäne ein Anmeldekonto, das ausschließlich von Retrospect verwendet wird, wie beispielsweise RBU (für das Retrospect-Backup-Benutzerkonto).

Fügen Sie dieses Konto zur Gruppe der Domänen-Benutzer, Domänen-Admins, Administratoren und Sicherungs-Operatoren hinzu. Weisen Sie dem Konto ein Exchange-Postfach zu.

Senden Sie eine E-Mail an das Retrospect-Backup-Konto, um es in Exchange zu initialisieren.

Sicherungs-Operatoren hinzufügen

Fügen Sie die Konten von Retrospect-Benutzern zur Gruppe der Sicherungs-Operatoren hinzu. Jedes Anmeldekonto, das Sie mit Retrospect auf dem Backup-Computer verwenden möchten, muss zur Gruppe der Sicherungs-Operatoren oder Administratoren gehören.

Retrospect-Sicherheitseinstellungen konfigurieren

Nachdem Sie das Retrospect-Backup-Benutzerkonto erstellt haben, müssen Sie Retrospect für die Verwendung des neuen Kontos konfigurieren. Zwar können Sie Retrospect so konfigurieren, dass es für jeden Exchange-Server unter einem anderen Domänen-Benutzerkonto ausgeführt wird. Es ist jedoch einfacher und besser, eine spezifische Voreinstellung dahingehend festzulegen, dass Retrospect für alle Exchange-Server unter dem gleichen Retrospect-Backup-Benutzer läuft.

Melden Sie sich mit Administratorrechten beim Backup-Computer an.

Falls es noch nicht installiert ist, installieren Sie Retrospect auf dem Backup-Computer, wie in Erste Schritte beschrieben.

Starten Sie Retrospect.

Wenn dies der erste Start von Retrospect auf dem Backup-Computer ist, wird der Einführungsassistent angezeigt. Er umfasst ein Dialogfeld, in dem Angaben zum Benutzerkonto eingegeben werden können.

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Falls Retrospect bereits früher auf dem Backup-Computer ausgeführt wurde, klicken Sie auf „Einstellung“ in der Retrospect-Navigationsleiste und anschließend auf „Voreinstellungen“. Klicken Sie in den Voreinstellungen für die Ausführung auf „Sicherheit“.

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Benutzeranmeldekonto auswählen

Sowohl das Voreinstellungsfenster als auch das beim Erststart angezeigte Benutzerkontofenster enthalten zwei Optionsfelder, die festlegen, unter welchem Benutzer Retrospect ausgeführt wird.

Retrospect immer unter dem angemeldeten Benutzer ausführen“ führt Retrospect unter dem angemeldeten Benutzer aus, wenn Sie das Programm manuell (im Startmenü oder Windows-Explorer) starten. Startet Retrospect automatisch (zur Ausführung eines Skripts), wird das lokale Systemkonto verwendet. Beide Konten sind nicht für die Verwendung mit Exchange geeignet, da Backups in der Regel aufgrund fehlender Zugriffsrechte fehlschlagen. Wählen Sie diese Voreinstellung nicht aus.

Retrospect immer unter dem angegebenen Benutzer ausführen“ ist die bevorzugte Einstellung für für die Verwendung mit Exchange. Klicken Sie auf diese Option, um sie auszuwählen. Geben Sie Name, Kennwort und Domäne für das Retrospect-Backup-Benutzerkonto ein.

Wenn Sie auf „OK“ klicken, um die geänderten Sicherheitseinstellungen zu speichern, werden Sie aufgefordert, die Änderungen zu bestätigen. Klicken Sie auf „OK“.

Falls Retrospect meldet, dass die Anmeldeinformationen ungültig sind, sind die Domäne, der Benutzername oder das Kennwort möglicherweise inkorrekt. Überprüfen Sie Ihre Angaben und wiederholen Sie die Schritte unter Retrospect-Backup-Benutzerkonto erstellen.

Wurde der angegebene Domänen-Benutzer verifiziert, werden Sie aufgefordert, Retrospect neu zu starten, damit die Änderungen wirksam werden. Beenden Sie das Programm und melden Sie sich aus dem Administratorkonto ab, bevor Sie den nächsten Schritt ausführen.

Funktionalität überprüfen

Melden Sie sich als ein Benutzer beim Backup-Computer an, der zur Gruppe der Sicherungs-Operatoren gehört. Starten Sie Retrospect und beachten Sie den Titel des Anwendungsfensters, der nun den Namen des Benutzers enthält, unter dem Retrospect ausgeführt wird. Obwohl Sie als ein anderer Benutzer beim Backup-Computer angemeldet sind, wird die Anwendung unter dem Retrospect-Backup-Benutzerkonto ausgeführt.

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Lokale Administratorrechte

Wenn Sie Retrospect anweisen, stets ein bestimmtes Anmeldekonto zu verwenden, weist es diesem Konto lokale Administratorrechte zu (sofern nicht vorhanden).

Ist die oben beschriebene Sicherheitseinstellung ausgewählt und ein Mitglied der Gruppe „Sicherungs-Operatoren“ bzw. ein Administrator am Backup-Computer angemeldet, verfügt Retrospect jederzeit mindestens über lokale Administratorrechte.

Ein Sicherungs-Operator könnte daher seine Administratorrechte in Retrospect nutzen, um Dateien auf dem lokalen Computer zu ändern.

Zur zusätzlichen Sicherheit sollten Sie daher den Benutzerzugriff mit Hilfe des Kennwortschutzes von Retrospect beschränken.

Installation

Falls es noch nicht installiert ist, installieren Sie Retrospect auf dem Backup-Computer, wie in Erste Schritte beschrieben. Definieren Sie die Sicherheitseinstellung, wie unter Sicherheit beschrieben.

Wenn Sie einen Exchange-Server als Retrospect-Client verwenden möchten, installieren Sie die Retrospect Client-Software auf dem Computer. Weitere Informationen hierzu finden Sie in Vernetzte Client-Computer.

Client anmelden

Wenn Sie einen Exchange-Server als Retrospect-Client verwenden, melden Sie den Client vom Backup-Computer aus an. Weitere Informationen hierzu finden Sie in Vernetzte Client-Computer.

Lizenzierung

Um die aktuellen Lizenzen anzuzeigen, wählen Sie „Lizenz-Manager“ im Menü „Fenster“.

Wenn „Backup von Exchange-Datenbank/Postfach“ nicht oder ohne verfügbare Lizenz aufgelistet ist, klicken Sie auf „Hinzufügen“ und geben Sie einen Lizenzcode für das Backup von Exchange-Datenbanken/Postfächern ein. (Klicken Sie auf „Erwerben“, um einen Lizenzcode von Retrospect, Inc. zu erwerben.)

Nachdem Sie eine Lizenz für „Backup von Exchange-Datenbank/Postfach“ hinzugefügt haben, wird angezeigt, dass sie verfügbar ist. Sie können sie jetzt verwenden.

Lizenz verwenden

Klicken Sie in der Navigationsleiste auf „Einstellung>Volumes“, um das Volume-Datenbank-Fenster aufzurufen. Unter „Arbeitsplatz“ und „Backup-Clients“ werden alle Exchange-Server aufgeführt, die Retrospect bekannt sind.

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Ihre Symbole sind grau dargestellt, da sie noch nicht lizenziert sind. Es wird ein entsprechender Text angezeigt. Es ist zwar eine Lizenz im Lizenz-Manager verfügbar, Retrospect weiß aber nicht, für welchen Server sie verwendet werden soll. Sie müssen jedem Server, den Sie in Retrospect nutzen möchten, eine Lizenz zuweisen.

Klicken Sie auf den Exchange-Server, den Sie verwenden möchten. Retrospect fragt Sie, ob Sie eine verfügbare Lizenz zuweisen möchten. Klicken Sie auf „OK“. Nach kurzer Zeit wird der Hinweis „nicht lizenziert“ für den Container des Exchange-Servers und der dazugehörigen Exchange-Postfächer ausgeblendet.

Wenn nach dem Klicken auf den Exchange-Server nichts passiert, verfügt der angemeldete Benutzer möglicherweise nicht über die erforderlichen Zugriffsrechte für den Exchange-Server oder der Dienst ist nicht aktiv. Vergewissern Sie sich, dass der Dienst aktiv ist, und lesen Sie Sicherheit. Legen Sie die erforderlichen Sicherheitseinstellungen fest und versuchen Sie es erneut.

Exchange-Container-Eigenschaften für einen Client

Wenn Sie einem Server eine Lizenz zuweisen, der ein Retrospect-Client ist, werden Sie aufgefordert, die Exchange-Server-Authentifizierung einzugeben.

Legen Sie fest, dass Retrospect das Retrospect-Backup-Benutzerkonto verwendet, das sie in den Sicherheitseinstellungen angegeben haben.

Falls Retrospect den Exchange-Server-Inhalt nicht anzeigt oder meldet, dass die Authentifizierung fehlgeschlagen ist, verfügt der angegebene Benutzer möglicherweise nicht über die erforderlichen Zugriffsrechte für den Exchange-Server auf dem Client-Computer oder der Dienst ist nicht aktiv. Vergewissern Sie sich, dass der Dienst aktiv ist, und lesen Sie Sicherheit. Legen Sie die erforderlichen Sicherheitseinstellungen fest und versuchen Sie es erneut.

Allgemeine Hinweise zur Verwendung

Nachdem Sie einen Exchange-Server, wie oben beschrieben, lizenziert haben, können Sie ihn in Quell- und Zielvolumelisten auswählen und zu Ihren Skripts hinzufügen. Außerdem stehen Exchange-Server im Fenster „Volume-Datenbank“ zur Verfügung.

Sie können keine Exchange-Daten archivieren.

Mit einer Volumeliste arbeiten

Klicken Sie in der Navigationsleiste auf „Einstellung>Volumes“, um das Volume-Datenbank-Fenster aufzurufen. Unter „Arbeitsplatz“ und „Backup-Clients“ werden alle Exchange-Server aufgeführt, die Retrospect bekannt sind.

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Für jeden Exchange-Server wird ein Exchange-Server-Container und ein Container für die dazugehörigen Exchange-Postfächer angezeigt. Unter jedem Computer, der als Exchange-Server fungiert, werden diese beiden Container aufgelistet. Wenn Sie Retrospect auf dem Server ausführen, erscheinen die Exchange-Container unter „Arbeitsplatz“.

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Wenn Sie Retrospect nicht auf dem Server ausführen, erscheinen die Exchange-Container unter „Backup-Clients“.

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Wenn das Symbol für einen Exchange-Server-Container grau dargestellt ist oder keine Untereinträge vorhanden sind, wird Retrospect möglicherweise als ein Benutzer ausgeführt, der nicht über die erforderlichen Rechte für die Anzeige von Exchange-Server-Daten verfügt. Wenn Sie den Exchange-Server-Container in Skripts verwenden, schlägt ihre Ausführung fehl, und die Verwendung von Exchange-Postfächern ist nicht möglich. Lesen Sie Sicherheit und legen Sie die erforderlichen Sicherheitseinstellungen fest.

Wenn das Symbol für einen Exchange-Server-Container farbig dargestellt wird oder ein oder mehrere Untereinträge vorhanden sind, wird Retrospect als ein Benutzer ausgeführt, der über die erforderlichen Rechte für die Anzeige von Exchange-Server-Daten verfügt. Sie haben die Sicherheitseinstellungen korrekt festgelegt.

Der Exchange-Server-Container

Retrospect verwendet für jeden Exchange-Server einen Exchange-Server-Container. Wenn Retrospect lokal auf dem Server ausgeführt wird, befindet sich der Container unter „Arbeitsplatz“. Ist der Exchange-Server ein vernetzter Retrospect-Client, erscheint der Exchange-Server-Container unter dem Container des Client-Computers.

Ein Exchange-Server-Container enthält eine oder mehrere Speichergruppen oder Datenbanken. Klicken Sie auf das Plussymbol (+) bzw. Minussymbol (–), um den Inhalt anzuzeigen bzw. auszublenden.

Durch Auswahl eines Exchange-Server-Containers als Backup-Quelle werden alle Datenbanken und Speichergruppen des Servers gesichert.

Wenn Sie nicht alle Exchange-Speicher eines Servers sichern möchten, können Sie die gewünschten Datenbanken oder Speichergruppen auswählen.

Einzelne Speichergruppen

Die Speichergruppen werden unter dem Exchange-Server-Container aufgeführt.

Jede Speichergruppe enthält einen oder mehrere öffentliche Informationsspeicher und einen oder mehrere Postfachspeicher. Die Speicher als solche sind nicht in Retrospect sichtbar, Sie können aber in einer Speichergruppe blättern, um die dazugehörigen Speicher als Datenbankdateien anzuzeigen.

Durch Auswahl einer Speichergruppe als Backup-Quelle werden alle öffentlichen Informationsspeicher und Postfachspeicher der Gruppe gesichert. Es ist nicht möglich, einzelne Speicher für das Backup auszuwählen.

Der Container für Exchange-Postfächer

Retrospect verwendet für jeden Exchange-Server jeweils einen Container für Exchange-Postfächer. Wenn Retrospect lokal auf dem Server ausgeführt wird, befindet sich der Container unter „Arbeitsplatz“. Ist der Exchange-Server ein vernetzter Retrospect-Client, erscheint der Container für Exchange-Postfächer unter dem Container des Client-Computers.

Ein Container für Exchange-Postfächer kann Folgendes umfassen:

  • Ein oder mehrere Einzelpostfächer
  • Den Container „Alle öffentlichen Ordner“

Wenn Sie einen Exchange-Server lizenzieren, fügt Retrospect automatisch alle diesem Server zugeordneten Postfächer dem Container für Exchange-Postfächer hinzu. Wenn Sie zu einem späteren Zeitpunkt neue Postfächer erstellen oder Postfächer löschen, ändert Retrospect den Inhalt des Containers für Exchange-Postfächer.

Auch der Container „Alle öffentlichen Ordner“ wird automatisch dem Container für Exchange-Postfächer hinzugefügt.

Der Container für Exchange-Postfächer kann Postfächer von mehreren Postfachspeichern und öffentliche Ordner von mehreren Speichern für öffentliche Ordner enthalten.

Durch Auswahl des Containers für Exchange-Postfächer als Backup-Quelle werden alle Postfächer gesichert. Dies ermöglicht die Wiederherstellung einzelner Postfächer, Postfachordner oder sogar einzelner Nachrichten.

Das Backup des Containers für Exchange-Postfächer ersetzt nicht das Backup des gesamten Exchange-Servers.

Wenn Sie öffentliche Ordner sichern möchten, müssen Sie „Alle öffentlichen Ordner“ oder einzelne Ordner auswählen. Die Auswahl des Containers „Alle öffentlichen Ordner“ erlaubt Ihnen später, einzelne öffentliche Ordner und sogar einzelne Nachrichten eines öffentlichen Ordners wiederherzustellen.

Wenn Sie nur den Container für Exchange-Postfächer auswählen, werden die öffentlichen Ordner nicht gesichert.

Einzelne Postfachordner und öffentliche Ordner

Bevor Sie einzelne Postfachordner oder öffentliche Ordner sichern können, müssen Sie sie zur Volume-Datenbank hinzufügen.

So fügen Sie einen Postfachordner hinzu:

  1. Klicken Sie in der Retrospect-Navigationsleiste auf „Einstellung>Volumes“.
  2. Wählen Sie im Container für Exchange-Postfächer ein Postfach aus und klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche „Subvolume“.

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    Retrospect zeigt eine Liste aller für dieses Postfach verfügbaren Ordner an.

  3. Wählen Sie einen oder mehrere Ordner in der Liste aus und klicken Sie auf „Definieren“.

    Retrospect fügt die Ordner zur Volume-Datenbank hinzu.

    So fügen Sie einen öffentlichen Ordner hinzu:

  4. Klicken Sie in der Retrospect-Navigationsleiste auf „Einstellung>Volumes“.
  5. Wählen Sie im Container für Exchange-Postfächer „Alle öffentlichen Ordner“ aus und klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche „Subvolume“.

    Retrospect zeigt eine Liste aller verfügbaren öffentlichen Ordner an.

  6. Wählen Sie einen oder mehrere öffentliche Ordner in der Liste aus und klicken Sie auf „Definieren“.

Retrospect fügt die öffentlichen Ordner der Volume-Datenbank hinzu.

Nachdem Sie Postfachordner und/oder öffentliche Ordner hinzugefügt haben, erscheinen diese in der Volume-Datenbank. Klicken Sie auf das Plussymbol (+) bzw. Minussymbol (–), um den Inhalt anzuzeigen bzw. auszublenden.

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Da Retrospect einzelne Postfachordner oder öffentliche Ordner definiert, können sie einzeln und nicht nur als Teil eines größeren Containers gesichert werden.

Um einzelne Postfachordner oder öffentliche Ordner zu sichern, wählen Sie sie im Container für Exchange-Postfächer aus.

Lizenz freigeben

Sie können die Retrospect-Lizenz für einen Exchange-Server, den Sie nicht mehr sichern oder wiederherstellen möchten, freigeben und für andere Exchange-Server nutzen.

Wählen Sie einen Exchange-Container und klicken Sie auf die Lizenz-Schaltfläche in der Symbolleiste. Retrospect fragt Sie, ob Sie die Lizenz freigeben möchten. Klicken Sie auf „OK“, um sie freizugeben.

Nach der Freigabe der Exchange-Lizenz werden die Exchange-Container, -Speichergruppen und -Postfächer in Skripts ungültig.

Backup

Sie können das Backup von Exchange-Servern, Speichergruppen, Postfächern oder öffentlichen Ordnern mit Hilfe von Skripts oder manuell ausführen. Bei beiden Methoden stehen die bekannten Backup-Einstellungen zur Verfügung: Quelle, Ziel, Auswahlkriterien und Optionen.

In Exchange 2003 ist die Funktion „Wiederherstellungsspeichergruppe“ enthalten, mit der Sie die Kopie eines Exchange-Postfachs auf demselben Server bereitstellen können, auf dem auch die Originaldatenbank liegt. Retrospect bietet keine Unterstützung für die Sicherung von Wiederherstellungsspeichergruppen.

Als Quelle können Sie den Exchange-Server-Container, Speichergruppen, den Container für Exchange-Postfächer, einzelne Postfächer, einzelne Postfachordner, einzelne öffentliche Ordner oder den Container „Alle öffentlichen Ordner“ bzw. eine Kombination dieser Quellen auswählen.

Oder wählen Sie „Arbeitsplatz“ bzw. „Backup-Clients“, um einen lokalen Exchange-Server bzw. einen Exchange-Server als Client zu sichern. Wenn Sie „Arbeitsplatz“ oder „Backup-Clients“ wählen, sichert Retrospect alle Quellen, die sich in dem Container befinden, einschließlich aller Postfächer und öffentlichen Ordner.

Wenn Ihre Quellen sowohl Exchange-Postfächer oder öffentliche Ordner von Exchange als auch Nicht-Exchange-Volumes umfassen, sollten Sie Postfächer und öffentliche Ordner zusammen gruppieren. Dadurch wird die Geschwindigkeit von Band-Backups erhöht, bei denen die Überprüfung aktiviert ist.

Wählen Sie ein oder mehrere Backup-Sets als Ziel aus.

Beim Backup von Exchange-Datenbanken werden Selektoren von Retrospect ignoriert. Wenn die Quellen sowohl Exchange-Datenbanken als auch normale Volumes umfassen, wendet Retrospect den angegebenen Selektor nur auf die normalen Volumes an.

Beim Backup von Exchange-Postfächern wendet Retrospect Selektoren an. Retrospect verfügt über zwei Bedingungen, die besonders beim Definieren von eigenen Selektoren für Backups von Exchange-Postfächern nützlich sind: die Bedingung „Absender“ (aus der Gruppe „Postfach“) und die Bedingung „Datum“ (aus der Gruppe „Allgemein“). Weitere Informationen finden Sie unter Verwenden von Selektoren.

Beim Backup eines Postfachs können Sie die Dateiauswahlkriterien so festlegen, dass nur Nachrichten gesichert werden, die bestimmte Absender- oder Datumsbedingungen erfüllen. Erstellen Sie bei Verwendung eines Skripts einen eigenen Selektor. Wählen Sie bei einem manuellen Backup die zu sichernden Elemente im Betrachter aus. Verwenden Sie gegebenenfalls den Suchbefehl, um nach Nachrichten zu suchen. Durch Auswahl bestimmter Nachrichten können Sie Leistungseinbußen entgegenwirken, die mit dem Backup von einzelnen Postfächer einhergehen.

Mit den Exchange-Server-Optionen können Sie die Art des Backups auswählen, die Retrospect ausführen soll. Wählen Sie „Vollständiges Backup“, „Differentielles Backup“ oder „Log-Backup/Inkrementelles Backup“.

Differentielle oder Log- bzw. inkrementelle Backups sind nur möglich, wenn bereits ein vollständiges Backup durchgeführt wurde. Deswegen erstellt Retrospect immer zuerst ein vollständiges Backup.

Wenn Sie eine Backup-Strategie mit Skripts implementieren, verwenden Sie unterschiedliche Skripts für die verschiedenen Backup-Typen. Führen Sie beispielsweise jeden Freitag ein Skript für ein vollständiges Backup und täglich ein Skript für ein differentielles Backup aus.

Weitere Informationen zu Optionen finden Sie unter Optionskategorie „Windows-Exchange-Server“.

Datenbankumlaufprotokollierung

Stellen Sie sicher, dass Exchange-Server, die Sie mit differentiellen oder Log-Backups sichern möchten, nicht die Datenbankumlaufprotokollierung verwenden. Andernfalls meldet Retrospect einen Fehler.

Die Datenbankumlaufprotokollierung ist standardmäßig deaktiviert.

Backup-Sets

Im Gegensatz zu Backups anderer Daten kann es vorkommen, dass sich Datenbank-Backups über mehrere Backup-Sets erstrecken.

Es gibt daher keine Garantie, dass Sie mit nur einem Medienset einen Datenbank-Snapshot wiederherstellen können, wie es bei der Wiederherstellung von Dateien möglich ist. Je nach Backup-Strategie und -Historie benötigt Retrospect möglicherweise Medien von mehreren Backup-Sets, um eine Datenbank wiederherzustellen.

Datenbank-Backup-Historie

Retrospect protokolliert alle Backup-Sitzungen für jede Datenbank oder Speichergruppe. Diese Informationen werden unter „Berichte>Datenbank-Backup-Historie“ angezeigt.

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Dieses Fenster listet alle Snapshots der Datenbanksitzungen für jede Exchange-Datenbank oder -Speichergruppe auf. (SQL-Datenbanken werden ebenfalls aufgeführt.)

Mit den Schaltflächen unten im Fenster können Sie die Eigenschaften eines Snapshots anzeigen, Datenbanksitzungen aus einem Backup-Set hinzufügen und Snapshots aus der Liste entfernen.

Die Eigenschaften eines Snapshots zeigen, welche Backup-Set-Medien für die Wiederherstellung der Datenbank erforderlich sind.

Wiederherstellung

Sie können die Wiederherstellung von Exchange-Servern, Speichergruppen, Postfächern oder Nachrichten mit Hilfe von Skripts oder manuell ausführen. Bei beiden Methoden stehen die bekannten Wiederherstellungseinstellungen zur Verfügung: Quelldatenbank- oder Postfach-Snapshot, Zielserver oder -Postfach, ausgewählte Dateien (nur Nachrichten und Ordner aus Postfächern) sowie Optionen.

  • In Exchange 2003 ist die Funktion „Wiederherstellungsspeichergruppe“ enthalten, mit der Sie die Kopie eines Exchange-Postfachs auf demselben Server bereitstellen können, auf dem auch die Originaldatenbank liegt. Retrospect bietet keine Unterstützung für die Wiederherstellung in Wiederherstellungsspeichergruppen. Bei der Wiederherstellung von Daten auf einen Exchange 2003-Server, der eine Wiederherstellungsspeichergruppe enthält, müssen Sie diese vor der Wiederherstellung löschen oder auf dem Exchange-Server den Registrierungsschlüssel „Recovery SG Override“ erstellen. Die Vorgehensweise wird auf der Website von Microsoft beschrieben .

Exchange-Speichergruppen oder Datenbanken wiederherstellen

Zum Wiederherstellen einer Speichergruppe oder Datenbank von einem Exchange-Server-Backup klicken Sie auf „Wiederherstellen>Ausgewählte Datenbank“ (manuelle Wiederherstellung) oder erstellen Sie ein Skript.

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Wählen Sie einen Datenbank-Snapshot als Quelle aus.

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Zum Hinzufügen bzw. Entfernen von Datenbank-Snapshots aus dieser Liste klicken Sie auf „Hinzufügen“ bzw. „Entfernen“.

Wählen Sie einen Exchange-Server-Container als Ziel für die wiederhergestellte Datenbank.

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Klicken Sie auf „Optionen“, um Ausführungsoptionen anzugeben. Weitere Informationen zu Optionen finden Sie unter Optionskategorie „Windows-Exchange-Server“ und Optionskategorie „Datenbank wiederherstellen“.

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Beachten Sie, dass mehrere Sitzungen unter dem Quelldatenbank-Snapshot erscheinen, falls das neueste Backup kein vollständiges Backup war. Retrospect verwendet eine Ausführungsoption, die jede Sitzung wiederherstellt, die für die vollständige Wiederherstellung der Quelle benötigt wird.

Nachdem Sie den Datenbankwiederherstellungsvorgang eingerichtet haben, können Sie die Einstellungen durch Klicken auf „Planung“ als Skript speichern oder sofort mit einer manuellen Wiederherstellung fortfahren.

Postfächer oder öffentliche Ordner wiederherstellen

Zum Wiederherstellen eines einzelnen Postfachs, eines einzelnen öffentlichen Ordners, aller öffentlichen Ordner oder einer oder mehrerer bestimmter Nachrichten klicken Sie in der Navigationsleiste auf „Wiederherstellen>Postfach“.

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Wählen Sie den Snapshot eines Postfachs, eines öffentlichen Ordners oder aller öffentlichen Ordner als Quelle aus.

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Als Ziel wählen Sie ein einzelnes Postfach, einen einzelnen öffentlichen Ordner oder den Container „Alle öffentlichen Ordner“ aus. Wählen Sie „Nachrichten und Ordner wiederherstellen“ oder „Nur Nachrichten wiederherstellen“ im Listenfeld.

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Wählen Sie bei einer manuellen Wiederherstellung die wiederherzustellenden Elemente im Betrachter aus. Verwenden Sie gegebenenfalls den Suchbefehl, um mit Hilfe von Absender- oder Datumsbedingungen nach Nachrichten zu suchen.

Bei einer Wiederherstellung mit Skripts können Sie nur das gesamte Postfach bzw. den gesamten öffentlichen Ordner wiederherstellen.

Klicken Sie auf „Optionen“, um Ausführungsoptionen anzugeben.

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Nachdem Sie den Wiederherstellungsvorgang eingerichtet haben, können Sie das Skript speichern oder sofort mit einer manuellen Wiederherstellung fortfahren.

Notfall-Wiederherstellung

Wenn Sie einen Exchange-Server vollständig gesichert haben (Systemvolume und Datenbanken), sind Sie in der Lage, ihn nach einem katastrophalen Datenverlust wiederherstellen.

Folgen Sie zunächst den Anweisungen unter Wiederherstellung des Backup-Computers.

Nachdem Sie den Computer wiederhergestellt haben, starten Sie die Exchange-Dienste, aber stellen Sie sicher, dass die Datenbanken nicht aktiv sind. Leeren Sie die Speichergruppenordner, damit die Protokolldateien den Datenbanken entsprechen und Sie die Speicher nach der Wiederherstellung der Datenbanken reaktivieren können.

Stellen Sie nach dem Löschen die Datenbanken wieder her. (Weitere Informationen finden Sie unter Exchange-Speichergruppen oder Datenbanken wiederherstellen).

Nach der Wiederherstellung sollten die Datenbanken aktiviert und einsatzbereit sein.