Werkzeuge

Retrospect bietet einige Funktionen, die über die benötigten Grundlagen für Backups und Wiederherstellungen hinausgehen. Sie müssen diese Funktionen nicht beherrschen, um mit Retrospect arbeiten zu können, aber ihre Verwendung macht die Arbeit mit Retrospect schneller und effizienter.

Arbeiten mit Volumes

Ein Volume ist für das Betriebssystem ein Speichergerät mit Direktzugriff, z. B. eine Festplatte oder eine ihrer Partitionen, ein Wechselmedium oder eine CD/DVD. Es kann auch ein Datei-Server im Netzwerk sein. Das Volume ist eine übergeordnete Speichereinheit, die Dateien und Ordner enthält. Retrospect verwendet Volumes als Quellen für Backups und andere Vorgänge und hält den Ablageort von Dateien in so genannten Volume-Snapshots fest.

Backup-Computer und angemeldete Clients, auf denen Microsoft SQL Server oder Exchange Server installiert ist, werden ebenfalls in den Volume-Fenstern von Retrospect angezeigt. Wenn Exchange Server installiert ist, wird zusätzlich ein Container für die Exchange-Postfächer aufgelistet.

Für das Backup und die Wiederherstellung von SQL- bzw. Exchange-Datenbanken und -Postfächern ist der SQL Server Agent bzw. Exchange Server Agent von Retrospect erforderlich. Weitere Informationen zur Arbeit mit SQL-Servern finden Sie in SQL Server Agent. Weitere Informationen zur Arbeit mit Exchange-Servern und -Postfächern finden Sie in Exchange Server Agent.

Volume-Fenster

Retrospect verwendet zwei verschiedene Fenster mit Volume-Listen. Bei vielen Vorgängen von Retrospect können Sie in einem solchen Fenster ein oder mehrere Volumes auswählen.

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Das Fenster für die Volume-Auswahl bei einem manuellen Backup

Es ähnelt dem Fenster „Volume-Datenbank“, das zur Verwaltung von Volumes dient, enthält aber einige Funktionen nicht, die dort zur Verfügung stehen. Die Liste im Fenster „Volume-Datenbank“ enthält beispielsweise zusätzliche Steuerelemente, mit denen Sie sich besser durch die aufgelisteten Volumes bewegen und gewünschte Volumes auswählen können.

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Das Fenster „Volume-Datenbank“

Die Verwendung der Fenster ist einfach – klicken Sie auf die gewünschten Volumes und klicken Sie dann auf eine Schaltfläche in der Symbolleiste oder wählen Sie einen Menübefehl, um einen Vorgang mit den ausgewählten Volumes durchzuführen. (Sie können auch mit der rechten Maustaste klicken, um das Kontextmenü aufzurufen.)

Um die hier vorgestellten Techniken zu üben, öffnen Sie das Fenster „Volume-Datenbank“, indem Sie auf „Einstellung>Volumes“ klicken.

Die im Fenster aufgelisteten Volumes sind ähnlich angeordnet wie im Windows Explorer.

Volumes anzeigen

Die Plus- und Minussymbole (+ und –) links in einer Volume-Liste funktionieren genauso wie die im Windows Explorer. Klicken Sie auf das Plussymbol, um den Inhalt des jeweiligen Containers (siehe Container) oder Ordners (siehe Ordner) anzuzeigen. Klicken Sie auf das Minussymbol (–), um den Inhalt des jeweiligen Containers oder Ordners auszublenden. Dieses Symbol wird bei einem Volume nur angezeigt, wenn es über ein oder mehrere definierte Subvolumes verfügt.

Volumes auswählen

In einer Volume-Liste können Sie auf ein Volume klicken, um es auszuwählen. Dadurch wird die Auswahl anderer Volumes aufgehoben.

Halten Sie die Strg-Taste gedrückt und klicken Sie auf ein Volume, um es auszuwählen, ohne die Auswahl der bereits ausgewählten Volumes aufzuheben. Auf diese Weise können Sie mehrere aufeinander folgende oder nicht aufeinander folgende Volumes auswählen.

Halten Sie die Umschalttaste gedrückt und klicken Sie auf ein Volume, um alle Volumes zwischen der aktuellen Auswahl und dem Volume, auf das Sie bei gedrückter Umschalttaste geklickt haben, auszuwählen. Dies wird als Mehrfachauswahl bezeichnet.

Bei einigen Vorgängen ist keine Mehrfachauswahl möglich. (So ist es beispielsweise nicht möglich, eine Wiederherstellung auf mehrere Volumes durchzuführen.)

Im Folgenden finden Sie Beispiele für diese Auswahlmethoden.

Ursprüngliche Auswahl

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Nach Klicken auf „Iago“

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Nach Klicken bei gedrückter Strg-Taste auf „Iago“

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Nach Klicken bei gedrückter Umschalttaste auf „Iago“

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Diese Methoden der einfachen und mehrfachen Auswahl können überall in Retrospect verwendet werden, nicht nur in der Volume-Liste.

Container

Die Volumes, Clients und Gruppen in der Volume-Liste sind unter den Containern „Arbeitsplatz“, „Netzwerkumgebung“, „Backup-Clients“ und „Quellgruppen“ zusammengefasst.

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Durch Auswahl eines Containers wird der gesamte Inhalt ausgewählt. Beispielsweise müssen Sie nur „Arbeitsplatz“ und „Backup-Clients“ als Quelle auswählen, um alle an den Backup-Computer angeschlossenen Festplatten und Wechsellaufwerke sowie alle bei Retrospect angemeldeten Clients zu sichern.

Arbeitsplatz

Der Container „Arbeitsplatz“ enthält lokale Laufwerk-Volumes. Das können die interne Festplatte, wechselbare Platten und externe Laufwerke sein. Er enthält keine zugeordneten Netzlaufwerke oder Netzwerk-Volumes. Der Container „Arbeitsplatz“ enthält außerdem lokale SQL- und Exchange-Datenbanken sowie Exchange-Postfächer.

Wenn Sie den Container „Arbeitsplatz“ auswählen, wählt Retrospect alle in diesem Container enthaltenen Volumes auf dem Backup-Computer aus, außer Disketten und CD-ROMs.

Im Folgenden finden Sie ein Beispiel zur Auswahl des Containers „Arbeitsplatz“ und die Volumes, die sich daraus ergeben. (Würde eine solche Auswahl beispielsweise für einen Backup-Vorgang vorgenommen, dann würden die sich daraus ergebenden Volumes gesichert.)

Diese Auswahl…

…ergibt diese Volumes

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Capulet
Montague

Netzwerkumgebung

Der Container „Netzwerkumgebung“ enthält nur die gemeinsamen Volumes, die Sie hinzugefügt haben.

Wenn Sie ihn auswählen, wählt Retrospect alle im Container enthaltenen, gemeinsamen Volumes aus.

So fügen Sie ein Netzwerk-Volume zur Volume-Datenbank hinzu:

  1. Klicken Sie in der Navigationsleiste auf „Einstellung>Volumes“.
  2. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Netzwerkumgebung“.
  3. Navigieren Sie zu dem hinzuzufügenden Volume oder Ordner.
  4. Sie können auch auf „Erweitert“ klicken und einen UNC-Pfad zum hinzuzufügenden Volume angeben.
  5. Wählen Sie es bzw. ihn aus und klicken Sie auf „Hinzufügen“.

Geben Sie bei Bedarf einen Anmeldenamen und ein Kennwort für den Server ein und klicken Sie auf „OK“.

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Wenn Sie Retrospect so eingerichtet haben, dass es sich als Benutzer mit den für das Netzwerk-Volume erforderlichen Rechten anmeldet, werden Sie nicht mehr aufgefordert, sich anzumelden. Weitere Informationen finden Sie unter Voreinstellungen „Sicherheit“.

Backup-Clients

Der Container „Backup-Clients“ enthält die Client-Computer, die Sie hinzugefügt haben, indem Sie sie bei Retrospect angemeldet haben. Die Client-Computer selbst enthalten ein oder mehrere Volumes, die gemäß der Einstellung im Register „Volumes“ des Client-Eigenschaftenfensters verfügbar gemacht werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie in Vernetzte Client-Computer.

Computer mit Retrospect Client für Windows, die mit Hilfe der Verschlüsselungsmethode (private und öffentliche Schlüssel) automatisch zur Datenbank der Backup-Clients hinzugefügt wurden, werden standardmäßig in einem Ordner namens „Automatisch hinzugefügte Clients“ im Container für Backup-Clients gespeichert. Weitere Informationen finden Sie unter Voreinstellungen für das Hinzufügen.

Wenn Sie den Container „Backup-Clients“ auswählen, wählt Retrospect alle darin enthaltenen Clients aus.

SQL- oder Exchange-Server, die Sie als Clients hinzugefügt haben, erscheinen ebenfalls in diesem Container. Wenn Sie einen Exchange-Server als Client verwenden, wird zusätzlich der Container für die Exchange-Postfächer angezeigt.

Quellgruppen

Der Container „Quellgruppen“ enthält Volumes, die zum Zweck der besseren Organisation gruppiert sind. Die von Ihnen definierten Gruppen enthalten nicht die Volumes selbst, sondern Aliase, die auf die Volumes (im Container „Arbeitsplatz“, „Netzwerkumgebung“ oder „Backup-Clients“) verweisen.

Sie könnten z. B. eine Finanzgruppe erstellen, die Volumes aus der Finanzabteilung enthält. Wenn Sie dann später ein Backup-Skript erstellen, müssen Sie nicht langwierig alle einzelnen Volumes der Finanzabteilung suchen, sondern können einfach die Finanzgruppe auswählen. Retrospect weiß dann, dass Sie alle Volumes in dieser Gruppe benötigen.

Quellgruppen sind in Volume-Listen für Duplizierungs- oder Wiederherstellungsvorgänge nicht verfügbar.

Gruppen erstellen: Um eine neue Gruppe zu erstellen, wählen Sie „Einstellung>Volumes“ in der Navigationsleiste. Klicken Sie im Fenster „Volume-Datenbank“ auf „Neue Gruppe“ in der Symbolleiste. Nachdem Sie den Namen für die neue Gruppe in das angezeigte Dialogfeld eingegeben haben, wird die neue Gruppe im Container „Quellgruppen“ angezeigt. Alle Objekte, die beim Erstellen der neuen Gruppe hervorgehoben waren, gehören nun zu dieser Gruppe.

Volumes zu Gruppen hinzufügen: Sie können beliebige Objekte aus dem Container „Arbeitsplatz“, „Netzwerkumgebung“ oder „Backup-Clients“ in eine Gruppe ziehen.

Da Quellgruppen Aliase auf die Volumes und nicht die Volumes selbst enthalten, können Sie ein Volume zu mehreren Gruppen hinzufügen.

Objekte in einer Gruppe anordnen: Sie können beliebige Objekte aus einer Gruppe in eine andere Gruppe ziehen. Außerdem können Sie ein Objekt auch an eine andere Stelle innerhalb seiner Gruppe ziehen, um die Reihenfolge in dieser Gruppe zu ändern.

Gruppen entfernen: Sie können eine nicht benötigte Gruppe oder ein nicht benötigtes Objekt entfernen, indem Sie sie bzw. es auswählen und auf „Entfernen“ in der Symbolleiste klicken oder die Entf-Taste drücken.

Ordner

Sie können Ordner erstellen, um die Informationen in einer Volume-Liste besser zu organisieren. Beim Einrichten eines Backups können Sie dann z. B. einen Ordner als Backup-Quelle auswählen, damit Retrospect die Volumes in diesem Ordner sichert.

Diese Ordner gehören speziell zu Retrospect und sind außerhalb davon nicht sichtbar.

Computer mit Retrospect Client für Windows, die mit Hilfe der Verschlüsselungsmethode (private und öffentliche Schlüssel) automatisch zur Datenbank der Backup-Clients hinzugefügt wurden, werden standardmäßig in einem Ordner namens „Automatisch hinzugefügte Clients“ im Container für Backup-Clients gespeichert. Weitere Informationen finden Sie unter Voreinstellungen für das Hinzufügen.

Ordner erstellen

Um einen neuen Ordner zu erstellen, klicken Sie auf „Neuer Ordner“ in der Symbolleiste. Sie werden gefragt, welche Art von Ordner Sie erstellen möchten. Damit wird festgelegt, ob der Ordner im Container „Arbeitsplatz“, „Netzwerkumgebung“ oder „Backup-Clients“ abgelegt wird. Nachdem Sie Ihre Auswahl getroffen und einen Namen eingegeben haben, wird der Ordner, der durch das Symbol 408 gekennzeichnet ist, mit den Volumes in der Liste angezeigt. Ziehen Sie das Objekt, um seine Position in der Liste zu ändern.

Ordner anordnen

Sie können beliebige Volumes in einen Ordner oder aus einem Ordner heraus ziehen, um die Volume-Liste besser zu organisieren.

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Genauso wie die Ordner auf der Festplatte sind auch diese Ordner nützlich, um darin verschiedene Objekte zusammenzufassen und so Ihre Arbeitsfläche übersichtlich zu halten. Wenn Sie z. B. viele Client-Computer verwalten, können Sie sie in eine logische Reihenfolge bringen, indem Sie die einzelnen Volumes in speziell dafür erstellte Abteilungsordner stellen, z. B. Ordner für die Finanz-, die Entwicklungs- und die Produktionsabteilung. Wenn Sie anschließend einen Ordner im Fenster „Volume auswählen“ markieren, wählt Retrospect alle Volumes in diesem Ordner aus.

  • Jedes Volume kann nur zu einem Ordner hinzugefügt werden. Dies ist anders als bei Quellgruppen, bei denen ein Volume zu mehreren Gruppen hinzugefügt werden kann.

Ordner entfernen

Sie können einen nicht benötigten Ordner entfernen, indem Sie ihn auswählen und auf „Entfernen“ in der Symbolleiste klicken oder die Entf-Taste drücken. Bevor Sie einen Ordner entfernen können, müssen Sie seinen Inhalt an eine andere Stelle verschieben.

Subvolumes

Ein Subvolume ist ein Ordner in einem Volume, den Sie innerhalb von Retrospect als Volume definieren. Nachdem ein Ordner als Subvolume definiert ist, kann er als Quelle oder Ziel für Retrospect-Vorgänge ausgewählt werden. Subvolumes haben außerhalb von Retrospect keine Funktion und wirken sich auch nicht auf die Dateien und Ordner auf einem Volume aus.

Wenn Sie nur die Dateien eines einzigen Ordners sichern möchten, verringern sich durch die Definition eines Subvolumes (anstatt ein Volume anzugeben und einen eigenen Selektor zu verwenden) die Zeit für das Durchsuchen der Dateien, die Anzahl der in einem Betrachter angezeigten Dateien und der benötigte Arbeitsspeicher.

Retrospect behandelt ein Subvolume wie ein weiteres Volume in Ihrem System. Nachdem ein Ordner als Subvolume definiert wurde, entfernen Sie ihn nicht und benennen Sie ihn nicht um. Andernfalls findet Retrospect das Subvolume nicht.

Subvolumes werden bei der Ausführung mehrerer Vorgänge als Teil des übergeordneten Volumes betrachtet. So können z. B. Subvolumes, die zum gleichen Volume gehören, nicht gleichzeitig gesichert werden. Retrospect sichert die Volumes nacheinander.

Subvolumes definieren

Wählen Sie in einer Volume-Liste ein Volume aus und klicken Sie dann auf „Neues Subvolume“ in der Symbolleiste oder auf „Subvolume“ im Fenster. Es wird ein Dialogfeld angezeigt, in dem die Ordner in der obersten Ebene des ausgewählten Volumes aufgelistet sind.

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Sie können einen beliebigen Ordner auf dem ausgewählten Volume als Subvolume definieren, z. B. auch Ordner, die sich tief unten in der Ordnerhierarchie befinden. Wählen Sie den Ordner aus, den Sie als Subvolume definieren möchten, und klicken Sie auf „Definieren“. (Um den momentan im Listenfeld angezeigten Ordner als Subvolume zu definieren, klicken Sie auf „Auswählen“.) Der durch das Symbol 411 gekennzeichnete Subvolume-Ordner wird dann zusammen mit den Volumes in der Volume-Liste angezeigt.

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Wenn Sie sowohl ein Subvolume als auch sein übergeordnetes Volume als Quellen auswählen, werden sie als separate Objekte behandelt. Wenn allerdings für einen Vorgang das übergeordnete Volume verwendet wird, wird dabei auch der Inhalt des als Subvolume definierten Ordners mit einbezogen.

So entfernen Sie eine Subvolume-Definition:

  1. Wählen Sie das Subvolume im Fenster „Volume-Datenbank“ aus.
  2. Klicken Sie auf „Entfernen“ in der Symbolleiste oder drücken Sie die Entf-Taste.

Das Entfernen des Subvolumes beeinträchtigt weder den Inhalt des Original-Ordners noch die Dateien, die Sie daraus bereits gesichert haben.

Befehle für Volumes

Die Symbolleiste in den Fenstern zur Auswahl von Volumes enthält Befehle zum Definieren und Entfernen von Subvolumes sowie zum Umbenennen, Auswerfen, Löschen und Anzeigen von Informationen zu aufgelisteten Volumes.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Volume-Liste, um ein Menü mit Befehlen anzuzeigen, die denen auf der Symbolleiste entsprechen.

Neues Subvolume

Um einen Ordner als Subvolume zu definieren, wählen Sie das übergeordnete Volume aus und klicken Sie auf das Symbol „Neues Subvolume“ oder drücken Sie Strg+U. Verwenden Sie das Dialogfeld wie unter Subvolumes definieren beschrieben.

Lizenz

Wenn Sie Lizenzen für die Zusatzprodukte „Retrospect SQL Server Agent“ oder „Retrospect Exchange Server Agent“ erworben haben, müssen Sie jedem zu sichernden Server einen Lizenzcode zuweisen. Wählen Sie hierfür den jeweiligen Server aus und klicken Sie anschließend auf das Lizenzsymbol in der Symbolleiste oder drücken Sie Alt-L.

Lokale Server werden im Container „Arbeitsplatz“ und Client-Server im Container „Backup-Clients“ aufgelistet.

Eigenschaften

Zum Anzeigen der Eigenschaften eines Volumes wählen Sie es aus und klicken Sie auf das Symbol „Eigenschaften“ oder drücken Sie Alt-Eingabetaste. Zu den Eigenschaften gehören Typ, Dateisystem, gesamter und freier Speicherplatz sowie Ablageort.

Anmelden als

Damit alle Vorgänge, die Netzwerk-Volumes und SQL- bzw. Exchange-Server nutzen, erfolgreich ausgeführt werden können, melden Sie sich am besten als ein Benutzer bei Retrospect an, der über die für diese Ressourcen erforderlichen Rechte verfügt. Weitere Informationen finden Sie unter Voreinstellungen „Sicherheit“.

In SQL Server Agent und Exchange Server Agent finden Sie weitere Informationen zum Einrichten der Anmeldeinformationen für SQL- und Exchange-Server.

Verwenden Sie die Schaltfläche „Anmelden als“, wenn Sie nicht mit den erforderlichen Rechten bei Retrospect angemeldet sind und einen manuellen Vorgang auf dem Netzwerk-Volume ausführen möchten. Wählen Sie ein Volume in der Volume-Datenbank-Liste aus, klicken Sie auf das Symbol „Anmelden als“ in der Symbolleiste und geben Sie einen Benutzernamen und ein Kennwort ein.

Automatische Vorgänge, die dieses Volume nutzen, funktionieren möglicherweise nicht.

Umbenennen

Um den Namen eines Volumes oder Subvolumes zu ändern, wählen Sie es aus und klicken Sie auf das Symbol „Umbenennen“ oder drücken Sie auf Strg-R. Geben Sie im daraufhin angezeigten Dialogfeld einen neuen Namen ein.

Auswerfen

Um ein wechselbares Medium aus einem Laufwerk auszuwerfen, wählen Sie seinen Volumenamen aus und klicken Sie auf das Symbol „Auswerfen“ oder drücken Sie Strg-J.

Entfernen

Um ein Volume oder Subvolume aus der Liste zu entfernen, wählen Sie es aus und klicken Sie auf „Entfernen“ in der Symbolleiste oder drücken Sie die Entf-Taste. Aktive Volumes, wie z. B. die Festplatte oder die Cartridge in einem Laufwerk, können nicht aus der Liste entfernt werden. Beim Entfernen eines Servers werden die Datenbanken und die für diesen Server definierten Subvolumes entfernt.

Löschen

Um den Inhalt eines Volumes zu löschen, wählen Sie es aus und klicken Sie auf „Löschen“ oder drücken Sie Strg-E. Seien Sie vorsichtig mit diesem Befehl – er löscht alle Dateien unwiderruflich von einem Volume.

Verwenden von Betrachtern

Das Fenster „Volume-Datenbank“ enthält die Schaltfläche „Durchsuchen“. Um den Inhalt eines Volumes anzuzeigen und damit zu arbeiten, wählen Sie das Volume aus und klicken Sie auf „Durchsuchen“. Dadurch wird ein Betrachter geöffnet. Das Durchsuchen eines Volumes wird unter Verwenden von Betrachtern genauer beschrieben.

Volume-Bereitstellungspunkte in Windows (Bereitgestellte NTFS-Laufwerke)

Windows ermöglichen es, einen leeren Ordner als Bereitstellungspunkt zu definieren, der eine Art „Tür“ zu einem anderen Laufwerk darstellt. Weiterführende Informationen und Konfigurationsanweisungen finden Sie im Index der Windows-Hilfe unter „Bereitgestellte Laufwerke“ und „Bereitstellen von Partitionen“.

Darstellung und Organisation

Im Windows Explorer erscheint ein Bereitstellungspunkt als Laufwerkssymbol und trägt den Namen des Ordners, über den auf das Laufwerk zugegriffen wird. Unter „Arbeitsplatz“ erscheint der Bereitstellungspunkt in der hierarchischen Einordnung als Laufwerk im Laufwerk und nicht auf derselben Ebene wie die anderen Laufwerke.

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Übergeordnetes Volume C: im Windows-Explorer

In Retrospect wird ein Bereitstellungspunkt mit einem Laufwerkssymbol dargestellt, das die Bezeichnung des Laufwerks trägt. In der Volume-Datenbank und in Fenstern zur Volume-Auswahl in Retrospect erscheint ein bereitgestelltes Laufwerk auf derselben Hierarchiebene wie alle anderen Laufwerke unterhalb des Containers „Arbeitsplatz“.

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Für Retrospect verfügbare bereitgestellte Volumes

In Volume-Betrachter-Fenstern von Retrospect wird bei der Anzeige des übergeordneten Volumes eines Bereitstellungspunkts dieser als leerer Ordner angezeigt (was er eigentlich auch ist).

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Das übergeordnete Volume des Bereitstellungspunktes in einem Retrospect-Betrachter

Logik und Funktionalität

Retrospect betrachtet ein bereitgestelltes Laufwerk als eigenständiges Volume und nicht als Ordner oder „Unter-Datenträger“ des übergeordneten NTFS-Volumes. Um ein Backup eines Volumes zu erstellen, auf das über einen Bereitstellungspunkt zugegriffen wird, müssen Sie in Retrospect das bereitgestellte Laufwerk auswählen. Das Volume wird nicht gesichert, wenn Sie das übergeordnete Laufwerk (das den Bereitstellungspunkt enthält) oder den Ordner selbst auswählen.

Wenn Retrospect ein Backup des übergeordneten Volumes eines Ordners, der als Bereitstellungspunkts fungiert, erstellt, nimmt es nur den Ordner selbst in den Snapshot auf, nicht aber die Dateien und Ordner des bereitgestellten Volumes.

Wenn Retrospect Daten anhand eines Snapshots wiederherstellt, stellt es den Ordner des Bereitstellungspunkts sowie die erforderlichen Informationen wieder her, über die Windows auf das eigentliche Laufwerk zugreifen kann. (Dies hängt davon ob, ob das bereitgestellte Laufwerk in seinem ursprünglichen Zustand vorhanden ist. Falls nicht, wird zwar der Ordner wiederhergestellt, er ist dann aber kein Bereitstellungspunkt.) Um Dateien und Ordner auf dem bereitgestellten Laufwerk wiederherzustellen, müssen Sie es wie ein eigenständiges Laufwerk auswählen und wie bei jeder anderen Wiederherstellung eines Laufwerks vorgehen.

Verwenden von Betrachtern

Die Betrachter sind leistungsstarke Werkzeuge von Retrospect zum Anzeigen, Auswählen und Ändern von Dateien und Ordnern auf Ihren Quell- und Zielvolumes. Innerhalb von Retrospect bieten die Betrachter-Fenster ähnliche Dateiverwaltungsfunktionen wie der Windows Explorer sowie weitere Funktionen, die nicht im Explorer enthalten sind.

Betrachter zeigen den gesamten Inhalt eines Volumes an, damit Sie diesen Inhalt in einem Schritt bearbeiten können. Auf diese Weise können Sie problemlos mehrere Dateien in verschiedenen Ordnern auswählen. Sie können den Inhalt eines Volumes auch in einer Ebene, ohne Ordnerhierarchie anzeigen.

Mit Betrachtern können Sie sehen, welche Dateien für Backup-, Wiederherstellungs-, Duplizierungs- und Kopiervorgänge ausgewählt sind. Sie können Betrachter auch verwenden, um den Inhalt von Volumes anzuzeigen und zu verwalten. Bei Backup-, Wiederherstellungs-, Duplizierungs- und Kopiervorgängen zeigt ein Betrachter, welche Dateien mit den von Ihnen verwendeten Selektoren ausgewählt wurden. Sie können Dateien markieren oder deren Markierung aufheben.

Sie können beliebig viele Betrachter-Fenster öffnen, darunter auch mehrere Betrachter-Fenster für das gleiche Volume. Die Betrachter-Fenster können auch geöffnet bleiben, während Sie andere Retrospect-Funktionen verwenden, und Sie können zwischen den Betrachter-Fenstern und anderen Retrospect-Fenstern wechseln.

Jedes Betrachter-Fenster enthält eine Symbolleiste mit Befehlen zum Suchen, Auswählen und Verwalten von Dateien und Ordnern in der Betrachter-Liste. (Sie können auch mit der rechten Maustaste klicken, um das Kontextmenü aufzurufen.)

Betrachter für einzelne Quellen anzeigen

Um einen Betrachter für ein Volume anzuzeigen, klicken Sie „Einstellung>Volumes“. Das Fenster „Volume-Datenbank“ wird mit den Namen der verfügbaren Volumes angezeigt. Wählen Sie ein Volume aus und klicken Sie auf „Durchsuchen“. Retrospect durchsucht das ausgewählte Volume und zeigt dann ein Betrachter-Fenster an, das alle im ausgewählten Volume enthaltenen Dateien und Ordner auflistet.

Wie Sie einen Betrachter für ein Backup-Set anzeigen, ist unter Backup-Inhalt anzeigen beschrieben. Wie Sie einen Betrachter für einen Snapshot anzeigen, ist unter Register „Snapshots“ beschrieben.

Einen Betrachter während eines Vorgangs anzeigen

Um einen Betrachter während eines manuellen Backups, eines Wiederherstellungs-, Duplizierungs- oder Kopiervorgangs anzuzeigen, klicken Sie auf „Ausgewählte Dateien“ oder „Vorschau“ in einem Überblicksfenster. Retrospect zeigt für jede Quelle ein separates Betrachter-Fenster an.

Betrachter und Skripts

In einem Skript können Sie keine Betrachter verwenden, da Skripts für eine unbeaufsichtigte Ausführung zu einem späteren Zeitpunkt gedacht sind. Ein Betrachter wäre in diesem Fall nicht sinnvoll, da sich der Inhalt eines Volumes zwischen der Erstellung und der Ausführung des Skripts ändern kann.

Über Betrachter

Ein Betrachter-Fenster zeigt eine hierarchische Liste der Dateien und Ordner auf dem ausgewählten Volume an.

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Oben in der Liste (und damit in der höchsten Ebene der Hierarchie) befindet sich der Name des Volumes. Neben den Ordnern sehen Sie Plus- und Minussymbole (+ und –). Wenn Sie auf das Plussymbol klicken, wird der Inhalt des Ordners angezeigt. Klicken Sie auf das Minussymbol (–), um den Inhalt des Ordners wieder auszublenden. Geöffnete Ordner sind durch das Symbol 417 , geschlossene Ordner durch das Symbol 418 gekennzeichnet.

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Ordnerinhalt ausgeblendet (links) und eingeblendet (rechts)

Der Ordnerindex links im Fenster zeigt eine Miniansicht der Ordner auf dem Volume. Klicken Sie auf den Ordnerindex, um die zugehörige Dateiliste rechts im Fenster anzuzeigen. Der Pfadname der aktuellen Auswahl ist über dem Index zu sehen. Die Zeilen im Index sind bei nicht geöffneten Ordnern grau dargestellt, bei geöffneten Ordnern schwarz.

Oben rechts im Fenster werden die Anzahl der hervorgehobenen Dateien und ihre Größe angezeigt.

Dateien und Ordner auswählen

In einem Betrachter-Fenster können Sie die Dateien und Ordner für einen Vorgang auswählen. Wählen Sie Dateien aus, indem Sie auf die Einträge in der Dateiliste klicken. Um mehrere aufeinander folgende Einträge auszuwählen, ziehen Sie den Mauszeiger darüber oder klicken Sie bei gedrückter Umschalttaste darauf. Um unzusammenhängende Einträge auszuwählen oder ihre Auswahl aufzuheben, klicken Sie bei gedrückter Strg-Taste darauf. Wenn Sie alle Einträge auswählen möchten, wählen Sie „Alles auswählen“ im Menü „Bearbeiten“. Wenn Sie auf eine Datei doppelklicken, wird sie sowohl ausgewählt (hervorgehoben) als auch markiert. Die Bedeutung von „Markieren“ ist weiter hinten unter „Dateien und Ordner markieren“ beschrieben.

Zusätzliche Informationen anzeigen

Mit dem Befehl „Eigenschaften“ von Retrospect können Sie Informationen über die ausgewählten Dateien und Ordner anzeigen.

So zeigen Sie Informationen über Dateien und Ordner an:

  1. Wählen Sie in einem Betrachter die Dateien oder Ordner aus, zu denen Sie Informationen sehen möchten.
  2. Klicken Sie auf „Eigenschaften“ in der Symbolleiste.

Für jede ausgewählte Datei oder jeden Ordner wird ein Eigenschaftenfenster angezeigt, das zusätzliche Informationen enthält.

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Dateien und Ordner markieren

Eine markierte Datei oder ein markierter Ordner ist für eine bestimmte Verwendung gekennzeichnet (z. B. für ein Backup, eine Archivierung, Duplizierung oder Wiederherstellung). Wenn Retrospect bestimmte Vorgänge durchführt, markiert es die Dateien dafür gemäß den Regeln der Selektoren in den Suchkriterien. Sie können aber nur mit Hilfe von Betrachtern herausfinden, welche Dateien markiert sind. In einem Betrachter können Sie eine Liste nicht nur ansehen, sondern auch Dateien und Ordner manuell markieren und ihre Markierung aufheben.

Ausgewählte Dateien sind die Dateien, die Retrospect bei einem Vorgang berücksichtigen soll. Beachten Sie, dass nicht alle ausgewählten Dateien gesichert (dupliziert, wiederhergestellt usw.) werden. So werden beispielsweise bei einem Backup mit den Standardeinstellungen von Retrospect nur die neuen und geänderten Dateien gesichert, unabhängig davon, welche Dateien Sie ausgewählt haben. Im Betrachter werden die Dateien, die bereits auf dem Ziel vorhanden sind, mit einer Raute gekennzeichnet. Diese Dateien werden nicht erneut auf das Ziel kopiert. Das spart Zeit und Speicherplatz auf den Medien.

Sie markieren Dateien und Ordner in einem Betrachter, indem Sie sie auswählen und auf das Kontrollkästchen links neben einer Datei oder einem Ordner klicken. Klicken Sie auf ein aktiviertes Kontrollkästchen, um die Markierung aufzuheben. Sie können auch auf Dateien oder Ordner doppelklicken, um sie zu markieren bzw. ihre Markierung aufzuheben.

Um weitere Elemente zu markieren bzw. die Markierung von Elementen aufzuheben, ohne die Markierung anderer Elemente zu beeinflussen, halten Sie die Strg-Taste beim Doppelklicken gedrückt.

Wenn Sie einen Ordner markieren oder seine Markierung aufheben, gilt das für alle Dateien (und Ordner) in diesem Ordner. Wenn Sie z. B. nur einen einzigen Ordner für ein Backup auswählen möchten, doppelklicken Sie auf den Volumenamen am Anfang der Dateiliste, um die Markierung aller Dateien aufzuheben. Dann blättern Sie zum gewünschten Ordner für das Backup und doppelklicken darauf, um ihn und seinen Inhalt zu markieren.

Die Symbolleiste enthält zusätzliche Befehle zum Hervorheben und Markieren im Betrachter-Fenster.

Markierungen hervorheben: Hebt markierte Dateien hervor. Wenn Sie auf ein Element klicken oder doppelklicken, ohne die Strg-Taste gedrückt zu halten, wird die Markierung anderer Elemente aufgehoben. Mit diesem Befehl können Sie die Elemente wieder hervorheben.

Gleiche Dateien suchen: Ermöglicht Ihnen, Dateien auf derselben Festplatte oder im selben Backup-Lauf zu finden, die mit einer bestimmten Datei verbunden sind. Sie finden damit vor allem doppelte Dateien, alte Versionen einer Datei und sogar doppelte Dateien, die zwar umbenannt wurden, aber von der ursprünglichen Version einer Datei abstammen. Mit diesem Befehl werden verbundene Dateien hervorgehoben, aber nicht markiert.

Anzeigeformate auswählen

Klicken Sie auf die Option „Hierarchische/Sortierte Anzeige“ in der Symbolleiste des Betrachter-Fensters, um festzulegen, wie der Inhalt des Volumes angezeigt wird.

„Hierarchische Anzeige“ zeigt Dateien und Ordner in derselben hierarchischen Struktur an, in der sie auf dem Volume abgelegt sind. Das ist die Standardeinstellung, die Retrospect beim ersten Öffnen des Betrachter-Fensters verwendet.

„Sortierte Anzeige“ zeigt alle Dateien auf dem ausgewählten Volume in einer einzigen, „eindimensionalen“ Dateiliste an. Ordnerzuordnungen sind nicht sichtbar.

Für beide Darstellungen können Sie im Listenfeld der Symbolleiste auswählen, welche Dateiinformationen im Betrachter-Fenster angezeigt werden sollen. Attribute, Name und Größe sind stets sichtbar. Zusätzlich können Sie das Datum und die Uhrzeit einer Änderung sowie weitere Attribute anzeigen.

Klicken Sie in der sortierten Anzeige auf den Spaltentitel, nach dem die Liste sortiert werden soll. Wenn Sie ein zweites Mal darauf klicken, wird die Sortierreihenfolge umgekehrt. Retrospect sortiert die Dateien normalerweise in aufsteigender Reihenfolge. Wenn z. B. eine Sortierung nach Größe angegeben ist, zeigt der Betrachter die kleinsten Dateien oben in der Liste und die größten Dateien unten in der Liste an.

Dateien finden

Mit dem Befehl „Suchen“ im Menü „Bearbeiten“ können Sie bestimmte Dateien und Ordner (außer leere Ordner) auf einem Volume suchen.

Beim Wiederherstellen durch Suchen wird das gleiche Fenster wie unten beschrieben verwendet.

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Das Fenster „Finden“ (mit weniger Optionen)

Im Fenster „Finden“ wird standardmäßig der Datei- oder Ordnername als primäres Suchkriterium verwendet. Klicken Sie auf „Mehr Optionen“, um einen benutzerdefinierten Selektor zu erstellen. Das angezeigte Fenster ist identisch mit dem Selektorfenster, in dem Sie Retrospect-Selektoren erstellen.

Weitere Informationen über die Verwendung des Fensters „Finden“ zur Erstellung von Suchbedingungen finden Sie unter Verwenden von Selektoren.

Geben Sie in das Texteingabefeld den Text ein, nach dem Sie suchen möchten. Die Groß-/
Kleinschreibung wird nicht berücksichtigt, es sei denn, Sie aktivieren das Kontrollkästchen „Groß-/Kleinschreibung beachten“.

Mit Hilfe der Kontrollkästchen für Dateien und Ordner können Sie festlegen, welche Dateien und Ordner bei der Suche berücksichtigt werden sollen. Aktivieren Sie „Untergeordnete Ordner einbeziehen“, um alle Elemente in den gefundenen Ordnern, einschließlich der Dateien in den Unterordnern, auszuwählen.

Legen Sie mit Hilfe des Listenfelds „wenn/nicht“ die Suchbedingung fest. Definieren Sie eine einschließende („wenn“) oder ausschließende Suche („nicht“). Wenn Sie z. B. „wenn nicht“ wählen und nach Dateinamen suchen, wählt Retrospect alle Dateien und Ordner aus, deren Namen den Suchtext nicht enthalten.

Geben Sie im Listenfeld an, wo der Suchtext im Namen vorkommen soll. Sie können angeben, dass der Suchtext sich am Anfang („beginnt mit“) oder am Ende („endet auf“) des Namens befinden oder an einer beliebigen Stelle darin („enthält“) enthalten sein soll. Oder Sie bestimmen, dass der Name genau mit dem Suchtext übereinstimmen soll („gleich“). Oder Sie bestimmen, dass der Name einem Muster („gleich Muster“) entsprechen soll. Verwenden Sie ein Fragezeichen ? als Platzhalterzeichen für ein einzelnes Zeichen und ein Sternchen (*) für mehrere Zeichen.

Wenn Sie die Suchkriterien definiert haben, klicken Sie auf „OK“. Retrospect hebt alle Dateien und Ordner hervor, die die Suchkriterien erfüllen. Sie können die hervorgehobenen Dateien markieren, um sie für einen bestimmten Vorgang zu verwenden.

Dateiliste drucken oder exportieren

Wenn ein Betrachter-Fenster aktiv ist, können Sie den Inhalt der Dateiliste drucken oder ihn in eine Datei exportieren. Um die Dateiliste zu drucken, wählen Sie „Drucken“ im Menü „Datei“. Wenn Sie mit dem Befehl „Papierformat“ die Größe des Ausdrucks verringern, druckt Retrospect einen Betrachter platzsparend in mehreren Spalten. Um die Liste in eine Textdatei zu exportieren, wählen Sie „Exportieren“ im Menü „Datei“. Retrospect sortiert die Felder unabhängig vom Anzeigeformat automatisch in der folgenden Reihenfolge: Dateiname, Größe, Erstellungsdatum, Erstellungszeit, Änderungsdatum, Änderungszeit, Backup-Datum, Backup-Zeit, Mac OS-Typ, Mac OS-Ersteller, Backup-Set (sofern verfügbar) sowie Pfad.

Auswahl kopieren und einfügen

Sie können Ihre Auswahl zwischen Betrachter-Fenstern kopieren. Dabei werden nur die Informationen über Datei- und Pfadnamen kopiert, nicht die Dateien selbst. Diese Funktion ist nützlich, um die Auswahl von einem Betrachter-Fenster einer Quelle in ein Betrachter-Fenster zu kopieren, das während eines Retrospect-Vorgangs (z. B. einer Wiederherstellung) geöffnet ist.

Sie können Ihre kopierte Auswahl nicht in andere Programme oder Dokumente einfügen.

So kopieren Sie Ihre Auswahl zwischen Betrachter-Fenstern:

  1. Wählen Sie die gewünschten Dateien und Ordner aus und wählen Sie dann „Kopieren“ im Menü „Bearbeiten“.
  2. Öffnen Sie das entsprechende Betrachter-Fenster für dasselbe Volume (oder bringen Sie es in den Vordergrund).
  3. Wählen Sie „Einfügen“ im Menü „Bearbeiten“.

Retrospect setzt die Auswahl in das neue Betrachter-Fenster ein, d. h. es hebt dieselben Dateien und Ordner (in derselben Ordnerhierarchie) hervor, die im anderen Betrachter-Fenster ausgewählt waren und kopiert wurden.

Auswahl als Selektor speichern

Sie können Ihre Datei- und Ordnerauswahl auch als Selektor speichern und damit bei späteren Retrospect-Operationen auf demselben Volume – z. B. bei Backup- und Wiederherstellungsvorgängen – dieselben Dateien wieder auswählen.

Bevor Sie eine Auswahl als Selektor speichern, überlegen Sie sich, ob Sie einen eigenen Selektor, wie im Abschnitt Verwenden von Selektoren beschrieben, erstellen möchten. Eigene Selektoren können jederzeit überarbeitet und verändert werden. Ein Selektor, der mit dem Befehl „Hervorhebungen speichern“ im Betrachter-Fenster erstellt wurde, ist weniger flexibel.

So speichern Sie eine Auswahl als Selektor:

  1. Wählen Sie die Dateien und Ordner aus, die von einem Selektor erfasst werden sollen.
  2. Klicken Sie auf „Hervorhebungen speichern“ in der Symbolleiste.

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    Das angezeigte Fenster gibt an, wie viele Dateien mit diesem Selektor ausgewählt wurden und wie viele ausgewählt werden, wenn die Pfadnamen übereinstimmen.

  3. Geben Sie im Listenfeld an, ob der gespeicherte Selektor eine einschließende oder ausschließende Bedingung definiert.

    Dieses Fenster enthält außerdem ähnliche Datei- und Ordneroptionen wie das Suchen-Fenster (siehe Dateien finden).

  4. Klicken Sie auf „OK“ und geben Sie den Namen ein, unter dem der neue Selektor gespeichert werden soll.

Volume erneut durchsuchen

Sie können den Inhalt eines Betrachter-Fensters aktualisieren, indem Sie „Aktualisieren“ im Menü „Datei“ wählen. Dies ist z. B. dann nützlich, wenn Sie das Volume verändert haben (z. B. im Windows Explorer oder einem anderen Betrachter-Fenster), während ein Betrachter-Fenster für dieses Volume geöffnet ist.

Der Befehl „Aktualisieren“ erscheint nur dann im Menü „Datei“, wenn Retrospect direkt mit einem Volume arbeitet. Beispielsweise können Sie kein Volume aktualisieren, wenn Sie gerade ein Backup-Set durchsuchen.

Dateien löschen

Mit dem Befehl „Löschen“ im Betrachter-Fenster können Sie Dateien von einem Volume löschen. Das gleiche Resultat erzielen Sie, wenn Sie die Datei in den Papierkorb ziehen und den Papierkorb leeren.

Sie können in Retrospect keine Dateien aus einem Backup-Set löschen.

So löschen Sie Dateien:

  1. Wählen Sie in der Dateiliste die Dateien aus, die Sie löschen möchten.
  2. Klicken Sie auf „Löschen“ in der Symbolleiste.

    Sie werden gefragt, ob Sie nur die ausgewählten Dateien löschen möchten oder zusätzlich auch alle leeren Ordner, die durch das Löschen der Dateien eventuell entstehen.

  3. Wählen Sie eine der Optionen und klicken Sie auf „OK“.

Retrospect löscht die ausgewählten Dateien von dem Volume.

Der Befehl „Löschen“ kann mit dem Befehl „Rückgängig“ nicht mehr rückgängig gemacht werden und Sie können die gelöschten Dateien auch nicht mehr aus dem Papierkorb zurückholen. Eine auf diese Weise gelöschte Datei wird unwiderruflich entfernt.

Der Befehl „Löschen“ ist nur dann in der Symbolleiste des Betrachter-Fensters verfügbar, wenn Retrospect direkt mit einem Volume arbeitet. Sie können beispielsweise keine Datei löschen, wenn Sie gerade ein Backup-Set durchsuchen.

Verwenden von Selektoren

Verwenden Sie Selektoren für manuelle und automatische Vorgänge, um die Dateien und Ordner auszuwählen, die bei dem Vorgang berücksichtigt werden sollen. Durch den intelligenten Einsatz von Selektoren können Sie Zeit und Medien sparen.

Mit Selektoren können Sie Dateien basierend auf verschiedensten Kriterien auswählen, z. B. Name, Datum, Typ oder Größe. Sie können die Standard-Selektoren von Retrospect verwenden oder eigene erstellen. Beispielsweise können Sie einen Selektor erstellen, der alle Textdokumente auswählt, die nach dem 15. Oktober 2004 geändert wurden.

Eine mit einem Selektor ausgewählte Datei wird nicht notwendigerweise auf das Ziel kopiert. Durch den von Retrospect durchgeführten Dateienabgleich sind alle Kopiervorgänge (wie z. B. Backups) inkrementell. Für jeden Selektor gilt folgende Bedingung: „Wähle diese Datei aus, aber kopiere sie nur, wenn sie nicht bereits auf dem Ziel vorhanden ist.“

Mit Selektoren können keine leeren Ordner ausgewählt werden.

Das Selektorfenster

Im Selektorfenster von Retrospect können Sie Selektoren erstellen und ändern.

Zum Anzeigen des Selektorfensters klicken Sie auf „Einstellung>Selektoren“. Das Selektorfenster enthält alle integrierten und benutzerdefinierten Selektoren.

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Im Selektorfenster gibt es zwei Schaltflächen für die Arbeit mit Selektoren.

Neu erstellt einen neuen Selektor.

Bearbeiten ermöglicht Ihnen, neue Bedingungen hinzuzufügen oder die vorhandenen Bedingungen für einen Selektor zu ändern.

Das Selektorfenster enthält eine Symbolleiste mit den folgenden Befehlen:

Neuer Ordner erstellt einen Ordner-Container zur Organisation der Selektoren.

Duplizieren erstellt eine Kopie des momentan hervorgehobenen Selektors.

Umbenennen ermöglicht Ihnen, den Namen des momentan hervorgehobenen Selektors zu ändern.

Exportieren exportiert Selektoren in eine Datei. So können Sie beispielsweise einen Selektor, den Sie zur Verwendung in Retrospect auf einem Backup-Computer erstellt haben, exportieren und in Retrospect auf einem anderen Backup-Computer verwenden.

Importieren importiert Selektoren aus einer Datei.

Löschen löscht den momentan hervorgehobenen Selektor.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Selektorliste, um ein Menü mit Befehlen anzuzeigen, die denen auf der Symbolleiste und im Fenster entsprechen.

Integrierte Selektoren

Retrospect enthält mehrere integrierte Selektoren mit vordefinierten Bedingungen für die Auswahl von Dateien.

Einige Selektoren und Selektorbedingungen funktionieren mit Windows-Volumes anders als mit Mac OS-, und Linux-Volumes. Die folgenden Erklärungen beziehen sich auf integrierte Selektoren unter Windows. Doppelklicken Sie auf einen Selektor, um Details anzuzeigen, oder prüfen Sie den Selektor auf einem Nicht-Windows-Volume, wenn Sie seine Funktionsweise unter anderen Betriebssystemen ermitteln möchten. Weitere Informationen zum Prüfen von Selektoren finden Sie unter Selektor-Symbolleiste.

Die folgenden Selektoren sind in Retrospect integriert:

Alle Dateien markiert alle Dateien auf der Quelle, einschließlich des Systemordners. Dies ist der Standard-Selektor.

Alle Dateien ohne Cache-Dateien markiert alle Dateien auf der Quelle, außer Cache-Dateien, die von manchen Programmen wie z. B. Web-Browsern verwendet werden. Cache-Dateien, die oft sehr groß sein können, werden für eine Wiederherstellung nicht benötigt.

Block Level Filter controls how a file is backed up, i.e. whether it is backed up in full or incrementally

Programme markiert nur ausführbare Dateien (.exe) und Programmbibliotheken (.dll), außer denen, die sich im Systemordner befinden.

Dokumente markiert keine ausführbaren Dateien (.exe) oder Programmbibliotheken (.dll), keine unterhalb des Programm- oder Systemordners abgelegten Dateien, außer denen in den Ordnern „Desktop“ und „Favoriten“.

Dokumente und Einstellungen markiert den Ordner „Dokumente und Einstellungen“ mit den benutzerspezifischen Ordnern, z. B. „Eigene Dateien“, „Favoriten“, „Anwendungsdaten“ und „Desktop“.

Bei Windows 9x-Systemen markiert der Selektor „Dokumente und Einstellungen“ den Ordner „Profiles“.

Bei Mac OS X-Systemen markiert der Selektor die Ordner „Benutzer“ und „Bibliothek/Voreinstellungen“.

Videos markiert alle Dateien mit verbreiteten Filmdatei-Erweiterungen (z. B. mov) am Quell-Speicherort. Dateien in den Ordnern „Windows“ und „Programme“ werden dabei nicht berücksichtigt. Außerdem werden alle Dateien in den Ordnern „Eigene Dateien“, „Eigene Videos“ und „Filme“ aller Benutzer markiert.

Musik markiert den Ordner „Eigene Dateien/Eigene Musik“ für alle Benutzer. Zudem werden alle Dateien mit verbreiteten Musikdatei-Erweiterungen (z. B. mp3) am Quell-Speicherort markiert. Dateien in den Ordnern „Windows“ und „Programme“ werden dabei nicht berücksichtigt. Dieser Selektor markiert den Ordner „Eigene Musik“ (sofern vorhanden) auch für alle Benutzer auf Mac OS X- oder Windows-Computern.

Keine Dateien markiert keine Dateien.

Office-Dokumente markiert Microsoft Office-Dokumente, Microsoft Outlook-Daten und Adobe PDF-Dateien, die sich an einem beliebigen Speicherort auf der Quelle befinden können. Dateien in den Ordnern „Windows“ und „Programme“ werden dabei nicht berücksichtigt.

Betriebssystem und Programme markiert Systemdateien, wie den Windows-Ordner und den Systemstatus. Außerdem werden Programmdateien markiert. Dazu gehören der vollständige Ordner „Programme“ sowie Dateien mit bekannten Dateierweiterungen (.exe und .dll), die sich an einem beliebigen Speicherort auf der Quelle befinden können.

Systemordner markiert Dateien im Systemordner. Unter UNIX markiert dieser Selektor keine Dateien.

Bilder markiert den Ordner „Eigene Dateien\Eigene Bilder“ für alle Benutzer. Zudem werden Dateien mit verbreiteten Bilddatei-Erweiterungen (z. B. .jpg) markiert, die sich an einem beliebigen Speicherort auf der Quelle befinden können. Dateien in den Ordnern „Windows“ und „Programme“ werden dabei nicht berücksichtigt. Dieser Selektor markiert den Ordner „Eigene Bilder“ (sofern vorhanden) auch für alle Benutzer auf Mac OS X- oder Windows-Computern.

Restore System and Applications marks system and application files.

Retrospect-Dateien markiert Kataloge, Protokolle, Konfigurationen und andere Dokumente von Retrospect. Unter UNIX markiert dieser Selektor keine Dateien.

„Alle Dateien“ ist der Standard-Selektor für manuelle Vorgänge und Skripts. Verwenden Sie diesen Selektor, um sicherzustellen, dass vollständige Backups durchgeführt werden.

Um Details zu einem Selektor anzuzeigen, wählen Sie ihn aus und klicken Sie auf „Bearbeiten“ (oder doppelklicken Sie auf den Selektor). Die für den Selektor definierten Bedingungen werden in einem eigenen Fenster angezeigt.

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Unter Bedingungen für Selektoren finden Sie nähere Informationen zu den Bedingungen von Selektoren.

Bedingungen für Selektoren

Selektoren sind Kombinationen aus verschiedenen Bedingungen. Anhand dieser Kriterien können Dateien und Ordner bestimmt werden, auf die ein Vorgang angewendet bzw. nicht angewendet werden soll. Retrospect bietet viele Bedingungen, mit denen sich detaillierte Selektoren erstellen lassen.

Um die Bedingungen für einen Selektor zu sehen oder zu ändern, wählen Sie ihn im Selektorfenster aus und klicken Sie auf „Bearbeiten“. Das Selektor-Bearbeitungsfenster wird angezeigt. Es umfasst einen Bereich, in dem Sie Bedingungen zur Aufnahme bestimmter Dateien und Ordner angeben können, und einen zweiten Bereich, in dem Sie Bedingungen zum Ausschließen bestimmter Dateien und Ordner angeben können.

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Klicken Sie auf das Plussymbol unter der Überschrift „einschließen“ oder „ausschließen“, um das Fenster mit den Bedingungstypen anzuzeigen.

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Auf der linken Seite des Fensters werden die verfügbaren Bedingungskategorien aufgelistet:

Allgemeine Selektorbedingungen

Allgemeine Selektorbedingungen sind für alle unterstützten Dateisysteme verfügbar. Zum Erstellen Ihrer eigenen Selektoren stehen folgende Bedingungen zur Verfügung:

Attribute (allgemein) verwendet zusätzlich zu den Attributen „Markiert“ und „Identisch“ von Retrospect die Attribute „Schreibgeschützt“ und „Versteckt“.

Client-Name (allgemein) definiert den Namen aus der Client-Datenbank von Retrospect als Bedingung.

Datum (allgemein) definiert ein Erstellungs-, Änderungs- oder Backup-Datum als Bedingung.

Dateisystem (allgemein) verwendet das Dateisystem des Quellvolumes als Bedingung.

Anmeldename (allgemein) definiert den Sharing-Eigentümernamen, Gruppennamen oder Benutzernamen als Bedingung.

Name (allgemein) verwendet den Namen der Datei bzw. des Ordners als Bedingung.

Selektor (allgemein) definiert einen anderen Selektor als Bedingung.

Größe (allgemein) definiert die Datei- oder Ordnergröße als Bedingung.

Volumename (allgemein) verwendet den Namen des Volumes als Bedingung. Bei Windows-Volumes handelt es sich dabei um den in den Eigenschaften angezeigten Volumenamen, nicht um den Laufwerksbuchstaben.

Selektorbedingungen für Windows

Die Windows-Bedingungen können für FAT- und NTFS-Dateisysteme genutzt werden. Zum Erstellen Ihrer eigenen Selektoren stehen folgende Bedingungen zur Verfügung:

Attribute (Windows) definiert die Attribute „Archiv“, „System“, „Verschlüsselt“ und „Offline“ als Bedingung.

Datum (Windows) definiert Windows-spezifische Datumsattribute als Bedingung.

Laufwerksbuchstabe (Windows) verwendet den Laufwerksbuchstaben des Quellvolumes als Bedingung.

Pfad (Windows) verwendet den Pfad der Datei bzw. des Ordners als Bedingung. Als Trennzeichen für die Ordnerhierarchie wird der umgekehrte Schrägstrich (\) verwendet.

Spezielle Ordner (Windows) definiert bestimmte, zum System gehörende Ordner, z. B. Volume-Hauptebene und Dokumente und Einstellungen, als Bedingung.

Selektorbedingungen für Mac OS

Mac OS-Bedingungen können für HFS- und HFS+-Dateisysteme genutzt werden. Zum Erstellen Ihrer eigenen Selektoren stehen folgende Bedingungen zur Verfügung:

Attribute (Mac OS) definiert Dateiattribute („Datei in Gebrauch“, „Alias“, „Name geschützt“, „Formularblock“ und „Eigenes Symbol“) als Bedingung.

Dateiart (Mac OS) definiert Dateiersteller und Typ als Bedingung.

Etikett, Symbolfarbe (Mac OS) definiert das Etikett einer Datei oder eines Ordners als Bedingung. Das Finder-Menü oder -Untermenü „Etikett“ enthält sieben Etiketten (und Farben bei einem Farbmonitor bzw. Graustufen) sowie die Option „Ohne“. Jedes Kontrollkästchen in diesem Fenster entspricht der Position eines Menübefehls im Menü „Etikett“ und nicht dem tatsächlichen Farb- oder Etikettnamen.

Pfad (Mac OS) verwendet den Pfad der Datei bzw. des Ordners als Bedingung. Verwenden Sie sowohl unter Mac OS X und älter einen Doppelpunkt (:) als Trennzeichen in Pfadangaben. Pfadnamen müssen das Volume enthalten.

Zugriffsberechtigungen (Mac OS): Berechtigung zum Lesen, Schreiben und Ausführen für Besitzer, Gruppe und andere. Mac OS X-Datei- und Ordnerberechtigungen müssen exakt mit der Bedingung übereinstimmen (Sternchen als Platzhalterzeichen). Um beispielsweise alle Dateien auszuwählen, in die der Benutzer, die Gruppe oder andere schreiben können, erstellen Sie drei Oder-Bedingungen: *w*******, ****w**** und *******w*.

Selektorbedingungen für UNIX

UNIX OS-Bedingungen können für UNIX-Dateisysteme genutzt werden. Zum Erstellen Ihrer eigenen Selektoren stehen folgende Bedingungen zur Verfügung:

Attribute (UNIX OS) verwendet Dateiattribute (Flag-Einstellungen für Symbolic Links) als Bedingung.

Datum (Unix OS): UNIX-spezifische Datumsattribute

Pfad (Unix OS): Pfad der Datei bzw. des Ordners Als Trennzeichen für die Ordnerhierarchie wird der Schrägstrich (/) verwendet.

Zugriffsberechtigungen (Unix OS): Berechtigung zum Lesen, Schreiben und Ausführen für Besitzer, Gruppe und andere. UNIX-Datei- und Ordnerberechtigungen müssen exakt mit der Bedingung übereinstimmen (Sternchen als Platzhalterzeichen). Um beispielsweise alle Dateien auszuwählen, in die der Benutzer, die Gruppe oder andere schreiben können, erstellen Sie drei Oder-Bedingungen: *w*******, ****w**** und *******w*.

Selektorbedingungen für Postfächer

Selektorbedingungen für Postfächer können beim Sichern und Wiederherstellen von Exchange-Postfächern verwendet werden.

Absender definiert den Sender einer Nachricht als Bedingung.

Mit Bedingung arbeiten

Für jeden Bedingungstyp gibt es eigene Bedienelemente, mit denen Sie die Details für die Bedingung angeben können.

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Wenn Sie eine Bedingung definieren oder ändern, wird sie im Selektor-Bearbeitungsfenster angezeigt.

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Sie können für einen Selektor mehrere Bedingungen definieren, indem Sie auf die Plusschaltflächen klicken. Durch die Position der Plusschaltflächen wird die Beziehung zwischen den Bedingungen festgelegt. Sie können einen Und- oder Oder-Operator einfügen. Wenn Sie auf eine Plusschaltfläche klicken, um ein Bedingungsfenster zu öffnen, wird der Operatortyp angezeigt. So wissen Sie immer, ob die neue Bedingung mit Und oder mit Oder verbunden wird.

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Mit dem Und-Operator definieren Sie, dass die Datei oder der Ordner alle angegebenen Bedingungen erfüllen muss, um ausgewählt zu werden. Jede Bedingung verwendet einen Und-Operator, außer der letzten Bedingung in den Bereichen „einschließen“ und „ausschließen“.

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Mit dem Oder-Operator definieren Sie, dass die Datei oder der Ordner mindestens eine der angegebenen Bedingungen erfüllen muss, um ausgewählt zu werden. Die letzte Bedingung im Bereich „einschließen“ oder „ausschließen“ verwendet immer einen Oder-Operator.

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Um mehr über das Erstellen von Selektoren zu erfahren, lesen Sie Eigene Selektoren erstellen und versuchen Sie selbst, Bedingungen zu erstellen.

Beispiele für Bedingungen

Die Tabelle unten zeigt ein Beispiel für einen eigenen Selektor und seine Wirkung, wenn er auf eine Reihe von Dateien angewendet wird.

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Regeln für Bedingungen

Bei der Anwendung eines Selektors haben die Bedingungen unter „ausschließen“ immer Vorrang gegenüber den Bedingungen unter „einschließen“. Wenn ein Selektor z. B. eine Bedingung enthält, die den Ordner „Profiles“ einschließt, und eine, die den Systemordner ausschließt, werden die Dateien im Ordner „Profiles“ nicht markiert.

Eigene Selektoren erstellen

Mit Retrospect können Sie schnell und einfach Selektoren für anspruchsvolle Datei- und Ordnerauswahlen erstellen. Um sich mit dieser Funktion vertraut zu machen, erstellen Sie am besten einen eigenen Selektor. Im folgenden Beispiel erstellen Sie einen eigenen Selektor, der bestimmte Programme und einen Ordner namens „Spiele“ vom Backup ausschließt.

So erstellen Sie einen neuen Selektor

Klicken Sie in der Navigationsleiste auf „Einstellung>Selektoren“ und anschließend auf die Schaltfläche „Neu“. Sie werden gebeten, einen Namen für den neuen Selektor einzugeben. In diesem Beispiel verwenden wir den Namen „Unerwünschte Spiele/Programme“, Sie können aber auch einen anderen Namen eingeben.

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Geben Sie den Namen ein und klicken Sie auf „Neu“. Retrospect zeigt das Selektor-Bearbeitungsfenster für den neuen Selektor an. Beachten Sie, dass der Selektorname gleichzeitig auch der Fenstername ist.

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Neue Selektoren schließen standardmäßig alle Dateien ein und keine Dateien aus. Dies können Sie durch das Hinzufügen von Bedingungen ändern.

Dateien ausschließen

Klicken Sie auf die Plusschaltfläche unter „ausschließen“, um eine Bedingung hinzuzufügen. Wählen Sie im angezeigten Fenster die Windows-Bedingung „Spezielle Ordner“ aus, um einen bestimmten Ordnertyp auszuschließen.

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Wählen Sie „Anwendungsdaten“ aus und klicken Sie auf „OK“. Das Selektor-Bearbeitungsfenster enthält nun unsere neue Bedingung.

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Der Selektor schließt nur den Ordner „Anwendungsdaten“ auf Windows-Volumes aus. Nun können Sie eine zweite Bedingung definieren.

Klicken Sie auf die zweite Plusschaltfläche unter „ausschließen“, deren 438 Markierungssymbol mit einem „oder“ versehen ist. Wählen Sie im angezeigten Fenster die Mac OS-Bedingung „Dateiart“ aus.

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In diesem Fenster können Sie eine Dateiart und/oder einen Ersteller als Bedingung angeben. Die Standard-Dateiart ist ein allgemeines Programm mit dem Typ „APPL“. Da wir diese Dateiart in unserem Beispiel verwenden möchten, klicken Sie auf „OK“. Das Selektor-Bearbeitungsfenster enthält nun unsere neue Bedingung.

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Da wir diese Bedingung mit der untersten Plusschaltfläche definiert haben, verwendet sie einen Oder-Operator. Oder- und Und-Operatoren werden unter Mit Bedingung arbeiten beschrieben.

Nun werden wir eine dritte Bedingung definieren. Klicken Sie auf die unterste Plusschaltfläche unter „ausschließen“ und wählen Sie im Bedingungsfenster die Bedingung „Name“ (allgemein) aus.

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Wählen Sie „enthält“ als Textabgleichaktion und geben Sie „Spiele“ in das Textfeld ein. Lassen Sie die anderen Einstellungen unverändert. Klicken Sie auf „OK“, um zum Selektor-Bearbeitungsfenster zurückzukehren.

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Jetzt schließt der Selektor den Inhalt des Windows-Ordners „Anwendungsdaten“, alle Mac OS-Programme und alle Ordner aus, die das Wort „Spiele“ enthalten.

Sie können Ihren Selektor nun speichern und für Skripts, manuelle Vorgänge und in Betrachtern verwenden.

Selektor-Symbolleiste

Das Selektor-Bearbeitungsfenster enthält eine Symbolleiste mit den folgenden Befehlen:

Speichern: Speichert den Selektor unter dem aktuellen Namen und überschreibt die letzte Speicherung.

Speichern unter: Ermöglicht Ihnen das Speichern des Selektors unter einem anderen Namen. Geben Sie im daraufhin angezeigten Dialogfeld einen neuen Namen ein und klicken Sie auf „Speichern“. Der zuvor gespeicherte Selektor bleibt erhalten.

Widerrufen: Macht Ihre Änderungen an einem Selektor rückgängig und stellt seinen zuletzt gespeicherten Zustand wieder her.

Umbenennen: Ermöglicht Ihnen, den Namen des Selektors zu ändern. Geben Sie einen neuen Namen im Dialogfeld ein und klicken Sie auf „Umbenennen“.

Selektor testen: Testet Ihren Selektor, indem er auf ein Volume angewendet wird. Retrospect bittet Sie, ein Volume auszuwählen, das mit Ihrem Selektor durchsucht werden soll. Daraufhin wird ein Betrachter-Fenster geöffnet, in dem die Dateien, die den Selektorkriterien entsprechen, mit Häkchen gekennzeichnet sind. Die markierten Dateien werden von Retrospect bei Verwendung dieses Selektors gesichert.

Wenn die richtigen Dateien markiert sind, funktioniert der Selektor richtig und Sie können ihn nun für manuelle Vorgänge oder Skripts verwenden.

Wenn die falschen Dateien markiert sind, müssen Sie Ihren Selektor ändern und noch einmal ausprobieren. Eventuell müssen Sie Bedingungen hinzufügen, löschen oder ändern. Achten Sie besonders auf die Und- und Oder-Operatoren, da diese das Ergebnis des Selektors entscheidend beeinflussen. Nachdem Sie Ihren Selektor geändert haben, speichern Sie ihn und testen Sie ihn noch einmal, um zu sehen, ob jetzt die richtigen Dateien markiert werden. Wiederholen Sie diesen Vorgang so lange, bis Ihr Selektor richtig funktioniert.

Löschen: Ermöglicht Ihnen das Löschen der ausgewählten Bedingung aus dem Selektor.

Selektoren drucken

Sie können den Inhalt eines Selektor-Bearbeitungsfensters zu Referenzzwecken drucken. Um ein Selektor-Bearbeitungsfenster zu drucken, lassen Sie es anzeigen und wählen Sie „Drucken“ im Menü „Datei“.

Selektoren bearbeiten

Jede Bedingung in einem Selektor-Bearbeitungsfenster kann geändert werden. Nachdem Sie eine Bedingung bearbeitet haben, kommen Sie zurück zum Selektor-Bearbeitungsfenster, wo Sie neue Bedingungen hinzufügen oder vorhandene ändern können.

Um einen Selektor vom Selektorfenster aus zu öffnen, klicken Sie auf den gewünschten Selektor und dann auf „Bearbeiten“ (oder doppelklicken Sie einfach auf den Selektor). Retrospect zeigt das Selektor-Bearbeitungsfenster für den Selektor an.

Um eine vorhandene Bedingung eines Selektors zu bearbeiten, wählen Sie sie aus und klicken Sie auf „Ändern“ oder doppelklicken Sie auf die Bedingungszeile (klicken Sie nicht auf die Plus- und 443 -Symbole). Ändern Sie die Optionen und Steuerelemente im Bedingungsfenster. Klicken Sie auf „OK“, um die Änderungen zu speichern.

Um eine neue Bedingung hinzuzufügen, klicken Sie auf ein Plussymbol. (Beachten Sie, dass das Plussymbol neben dem Markierungssymbol 444 mit dem grau dargestellten „oder...“ eine Oder-Bedingung und die anderen Plussymbole eine Und-Bedingung hinzufügen.) Ein Bedingungsfenster mit den Optionen und Steuerelementen für die ausgewählte Bedingungsart erscheint. Nehmen Sie die gewünschten Einstellungen in diesem Fenster vor und klicken Sie dann auf „OK“, um die Bedingung zum Selektor hinzuzufügen. Das Bedingungsfenster wird geschlossen und das Selektor-Bearbeitungsfenster zeigt nun die neue Bedingung an.

Bedingungen deaktivieren

Sie können eine Bedingung in einem Selektor jederzeit deaktivieren. Diese Bedingung hat dann keine Auswirkung auf die Dateiauswahl und bleibt so lange deaktiviert, bis Sie sie wieder aktivieren. Diese Funktion ist nützlich, wenn ein Selektor sehr komplex ist. So können Sie beispielsweise durch das Testen bestimmter Teile Probleme leichter lokalisieren.

Um eine Bedingung zu deaktivieren, öffnen Sie einen Selektor und wählen Sie die Bedingung aus, die deaktiviert werden soll. Klicken Sie auf „Deaktivieren“. Retrospect deaktiviert die ausgewählte Bedingung und stellt sie grau dar.

Sie können eine deaktivierte Bedingung wieder aktivieren, indem Sie sie auswählen und auf „Aktivieren“ klicken.

Bedingungen verschieben

Sie können eine Bedingung in einem Selektor-Bearbeitungsfenster verschieben, indem Sie das Markierungssymbol 445 vor der Beschreibung der Bedingung an eine andere Stelle im Fenster ziehen.

Jede Bedingung kann an eine andere Stelle verschoben werden, entweder in derselben Gruppe oder in einer anderen Gruppe oder Überschrift. Wenn Sie z. B. „Name“ als Bedingung unter „einschließen“ definiert haben und diese Bedingung als ausschließende Bedingung definieren möchten, können Sie sie in den Bereich „ausschließen“ ziehen.

Beim Verschieben einer Bedingung folgt ihr Umriss dem handförmigen Cursor an die neue Stelle. Lassen Sie die Maustaste los, wenn sich der Umriss an der gewünschten Stelle befindet. Nachdem Sie den Umriss dort abgelegt haben, verschiebt Retrospect die eigentliche Bedingung an die neue Stelle und setzt sie vor der hervorgehobenen Ziel-Bedingung ein.

Wenn Sie die Bedingung kopieren möchten, halten Sie beim Ziehen die Umschalttaste gedrückt. Wenn Sie die Überschrift „oder bei denen“ ziehen, wird die gesamte Gruppe verschoben. Wenn Sie beim Ziehen der Überschrift „oder bei denen“ die Umschalttaste gedrückt halten, wird die Gruppe kopiert.

Achten Sie beim Ziehen auf den Operatortyp (Und oder Oder) der Bedingung, die Sie verschieben. Durch das Verschieben kann sich der Operator ändern.

Bedingungen löschen

Sie können eine Bedingung jederzeit aus einem Selektor löschen.

Um eine Bedingung zu löschen, öffnen Sie einen Selektor und wählen Sie die Bedingung aus, die gelöscht werden soll. Klicken Sie auf „Löschen“ und bestätigen Sie die Abfrage, damit Retrospect die ausgewählte Bedingung aus dem Fenster löscht.

Selektoren löschen

Wenn Sie einen Selektor nicht mehr benötigen, können Sie ihn im Selektorfenster löschen.

Wählen Sie den zu löschenden Selektor aus und klicken Sie dann auf „Löschen“ in der Symbolleiste oder drücken Sie die Entf-Taste. Sie werden gefragt, ob der Selektor wirklich gelöscht werden soll. Klicken Sie auf „OK“. Retrospect löscht den Selektor.

Selektoren duplizieren

Manchmal ist es nützlich, einen Selektor zu duplizieren, um kleine Änderungen daran vorzunehmen. Sie können z. B. einen der integrierten Selektoren von Retrospect duplizieren und dann an der Kopie Änderungen vornehmen. Dadurch bleibt der ursprüngliche Selektor unverändert. Ein Selektor wird im Selektorfenster dupliziert.

Wählen Sie den zu duplizierenden Selektor aus und klicken Sie dann auf „Duplizieren“ in der Symbolleiste. Es wird ein Dialogfeld angezeigt, in dem Sie den neuen Selektornamen eingeben können. Geben Sie einen Namen ein und klicken Sie auf „Neu“. Retrospect erstellt eine exakte Kopie des Selektors und verwendet dabei den eingegebenen Namen.

Beispiele für Selektoren

Im Folgenden finden Sie Beispiele für Selektoren und Beschreibungen dazu.

Netzwerk-Backup-Selektor

Dieser Selektor markiert alle Dokumente für ein Backup, ausgenommen Dateien im Ordner „Spiele“ auf Wolframs Client-Computer. Bei diesem Beispiel weiß der Backup-Verwalter, dass Wolfram einen großen Ordner mit Spielen hat, die nicht gesichert werden müssen.

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Such-Selektor beim Wiederherstellen

Dieser Selektor sucht anhand einer Datumsbedingung nach einem Acrobat PDF-Dokument, das am oder nach dem 17. Oktober 2001 um 5:04 Uhr geändert wurde. Er verwendet die Bedingung „Name“, um das Dokument auf einem Windows-Volume, und die Bedingung „Datei“, um es auf einem Macintosh-Volume zu suchen. Dieser Selektor ist ein gutes Beispiel dafür, wie Retrospect während eines manuellen Wiederherstellungsvorgangs eine Datei finden kann, deren Namen Sie vergessen haben. In diesem Beispiel kennen Sie zwar nicht den genauen Dateinamen, aber Sie wissen, dass die Datei nach einem bestimmten Datum und einer bestimmten Zeit gesichert wurde.

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Such-Selektor beim Wiederherstellen von Client-Computern

Dieser Selektor sucht nach einer bestimmten Datei, die auf dem Client-Computer eines bestimmten Benutzers erstellt wurde. In diesem Fall ist der Name der Datei „Dissertation“ und der Client-Name „Frank“. Dieser Selektor kann z. B. während eines manuellen Wiederherstellungsvorgangs verwendet werden.

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Wartung und Reparatur

In diesem Abschnitt finden Sie Anweisungen zum Warten und Reparieren von Katalogen und Medien. Es werden folgende Vorgänge beschrieben:

  • Aktualisieren von Katalogen, die veraltet oder nicht synchron mit dem Backup-Set sind.
  • Neuaufbau von Katalogen, die fehlen oder beschädigt sind. (Bei Fehlern zur Chunk-Prüfsumme ist der Katalog beschädigt.)
  • Reparieren von beschädigten Datei-Backup-Sets.
  • Überprüfen der Backup-Set-Medienintegrität, um sicherzustellen, dass alle Dateien lesbar sind.

Um einen dieser Vorgänge auszuführen, klicken Sie in der Navigationsleiste auf „Werkzeuge“.

Katalog aktualisieren

Aktualisieren Sie einen Backup-Set-Katalog dann, wenn Retrospect während des Arbeitens mit einem Backup-Set meldet, dass der Katalog nicht synchron mit dem Backup-Set ist. Sie müssen den Katalog aktualisieren, um ihn mit den Medien in Übereinstimmung zu bringen, ansonsten können Sie das Backup-Set nicht benutzen.

Die Fehlermeldung „Katalog nicht synchron mit Backup-Set“ zeigt an, dass Retrospect beim letzten Kopieren von Daten in dieses Backup-Set den Katalog nicht aktualisieren konnte – möglicherweise aufgrund eines Systemabsturzes oder wegen eines Stromausfalls. Dieser Fehler kann auch durch eine volle Platte oder durch unzureichenden Arbeitsspeicher hervorgerufen werden.

Wenn nach dem Aktualisieren eines Katalogs beim Arbeiten mit dem Backup-Set weiterhin die Meldung „Katalog nicht synchron mit Backup-Set“ angezeigt wird, unternehmen Sie keinen zweiten Instandsetzungsversuch. Sie müssen neue Medien benutzen, mit einem vollen Backup oder einem Backup auf ein neues Medium das Backup-Set zurücksetzen oder ein neues Backup-Set erstellen. Weitere Informationen zu dieser Fehlermeldung finden Sie auf Katalog nicht synchron mit Backup-Set.

So aktualisieren Sie einen Katalog:

  1. Klicken Sie auf „Werkzeuge>Katalog reparieren“ in der Navigationsleiste.

    448

  2. Markieren Sie „Vorhandene Katalogdatei aktualisieren“ und klicken Sie auf „OK“.

    449

  3. Wählen Sie das zu aktualisierende Backup-Set aus und klicken Sie auf „OK“.
  4. Wenn Retrospect das letzte Segment des Backup-Sets nicht finden kann, zeigt es das Fenster zur Medien-Anforderung an.

    Legen Sie das angeforderte Medium ein.

  5. Retrospect fragt Sie, ob das Backup-Set weitere Segmente umfasst.

    450

    Enthält das Backup-Set keine weiteren Segmente, klicken Sie auf „Nein“, um mit der Neukatalogisierung zu beginnen.

    Gehören weitere Segmente zum Backup-Set, klicken Sie auf „Ja“. Retrospect fordert Sie so lange auf, Backup-Set-Segmente einzulegen, bis Sie auf „Nein“ oder „Fertig“ klicken.

  6. Retrospect katalogisiert das Backup-Set neu und zeigt den Fortgang im Aktivitätsmonitor an.
  7. Klicken Sie auf das Register „Historie“ des Aktivitätsmonitors, um anhand der Zusatzinformationen zu prüfen, ob die Aktualisierung erfolgreich war.

Ist der Vorgang nicht erfolgreich ausgeführt worden, rufen Sie mit „Protokoll“ weitere Informationen auf.

Katalog neu aufbauen

Da Sie ein Backup-Set nur verwenden können, wenn es eine Katalogdatei besitzt, sollten Sie den Katalog immer dann neu aufbauen, wenn die Originalkatalogdatei verloren gegangen ist oder beschädigt wurde. Retrospect kann Kataloge neu aufbauen, indem es die Backup-Set-Medien liest. Der Neuaufbau kann viel Zeit in Anspruch nehmen, je nachdem, wie viele Daten sich im Backup-Set befinden.

Es werden unterschiedliche Verfahren angewendet, je nachdem, ob Sie den Katalog eines Platten-Backup-Sets oder eines Band- bzw. CD/DVD-Backup-Sets neu aufbauen.

Katalog eines CD/DVD- oder Band-Backup-Sets neu aufbauen

Legen Sie zuerst das letzte Segment des Backup-Sets für den neu aufzubauenden Katalog in das Backup-Gerät.

So bauen Sie den Katalog eines CD/DVD- oder Band-Backup-Sets neu auf:

  1. Klicken Sie auf „Werkzeuge>Katalog reparieren“ in der Navigationsleiste.
  2. Wählen Sie „Vom Band neu aufbauen“ bzw. „Von CD/DVD-Discs neu aufbauen“ und klicken Sie anschließend auf „OK“.

    Das Fenster „Medium auswählen“ wird angezeigt.

    451

  3. Klicken Sie im Fenster „Medium auswählen“ auf das Register „Status“ und wählen Sie das letzte Mediensegment des Backup-Sets aus.
  4. Wurde das Backup-Set mit Retrospect 5.0 oder 5.1 erstellt, wird das erste Mediensegment des Backup-Sets angefordert.

    Wenn Sie das letzte Medium nicht zur Hand haben, legen Sie das neueste verfügbare Segment des Backup-Sets, das neu katalogisiert werden soll, ein.

  5. Klicken Sie auf „OK“.

    Wenn Sie einen Katalog für ein Backup-Set neu aufbauen, das Retrospect noch bekannt ist, fragt Retrospect, ob es an Stelle des bekannten Backup-Sets das neue Backup-Set erkennen soll. Klicken Sie auf „OK“, um das bekannte Backup-Set zu ersetzen.

  6. Ist das Backup-Set verschlüsselt, fragt Retrospect nach dem Kennwort. Geben Sie das Kennwort ein und klicken Sie auf „OK“.
  7. Geben Sie einen Speicherort für die neu aufgebaute Katalogdatei ein und klicken Sie auf „Speichern“.

    Retrospect katalogisiert das Backup-Set neu und zeigt den Fortgang im Aktivitätsmonitor an. Nach der Neukatalogisierung eines bestimmten Segments eines Backup-Sets fragt Retrospect, ob noch weitere Segmente neu katalogisiert werden sollen.

    452

  8. Wenn keine Segmente mehr vorhanden sind, weil Sie die letzte Diskette oder das letzte Medium des Backup-Sets bereits eingelegt haben, klicken Sie auf „Nein“, um die Neukatalogisierung zu beenden.

    Befinden sich im Backup-Set weitere Segmente, klicken Sie auf „Ja“, auch wenn ein oder mehrere Segmente beschädigt oder gelöscht sind.

  9. Legen Sie das angeforderte Segment des Backup-Sets ein oder, wenn Sie es nicht mehr besitzen, klicken Sie auf „Auswahl“.

    Sie werden gefragt, was mit dem Medium geschehen ist.

    453

    Wenn Sie bereits das letzte Medium des Backup-Sets eingelegt haben, klicken Sie auf „Fertig“. Haben Sie das angeforderte Backup-Set-Segment nicht oder ist es beschädigt, klicken Sie auf „Fehlt“.

  10. Retrospect fordert Sie so lange auf, Backup-Set-Segmente einzulegen, bis Sie auf „Nein“ oder „Fertig“ klicken.

Klicken Sie auf das Register „Historie“ des Aktivitätsmonitors, um anhand der Zusatzinformationen zu prüfen, ob die Katalogaktualisierung erfolgreich war. Ist der Vorgang nicht erfolgreich ausgeführt worden, rufen Sie mit „Protokoll“ weitere Informationen auf.

Wenn Retrospect gemeldet hat, dass der Neuaufbau erfolgreich ausgeführt wurde, sollten Sie jedes Skript, in dem das alte Backup-Set verwendet wurde, bearbeiten und das neu aufgebaute Backup-Set, das von Retrospect jetzt wieder erkannt wird, nochmal hinzufügen.

Katalog eines Platten-Backup-Sets neu aufbauen

Wenn Sie den Katalog von Wechselmedien neu aufbauen, legen Sie zuerst das letzte Segment des Backup-Sets für den neu aufzubauenden Katalog in das Backup-Gerät.

So bauen Sie den Katalog eines Platten-Backup-Sets neu auf:

  1. Klicken Sie auf „Werkzeuge>Katalog reparieren“ in der Navigationsleiste.
  2. Wählen Sie „Von Platten neu aufbauen“ und klicken Sie auf „OK“.

    454

  3. Wenn Sie wissen, auf welche Platte zuletzt Daten geschrieben wurden, klicken Sie auf „Letzte Platte“. Klicken Sie andernfalls auf „Alle Platten“.
  4. Wählen Sie „Letzte Platte“ nicht, wenn die Option „Schneller Katalogdatei-Neuaufbau“ für dieses Backup-Set deaktiviert wurde.

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  5. Suchen die gewünschte Platte aus und klicken Sie auf „OK“.

    Retrospect zeigt die Liste der Backup-Sets auf der Platte an.

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  6. Klicken Sie auf das Backup-Set, dessen Katalog neu aufgebaut werden soll, und anschließend auf „OK“.

    Wenn Sie „Alle Platten“ gewählt haben, fragt Retrospect, ob das Backup-Set weitere Platten umfasst. Befinden sich im Backup-Set weitere Platten, klicken Sie auf „Ja“ und wählen Sie eine weitere Platte aus. Retrospect fragt Sie so lange, ob weitere Platten vorhanden sind, bis Sie auf „Nein“ klicken.

  7. Wenn Sie eine Katalogdatei für ein Backup-Set neu aufbauen, das Retrospect noch bekannt ist, fragt Retrospect, ob es an Stelle des bekannten Backup-Sets das neue Backup-Set erkennen soll. Klicken Sie auf „OK“, um das bekannte Backup-Set zu ersetzen.
  8. Ist das Backup-Set verschlüsselt, fragt Retrospect nach dem Kennwort. Geben Sie das Kennwort ein und klicken Sie auf „OK“.
  9. Geben Sie einen Speicherort für die neu aufgebaute Katalogdatei ein und klicken Sie auf „Speichern“.

Retrospect katalogisiert das Backup-Set neu und zeigt den Fortgang im Aktivitätsmonitor an. Klicken Sie nach Abschluss des Vorgangs auf das Register „Historie“ des Aktivitätsmonitors, um anhand der Zusatzinformationen zu prüfen, ob die Katalogaktualisierung erfolgreich war. Ist der Vorgang nicht erfolgreich ausgeführt worden, rufen Sie mit „Protokoll“ weitere Informationen auf.

Wenn Retrospect gemeldet hat, dass der Neuaufbau erfolgreich ausgeführt wurde, sollten Sie jedes Skript, in dem das alte Backup-Set verwendet wurde, bearbeiten und das neu aufgebaute Backup-Set, das von Retrospect jetzt wieder erkannt wird, nochmal hinzufügen.

Datei-Backup-Sets reparieren

Bei Datei-Backup-Sets werden der Katalog und die Backup-Set-Daten in derselben Datei abgelegt. Für die Reparatur des Katalogs müssen Sie daher auf das Backup-Set zugreifen können.

So reparieren Sie Datei-Backup-Sets:

  1. Klicken Sie auf „Werkzeuge>Katalog reparieren“ in der Navigationsleiste.

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  2. Wählen Sie „Datei-Backup-Set reparieren“ und klicken Sie auf „OK“.

    Retrospect zeigt das Backup-Set-Auswahlfenster an.

  3. Suchen Sie das Datei-Backup-Set, das repariert werden muss, wählen Sie es aus und klicken Sie auf „Öffnen“.

    Sie müssen die Backup-Set-Reparatur bestätigen.

  4. Klicken Sie auf „Ja“, um das Backup-Set zu reparieren.
  5. Ist das Backup-Set verschlüsselt, fragt Retrospect nach dem Kennwort. Geben Sie das Kennwort ein und klicken Sie auf „OK“.

Retrospect katalogisiert das Backup-Set neu und zeigt den Fortgang im Aktivitätsmonitor an. Klicken Sie nach Abschluss des Vorgangs auf das Register „Historie“ des Aktivitätsmonitors, um anhand der Zusatzinformationen zu prüfen, ob die Katalogaktualisierung erfolgreich war. Ist der Vorgang nicht erfolgreich ausgeführt worden, rufen Sie mit „Protokoll“ weitere Informationen auf.

Unvollständige Katalogreparatur

Wenn Sie einen Katalogisierungsvorgang stoppen, wird folgendes Dialogfeld angezeigt.

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Widerrufen bricht die Neukatalogisierung ab. Sie können die Aktualisierung des Katalogs vom aktuellen Medium zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen. (Um später fortzufahren, verwenden Sie die Funktion „Vorhandene Katalogdatei aktualisieren“.)

Speichern sollten Sie dann verwenden, wenn Sie keine weiteren Daten von der aktuellen Platte oder dem aktuellen Band katalogisieren möchten. Alle bisher katalogisierten Daten sollten wiederherzustellen sein. (Um später fortzufahren, verwenden Sie die Funktion „Vorhandene Katalogdatei aktualisieren“.) Die Neukatalogisierung fährt mit dem nächsten Medium fort. Wenn Sie, nachdem Sie diese Option verwendet haben, weitere Daten in das Backup-Set sichern, fordert Retrospect ein neues Medium an, da es dieses Medium als voll betrachtet.

Backup-Set-Medien überprüfen

Wenn Sie Medien manuell überprüfen möchten, wählen Sie in der Navigationsleiste von Retrospect „Werkzeuge>Medien überprüfen“. „Medien überprüfen“ eignet sich zur Offline-Überprüfung der Backup-Set-Medien nach manuellen Backups (bzw. Archivierungen) ohne Überprüfung.

Sie sollten die Offline-Überprüfung mit Hilfe von Überprüfungs-Skripts planen, wenn Sie skriptgesteuerte Backup-Vorgänge (oder Archivierungen) ohne Überprüfung durchführen möchten, um das Backup-Zeitfenster möglichst optimal zu nutzen. Weitere Informationen finden Sie unter Überprüfung mit Skripts.

Wenn möglich, prüft die Funktion „Medien überprüfen“ die auf dem Backup-Set-Medium gespeicherten Daten, indem sie die Dateien im ausgewählten Backup-Set mit den MD5 Prüfsummen vergleicht, die während des Backups generiert wurden. Das bedeutet, dass Retrospect nicht mehr auf die gesicherten Quell-Volumes zugreifen muss, so dass hier auch im laufenden Betrieb keine Engpässe entstehen.

Unter bestimmten Umständen wurden während der Sicherung keine MD5-Prüfsummen generiert. Dies gilt für alle Backups, die mit einer älteren Retrospect-Version als 16.6 durchgeführt wurden, sowie für Backups, bei denen die Voreinstellung „Während Backup-Vorgängen MD5-Prüfsummen generieren“ nicht aktiv war. Weitere Informationen finden Sie unter Voreinstellungen „Überprüfung“.

In diesen Fällen prüft Retrospect nur noch die Lesbarkeit aller Dateien auf den Backup-Set-Medien.

  • Bei Verwendung der Funktion „Medien überprüfen“ müssen Sie bei der Prüfung von Backups, die sich über mehrere Medien erstrecken, alle Medien erneut einlegen.

So überprüfen Sie die Medienintegrität:

  1. Klicken Sie auf „Werkzeuge>Medien überprüfen“.

    Retrospect zeigt das Backup-Set-Auswahlfenster an.

  2. Wählen Sie das zu prüfende Backup-Set aus und klicken Sie auf „OK“.

    Retrospect prüft die Backup-Set-Medien und zeigt den Fortgang im Aktivitätsmonitor an.

    Wenn das Backup-Set CD/DVDs, Wechselmedien oder Bänder verwendet, fordert Retrospect Sie bei jedem benötigten Backup-Set-Segment auf, es einzulegen.

    Wenn das angeforderte Backup-Set-Segment nicht vorhanden ist, Sie aber andere Segmente des Backup-Sets überprüfen möchten, klicken Sie zuerst auf „Auswahl“ und dann auf „OK“. Legen Sie anschließend das nächste angeforderte Medium ein.

  3. Klicken Sie nach Abschluss des Vorgangs auf das Register „Historie“ des Aktivitätsmonitors, um anhand der Zusatzinformationen zu prüfen, ob der Vorgang erfolgreich war. Ist der Vorgang nicht erfolgreich ausgeführt worden, rufen Sie mit „Protokoll“ weitere Informationen auf.
  4. Sie sollten ein weiteres Backup dieser fehlerhaften Dateien in ein neues Backup-Set erstellen.
  5. Klicken Sie anschließend auf „Fertig“.

Externe Skripts

Sie können Retrospect-Ereignisse mit Hilfe von externen Skripts verwalten. Verwenden Sie hierfür eine beliebige Skriptsprache, mit der Sie ausführbare Dateien generieren können. Weisen Sie Retrospect oder einem Retrospect-Client ein einzelnes Skript zu, das auf die Ereignisse reagiert.

In diesem Abschnitt wird davon ausgegangen, dass Sie mit der Skripterstellung unter Windows vertraut sind. Die externe Skriptfunktionalität von Retrospect ist für erfahrene Skriptprogrammierer konzipiert, die Retrospect mit Hilfe von externen Skripts zusätzlich automatisieren möchten. Wenn Sie mehr über die Skripterstellung in Windows lernen möchten, beginnen Sie mit der Web-basierten Microsoft-Dokumentation für Softwareentwickler.

Da die Windows-Skripterstellung sehr komplex ist, bietet Retrospect, Inc. nur minimalen Support für diese Funktionen.

Unterstützungsdateien für die Windows-Skripterstellung für Retrospect

Der Ordner „External Scripts“ wird vom Retrospect-Setup-Programm installiert, sofern Sie eine Standardinstallation (empfohlen) durchführen. Sie können ihn auch nachträglich mit Hilfe des Setup-Programms zum Retrospect-Ordner hinzufügen.

Standardmäßig wird der Ordner „External Scripts“ bei der Retrospect-Installation an folgendem Speicherort angelegt:

..\Programme\Retrospect\Retrospect 16.6\
External Scripts.

Wenn Sie Skripts verwenden möchten, die mit VBScript oder einer anderen Skriptsprache erstellt wurden, die nicht direkt vom Betriebssystem unterstützt wird, muss Windows Script Host auf Ihrem System installiert sein. Windows Script Host ist kostenfrei bei Microsoft erhältlich.

Retrospect-Ereignisse

Retrospect unterscheidet 15 Ereignisse, die über Skripts verwaltet werden können. In der Retrospect Client-Software sind zwei von diesen Ereignissen verfügbar. Im Folgenden werden die Ereignisnamen zusammen mit Beschreibungen aufgeführt.

StartApp tritt ein, wenn Retrospect geöffnet bzw. automatisch gestartet wird.

EndApp tritt ein, wenn Retrospect beendet wird.

StartBackupServer tritt ein, wenn Proactive Backup gestartet wird.

StopBackupServer tritt ein, wenn Proactive Backup beendet wird.

StartScript tritt ein, wenn ein Skript gestartet wird.

EndScript tritt ein, wenn ein Skript beendet wird.

StartSource tritt ein, wenn zum ersten Mal auf eine Quelle zugegriffen wird. Dieses Ereignis steht sowohl in Retrospect als auch in der Retrospect Client-Software zur Verfügung.

EndSource tritt ein, wenn der Zugriff auf eine Quelle beendet wird. Dieses Ereignis steht sowohl in Retrospect als auch in der Retrospect Client-Software zur Verfügung.

MediaRequest tritt ein, wenn Retrospect ein Medium anfordert, und danach alle fünf Minuten, solange das Fenster für die Medien-Anforderung geöffnet ist.

TimedOutMediaRequest tritt ein, wenn Retrospect ein Medium angefordert hat und die in den Voreinstellungen festgelegte Wartezeit überschritten wurde.

ScriptCheckFailed tritt ein, wenn Retrospect nach der Ausführung eines Skripts beendet wird und ein geplantes Skript außerhalb der Vorschauzeit ausgeführt werden soll und der Skripttest fehlschlägt.

NextExec tritt ein, wenn Retrospect nach der Ausführung eines Skripts beendet wird und ein geplantes Skript außerhalb der Vorschauzeit ausgeführt werden soll und der Skripttest erfolgreich durchgeführt wird.

SchedStop tritt ein, wenn ein Skript ausgeführt und gestoppt wird, da die für die Ausführung vorgesehene Zeit abgelaufen ist.

PasswordEntry tritt ein, wenn ein Benutzer ein Kennwort eingibt.

FatalBackupError tritt ein, wenn ein fataler Backup-Fehler auftritt.

Skripts mit Retrospect implementieren

Kopieren Sie Ihre externe Skriptdatei in den Retrospect-Programmordner (der Standardpfad ist ..\Programme\Retrospect\Retrospect7.5) und nennen Sie sie RetroEventHandler. Fügen Sie die für den Skripttyp spezifische Dateierweiterung hinzu, wie z. B. .BAT, .EXE oder .VBS . Der verwendete Skripttyp muss von Windows Scripting Host unterstützt werden.

Es wird nur eine RetroEventHandler-Datei verwendet, auch wenn mehrere vorhanden sind. Wenn Sie mehrere Vorgänge mit mehreren Ereignissen ausführen möchten, müssen Sie diese in einer Skriptdatei zusammenfassen.

Skripts mit Retrospect Client für Windows implementieren

Kopieren Sie Ihre Skriptdatei in den Retrospect Client-Programmordner (der Standardpfad ist ..\ Programme\Retrospect\Retrospect Client ) und benennen Sie sie wie unter Skripts mit Retrospect implementieren beschrieben.

Externe Skripts ausführen

Wenn ein Ereignis eintritt, benachrichtigt Retrospect das externe Skript und wartet auf die Antwort des Skripts, bevor es fortfährt. Nach fünf Sekunden zeigt Retrospect in einem Statusfenster an, dass ein Skript ausgeführt wird.

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Sobald die Skriptausführung abgeschlossen ist, fährt Retrospect fort.

Beispielskripts

Der Ordner „External Scripts“ enthält Beispielskripts in vier verschiedenen Skriptsprachen (Batch-Dateien, Visual Basic, VBScript und C). Schauen Sie sich den Quellcode eines Beispiels in der gewünschten Sprache an, um zu sehen, wie Sie Retrospect-Ereignisse in einem Skript verwalten können. Die Beispiele zeigen, wie Sie die für ein Ereignis gesendeten Informationen verwenden und welche gültigen Werte zurückgegeben werden können.

Wenn Sie ein Beispielskript in Retrospect verwenden möchten, kopieren Sie es aus dem Beispielordner in den Retrospect-Programmordner.

  • Das Batch-Beispielskript ( .BAT ) verwendet die Batch-Befehlserweiterung ask.exe, die im Retrospect-Programmordner installiert ist.

Die Beispielskripts zeigen beim Eintreten eines Ereignisses ein Fenster mit dem Ereignisnamen und zusätzlichen Informationen an. Beim Öffnen von Retrospect wird beispielsweise das Ereignis „StartApp“ ausgelöst.

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Sie müssen auf jedes Fenster reagieren, damit Retrospect fortfahren kann. Führen Sie eine weitere Aktion aus, um ein Ereignis auszulösen, das vom Beispielskript verarbeitet wird.

Löschen Sie das Beispielskript anschließend aus dem Retrospect-Programmordner, damit es nicht Ihre Backups bzw. andere geplante Retrospect-Skripts beeinflusst.